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Beschreibung des Berg:
Rucu Pichincha ist ein 4698 Meter hoher Berg in den Anden über der Stadt Quito in Ecuador. Nachbarliche Gipfel sind Guagua Pichincha mit 4794 m und Padre Encantado mit 4685 m. Der Berg ist derzeit ein ruhender Vulkan. Die höchsten Berge in Ecuador sind oft vulkanischen Ursprungs, ein typisches und weit verbreitetes Phänomen auf äquatornahen Breitengraden weltweit.
Der Berg ist bei Wanderern sehr beliebt, da eine Gondel in 18 Minuten von 3117 m auf 3947 m zur oberen Station Cruz Loma bringt. Die Gondel heißt El TelefériQo, ein eingängiger Wortspiel aus "El Teleférico" (bedeutet Gondel) und "Quito" (Hauptstadt Ecuadors, von wo aus die Gondel hochfährt).
Die Gondel durchquert drei Mikroklima-Zonen. Zuerst steigt sie über die Waldgrenze hinaus, d.h. den Andenwald, der hauptsächlich aus Eukalyptus-Bäumen besteht. Dann ersetzen Sträucher verschiedener Arten die Bäume, unter denen folgende überwiegen:
(1) El pumamaqui (lat.: Oreopanax ecuadorensis), der Name ist indigenen/indianischen Ursprungs und bedeutet in Quechua "Tatze der Puma", woran die fleischigen Blätter dieser Pflanze erinnern.
(2) Achupallas (lat. Pitcairnia furfuracea). Die Pflanze hat scharfe Blätter, die konzentrisch ihren zentralen Teil in alle Richtungen schützen, der auch einige Meter hoch wachsen kann.
Bei dem Übergang von der Flora zum höheren Grasländ, dem sogenannten andinen Páramo, erscheint dann eine kamillenähnliche Pflanze Romerillo. Im Bereich unterhalb der Gletschergrenze, dem Páramo, folgt Grasland. Charakteristisch sind Chuquiragua-Blumen.
Aus der Tierwelt kann der Wanderer schnell Hasen und den Anden-Caracara (span. curiquinge; ausgesprochen kurikinge; engl. carunculated caracara; lat. Phalcoboenus carunculatus) beobachten, der endemisch nur im Hochgebirge der Anden im Páramo-Gürtel Ecuadors und im südlichen Kolumbien vorkommt. Der Caracara ist im Flug sehr geschickt.
Die Gletschergrenze in diesem Teil der Anden liegt bei 4800 Metern.
Die beste Zeit für einen Besuch ist von Juni bis August und von Dezember bis Februar. Der Gipfel lohnt sich am besten morgens zu besuchen, da ihn nachmittags Nebel und Wolken umhüllen und nachmittags auch Gewittergefahr besteht. Der Besuch des Berges ist sicherheitsmäßig unbedenklich,
Die Höhe verursacht bereits einige Symptome bzw. Anzeichen von Höhenkrankheit, die umso ausgeprägter sind, wenn der Berg in den ersten Tagen nach Ankunft in Quito ohne vorherige Akklimatisation besucht wird.
Bilder: