Lago di Fedaia - Punta Penia (Marmolata) (Via ferrata Marmolada)
Ausgangspunkt: Lago di Fedaia (2098 m)
| Breite/Länge: | 46,4574°N 11,8649°E |
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Wegname: Via ferrata Marmolada
Gehzeit: 5 h
Schwierigkeit: sehr schwierig markiert Weg
Klettersteig: B/C
Höhenunterschied: 1245 m
Höhenunterschied entlang der Route: 1450 m
Karte: Tabacco 7
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Helm, Klettersteigset, Eispickel, Steigeisen
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Helm, Klettersteigset, Eispickel, Steigeisen
Aufrufe: 33.768
 | 4 Personen gefällt dieser Beitrag |
Anzahl der Kommentare: 10
Zugang zum Ausgangspunkt:
Zuerst fahren wir nach Cortina d'Ampezzo (bis hier möglich über Grenzübergänge Rateče oder Predel nach Trbiž / Tarvisio und dann Autobahn Richtung Udine bis Ausfahrt Tolmezzo. Von Tolmezzo folgen wir der Straße Richtung Dorf Ampezzo und Bergpass Passo della Mauria. Die Straße senkt sich dann und führt uns zu einer Kreuzung, wo wir links weiterfahren (auch rechts möglich) Richtung Cortina d'Ampezzo. An allen folgenden Kreuzungen folgen wir den Schildern nach Cortina d'Ampezzo und dann zu Alpenpass Passo di Falzarego. Bereits im ersten Abschnitt des Anstiegs zum Pass Falzarego erreichen wir eine Kreuzung, wo Schilder für Pass Passo di Giau (2233 m) und Marmolada uns links weisen. Die Straße hinter Pass Giau fällt ab, wir folgen ihr durch Siedlungen im Unteren Richtung Marmolada bzw. Pass Passo di Fedaia. Die Straße, die sich dann wieder hebt, bringt uns höher zum Pass Fedaia, wir folgen ihr auf die andere Seeseite, wo wir auf dem Parkplatz nahe der Hütte Rifugio Castiglioni Marmolada parken.
Zufahrt von Primorska: Wir fahren Autobahn Richtung Padova, aber nur bis zum Autobahnkreuz, wo wir Richtung Veneto und Belluno fahren. Bei Belluno endet die Autobahn, wir folgen der Straße Richtung Belluno, wo wir an größerer Kreuzung rechts abbiegen Richtung Ort Agordo. Vom genannten Ort folgen wir häufigen Schildern zu Marmolada bzw. Pass Passo di Fedaia. Am genannten Pass folgen wir der Straße zur Westseite des Sees, wo wir links zur Straße über den Damm abbiegen und dann auf dem oberen großen Parkplatz parken.
Beschreibung der Route:
Vom Parkplatz folgen wir Weg 606 den Markierungen „Punta Penia, Rif. Pian dei Fiacconi“. Der Weg steigt anfangs durch spärlichen Latschenbestand und Gebüsch etwas links der Bahn, die zum Rifugio Pian dei Fiacconi führt. Der Weg führt uns dann aus dem Latschen heraus und biegt bald rechts ab, uns auf die Westseite der Bahn bringend. Hier beginnt der Weg unter den steilen Wänden des Gipfels Col di Bousc (2494m) südwärts zu steigen. Es folgen einige Kehren und wir sind bereits am Sattel Col de Bous (2438m). Am Sattel mit Wegkreuzung gehen wir links Richtung Rifugio Pian dei Fiacconi.
Weiter steigen wir auf steinigem Terrain südostwärts. Vom Weg eröffnen sich ständig herrliche Ausblicke zur Marmolada und auch nördlich, wo Piz Boé hervorsticht. Wenn wir der Bahn wieder näherkommen, biegt der Weg leicht rechts und bis zur Hütte mit normalerweise vielen Leuten nur kurzer leichter Anstieg.
Von der Hütte einige Meter zurück und am Abzweig Weg 606 folgend „Via Ferrata, Forcella Marmolada“. Der Weg queret längere Zeit in leichtem Abstieg das Hang westwärts. Beim Queren verliert der Weg ca. 200 Höhenmeter. Beim Abstieg queren wir einen Bach und etwas abseits sehen wir einen kleinen Wasserfall. Der Weg steigt dann wieder an, biegt links und führt zum ersten ziemlich ebenen Schneefeld. Morgens ist Schnee meist vereist, daher hier schon Rammeleinsatz ratsam. Nach erstem Schneefeld kurzer Anstieg auf schwach sichtbarem Pfad mit Steinmännchen, dann Aufstieg auf etwas steilerem Schneefeld zur Scharte Forcella Marmolada. Letzte Meter recht steil, Vorsicht geboten. Vom Schneefeldende kurzer Aufstieg mit Stahlseil zur Scharte Forcella Marmolada, wo von Süden der Weg anknüpft.
An der Scharte links weiter, Aufstieg des steilen Hanges mit Stempeleinrichtungen. Der Weg biegt leicht rechts, führt kurz auf dem Grat mit Blick zur Südseite. Weiter weicht der Weg dem Grat links aus und steigt lange mit Stahlseil über viele Stempeleinrichtungen und Haken auf. Solcher Weg führt zurück auf gesicherten Grat, ostwärts steigend. Im Schlussabschnitt weniger steil, kurze Querung flachen Schneefeldes. Schnee meist weich genug, Rammeleinsatz nicht zwingend.
