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Gebirge / Hohe Tauern / Hochalmspitze / Gößgraben - Hochalmspitze (Detmolder Grat)

Gößgraben - Hochalmspitze (Detmolder Grat)

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Ausgangspunkt: Gößgraben (1600 m)
Breite/Länge: 46,9804°N 13,3351°E
Wegname: Detmolder Grat
Gehzeit: 5 h 30 min
Schwierigkeit: sehr schwierig markiert Weg
Höhenunterschied: 1760 m
Höhenunterschied entlang der Route: 1770 m
Karte:
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Helm, Klettersteigset, Eispickel, Steigeisen
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Helm, Klettersteigset, Eispickel, Steigeisen
Aufrufe: 15.806
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Anzahl der Fotos: 111
Anzahl der Kommentare: 13
Zugang zum Ausgangspunkt:
Vom Karawankentunnel folgen wir der Autobahn Richtung Salzburg bis zur Ausfahrt Gmünd. Dann folgen wir den Beschilderungen ins Maltatal. Der Straße durch das genannte Tal folgen wir bis Koschach. Wenn wir rechts den Fallbach-Wasserfall (höchster Wasserfall in Kärnten) bemerken, gelangen wir bald zu einer Kreuzung, wo wir links über die Brücke fahren, die die Malta überspannt. Kurz danach biegen wir erneut links auf eine engere Straße steil bergauf ins Gößgraben (Schilder zur Gießener Hütte). Wir folgen der Straße bis zum großen Parkplatz unter dem Stausee Goskarspeicher. Die letzten Kilometer der Straße sind nur in den Sommermonaten geöffnet, wenn die Gießener Hütte geöffnet ist (vom Anfang Juli bis Ende September).
Beschreibung der Route:
Vom Parkplatz setzen wir den Weg auf der Asphaltstraße fort, die für den Verkehr gesperrt ist. Nach wenigen Minuten Aufstieg erreichen wir eine Kreuzung, wo wir rechts auf die Schotterstraße abbiegen, die durch ein Schild »Gießener Hütte« angewiesen ist. Links führt nur ein kurzer Aufstieg zum Gößkarspeicher-See.
An der Abzweigung betreten wir auch den Nationalpark Hohe Tauern (Nationalpark Hohe Tauern). Die Straße steigt ständig an und es öffnen sich immer schönere Ausblicke zur Berggruppe Reißeck. Beim Aufstieg kreuzen wir mehrmals Weidezäune, da im Sommer am Straßenrand Vieh weidet. Weiterhin können wir immer auf der Straße gehen oder markierte Abkürzungen nehmen. Der Wald wird dünner und im letzten Teil des Weges zur Hütte gehen wir am felsigen Gelände entlang. Hier öffnet sich ein schöner Blick zum Gipfel Hochalmspitze und zu zahlreichen Bächen, die den Hang herunterfließen. Wir folgen weiter der Straße und erreichen bald die Hütte Gießener Hütte.
Von der Hütte setzen wir den Weg auf dem Wanderpfad fort, der uns unmittelbar oberhalb der Hütte zu einer Abzweigung bringt. Links führt der Pfad zur Scharte Mallnitzer Scharte und zur Hütte Arthur von Schmid Haus, wir gehen leicht rechts den Markierungen »Hochalmspitze« folgend weiter. Kurz danach zweigt rechts ein leichter Pfad zum nahen Gipfel Winterleitenkopf ab.
Der Pfad verläuft weiter meist über Felsplatten, die anfangs gut geordnet sind, sodass der Aufstieg keine Probleme bereitet. Hier betreten wir den Kernbereich des Nationalparks Hohe Tauern und nach kurzem Aufstieg gelangen wir zu einer weiteren Abzweigung.
Rechts führt der Pfad über den Ostgrat zur Hochalmspitze, wir gehen links auf Weg 519, dem Schwarzenburger Weg. Von der Abzweigung quert der Pfad eine Zeitlang die Hänge nach Westen und kreuzt dabei einige Bäche. Später biegt er leicht rechts ab und steigt etwas steiler an. Der Pfad, der meist über Felsplatten verläuft, bringt uns zu einer markierten Abzweigung.
Links führt der Pfad zum Gipfel Schneewinkel Spitze und weiter zum Säuleck, wir gehen rechts zur Scharte Lassacher Winklscharte. Der Pfad von der Abzweigung verläuft nach Norden und steigt ständig über felsigem Gelände an. Bald öffnet sich vom Pfad erneut der Blick zum Gipfel Hochalmspitze. Danach biegt der Pfad leicht links ab und folgt dem letzten Anstieg zur Scharte Lassacher Winklscharte. Auf dem Weg zur Scharte können auch spätim Sommer noch Schneefelder vorhanden sein, die nicht allzu steil sind oder umgangen werden können.
An der Scharte, wo eine Abzweigung ist, gehen wir rechts den Markierungen »Hochalmspitze, Detmolder Grat« folgend weiter. Der Pfad quert von der Scharte zuerst den Hang nach rechts und steigt dann steiler an. Hier steigen wir über Granitplatten auf und der Tritt ist nicht sichtbar. Beim Gehen müssen wir daher auf die Markierungen achten und vorsichtig sein, da einige Platten nicht fest sind. Der Pfad verläuft hier nach Nordosten und bringt uns zum Rand des Gletschers. Die Markierungen leiten uns dann links leicht vom Gletscher weg und es folgt der Anstieg zur Gratkante. Am Grat gehen wir rechts weiter und steigen dann am Grat über dem Gletscher auf. Am Grat folgt ein sehr kurzer Abstieg, der uns in die kleine Scharte Obere Winkelscharte bringt. Hier gehen wir noch kurz am Grat weiter, dann biegt der Pfad rechts zum Gletscherrand ab. Es folgt eine kurze Querung oberhalb des Gletscherrandes, wo auch spätim Sommer Schnee liegen kann. In diesem Fall brauchen wir Winterausrüstung. Nach der kurzen Querung erreichen wir ein Drahtseil, mit dessen Hilfe wir steil links aufwärts zum Grat steigen. Falls das Drahtseil noch unter Schnee ist, queren wir weiter den Gletscher und schließen später am Grat an, wo der Hang weniger steil ist. Das erste Drahtseil vom Gletscherrand ist selten mit einem Haken gesichert, daher ist mehr Vorsicht geboten. Ein Sturz wäre trotz Sicherungsgerät sehr lang. Nahe am Grat wird der Pfad besser gesichert. Der Pfad verläuft weiter meist in leichtem Aufstieg quer zum exponierten Hang am Grat und bringt uns zum Grat, wo der Blick zur Nordseite frei wird.
Den Grat verlassen wir schnell und gehen wieder auf die rechte Seite. Zuerst steigen wir leicht ab, dann wird der Pfad anspruchsvoller und steigt mehrmals sehr steil mit Drahtseil zum Grat (Schwierigkeit bis C). Danach verläuft der Pfad eine Zeitlang am gut gesicherten Grat, im letzten Teil weichen wir wieder rechts vom Grat aus. Weiterhin steigen wir längere Zeit steil mit Drahtseil (Schwierigkeit bis C). Solcher Pfad führt bis zum Gipfel, wo sich ein grandioser Rundblick auf alle Seiten eröffnet.
Abstieg möglich über den Aufstiegsweg oder über den Ostgrat zu den Türmen Steinerne Mandln und von dort über den Gletscher Trippkees zurück zur Hütte Gießener Hütte. Beim Abstieg über den Gletscher ist Winterausrüstung zwingend erforderlich. Vor der Entscheidung für diesen Abstieg sollten die aktuellen Verhältnisse am Gletscher abgeklärt werden.
Routenkarate - Hochalmspitze
Entlang der Route: Gießener Hütte (2215m), Lassacher Winklscharte (2862m), Obere Winkelscharte (3150m)
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Fotos:
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Diskussion zur Tour Gößgraben - Hochalmspitze (Detmolder Grat)
mukica16. 08. 2015
Vor einiger Zeit bin ich diesen Weg gegangen und muss sagen, er ist sehr schön angelegt und jeden Schritt wert. Der Weg fasziniert bei gutem Wetter mit Rundumblicken, auch unsere Alpen wie auf dem Handteller. Rückkehr über Gletscher und damals keine Steigeisen nötig, Eispickel aber essenziell.
ninooos16. 08. 2015
Ist Winterausrüstung (dieses Jahr) auf genanntem Weg nötig? (Beschreibung geht von möglichem Schnee beim Queren oberhalb Gletscherrand aus)
Danke, lg
Rok16. 08. 2015
Diesen Weg am 6.8.2015. Nur wenige Meter Schneefeld queren (Bild 73). Damals ohne Steigeisen machbar. Möglicherweise jetzt auch der Schnee weg.
mpp16. 08. 2015
Das ist eine echte Hochtour und Winterausrüstung gehört in den Rucksack!

