Gschnitz - Kalkwand (westlicher Anstieg von Gschnitz über Pinnisjoch)
Ausgangspunkt: Gschnitz (1242 m)
| Breite/Länge: | 47,04252°N 11,34538°E |
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Wegname: westlicher Anstieg von Gschnitz über Pinnisjoch
Gehzeit: 3 h 45 min
Schwierigkeit: schwierig markiert Weg
Höhenunterschied: 1322 m
Höhenunterschied entlang der Route: 1322 m
Karte: Stubaier Alpen Hochstubai, 31/1 1:25.000; Outdooractive Stubai Wanderkarte
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Helm
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Helm, Eispickel, Steigeisen
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Zugang zum Ausgangspunkt:
Von Ljubljana fahren wir auf der Autobahn vorbei an Salzburg in Richtung München. Am mehrstufigen Knoten Dreieck Inntal wechseln wir auf die Straße A93 Richtung Innsbruck/Kufstein/Brenner. Bei der Rückkehr nach Österreich fahren wir weiter bis zur Abzweigung mit der Ausfahrt Innsbruck-Mitte. Hier nicht nach Innsbruck abbiegen, sondern weiter auf der Autobahn A13 Richtung Brennerpass. Wir fahren die Autobahn bis zum Ort Matrei am Brenner, wo wir die Ausfahrt 19-Matrei nehmen. Weiterfahrt auf der B182 bis Steinach am Brenner, wo am Kreisverkehr in der Ortsmitte den ersten Ausgang nehmen und in leichter Steigung weiterfahren vorbei an Trins durch das malerische Gschnitztal zur gleichnamigen langgestreckten Ortschaft, wo wir bald hinter der Kirche ein relativ kleines kostenloses Parkplatz für Besucher der Innsbrucker Hütte erblicken.
Alternativ bietet die Fahrt durch Norditalien: in diesem Fall von Zentralslowenien auf der A2 zu einem der Grenzübergänge mit Österreich und weiter nach Lienz. Dort weiter auf Straße 100 und vorbei am Übergang Prato alla Drava nach Italien. In Italien folgen wir der SS49 bis zum Anschluss an die A22 Richtung Brennerpass. Nach dem Pass weiter Richtung Innsbruck, jedoch nur bis zur Ausfahrt auf die B182 nahe Brennersee. Auf dieser Straße bis Steinach am Brenner, von dort nach obigen Anweisungen.
Beschreibung der Route:
Vom Parkplatz begeben wir uns auf den klar erkennbaren und markierten, zunächst eingezäunten Weg Richtung Innsbrucker Hütte, der bald moderat am Rand des kultivierten Landes ansteigt. Oberhalb des Dorfes setzt sich ein schmalerer Pfad durch einen lichten Wald fort, der uns gelegentlich schöne Ausblicke ins malerische Gschnitztal gewährt. Für eine Weile steigen wir moderat auf einem Weg auf, der sich zickzackartig in die steilen Hänge der Habichtgruppe eingegraben hat. Etwas höher mit immer schöneren Blicken auf den Süden der Stubai Alpen, wo Pflerscher und Gschitzer Tribulaun besonders hervortreten, gelangen wir in die offene Welt der Hochalmen. Stellenweise etwas exponierter Pfad hoch über dem Tal in weitem Bogen unter den Wänden der Habichtgipfel querend nach Westen. Dabei queren wir einige Gräben, wo ein etwas vorsichtigerer Schritt gefordert ist. Im letzten Abschnitt zum Hüttenweg steigt der Pfad wieder etwas steiler zum grasigen Rand an, dahinter betreten wir die Hochalpenwelt zwischen den Wänden von Habicht und Kalkwand, wo wir erstmals die Innsbrucker Hütte erblicken. Unter dem westlichen Rand der Kalkwandwand mit Hilfe einiger Sicherungen steigen wir etwas ab zum Querweg zwischen den genannten Bergen, wo sich uns schrittweise die Wege von der Gaststätte Feuerstein und aus dem Stubaital anschließen.
Von Gschnitz bis zum Sattel Pinnisjoch bei der Innsbrucker Hütte sind es ca. 2,30-3 Stunden. Der Weg ist nicht besonders anspruchsvoll, aber ziemlich steil und stellenweise etwas exponiert, im Winter sehr lawinenanfällig. Der Anstieg von der Gaststätte Feuerstein ist etwas kürzer und leichter, jedoch etwas weniger aussichtsreich.
Vom Sattel setzen wir ostwärts auf einem ziemlich ebenen Pfad unter der westlichen Wand des Kalkwands fort, der u.a. eine Übungsvia ferrata und einen kleinen Klettergarten beherbergt. Bald erreichen wir einen kurzen gesicherten Abschnitt, wo wir mit Hilfe einer Stahlseil über eine steile Stufe aufsteigen (weniger anspruchsvoll). Danach erklimmen wir über steiles Schuttfeld unbequem bis zum Sattel zwischen ost- und westlicher Kalkwandwand, wo sich ein herrlicher Blick auf das tief unter uns liegende Gschnitztal öffnet, das uns von nun an bis zum Gipfel begleitet.
Wir setzen den Weg auf schmalem und stellenweise recht exponiertem Pfad fort, der sich unter der Gipfelstruktur des Kalkwands hoch über dem Gschnitztal windet. Bald stehen wir vor einem Felsaufsprung, über den wir von sicheren Sicherungen geführt werden, dahinter steigen wir auf schmalem Pfad zum Abzweig unter dem Kalkwandgipfel auf.
Rechts setzt der Weg zum Ilmspitze fort (diesem folgend ist später auch ein leichter Aufstieg zum Kalkwandgipfel möglich), unser Weg biegt links direkt zum Gipfel ab. Dem gut markierten Weg folgen wir einige Minuten zur Stange am Vorberg, von dort sind wir in wenigen Schritten am Kreuz auf dem höchsten Punkt des Kalkwands, das einen herrlichen Blick auf die berühmteren Nachbarn Habicht und Ilmspitze bietet.
Der Aufstieg zum Kalkwand ist eine lohnende, wenn auch stellenweise etwas exponierte und vernachlässigte Tour, die man während einer Mehrtagestour zum Habicht oder nebenbei auf dem Weg zum Ilmspitze unternehmen kann. Aufgrund stellenweise solider Fels sind im westlichen Teil des Massivs einige Kletterrouten und eine kurze, attraktive Übungsferrata eingerichtet, die Schwierigkeit C/D-D erreicht.

Entlang der Route: Innsbrucker Hütte (2369m)
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Diskussion zur Tour Gschnitz - Kalkwand (westlicher Anstieg von Gschnitz über Pinnisjoch)
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