Franz-Josefs-Hohe - Großglockner (über Pasterze-Gletscher und Hofmannskees)
Ausgangspunkt: Franz-Josefs-Hohe (2369 m)
| Breite/Länge: | 47,0752°N 12,7516°E |
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Wegname: über Pasterze-Gletscher und Hofmannskees
Gehzeit: 8 h
Schwierigkeit: sehr schwierig markiert Weg
Höhenunterschied: 1429 m
Höhenunterschied entlang der Route: 1650 m
Karte:
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Helm, Eispickel, Steigeisen
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Helm, Eispickel, Steigeisen
Aufrufe: 77.738
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Anzahl der Kommentare: 36
Zugang zum Ausgangspunkt:
Durch den Karawankentunnel fahren wir vorbei an Spittal Richtung Lienz, aber nur bis Molbrucke. Weiter folgen wir den Schildern zur Alpenstraße für Grossglockner. Wenn wir im Bergdorf Heiligenblut (heiliges Blut) 1336 m Höhe ankommen, haben wir nur noch 17 km Grossglockner Hochalpenstrasse, der bekanntesten alpinen Panoramastraße. Die Maut für diese Straße beträgt 26 Euro pro Auto (außer nachts bis 5 Uhr morgens). Die Straße ist von Mai bis Oktober geöffnet bzw. je nach Schneeverhältnissen.
Mehr Informationen auf: http://www.grossglockner.at/en/hochalpenstrasse
Beschreibung der Route:
Wir parken in Garagen am Rand des Gletschers Pastirica/Pasterze am schönsten Aussichtspunkt Franz-Josefs-Höhe 2369 m hoch, von wo aus man unseren Weg bis zum Kleinen Grossglockner sieht. Wenn wir nachts oder am Vortag dort ankommen, ist es gut, einen Schlafsack und Armaflex dabei zu haben, da man in den Garagen notdürftig übernachten kann. Auf dem Gletscher Pastirica/Pasterze fährt seit 1963 die Zahnradbahn Grossglockner Gletscherbahn. Von 2356 m Höhe fährt sie auf einer 212 m langen Strecke 144 m tiefer zum Gletscherrand.
Unser Aufstieg beginnt direkt aus den Garagen durch einen der fünf Tunnel zur Hütte Hofmannhütte 2444 m hoch. Die Tunnel wurden gebaut, weil der alte Weg-Straße an mehreren Stellen von einer Lawine weggespült wurde und der Weg jahrelang gesperrt war. Der Weg durch die Tunnel ist richtig unterhaltsam. Erinnert an Gardaland. Wenn wir durch den letzten Tunnel sind, sehen wir bald links die Hütte Hofmannhütte, an der unser Weg vorbeiführt. Die Hütte ist in schlechtem Zustand und daher seit Jahren geschlossen und von Murmeln besetzt. Vorbei an der Hütte steigen wir ca. 200 m tiefer zum Gletscher Pastirica/Pasterze ab. Den Gletscher queren wir im rechten Winkel zur Flanke, auf der wir abgestiegen sind. Beim Queren muss man auf Gletscherspalten achten, da sie ziemlich breit und ungewiss tief sein können. Der Gletscher ist bis zu 160 m dick. Bei Nebel ist die Orientierung auf dem Gletscher sehr schwierig. Wenn wir auf der anderen Seite keine farbigen Markierungen an den Felsen oder Markierungsstangen sehen, gehen wir zuerst etwas abwärts, da man beim Queren meist etwas rechts geht. Wenn nach 100 m keine Markierungen da sind, wiederholen wir das bergauf und finden sie sicher. Der Weg steigt dann steil den Grat hinauf bis zum Punkt Fruhstuchsplatz, wo wir vom Grat einige Schritte links abwärts abbiegen. Hier beginnt der lange Aufstieg über den Gletscher Hofmannskees bis zur Hütte Erzherzog-Johann-Hütte (Adlersruhe - Adlerruhe) auf 3454 m. Der untere Teil des Weges geht links, der obere hinauf und rechts zur Hütte. Rechts können wir gehen: 1. auf dem Gletscher unter dem mittleren Felsgrat. Vorsicht wegen Spalten geboten; 2. einfach weiter auf dem Gletscher hinauf bis zum Rand des oberen Grats, wo sich unserem Weg der Weg von der Hütte Salmhütte auf der Südseite anschließt. Wir setzen rechts auf dem Gletscher fort. Bald müssen wir den felsigen mittleren Grat überqueren. Dann vereinen sich die Wege und die Hütte ist schon greifbar nah. Die Orientierung auf dem Gletscher Hofmannskees bei schönem Wetter ist leicht, bei Nebel sehr schwer oder unmöglich.
