Passo Gardena - Pisciadu Spitze (Klettersteig Brigata Tridentina)
Ausgangspunkt: Passo Gardena (1956 m)
| Breite/Länge: | 46,54742°N 11,82125°E |
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Wegname: Klettersteig Brigata Tridentina
Gehzeit: 4 h
Schwierigkeit: extrem schwierig markiert Weg
Klettersteig: C
Höhenunterschied: 1029 m
Höhenunterschied entlang der Route: 1070 m
Karte: Tabacco 07 1:25.000
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Helm, Klettersteigset
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Helm, Klettersteigset, Eispickel, Steigeisen
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Zugang zum Ausgangspunkt:
a) Von Kranjska Gora über das Korensko Sedlo nach Österreich, wo wir am ersten größeren Kreuzungspunkt links nach Podklošter / Arnoldstein und Trbiž / Tarvisio weiterfahren. Am Ende des Ortes Podklošter weisen Schilder nach Šmohor / Hermagor rechts auf eine Regionalstraße, auf der wir vorbei am genannten Ort bis zum Ende des Gailtals, genauer gesagt bis Kötschach-Mauthen fahren, wo wir rechts nach Oberdrauburg abbiegen. Der Weg führt weiter über den Alpenpass Gailbergsattel (982 m), nach dem wir in den genannten Ort absteigen. Nach Überquerung der Brücke über die Drau fahren wir links nach Lienz. Im Hauptverkehrskreis in Lienz fahren wir "links" in Richtung Sillian und Italien. Weiter kreuzen wir die Grenze zwischen Österreich und Italien und folgen der Hauptstraße vorbei an Dobbiaco / Toblach, Villabassa / Niederdorf, Monguelfo - Tesido / Welsberg - Taisten, Brunico / Bruneck. Nur wenig nach dem letzten genannten Ort, vorbei an dem eine Umgehungsstraße führt, biegen wir links in das Tal Alta Badia ab. Weiter fahren wir durch das genannte Tal und in La Villa biegen wir rechts zum Passo Gardena ab. Wir folgen der ansteigenden Straße bis zum großen Parkplatz einige Kurven vor dem Passo Gardena. Am Parkplatz steht auch ein großes Schild mit der Aufschrift »Via Ferrata – Klettersteig«.
b) Von Nova Gorica fahren wir nach Italien und weiter auf der Autobahn bis Portogruaro, wo wir am Autobahnkreuz in Richtung Belluno abbiegen. Wir folgen der Autobahn bis zu ihrem Ende (nicht in Richtung Belluno abbiegen), dann fahren wir weiter nach Cortina d'Ampezzo. Als wir in Cortina d'Ampezzo ankommen, folgen wir den Schildern zum Alpenpass Passo Falzarego. Am Pass Passo Falzarego (2105 m) biegen wir rechts in Richtung Alta Badia ab und steigen zuerst zum benachbarten Pass Passo Valparola (2192 m) auf, von dort steigen wir ins genannte Tal ab. In La Villa biegen wir links zum Passo Gardena ab. Wir folgen der ansteigenden Straße bis zum großen Parkplatz einige Kurven vor dem Passo Gardena. Am Parkplatz steht auch ein großes Schild mit der Aufschrift »Via Ferrata – Klettersteig«.
Beschreibung der Route:
Vom Parkplatz gehen wir links den Markierungen »Via Ferrata Tridentina« folgend. Der Weg quert zunächst das Hanggelände ostwärts und verläuft meist durch Latschen und seltene Lärchen. Der Weg, der auch leicht absteigt, bringt uns bald zum Beginn des gesicherten Weges.
Der gesicherte Weg steigt zu Beginn steil mit Hilfe von Tritten auf, dann steigt er eine Weile entlang des Stahlseils auf meist feuchtem Gelände bergauf. Es folgt ein kürzerer Aufstieg auf Tritten, dann erreichen wir flachere Hänge. Der Weg führt uns dann vorbei an großen Blöcken und bringt uns zu einer Gabelung.
An der Gabelung gehen wir leicht links den Markierungen »Pisciadu Via Ferrata« folgend weiter. Der Weg quert dann Hänge südwärts und vor uns bemerken wir bald einen Wasserfall. Bald erreichen wir wieder eine Gabelung und gehen rechts zum Wasserfall den Markierungen »Pisciadu Via Ferrata« folgend weiter.