Kurzer leichter Anstieg zum Unterstand, wo von links normaler Gletscherweg anknüpft. Von hier nur wenige Schritte leichter Gehweg zum höchsten Gipfel der Dolomiten.

Entlang der Route: Col de Bous (2438m), Rifugio Pian dei Fiacconi (2626m), Forcella Marmolada (2896m)
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Diskussion zur Tour Lago di Fedaia - Punta Penia (Marmolata) (Via ferrata Marmolada)
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| bdolmovi28. 05. 2010 |
Wunderbare Bilder und tolle Tour auf diesen hohen Berg. Glückwunsch an den Autor für die so schöne Darstellung, Bojč.
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| jedriličar3. 08. 2010 |
Sonntag, 01.08.2010 Aufstieg auf Punta Penia über Via Ferrata gemacht. Alles wie oben beschrieben. Etwas Neuschnee, daher mehr Vorsicht auf Ferrata nötig, rutschig, und Gedränge, in Kolonne geklettert. Schnee ziemlich weich, Steigeisen Pflicht sonst rutschig, aber machbar ohne Probleme. Eispickel nicht notwendig aber empfehlenswert, besonders für Abstieg auf Gletscher. Wetter herrlich, Ausblicke fantastisch, besonders auf Piz Boe und Tre Cime. Aufstiegszeit ca. 4 Stunden (wegen Gedränge auf Ferrata nicht schneller) von oberer Seilbahnstation zum Gipfel. Abstieg normale via, also Gletscher, Spur gut ausgetreten und problemlos, umgeht sicher Spalten. Steigeisen Pflicht. Abstieg Gipfel-obere Station ca. 1:30 Std., dann noch 1 Std. bis Lago Fedaia, insgesamt ca. 2:30 Std. Rat an alle: morgens keine Zeit verlieren beim Aufstieg, mit Seilbahn hoch (Preis 4,50 Eur einfach) und ca. 2 Std. Fußweg sparen, und Schnee härter sowohl für Gletscheraufstieg als auch Anstieg zur Ferrata. Wer unbedingt den Weg vom See machen will, steige ab, wie wir. Und noch: zum Übernachten Parkplatz am Lago Fedaia nahe untere Seilbahnstation wo Camper parken, Zelte aufstellbar, niemand stört oder vertreibt. So seid ihr morgens gleich auf der ersten Bahn hoch. Bahn offiziell ab 9, erste aber schon um 8. Wunderschöne Tour, nicht sehr anspruchsvoll (natürlich mit passender Ausrüstung und Erfahrung), empfehle ich jedem.
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| Vedran2. 06. 2011 |
Sehr schön dargestellt und anschaulich beschriebener Weg, ich denke, ich werde auch um den 10.7. dieses Jahres hinaufgehen, ihr habt mir sehr mit den Informationen geholfen. Danke 
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| adry3. 09. 2015 |
Am Freitag, 28.8., genossen wir in schönem Wetter und herrlichen Ausblicken die Gelegenheit der Marmolada. Die Ferrata ist gut gesichert, wir umgingen den Andrang, sodass wir unter den Ersten in der Drahtseilbahn mit Körben waren (10 Euro Hin- und Rückfahrt), die leider über eine halbe Stunde Verspätung hatte (sie reparierten sie und starteten sie nach 9 Uhr). Am schönsten ist der obere Teil der Marmolada, flach, steil und sehr geräumig. Oben trafen wir zwei Burschen aus Gorenjska, die ohne Drahtseilbahn aufgestiegen sind (bravo). Der obere Gletscher ist genau richtig abgetaut, Gehen ausgezeichnet. Die Scharte zum unteren Gletscher ist gut gesichert. Der untere Gletscher in der Mitte ist schwerer zugänglich wegen einer beträchtlichen Spalte, die man überspringen muss. Auch viel rutschiger Schotter im unteren Gletscherteil. Insgesamt ein unvergesslicher Tag.
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| enrique2. 09. 2018 |
Würde vielleicht jemand ein Wochenende im September zur Marmolada gehen? Gesellschaft wäre willkommen..
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| msle21. 08. 2019 |
War jemand auf Marmolada Via Ferrata - Verhältnisse?
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| trdi7720. 08. 2020 |
Hat jemand Infos zu PUNTA PENIA (Marmolada)? Wie sind die Verhältnisse? Gibt es Spalten am Gletscher, vielleicht Schnee im Kletterteil? Lp, Uroš
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| A26. 08. 2020 |
Aufstieg letztes Wochenende gemacht. Keine Spalten, Schneefeld kann unten umgangen werden, Einstieg der Ferrata rutschig wegen nasser Felsen weiter kein Problem. Für Abstieg über Gletscher, größere Spalten. Empfohlen, Seil für die letzten 3-4m Abseilen auf Gletscher zu haben
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| gorskilev8025. 09. 2025 14:13:38 |
Am Samstag haben wir den Aufstieg auf diesem Weg gemacht. Der Gletscher vor dem Einstieg in den Kletterteil des Weges ist tatsächlich ein "Gletscher" im wahrsten Sinne des Wortes. Im September ist dort kein Schnee mehr, nur lebendes Eis und Schutt. Vorsicht beim Überqueren und etwas Erfindungsreichtum beim Suchen der besten Übergänge erforderlich. Ansonsten ist der Weg wunderbar!
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