Von der Hütte Erzherzog-Johann-Hütte (Hütte geöffnet von Mai bis Ende September) setzen wir auf dem Schneefeld direkt hinter der Hütte fort. Auf dem steilen Schneefeld steigen wir zum Sattele (Sattel) 3680 m hoch auf, wo das Schneefeld endet. Weiter im Sommer ist meist nicht viel Schnee, sodass dieser Aufstiegsabschnitt mehr über Fels als Schnee verläuft. Zuerst steigen wir auf dem steilen exponierten Grat zum Kleinen Grossglockner 3783 m hoch und über ihn etwas tiefer in die sehr enge Scharte Glockner-scharte ab. Für den Übergang ist nur Platz für eine Person, weshalb es dort mehrmals zu Staus kommt. Es folgt nur noch ca. 50 m steiler Aufstieg über Steile Platten zum Gipfel des Grossglockner. Für den bezwungenen Gipfel werden wir mit Blick auf Französische und Schweizer Alpen, Italienische Dolomiten, Julische Alpen und Hohe Tauern belohnt.
Sicherungseinrichtungen über Kleiner Grossglockner und zum Gipfel sind Stahlstangen und Haken mit Ösen, sodass mit richtiger Ausrüstung keine Probleme beim Sichern bestehen. Auch Ausrüstung für das Gehen in Seilschaft nötig. Für den Aufstieg sind erhebliche Kletterkenntnisse und Erfahrungen erforderlich. Fehlen diese, ist es am klügsten, den Gipfel mit einem Bergführer oder erfahrenen Alpinisten zu besteigen.
Abstieg auf Aufstiegsweg. Wenn wir zum Gletscher Pastirica/Pasterze absteigen, können wir direkt auf dem Gletscher zur unteren Talstation der Zahnradbahn abwärts gehen, mit ihr zu den Garagen fahren oder zu Fuß hinaufsteigen.

Entlang der Route: Koča Hofmannshütte (2444m), Koča Erzherzog-Johann-Hutte (3454m), Kleine Grossglockner (3783m)
Fotos:
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Diskussion zur Tour Franz-Josefs-Hohe - Großglockner (über Pasterze-Gletscher und Hofmannskees)
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| Johny7726. 09. 2009 |
Hallo, habe diese Bilder gesehen, sehr interessant. Musstet ihr ihren Bergführer mieten?
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| izigov27. 09. 2009 |
Gratulationen aus dem Kärntner Ende.
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| JTrogar27. 09. 2009 |
In Österreich ist das Mieten eines Hochtourenführers noch nicht verpflichtend, aber das kann sich über Nacht ändern. Lp, Janez.
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| Gornik110. 01. 2010 |
Einige Bilder vom Ausflug.
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| planinc28. 06. 2010 |
Ich würde selbst etwas fragen. In welchem Monat habt ihr den Aufstieg gewählt? Danke
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| JTrogar14. 06. 2010 |
Diese Bilder mit wenig Schnee sind Ende Juni, mit viel Schnee Anfang April. Lp, Janez.
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| šerpa8. 07. 2010 |
In beiden Beiträgen über den Großglockner schreibst du Mali Klek „Kleine Großglockner“. Auf Deutsch heißt dieser kleine Gipfel Kleinglockner (3.770 m). Wahrscheinlich ein Tippfehler, korrigiere es, wenn du willst. Ansonsten war ich gestern zum ersten Mal auf dem Gipfel – unvergesslich.
