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Gebirge / Stubaier Alpen / Wilder Pfaff / Becherhaus - Wilder Pfaff (über den Ostgrat (II+/I-II))

Becherhaus - Wilder Pfaff (über den Ostgrat (II+/I-II))

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Ausgangspunkt: Becherhaus (3195 m)
Breite/Länge: 46,961°N 11,19268°E
Wegname: über den Ostgrat (II+/I-II)
Gehzeit: 2 h 45 min
Schwierigkeit: sehr schwierig markiert Weg
Höhenunterschied: 261 m
Höhenunterschied entlang der Route: 261 m
Karte: Stubaier Alpen Hochstubai, 31/1 1:25.000; Outdooractive Stubai Wanderkarte
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Helm, Eispickel, Steigeisen
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Helm, Eispickel, Steigeisen
Autor: pg
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Zugang zum Ausgangspunkt:
Von Ljubljana fahren wir auf der Autobahn vorbei an Salzburg in Richtung München. Am mehrstufigen Knotenpunkt Dreieck Inntal biegen wir auf die A93 in Richtung Innsbruck/Kufstein/Brenner ab. Bei der Rückkehr nach Österreich fahren wir weiter bis zur Abzweigung mit der Ausfahrt Innsbruck-Mitte. Hier biegen wir nicht nach Innsbruck ab, sondern fahren weiter auf der A13 in Richtung Brennerpass. Wir verlassen die Autobahn an der Ausfahrt 10-Schönberg und folgen einer bequemen Straße durch das Stubaital bis zu den Orten Neustift im Stubaital, dem Zentrum des Stubaitals, und Volderau, wo die noch breite Asphaltstraße etwas steiler in Richtung Mutterbergalm und Skigebiet Stubaier Gletscher ansteigt. Bald links erblicken wir den großen Wasserfall Grawa und den Parkplatz bei der gleichnamigen Alm; hier ist der erste Ausgangspunkt für den Aufstieg zur Sulzenauhütte. Nach wenigen Minuten weiterer Fahrt parken wir auf einem geräumigen vorgesehenen Parkplatz, der den bequemsten Zugang zur Hütte bietet, und wo am Ausgangspunkt eine große Infotafel mit Schwerpunkt Aufstieg zur Sulzenauhütte zu sehen ist.
Zur Hütte Becherhaus folgen wir dem Weg, der unter dem Gipfel Wilder Freiger entlangführt (siehe Beschreibung Aufstieg zur Hütte: http://www.hribi.net/izlet/parkirisce_sulzenauhutte_becherhaus_mimo_sulzenauhutte_in_preko_sedla_seescharte/51/3381/8129)

Eine Alternative bietet die Fahrt durch Norditalien: in diesem Fall fahren wir von Zentral Slowenien auf der A2 zu einem der Grenzübergänge nach Österreich und weiter nach Lienz. Dort fahren wir weiter auf der Straße 100 und vorbei am Übergang Prato alla Drava nach Italien. In Italien folgen wir der SS49 bis zur Einmündung in die A22 in Richtung Brennerpass. Nach dem Pass fahren wir in Richtung Innsbruck bis zur Ausfahrt Schönberg. Von dort weiter wie oben beschrieben.

Zur Hütte kann man zwar schneller aus dem Ridnauntal in Italien aufsteigen, aber in diesem Fall ist es ratsam, nur auf dem beschriebenen Weg zurückzukehren, der im Abstieg noch anspruchsvoller ist.
Beschreibung der Route:
Von der Hütte steigen wir den Grat ab, der zum Wilder Freiger und weiter ins Stubaital führt. Nach wenigen Minuten Abstieg auf ausgehauenen Stufen am Fuß des Hügels Becherfelsen biegen wir links auf den Weg ab, der scharf nach unten zum Gletscher Übeltalferner abbiegt. Beim steilen, aber kurzen Abstieg zum Gletscher hilft uns ein Stahlseil und einige Stufen.
Am Rand des Gletschers bereiten wir uns auf die Gletscherquerung in Richtung der gut sichtbaren Müller Hütte und des Ostgrats des Wilder Pfaff westlich davon vor; im Nebel ist die Orientierung erschwert.
In der Hochsaison helfen uns beim Gletscherqueren die Gazen, von denen es normalerweise mehrere gibt - besser nicht zu tief gehen und Spuren folgen, die gelegentlich durch Markierungsstöcke bestätigt werden. Der Gletscher ist stellenweise gerissen, aber die Löcher sind sichtbar und meist markiert.
Unter der Felsmasse, die die Müller Hütte beherbergt, biegen wir zunächst leicht nach Süden ab, dann südlich unter der Wand des verbindenden Grats zwischen Wilder Freiger und Wilder Pfaff queren wir zu einem guten Übergang auf den Grat, der ca. 200 Meter westlich des tiefsten Gratspunkts liegt. Zum einfachsten Aufstieg auf den Grat weisen uns normalerweise Trittsiegel den Weg.