Rechts vom Wasserfall betreten wir wieder die Wand und beginnen steil aufzusteigen auf dem gesicherten Weg Via Ferrata Brigata Tridentina. Der Weg ist weiterhin sehr gut gesichert und steigt die ganze Zeit rechts vom breiten Graben auf, durch den ein Bach mit zahlreichen Wasserfällen fließt. Vom Weg haben wir die ganze Zeit herrliche Ausblicke auf die steilen Wände der umliegenden Gipfel und talabwärts nach Colfosco und Alta Badia.
Der gesicherte Weg biegt später etwas links ab und bringt uns zu einer Gabelung. Links können wir den gesicherten Weg verlassen und auf leichterem Gelände zum Rifugio Pisciadu aufsteigen. Rechts fahren wir auf dem gesicherten Weg fort, der an den Wänden des Turms Torre Exner aufsteigt. Der Weg wird in diesem Abschnitt noch etwas anspruchsvoller und beim Aufstieg braucht man auch etwas Kraft in den Armen. Der Weg steigt mehrmals senkrecht auf, mit Tritten und einer kurzen Leiter zur Hilfe. Höher quert der Weg die Wand links und bringt uns zu einer Hängebrücke. Von der Brücke folgt nur noch ein kurzer Aufstieg entlang des Stahlseils, dann endet der gesicherte Weg.
Der Panoramaweg biegt weiter etwas links ab und es folgt ein leichter Aufstieg zum Rifugio Pisciadu.
Vom Rifugio gehen wir südwärts den Markierungen »Cima Pisciadu, Rif. Boe« folgend und steigen zum See ab. Der Weg biegt dann rechts ab und quert im Aufstieg das Schuttfeld links vom See. Hier verläuft der Weg unter den steilen Wänden des Gipfels Pisciadu und bringt uns auf etwas steilere Hänge. Weiter biegt der Weg links ab und beginnt etwas steiler mit Hilfe von Sicherungen aufzusteigen. Beim Aufstieg ist Vorsicht geboten, Selbstsicherung ist nicht zwingend nötig.
Der Weg wird dann wieder weniger steil und bringt uns durch das Tal namens Val de Tita zu einer Gabelung auf der Südseite des Gipfels Pisciadu.
Rechts führt der Weg zum Rifugio Boe, wir gehen links zum Gipfel Pisciadu. Der Weg wird weiter etwas steiler und an einigen Stellen muss man beim Aufstieg auch die Hände zu Hilfe nehmen. Der Weg zum Gipfel steigt sonst die ganze Zeit ziemlich steil an und ist nicht gesichert, daher ist mehr Vorsicht angebracht. Der immer aussichtsreichere Weg bringt uns bald auf den Gipfel.

Entlang der Route: Rifugio Pisciadu (2585m), Lech de Pisciadu (2564m)
Fotos:
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Diskussion zur Tour Passo Gardena - Pisciadu Spitze (Klettersteig Brigata Tridentina)
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| JORDAN10. 08. 2012 |
Am Mittwoch, 8.8.2012, sind meine Freundin und ich über die genannte Ferrata zum Gipfel gestiegen. Start um 9 Uhr, auf der Ferrata sehr große Menge, auch Kinder, so dass wir um 12:30 an der Hütte waren und dann direkt zum Gipfel. Am Gipfel um 14 Uhr waren schon einige Leute da, die auch von der Piz-Boa-Seite kommen. Die Ferrata ist definitiv gut, aber in der Warteschlange bekommt man nicht das echte Gefühl der Schwierigkeit. Im oberen Teil braucht man wirklich an zwei Stellen etwas mehr Kraft in den Armen, aber das ist auch nicht so problematisch. Absolut empfehlenswert.
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| dprapr10. 08. 2012 |
Überfüllung ist das Problem der meisten Klettersteige. Auch diesen Weg habe ich mir wegen der großen Menge und endlosen Wartezeiten gemerkt. Und auch, dass man praktisch ohne Zufahrt zu klettern anfängt. Da er sehr weit von uns entfernt ist, haben wir an der Hütte einfach umgedreht ins Tal. Ein paar schöne Klettersteige und überall große Massen und Warten in der Schlange und ich war fertig mit dieser Art des Bergsport.
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