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Gebirge / Stubaier Alpen / Zuckerhütl / Becherhaus - Zuckerhütl (über Wilder Pfaff und das V-Pendant (II+/I-II))

Becherhaus - Zuckerhütl (über Wilder Pfaff und das V-Pendant (II+/I-II))

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Ausgangspunkt: Becherhaus (3195 m)
Breite/Länge: 46,961°N 11,19268°E
Wegname: über Wilder Pfaff und das V-Pendant (II+/I-II)
Gehzeit: 4 h
Schwierigkeit: sehr schwierig markiert Weg
Höhenunterschied: 312 m
Höhenunterschied entlang der Route: 312 m
Karte: Stubaier Alpen Hochstubai, 31/1 1:25.000; Outdooractive Stubai Wanderkarte
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Helm, Eispickel, Steigeisen
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Helm, Eispickel, Steigeisen
Autor: pg
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Zugang zum Ausgangspunkt:
Von Ljubljana fahren wir auf der Autobahn vorbei an Salzburg in Richtung München. Am mehrspurigen Knotenpunkt Dreieck Inntal wechseln wir auf die Straße A93 Richtung Innsbruck/Kufstein/Brenner. Bei der Rückkehr nach Österreich fahren wir weiter bis zur Abzweigung Innsbruck-Mitte. Hier nicht Richtung Innsbruck abbiegen, sondern weiter auf der A13 Richtung Brennerpass. Bei Ausfahrt 10-Schönberg verlassen wir die Autobahn und folgen der komfortablen Straße durch das Stubaital bis zu den Orten Neustift im Stubaital, Zentrum des Stubaitals, und Volderau, wo die noch breite Asphaltstraße etwas markanter Richtung Mutterbergalm und Skigebiet Stubaier Gletscher ansteigt. Bald links erblicken wir den großen Grawa-Wasserfall und den Parkplatz bei der gleichnamigen Alm; hier ist der erste Ausgangspunkt für den Aufstieg zur Sulzenauhütte. Nach wenigen Minuten weiterer Fahrt parken wir auf einem recht geräumigen vorgesehenen Parkplatz, der den bequemsten Zugang zur Hütte ermöglicht, und wo am Ausgangspunkt eine große Infotafel mit Fokus auf den Aufstieg zur Sulzenauhütte zu sehen ist.
Zur Becherhaus-Hütte folgen wir dem Pfad, der unter dem Gipfel Wilder Freiger verläuft (siehe Beschreibung des Aufstiegs zur Hütte: http://www.hribi.net/izlet/parkirisce_sulzenauhutte_becherhaus_mimo_sulzenauhutte_in_preko_sedla_seescharte/51/3381/8129)

Eine Alternative bietet die Fahrt durch Norditalien: in diesem Fall von Zentral-Slowenien auf der A2 zu einem der Grenzübergänge nach Österreich und weiter nach Lienz. Dort weiter auf Straße 100 vorbei am Übergang Prato alla Drava nach Italien. In Italien folgen wir der SS49 bis zur Einmündung in die A22 Richtung Brennerpass. Nach dem Pass weiter Richtung Innsbruck bis Ausfahrt Schönberg. Von dort wie oben beschrieben weiter.

Zur Hütte lässt sich sonst schneller aus dem Ridnauntal in Italien aufsteigen, es wäre jedoch ratsam, nur auf dem beschriebenen Weg zurückzukehren, der im Abstieg noch anspruchsvoller ist.
Beschreibung der Route:
Vom Hüttenhaus steigen wir den Grat hinunter, der zum Wilder Freiger und weiter ins Stubaital führt. Nach wenigen Minuten Abstieg auf ausgehauenen Stufen am Fuß des Hügels Becherfelsen biegen wir links auf den Weg ab, der scharf bergab zum Gletscher Übeltalferner abbiegt. Bei der steilen, aber kurzen Abstieg zum Gletscher helfen Drahtseil und einige Tritte.
Am Rand des Gletschers bereiten wir uns auf das Gletscherüberqueren in Richtung der gut sichtbaren Müller Hütte und des östlichen Grats des Wilder Pfaff westlich davon vor; bei Nebel ist die Orientierung erschwert.
In der Hochsaison helfen beim Gletscherqueren die Gazen, von denen es üblicherweise mehrere gibt - besser nicht zu tief gehen und den Spuren folgen, die gelegentlich von Markierungsstangen bestätigt werden. Der Gletscher ist stellenweise gerissen, aber die Löcher sind sichtbar und meist markiert.
Unter der Felsmasse, die die Müller Hütte beherbergt, biegen wir zunächst leicht nach Süden ab, dann südlich unter der Wand des verbindenden Grats zwischen Wilder Freiger und Wilder Pfaff queren wir zu einem guten Übergang auf den Grat, der rund 200 Längsmeter westlich des tiefsten Gratspunkts liegt. Zum einfachsten Aufstieg auf den Grat weisen üblicherweise die Trittsiegel hin.