Am geeigneten Platz steigen wir steil durch bröckeligen Schutt auf die Gratskante auf und folgen dieser nach Westen. Wenn wir nicht zu tief aufgestiegen sind, treffen wir bald auf Markierungen, die uns von da an ununterbrochen bis zum Gipfel führen. Warnung: bis zur Stelle, wo die Markierungen beginnen, ist der Grat ziemlich unangenehm und stark bröckelig, daher ist es ratsam, nicht zu früh darauf zu gehen.
Nach dem Passieren einer kleineren Erhebung im Grat senkt er sich etwas in ziemlich bröckeligem Gelände ab, das einen vorsichtigen Schritt erfordert. Dann weitet er sich etwas und bietet ganz attraktives Klettern I. Grades mit einigen kürzeren Stellen II. Diese Linie führt uns zu einer mit Stock und/oder großem Steinmann markierten Stelle etwa in der Mitte der Route. Dahinter richtet sich der Grat deutlich steiler auf, und das Gestein ist von hier an besser.

Der Grat ist im oberen Teil anspruchsvoller, und es gibt mehrere Standplätze, die ein ziemlich sicheres Sichern ermöglichen. Bald nach dem Übersteigen von Steinblöcken auf dem Weg stehen wir vor der Schlüsselstelle: steil, exponiert, aber kurz, das hohes II. Grad erreicht. Dahinter helfen uns die einzige konventionelle Sicherung auf dem Weg - Stahlseil und Tritte - über die geneigte Platte. Zum Gipfel folgt weniger schwieriges, aber stellenweise luftiges Klettern auf und südlich der Gratskante. Der Aufstieg auf den Grat dauert normalerweise 1-1,30 Std.

Der Ostgrat des Wilder Pfaff ist eine leichtere, kurze und ziemlich beliebte Kletterroute, die Bergsteiger normalerweise im Rahmen der klassischen Hochtour in den Stubaier Alpen absolvieren, die Aufstiege auf Wilder Freiger, Wilder Pfaff und Zuckerhütl verbindet. Das Klettern ist meist I. Grad mit einigen Stellen II; der Grat ist außer an einzelnen Teilen nicht allzu exponiert, aber stellenweise stark bröckelig, daher erfordert er ständige Konzentration und vorsichtigen Schritt. An den schwierigsten Stellen bietet die gut ausgestattete Route adäquates Sichern, über die unangenehme geneigte Platte hilft uns auch ein paar Meter Stahlseil.
Weniger Erfahrenen empfehle ich Sichern mit Seil oder Begleitung eines Bergführers.

Wenn wir zum Becherhaus aus dem Stubaital in Österreich gekommen sind, empfehle ich für die Rückkehr einen viel leichteren und kürzeren Weg, der vom Gipfel den Westabhang des Wilder Pfaff absteigt und unter dem Zuckerhütl den Sulzenauferner quert, später zum Fernaujoch absteigt. Von dort können wir zur Schaufeljochbahn weitergehen und mit ihr zur unteren Talstation bei Mutterbergalm abfahren, oder zu Fuß über das Skigebiet "Stubaier Gletscher" und vorbei an Dresdner Hütte dorthin absteigen. Von der unteren Talstation wartet noch ca. eine halbe Stunde Abstieg auf angenehmem Waldweg zum Ausgangspunkt.
Routenkarate - Wilder Pfaff
Die Tour kann zu folgenden Zielen verlängert werden: (1 h 15 min)
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Fotos:
Becherhaus - Wilder Pfaff1
Becherhaus - Wilder Pfaff2
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Diskussion zur Tour Becherhaus - Wilder Pfaff (über den Ostgrat (II+/I-II))
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