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Gebirge / Julische Alpen / Škrlatica / Gozd Martuljek - Škrlatica (Kammüberquerung Mali Oltar-Škrlatica)

Gozd Martuljek - Škrlatica (Kammüberquerung Mali Oltar-Škrlatica)

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Ausgangspunkt: Gozd Martuljek (750 m)
Breite/Länge: 46,4821°N 13,8378°E
Wegname: Kammüberquerung Mali Oltar-Škrlatica
Gehzeit: 14 h 30 min
Schwierigkeit: Kletterbesteigung
Höhenunterschied: 1990 m
Höhenunterschied entlang der Route: 3800 m
Karte: Kranjska Gora 1:30.000
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Helm
Empfohlene Ausrüstung (Winter):
Aufrufe: 31.313
 9 Personen gefällt dieser Beitrag
Anzahl der Fotos: 28
Anzahl der Kommentare: 13
Zugang zum Ausgangspunkt:
Von Mojstrana fahren wir Richtung Kranjska Gora oder umgekehrt, aber nur bis zum Dorf Gozd Martuljek, wo wir auf dem Parkplatz nahe der Brücke über die Sava Dolinka parken (der Parkplatz befindet sich hinter der Brücke bzw. davor, wenn wir aus Kranjska Gora kommen).
Beschreibung der Route:
Aus Gozd Martuljek steigen wir auf einem Pfad auf, der zum Kar Za Akom führt. Wenn wir auf Schuttflächen kommen, gehen wir rechts weiter, wohin uns auch zahlreiche Steinmänner weisen. Weiter, wenn wir im breiten Bett eines Wildbachs gehen, halten wir uns an der rechten Seite des Wildbachs. Hier öffnen sich schöne Ausblicke auf die Nordwände der Martuljške Berge, wo Široka Peč herausragt. Unter Široka Peč können wir bereits den ersten Orientierungspunkt Pri treh macesnih sehen. Vom Schutt gehen wir dann leicht links weiter und steigen kurz auf einem Pfad durch Latschen auf. Der Pfad bringt uns zu einem etwas steileren Wildbachbett, entlang dem wir aufsteigen. Der Pfad führt hier rechts vom Bett auf einem undeutlichen Grätchen an vereinzelten Lärchen vorbei bergan. Es folgt das Überqueren eines kleinen Baches und dann Aufstieg über Schutt, der uns zu steileren Felsen bringt. Von hier gehen wir leicht rechts und über glatten Platten mit viel Sand queren wir erneut den genannten Bach. Der Hang ist hier ziemlich steil und wegen des Sands auf den Platten ist Vorsicht geboten. Es folgt ein kurzer Aufstieg über sehr bröckligem steilem Hang, der auch rutschgefährlich ist, dann bringt uns der Pfad zum Aussichtspunkt Pri treh macesnih.
Von hier gehen wir auf dem teilweise grasbewachsenen Grätchen nach Süden, wo wir den charakteristischen Block sehen. Vor dem Block biegen wir rechts ab, es folgt Aufstieg rechts unter dem Schutt des Oltar und der Velika Martuljška Ponca. Am Fuß des Oltar steigen wir über eine Felsstufe, dann steil über Schutt zum Fuß der Nordwand des Mali Oltar. Hier beginnt die Route Bučer-Kristan, auf der wir zum Gipfel des Mali Oltar aufsteigen.
Am Einfall des Couloirs suchen wir den einfachsten Übergang auf bröckligem Hang, der uns dann im leichten Klettern zur roten Höhle bringt, aus der immer Wasser tropft. Die Route geht rechts von der Höhle an der Wand weiter. Wir klettern eine Seillänge zu einer sehr exponierten aber leichten Querung (IV-, 5m-Haken), die uns in das zweite Kamin-System führt und uns auf eine große schuttgefüllte Police in der Wandmitte bringt. Der Police folgen wir zwei Seillängen links (leicht I-II.) und an geeigneter Stelle gehen wir in den Kamin über, der die gesamte Nordwand des Mali Oltar durchschneidet. Der Kamin (Dolomitfelsen - bester Fels im Martuljek) führt uns in drei Seillängen (II-III. Grad) bald rechts aus dem Spalt in die hintere Wand, die wir über exponierte Platten und Kante klettern (Sicherungsstand in der Wand mit zwei Haken), das ist auch der schwierigste Teil der Route Bučer-Kristan (IV-, eine Seillänge). Zum Gipfel des Mali Oltar steigen wir weiter im leichten Kamin (II-III.) links von der Kante oder direkt über Platten (IV-). Bis hierher brauchten wir vom Ausgangspunkt 6 Stunden.