Am passenden Platz steigen wir steil durch bröckeligen Schutt auf die Gratskante und folgen dieser westwärts. Wenn wir nicht zu tief aufgestiegen sind, treffen wir bald auf Markierungen, die uns von da an ununterbrochen zum Gipfel führen. Warnung: Bis zur Stelle, wo die Markierungen auftauchen, ist der Grat ziemlich unbequem und stark bröckelig, daher sinnvoll, nicht zu früh darauf zu gehen.
Nach dem Passieren einer kleineren Erhebung im Grat senkt er sich etwas in ziemlich bröckeligem Gelände ab, das einen vorsichtigen Schritt erfordert. Dann weitet er sich etwas und bietet attraktives Klettern I. Grades mit einigen kürzeren II-Stellen. Dieser Weg führt uns zu einem mit Stock und/oder großem Steinmann markierten Punkt etwa in der Mitte der Route. Dahinter richtet sich der Grat deutlich steiler auf, das Gestein ist besser.
Der Grat ist im oberen Teil anspruchsvoller, es stehen mehrere Standplätze zur Verfügung, die zuverlässiges Sichern ermöglichen. Bald nach dem Überklettern von Steinblöcken auf dem Weg stehen wir vor dem Schlüsselstelle: steilem, exponiertem, aber kurzem Sprung, der hohes II. Grad erreicht. Dahinter helfen die einzige konventionelle Sicherung auf dem Weg - Drahtseil und Tritte - über die geneigte Platte. Zur Spitze folgt weniger anspruchsvolles, aber stellenweise luftiges Klettern auf und südlich der Gratskante. Der Aufstieg auf dem Grat dauert üblicherweise 1-1,30 Std.

Vom Wilder Pfaff steigen wir auf leicht begehlichem Hang Richtung (Nord)West ab. Nach kurzer flacher Gletscherquerung führt ein bescheidener Steg über in der Hochsaison meist trockenen Hang zum tiefsten Punkt zwischen Wilder Pfaff und Zuckerhütl, Sattel Pfaffensattel (ungefährlich, aber bröckelig).
Etwas über dem Sattel trifft die Gletscherroute (Gase) bei uns, die als Normalweg zu Zuckerhütl und Wilder Pfaff von Westen hierherkommt. Vom Sattel rechts vom Abgrundrand steigen wir in wenigen Minuten zum Fuß der felsigen Gipfelstruktur des Zuckerhütl auf. Hier vor dem anspruchsvollen Endanstieg sinnvoll den Rucksack ablegen.

Der Aufstieg über die Ostflanke des Zuckerhütl ist kurz, aber wegen des absturzgefährdeten bröckeligen Geländes natürlichen Veränderungen ausgesetzt und objektiv recht gefährlich, besonders wenn über uns andere Bergsteiger unterwegs sind. Der optimale Wegverlauf hängt etwas von den herrschenden Bedingungen ab, obwohl einzelne Markierungen und Bohrhaken zum Sichern an heiklen Stellen Orientierung bieten.
Vom Fuß des Felsabhangs steigen wir zuerst über instabilen Schutt auf, dann queren etwas nach Süden. Nach kurzer exponierter Querung klettern wir am geeigneten Übergang zu etwas ebenerem Gelände unter dem Gipfel. Den Zeichen und Standplätzen folgend steigen wir über eine steile Stufe und durch leichter begehbaren Gipfelbereich auf den wenig geräumigen, aber sehr aussichtsreichen Gipfel mit großem Kreuz auf.

Der Ostgrat des Wilder Pfaff ist leichter, kurzer und recht beliebter Klettersteig. Klettern meist I. Grad mit wenigen II-Stellen; der Grat ist ausgenommen einzelner Abschnitte nicht sehr luftig, aber stellenweise stark bröckelig, daher erfordert er ständige Konzentration und vorsichtigen Tritt. An den schwierigsten Stellen bietet die gut ausgerüstete Route passendes Sichern, über der unbequemen geneigten Platte helfen auch einige Meter Drahtseil.
Der Endaufschwung zum Zuckerhütl ist kurz, aber potenziell recht knifflig, besonders an belebten Tagen. Klettern überschreitet nicht II. Grad, aber der Weg ist stellenweise absturzgefährdet, das Gestein sehr bröckelig. Zuckerhütl ist zudem der höchste Punkt der beliebten Runde "7 summits of Stubai".
Weniger Erfahrenen empfehle ich Seilsicherung bzw. Begleitung eines Bergführers.

Wenn wir zur Becherhaus aus dem Stubaital in Österreich gekommen sind, empfehle ich für die Rückkehr den viel leichteren und kürzeren Weg, der vom Fuß des Zuckerhütl zum Pfaffensattel absteigt und den Sulzenauferner westwärts quert, später zum Fernaujoch absteigt. Von dort kann man zur Schaufeljochbahn weitergehen und mit ihr zur Talstation bei Mutterbergalm abfahren, oder pech zu dieser über das Skigebiet "Stubaier Gletscher" und vorbei an Dresdner Hütte absteigen. Von der Talstation wartet noch etwa eine halbe Stunde Abstieg auf angenehmem Waldweg zum Ausgangspunkt.
Routenkarate - Zuckerhütl
Entlang der Route: Wilder Pfaff (3456m)
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Fotos:
Becherhaus - Zuckerhütl1
Becherhaus - Zuckerhütl2
Becherhaus - Zuckerhütl3
Becherhaus - Zuckerhütl4
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Becherhaus - Zuckerhütl55
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Diskussion zur Tour Becherhaus - Zuckerhütl (über Wilder Pfaff und das V-Pendant (II+/I-II))
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