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| petruša12. 09. 2011 |
Hallo, ich weiß, dass schon viele hier waren. Da wir von vielen Leuten gehört haben, dass es hier sehr schön ist mit herrlichen Ausblicken, haben wir uns für einen Tagesausflug entschieden. Wir würden nicht zum Großglockner gehen, sondern nur bis zu dem Hotel oder was es ist. Uns interessiert, wie lange ungefähr die Fahrt hierher dauert, wir kommen aus der Steiermark, und wie hoch die Straßengebühr ist, um grob zu sehen, was es kostet. Und ob dieser Zufahrt es wert ist, beschrieben zu werden, damit wir uns nicht irgendwo in Österreich verirren. Danke im Voraus und lp.
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| facko12. 09. 2011 |
Wenn dir "Massen" gefallen und der Blick auf GG aus SÜ-Richtung, dann ist die Glocknerstraße mit der Aussichtsplattform genau das. Wenn du aber Ausflug + kurze Wanderung möchtest, empfehle ich den Weg von Süden - von Kals zum Lucknerhaus und dann (zu Fuße) zur Stüdlhütte (ca. 2 Std. hoch und 1,5 Std. runter). Für Routenplanung nutze ViaMichelin, das dir am realistischsten sagt wo, wie und wofür ... für das Endziel trage die Adresse ein: Glor-Berg 16 A-9981 Kals am Großglockner Wenn du noch Infos brauchst, frag 
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| Enka12. 09. 2011 |
Petruša, meiner Meinung nach ist das für einen Tag ganz schön viel Fahren. Von Ljubljana sind es ca. 3 Std. dorthin, aus der Steiermark sicher noch ein bisschen mehr. Also 6-7 Std. Fahren, ohne die Fahrt auf der Alpenstraße selbst zu zählen. Wir haben den Besuch mit einem (ganztägigen) Ausflug nach Salzburg kombiniert - wir sind über die Alpenstraße an GG vorbeigefahren.
Ansonsten ist die Straße und ihre Punkte etwas Außergewöhnlich Schönes und Besuch herzlich empfohlen. Vielleicht übernachtet in Heiligenblut (genug Möglichkeiten, da im Winter Skigebiet und solche Kapazitäten fehlen nicht) und gönnt euch einen Aufstieg zu einer der Hütten unter GG .
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| Okmodko12. 09. 2011 |
Ist es nicht traurig, dass ein so offensichtlich slowenisches Wort als Pesterze geschrieben wird? Warum steht nicht unter dem Routennamen, über den Pastirica-Gletscher? Sind wir Slowenen so dumm, dass wir slowenische Wörter nicht aussprechen können? Aufwiedersehen teptschki!
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| facko12. 09. 2011 |
@Okmodko: im Deutschen werden Substantive mit Großbuchstaben geschrieben 
@Enka: für einen Tag ist es nicht wenig Fahrt, aber ein schöner Herbsttag in diesen Gegenden merkt man sich lange Auf der Alpenstraße ist aber möglich - wenn ich mich nicht täusche - nur ein leichter Wander-spaziergang zur Hoffmans-Hütte oder mit einem "kleinen Trick" auf den Gletscher 
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| Okmodko12. 09. 2011 |
Entschuldige ich kenne Deutsch nicht so gut wie ihr Slowenisch. Ich wünsche euch einen schönen Ausflug und genießt es wenn ihr durch freies Kärnten über Klagenfurt oder Villach zum Gross Glockner fahrt. Meldet euch in Laibach oder Marburg wie es war.
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| atoamac12. 09. 2011 |
@Okmodko, nur Trollerei oder noch etwas anderes?
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| Okmodko12. 09. 2011 |
Mah weiß nicht warum wir überhaupt Slowenisch sprechen, wenn es allen egal ist. Los ändern wir alle slowenischen Ortsnamen in Slowenien in englische Namen, damit Ausländer es leichter verstehen. Scheiße schaut auf Slowenien und slowenische Sprache. Was ist das überhaupt? Synonym für Schweinegrunzen!