Hier beginnt unsere Tour erst richtig. Vom Gipfel des Mali Oltar müssen wir in die Scharte zwischen Mali Oltar und östlichem Pfeiler des Oltar-Grats absteigen (Abseilstand eingerichtet) und von dort gerade zwei Seillängen am Ostpfeiler zum Gipfel des unbenannten Oltar. Oben ist ein Abseilstand (Haken prüfen, da dieser Grat sehr selten begangen wird), der uns von tollem kompaktem Fels in völlig zerklüftetes und undurchsichtiges Gelände bringt. Hier ist das Klettern extrem exponiert und gefährlich! Im "bröckeligen" Klettern nähern wir uns auch dem letzten Abseilen vor dem Gipfel des Veliki Oltar. Dieser Abstieg bringt uns in eine sehr zerklüftete aber leichte Scharte, die mit Hilfe eines Kamins genau zum Gipfel des Veliki Oltar führt. Vom Mali Oltar zum Gipfel des Veliki Oltar brauchten wir zwei Stunden.
Von dort schießt der Grat in voller Pracht auf unser Ziel Škrlatica zu.

Wir gehen weiter am Grat und steigen an geeigneter Stelle über ein System von Bänken und schuttigen Querungen in den östlichen Flankenbereich ab. Das System von Bänken bringt uns bald in die Scharte zwischen Veliki Oltar und Visoki Rokav. Die Scharte verlassen wir über exponierte Wand und wechseln in den westlichen Flankenbereich des Grats, der über zwei Rinnen und Bänke-System zur Platte (III. Grad 10m) führt, auf der wir den Grat erreichen. Zum Gipfel des Visoki Rokav trennt uns nur noch leichtes Klettern am zerklüfteten Grat. Vom Gipfel des Veliki Oltar bis hier brauchten wir etwa zwei Stunden. Die Schwierigkeit überschreitet nirgends III. Grad UIAA.
Vom Gipfel des Visoki Rokav geht der Grat zunächst nach Süden weiter, biegt aber bald nach Westen ab. Mit Hilfe eines eingerichteten Sicherungsstandes seilen wir 25 m zum Beginn des Žaga-Grats ab, der uns von der Škrlatica trennt. Die ersten zackigen Türmchen, die die Pioniere Financarji nannten, lassen sich links umgehen, weiter ist es am besten, am Grat zu klettern. Für die Route am Grat gibt es keine am meisten empfohlene Linie - jede Seilschaft wählt den Weg selbst nach ihren Fähigkeiten. Die Schwierigkeit bestimmter Stellen sollte IV. Grad nicht überschreiten, aber wenn wir von der idealen Linie abweichen, nähert sie sich schnell V. Grad UIAA.
Im schwindelerregenden Slalom nähern wir uns der letzten Barriere, die uns vom Gipfelaufbau der Škrlatica trennt. Der Gratpunkt mit Status einer eigenständigen Spitze ist bei weitem der schwierigste Turm, da das Klettern zur scharfen und luftigen Spitze im abschließenden Überhang mühelos den vierten Grad erreicht. Vom Gipfel des Turms seilen wir mit zwei Abseilungen in die letzte Scharte ab.
Aus der Scharte zwischen Rokav-Grat und Škrlatica steigen wir über exponierte aber überraschend leichte Wand (II-III.) zum Gipfel der Škrlatica auf, den wir links vom Kreuz erreichen. Vom Gipfel Visoki Rokav bis hier brauchten wir 5 Stunden!
Es folgt nur noch der Abstieg nach Vrata, der mindestens 3 Stunden dauert.
