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Gebirge / Nördliche Kalkalpen / Kemacher / Bergstation Hafelekar - Kemacher (Innsbrucker Klettersteig)

Bergstation Hafelekar - Kemacher (Innsbrucker Klettersteig)

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Ausgangspunkt: Bergstation Hafelekar (2269 m)
Breite/Länge: 47,3121°N 11,3835°E
Wegname: Innsbrucker Klettersteig
Gehzeit: 2 h 45 min
Schwierigkeit: extrem schwierig markiert Weg
Klettersteig: C
Höhenunterschied: 211 m
Höhenunterschied entlang der Route: 211 m
Karte: Innsbruck und Umgebung, 31/5 1:50.000
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Helm, Klettersteigset
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Helm, Klettersteigset, Eispickel, Steigeisen
Autor: pg
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Zugang zum Ausgangspunkt:
Von Ljubljana fahren wir über die Autobahn vorbei an Salzburg in Richtung München. Am mehrstufigen Dreieck Inntal wechseln wir auf die A93 Richtung Innsbruck/Kufstein/Brenner. Bei der Rückkehr nach Österreich fahren wir bis zur Ausfahrt 79 Richtung Innsbruck-West weiter. In Innsbruck schließen wir an die B174 an und fahren bis zum Anschluss an die Straße 171, der wir bis zur Abzweigung Hungerberg (Sonnenstrasse) folgen. Auf der ansteigenden Straße fahren wir weiter zum Ortsteil Hungerburg, wo wir den Hinweisen zur Hungerburgstation folgen. Wir parken auf dem großen Parkplatz bei der Standseilbahnstation; die Parkgebühr beträgt 6 Euro für den ganzen Tag, beim Kauf der Bahnkarte wird sie erstattet. Nach Hungerburg können wir auch mit der Standseilbahn vom Stadtzentrum Innsbrucks fahren.

Zweite Option (Vermeidung des österreichischen Vignettenkaufs): Aus Zentralslowenien über die A2 zu einem der Grenzübergänge nach Österreich und weiter nach Lienz. Wir fahren weiter auf der Straße 108 vorbei an Matrei und Osttirol und über die Bergschnellstraße durch den Felbertauern (Straße mautpflichtig, 2020: 11 € für Pkw). In Mittersill biegen wir auf die B165 ab und fahren auf schmalerer Straße zum Gerlospass hoch (1628 m; Gebühr 10 €). Von dort fahren wir ins gleichnamige Dorf und weiter zum Anschluss an die B169. Nach gut 20 km schließen wir an die B171 an (Richtung Schwaz/Jenbach/Wörgl/Strass i.Z.), der wir bis Innsbruck und der Abzweigung Hungerburg folgen. Von dort folgen wir der oberen Beschreibung. Nach Innsbruck kann man auch aus Norditalien kommen.
Beschreibung der Route:
Von der Bergstation der Bahn, die mit der Bahn von Hungerburg erreichbar ist oder über einen der Wanderwege (siehe z.B. https://www.hribi.net/izlet/hungerberg_parkirisce_pri_postaji_vzpenjace_hafelekarspitze_pespot_s_hungerberga_po_poti_216/59/3275/7817), gehen wir ostwärts, den Markierungen zum "Innsbrucker Klettersteig" folgend. Wir queren unter der leichteren kurzen Route der Geierwally-Ferrata und erreichen nach gut 10 Gehminuten vom Ausgangspunkt unter der Anfangsstufe des "Innsbrucker Klettersteig".

