Baita Sun Bar - Monte Antelao (Via Normale)
Ausgangspunkt: Baita Sun Bar (1150 m)
| Breite/Länge: | 46,46419°N 12,21575°E |
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Wegname: Via Normale
Gehzeit: 7 h
Schwierigkeit: sehr schwierig unmarkiert Weg, sehr schwierig markiert Weg
Höhenunterschied: 2114 m
Höhenunterschied entlang der Route: 2140 m
Karte: Tabacco 03 1:25.000
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Helm
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Helm, Eispickel, Steigeisen
Aufrufe: 7.208
 | 4 Personen gefällt dieser Beitrag |
Zugang zum Ausgangspunkt:
Zugang von Gorenjska: Über den Grenzübergang Rateče oder Predel nach Trbiž / Tarvisio und dann auf der Autobahn in Richtung Videm / Udine bis zur Ausfahrt Tolmezzo. Von Tolmezzo folgen wir der Straße in Richtung Dorf Ampezzo und Bergpass Passo della Mauria. Die Straße führt dann bergab und bringt uns zu einer Kreuzung, wo wir links in Richtung Cortina d'Ampezzo fahren. An allen folgenden Kreuzungen folgen wir den Schildern nach Cortina d'Ampezzo. Wir folgen der Straße bis San Vito di Cadore, wo wir die Hauptstraße nach Cortina d'Ampezzo verlassen und rechts abbiegen, wo Schilder zum Rifugio Scotter und zur Skianlage Ski San Vito weisen. Auf der linken Straßenseite bei der Kreuzung steht eine Kirche. Die Straße biegt dann rechts ab und führt uns zu einer Kreuzung. Wir biegen links bergauf ab und folgen den Schildern zum Rifugio Scotter. Wir folgen der Straße bis zum Sun Bar, wo auch Schilder das Weiterfahren verbieten. Wir parken auf dem großen Parkplatz, der sich rechts neben der Straße befindet.
Von Primorska: Wir fahren auf der Autobahn Richtung Venedig / Venezia. Bei Portogruaro verlassen wir die Autobahn Richtung Venedig und fahren rechts weiter auf der Autobahn Richtung Pordenone. Am nächsten Autobahnkreuzungspunkt nahe Conegliano fahren wir rechts Richtung Belluno. In der Nähe von Belluno endet die Autobahn und an den nächsten Kreuzungen fahren wir Richtung Cortina d'Ampezzo weiter. Weiter folgen wir der obigen Beschreibung.
Beschreibung der Route:
Die Straße, die geradeaus führt und anfangs noch asphaltiert ist, wurde durch einen Bergsturz zerstört und ist gesperrt. Sie ist auch für Wanderer und Radfahrer gesperrt. Am Ausgangspunkt gehen wir links auf eine Schotterstraße. Die relativ flache Straße überquert bald das Tor und führt uns oberhalb des Wildbachbetts. Die Straße biegt dann links ab und überquert das Bett. Hier gibt es auch Warnschilder, die darauf hinweisen, dass das Überqueren des Bettes bei Regen gefährlich ist wegen möglicher plötzlicher großer Wellen. Die Straße steigt dann steiler an und ist an einigen Stellen auch betoniert. Wir steigen hauptsächlich durch den Wald auf und von der Straße zweigt rechts ein Fußweg zum Rifugio Scotter ab. Etwas höher vereinen sich Straße und Fußweg wieder. Der Wald wird dünner und es öffnen sich schöne Ausblicke auf die umliegenden Gipfel, wo besonders der nahe Monte Antelao hervorsticht. Bald erreichen wir eine Kreuzung, wo von rechts auch die alte gesperrte Straße anstößt.
Weiter gehen wir auf der Straße, die auf einem kurzen Abschnitt auch asphaltiert ist. Kurz vor der Hütte kommen wir zu einer Kreuzung, wo wir rechts weitergehen und nur noch wenige Schritte bis zur Hütte folgen.
Vom Ausgangspunkt zur Hütte ist sonst auch ein Transport mit Lieferwagen organisiert. Sie starten um 8:30 Uhr, der Preis für eine Rückfahrkarte beträgt 10€ (August 2018).
Von der Hütte steigen wir die Treppe zur Straße hinauf, die zum Rifugio San Marco führt. Wir folgen der Straße nur bis zur ersten linken Kurve, wo es eine Wegkreuzung gibt.
An der Kreuzung gehen wir rechts auf einen Fußweg, wo Schilder zur Scharte Forcella Piccola und zur Hütte Rifugio Galassi weisen. Der Weg verläuft weiter am Zwergstrauchgürtel nordostwärts. Etwas höher steigen wir in Serpentinen auf, und der Weg ist an manchen Stellen neu angelegt, da er durch Wildbäche beschädigt wurde. Wenn wir uns den steileren Hängen nähern, kommen wir zur Kreuzung, wo von links der Weg von der Hütte Rifugio San Marco kommt.