Allen Wiederholern empfehle ich dringend top psychophysische Kondition, genügend Wasser und Erfahrung im Klettern in solchem Gelände. Das Gelände ist stellenweise völlig zerbröselt und brüchig, scharf und undurchsichtig. Ich empfehle Begleitung von jemandem, der schon da war, komplette Kletterausrüstung mit mindestens fünf Haken. Die Tour ist extrem lang und psychisch anstrengend. An Schlüsselstellen ist Sichern empfohlen. Die technische Schwierigkeit der Tour liegt um IV UIAA, Gefahren wie Steinschlag, schlechtes Wetter und andere Faktoren sind nicht in die Kletterschwierigkeit eingerechnet. Bei schlechtem Wetter nicht auf Tour gehen. Am Grat gibt es kein Wasser! Frühzeitiger Abbruch möglich vom Veliki Oltar und Visoki Rokav. Empfehle 60 m Seil.
Wegen Länge und Komplexität der Tour empfehle ich Begleitung eines Bergführers oder Alpinisten.
Das Klettern dieses Riesengrats wird euch diesen Teil in völlig anderem Licht zeigen. Geht nur bei stabilem Wetter auf Tour. Der Grat Mali Oltar-Veliki Oltar gehört zu den äußerst riskanten und schwierigen.
Alpinistisches Wissen ist obligatorisch und Beherrschung des Kletterns in Seilschaft. Falls wir alle Seillängen sichern, ist Biwak unvermeidbar.
Routenkarate - Škrlatica
Entlang der Route: Pri treh macesnih (1810m), Veliki Melj (1900m), Mali Oltar (2521m), Veliki Oltar (2621m), Rokavska škrbina (2580m), Visoki Rokav (2646m), Škrlatica (2740m)
Wir empfehlen: Touren vom gleichen Ausgangspunkt, ähnliche Touren, Panorama, Gipfelbuch
Fotos:
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Diskussion zur Tour Gozd Martuljek - Škrlatica (Kammüberquerung Mali Oltar-Škrlatica)
dprapr5. 02. 2014
Das muss eine echte Grande-Tour sein, wenn man sie in dem Umfang schafft. Schon der Zeitplan sagt alles!
Wir "Alten" müssen das in zwei Teilen machen.nasmeh
Mir fehlt noch der zweite Teil.
JusAvgustin5. 02. 2014
Ich hatte gemischte Gefühle, als ich die Tour beschrieb, da ich nicht wusste, wie sie ankommen würde. Definitiv ein Grats-Highlight auf einem der verrücktesten Gratsteige bei uns! Abstieg nicht in der Zeitplanung!

Grüße
Janez Seliškar5. 02. 2014
Hut ab vor allen, die das packen, technisch, physisch und psychisch.
jedriličar5. 02. 2014
Hut ab bis zum Boden...
jlapanja5. 02. 2014
Ich würde so eine Tour auch gern machen, leider habe ich mich zu spät mit Bergen angesteckt.
skrajnik5. 02. 2014
die ist schon ein bisschen heftig für hribi.net oder?
trotzdem danke, ich geh sie nasmeh
VesnaM5. 02. 2014
hoffe irgendwann..
mukica6. 02. 2014
wauuuu,Träume,wenigstens für mich mežikanjenasmehHerzlichen Glückwunsch zur großartigen Tournasmeh
bosketi3. 06. 2014
Huš mein Gruß für diese Tour!!! Wahrscheinlich nicht viele Wiederholungen, oder?
JusAvgustin3. 06. 2014
Dieses Jahr gehe ich nochmal mežikanje In etwas längerer Variante. mežikanje
jedriličar3. 06. 2014
kann ich mit? mežikanje
kremenckov ata3. 06. 2014
Auf dem Oltar-Grat ist Sturmholz wie auf einem breiten Ofen. Nach der Freimachung steigt man ins Amphitheater ab, von dort kann man nicht direkt ins Tal fliehen.
JusAvgustin4. 06. 2014
Es ist nicht nötig, den Beschreibung zu verschmutzen, schon gar nicht mit solcher Ignoranz wie du gerade geschrieben hast, wo keine Aussage zutrifft. Ohne Missfallen, aber an diesem Punkt bin ich empfindlich.
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