Für Detmolder Grat wird Winterausrüstung wahrscheinlich wirklich nicht benutzt, aber sagen wir bei Abstieg über Steinernen-Mandln ist sie notwendig.
felix11. 08. 2018
Welcher Weg wird üblicherweise für den Aufstieg und welcher für den Abstieg benutzt? Lp
lazo16. 05. 2019
Üblicherweise Aufstieg über Detmolder Grat, Rückweg über Steinerne Mandln.
lzakelj30. 07. 2019
Ist es möglich, den genannten Auf- und Abstieg solo bezüglich des Gletschers zu gehen?
Pi_is_exactly_330. 07. 2019
@lzakelj: Auf diesem Weg gibt es keinen Gletscher. Der beschriebene Weg verläuft oberhalb des Gletschers (ab Bild 73).
lzakelj31. 07. 2019
Was ist mit dem Weg Steinernen Mandln?
J.P.11. 08. 2019
Auf dem Weg Steinernen Mandln kommt der Gletscher. Die Oberfläche ist derzeit sehr weich, aber Winterausrüstung ist notwendig, wenn nicht wegen der letzten Meter am Gipfel und des Abstiegs. Lp
ssimon15. 08. 2020
Hallo, welchen Weg empfehlt ihr und mich interessiert, ob über den Gletscher eine Gletscherseilsicherung nötig ist. Und bezüglich des Ausgangspunktes frage ich mich, ob die Hütte Gießener Hütte vielleicht in Giessener hutte umbenannt wurde.

Danke für die Antwort.

Grüße,

Simon
Janiel7415. 08. 2020
Leider kenne ich den Weg nicht, aber was die Benennung der Hütte angeht, ist es dasselbe.
felix17. 08. 2020
Der Weg entlang des Detmolder Grats ist sehr anspruchsvoll, erfordert viel Kraft in den Armen. Der Gletscher unter dem Steinernen Mandln hat eine Neigung von ca. 50 Grad, Eispickel und Steigeisen Pflicht. Letztes Jahr den Grat hoch und den Gletscher runter. Wenn ich nochmal gehe, wähle ich die umgekehrte Richtung vor allem wegen des Gletschers. Lp
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