Wir gehen rechts weiter und queren dann eine Zeitlang hauptsächlich im leichten Aufstieg die Hänge südostwärts. Vom Weg haben wir hier zunehmend schöne Ausblicke nach Westen, wo der Monte Pelmo gut sichtbar ist. Wenn wir uns den Hängen des nahen Gipfels Becchi di Imposponda nähern, biegt der Weg links ab und steigt im Tal zur Scharte Forcella Piccola auf. Der Weg steigt an der linken Talseite auf und am Ende folgt ein kurzer Abstieg zur Scharte, wo eine markierte Kreuzung ist.
Geradeaus führt der Weg zur Hütte Rifugio Galassi, zu der gute 10 Minuten Abstieg sind, wir gehen rechts, wo Schilder »Monte Antelao – Via Normale« weisen. Von der Kreuzung steigen wir südwärts auf einem teils grasigen Hang auf. Der Weg verläuft dann linksseits des Tales bergauf und bringt uns auf eine kurze Ebene, wo sich der Blick nach Osten öffnet. Hier endet der grasige Untergrund und wir steigen weiter auf Schutt auf. Der Weg über den Schutt biegt rechts ab und bringt uns im Aufstieg in den Kesselkopf des Kars, wo eine Gedenktafel ist. Von hier wird der Weg deutlich anspruchsvoller.
Nach einem kurzen steilen Aufstieg biegt der Weg schnell rechts ab und es folgt ein Querung glatter Felsen. Weiter steigen wir einen steilen Hang hinauf, wo auch leichtes Klettern (1. Grad) nötig ist. Der Weg steigt hier über Bänder und zerklüftetes Felsgelände und ist die meiste Zeit auch etwas exponiert. Solcher Weg bringt uns dann zum Grat, wo sich der Blick nach Westen öffnet.
Wir gehen links weiter am anfangs schmalen Grat entlang, der uns schnell zu einem breiten Hang mit Karrplatten namens Le Laste bringt. Der Hang, auf dem auch viel Schutt und Felsen sind, ist hier nicht allzu steil. Wir queren ihn rechts, dann biegt der Weg links ab und steigt an der rechten Seite des Hangs auf, von wo wir einen sehr schönen Blick nach Westen haben, wo der Monte Pelmo hervorsticht. Der Hang verengt sich später etwas und es folgt ein kurzer Abstieg in eine kleine Scharte. Aus der Scharte folgt ein sehr kurzer anspruchsvoller Aufstieg, der uns zum zentralen Teil der Le Laste bringt, wo im November 2014 ein riesiger Bergsturz stattfand, der das Aussehen des Berges in diesem Teil erheblich verändert hat.
Am Anfang ist der Hang relativ flach und mit zahlreichen Felsen übersät, die Folgen des Bergsturzes sind. Der Aufstieg ist hier nicht anspruchsvoll und der Weg biegt bald links ab. Wir queren den Hang zum äußersten linken Rand, der etwas weniger von fallenden Steinen gefährdet ist. Weiter steigen wir am linken Rand direkt aufwärts. Hier öffnet sich links auch der Blick zum Gletscher Ghiacciaio del Antelao. Der Hang, auf dem wir steigen, ist sonst nicht allzu steil, aber da er über glatten Platten verläuft, auf denen auch etwas Sand oder Schlamm ist, ist er an manchen Stellen sehr rutschgefährlich. Am linken Rand steigen wir bis zum oberen Ende des Bergsturzes auf.
Am Ende des Bergsturzes gehen wir in eine kurze Felsrinne, durch die wir eine Stufe höher steigen. Der Weg ist weiter mit roten Punkten markiert und gelegentlich ist leichtes Klettern nötig. Etwas höher am steilsten Teil hilft uns auch ein Seil, das in einer steilen Scharte hängt. Zur Seil führt eine kurze, aber schmale und sehr exponierte Bande. Der anspruchsvolle Aufstieg ist kurz (ca. 3 Meter). Es folgen noch einige kurze steilere Aufstiege und bald sehen wir den Gipfel. Es folgt ein kurzer Abstieg und der letzte Aufstieg zum sehr aussichtsreichen Gipfel.
Abstieg auf dem Aufstiegsweg.
Der beschriebene Aufstieg ist nur für erfahrene Bergsteiger geeignet und umfasst Klettern bis 2. Grad. Der Aufstieg verläuft an Nordhängen, an denen sich auch spät im Sommer noch Schnee halten kann, sonst ist der Hang oft feucht. Im Bergsturzgebiet besteht auch erhebliche Steinschlaggefahr.
Beschreibung und Bilder beziehen sich auf den Zustand im Jahr 2018 (August).

Entlang der Route: Rifugio Scotter Palatini (1580m), Forcella Piccola (2120m)
Fotos:
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Diskussion zur Tour Baita Sun Bar - Monte Antelao (Via Normale)
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| mirank2. 09. 2019 |
Waren gestern oben, aber diese Seile (sl 128) nirgends gesehen
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| mirank24. 06. 2025 15:18:59 |
Zwischen Bild 8 und 18 sind es vielleicht 10 Min. Straße, alles andere sind getretene Abkürzungen im Wald. Vom Schleichen auf Macadam kommt nichts außer schmerzenden Fußsohlen
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