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| facko13. 09. 2011 |
@Enka: Entfernungen und Zeitplan wie vom ÖAMTC Routenplaner angezeigt ... 1. Maribor/DVORANA TABOR - Labot - Celovec - Beljak - Špital ob Dravi - Möllbrücke - Lienz - Kals pod Velikim Klekom 306.3 km 4:44 h:min
2. Maribor/DVORANA TABOR - Labot - Celovec - Beljak - Špital ob Dravi - Möllbrücke - Heiligenblut 288.0 km 4:33 h:min
Schöne Herbsttage locken   
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| Enka13. 09. 2011 |
Facko, für mich ist das zu viel Fahren für einen Tag, obwohl ich zustimme, dass es sich lohnt, weil die Straße und alles drumherum fantastisch ist. Nun, ich möchte auch mal in Heligenblut Ski fahren, aber ich habe keine Lust, dafür einen Tagesausflug zu fahren. Aber klar, jeder wie er mag, wem die Fahrt nichts ausmacht - herzlich empfohlen .
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| visokogorc26. 07. 2013 |
ist der große Klek wirklich schwierig
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| Janez Seliškar26. 07. 2013 |
Veliki Klek ist umso schwieriger, je weniger Fähigkeiten derjenige hat, der hinauf will. Ansonsten Berg wie Berg. Mitten in Gletschern mit all ihren Schönheiten und Gefahren.
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| mirni9. 06. 2014 |
Mich interessiert, ob jemand weiß, wie viel Schnee noch auf dem Weg zum Veliki Klek liegt? Danke und Grüße
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| mirni9. 06. 2014 |
Mich interessiert auch, ob jemand innerhalb eines Monats zum Veliki Klek gehen will
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| Branee9. 06. 2014 |
Meiner Meinung nach ist es schneefrei!
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| viharnik9. 06. 2014 |
Bis zur Študlc müsst ihr noch stapfen, von der Franz-Josefs-Hohe gibt es eh ewigen Schnee und Eis. Schaut euch die TK-Karte des Johannisberg an, damit ihr besser wisst, worauf ihr euch einlasst. Auch die Spalten öffnen sich jetzt und dehnen sich aus. Dreitausender sind doch nicht wie die Šmarna gora.
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| rusmi27. 06. 2014 |
war jemand in der letzten Woche oben? 
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| mukica24. 07. 2014 |
Katja vom PD Murska Sobota...
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| Janez Seliškar24. 07. 2014 |
Ziemlich viele in den letzten ca. 14 Tagen, aber alle aus Kals.
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| petruša19. 08. 2014 |
Hallo, mich interessiert, wie viel die Maut kostet....
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| KANA19. 08. 2014 |
für Auto 34€, für Motorrad 24€
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| Marko8331. 08. 2014 |
Mich interessiert, wie viel Gehzeit bis zur Erzherzog-Johann-Hütte? Und sind dort in der Scharte Sicherungen-Seile? Bilder 76,77,78
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| mukica31. 08. 2014 |
Bei wenigen Wanderern 1h bis 1.30h, aber gewöhnlich Gedränge. Keine Sicherungen.
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| JTrogar31. 08. 2014 |
Bis Adlerce ca. 6h(+-1h), abhängig von Bedingungen und Kondition. Auf keinen Fall 1-1,5h wie mukica schrieb. Das ist die Zeit von Adlerce zum Gipfel. Über Malega gibt es einige Leitern, von dort zur Scharte Seil (Bild 77), von dort zum Veliki wieder einige Leitern, sodass die Sicherung selbst recht einfach ist. Lp, Janez
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| lovrodro20. 08. 2022 15:36:16 |
Wir waren im Juli dieses Jahres oben, Gletscher hatten schon ziemlich große Spalten, Eis taut so stark, dass man an manchen Abschnitten fast Badezeug braucht .
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