Der Anfangskletterabschnitt verläuft an einer mäßig hohen senkrechten Wand, wobei neben dem Stahlseil auch Haken mit stellenweise etwas größeren Abständen helfen (C). Nach dem Überqueren der kurzen Westwand der Seegrubenspitze wird der Weg leichter und bei gesichertem Querung der Nordhänge oberhalb des Karwendels befinden wir uns bald direkt unter dem Gipfel der Seegrubenspitze (2350 m), der nur einen Steinwurf vom Weg entfernt ist. Vom Gipfel steigen wir auf teils luftiger, gut gesicherter Gratkante ab (Schwierigkeit bis B) zum Sattel zwischen Seegrubenspitze und dem Felsmassiv Kaminspitz.
Auf Schuttgelände wandern wir in 10 Minuten zur Kante der Östliche Kaminspitze, wo ein Schild uns erneut auf den gesicherten Weg verweist. Auf steilem Gelände, teils mit Hilfe von Haken, klettern wir auf den Grat (B/C) und erreichen über die scharfe Gratkante den aussichtsreichen Östliche Kaminspitze (2435 m), wo eine große Gipfelbuch uns erwartet. Vom Gratgipfel steigen wir auf technisch einfacheren, aber noch exponierten Grat zu einer engen Scharte ab (B), aus der wir mit Haken senkrecht zurück auf die Gratkante klettern (C). Die Fortsetzung auf dem Grat ist leichter, der Weg bietet hervorragende Ausblicke auf das südlich gelegene Innsbruck und das Karwendelgebirge im Norden (bis B). Nach Querung südlich unter der Gratkante erreichen wir bald eine kurze attraktive Hängebrücke, die einwandfrei gesichert ist, und dahinter geht es weiter zum Kemacher, der vor uns in der Ferne sichtbar ist. Kurz hinter der Brücke folgt ein anspruchsvoller, fast senkrechter, aber gut gesicherter Abstieg in die Scharte (B/C), aus der wir erneut auf die Gratkante aufsteigen (B). Der Grat weitet sich etwas und führt zu einer kürzeren Stufe (C), bald danach beginnt der Weg erneut abzustiegen über luftige Kante. Nach kurzem Querung der Südhänge mit Hilfe von Klemmen queren wir exponiert zur Scharte unter dem Felsaufbau des Kemacher. Aus der Scharte klettern wir über einen ansprechenden, weniger schwierigen Kamin und folgend dem Stahlseil auf den sehr aussichtsreichen Gipfel (Schwierigkeit des letzten Teils bis B).
Die einzige sinnvolle Abstiegsmöglichkeit vom Kemacher ist die Fortsetzung der Ferrata bis zum Ende des ersten Teils des "Innsbrucker Klettersteig" am Langer Sattel, den wir westlich unter uns sehen. Der Abstieg ist technisch etwas leichter als der Aufstieg (Stelle B/C, meist A/B), jedoch stellenweise extrem exponiert, wobei uns aber an allen Schlüsselteilen die Seile helfen. Im unteren Abstiegsabschnitt zur Sattel weitet sich der Grat und wird grasbewachsen und leichter begehbar. Vom Gipfel Kemacher zum Langer Sattel ca. 45 Minuten Abstieg.

Vom Langer Sattel kann man mit dem zweiten Teil des "Innsbrucker Klettersteig" fortfahren, der über Gipfel, Türme und Kamine des Sattelspitz führt und etwas anspruchsvoller, aber kürzer als der erste Teil ist (ca. 2 Stunden Klettern). Wer umkehren möchte, kann unter dem Grat der Nordkette zur Station Seegrube queren und von dort mit der Bahn ins Tal zurückkehren. Vom Sattel führen mehrere Wege direkt nach Hungerburg (schnellster Weg teilweise über Weg 217 an Höttinger Alm und Umbrüggler Alm vorbei, nach Hungerburg gut 2,5 Stunden). Obwohl der "Innsbrucker Klettersteig" nicht die technische Schwierigkeit moderner Sport-Klettersteige erreicht (errichtet 1986, als andere Standards für gesicherte Wege galten) und durch zusätzliche Hilfsmittel eher an klassische Dolomiten- als an moderne Extreme erinnert, ist der Weg nicht zu unterschätzen. Der Kletterteil ist lang (besonders beim Aufstieg aus dem Tal), umfasst zahlreiche Auf- und Abstiege und weist viele stark exponierte Stellen auf, die Kalkgestein im Alpenraum nicht immer fest ist. Da man fast bis zum Einstieg mit der Bahn kommt und der Weg erstklassige Blicke auf Innsbruck und das malerische Karwendel bietet, ist er stark frequentiert. Helm und Sicherungsgerät sind Pflicht.
Routenkarate - Kemacher
Entlang der Route: Seegrubenspitze (2350m), Östliche Kaminspitze (2435m)
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