Lienzer Dolomitenhütte - Große Gamswiesenspitze (Madonnen Klettersteig)
Ausgangspunkt: Lienzer Dolomitenhütte (1620 m)
| Breite/Länge: | 46,7911°N 12,7842°E |
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Wegname: Madonnen Klettersteig
Gehzeit: 4 h
Schwierigkeit: extrem schwierig markiert Weg
Klettersteig: C
Höhenunterschied: 868 m
Höhenunterschied entlang der Route: 1000 m
Karte:
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Helm, Klettersteigset
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Helm, Klettersteigset, Eispickel, Steigeisen
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Zugang zum Ausgangspunkt:
Durch den Karawankentunnel gelangen wir nach Österreich, dann fahren wir weiter Richtung Spittal und weiter nach Lienz (kurz hinter Spittal endet die Autobahn). Weiter fahren wir auf einer relativ schönen und breiten Straße durch das Drautal. Einige Kilometer vor Lienz (in der Nähe des Ortes Unterdorf) bemerken wir Schilder zur Hütte Lienzer Dolomitenhütte, die uns links auf eine Nebenstraße leiten. Die Straße überquert dann über eine Brücke die Drau und führt uns ins Dorf Lavant, wo wir rechts in Richtung Tristach weiterfahren. Zwischen Lavant und Tristach gelangen wir zur nächsten Kreuzung, wo wir links in Richtung „Lienzer Dolomitenhütte“ fahren. Dieser Straße, die nun steiler ansteigt, folgen wir bis zum großen Parkplatz in der Nähe der genannten Hütte. Die Straße ist mautpflichtig (Juli 2009 7€).
Nach Lienz können wir auch gelangen, wenn wir statt durch das Drautal durch das Gailtal fahren (Korensko sedlo, Hermagor, Pass Ziljsko sedlo/Gailbergsattel), in diesem Fall erreichen wir das Drautal bei Oberdrauburg.
Beschreibung der Route:
Vom Parkplatz setzen wir den Weg auf der Straße fort, auf der wir in 2 Minuten bei der Hütte Lienzer Dolomitenhütte ankommen.
Von der Hütte queren wir den Zaun und setzen den Aufstieg auf einer Panoramstraße fort (schöner Blick auf den gezackten Grat - höchster ist Spitzkofel 2717 m), die im Anfangsabschnitt Steinfallgefahr birgt. Die Straße quert dann einen kurzen Waldstreifen und führt uns zu einem wenig ausgeprägten Sattel Premstall (1625 m), wo ein kleiner Abzweig ist.
Wir gehen geradeaus am Wassertrog vorbei (links bergauf Weißtein Alm) auf der Straße, die uns nach wenigen Minuten weiteren Gehens zu einer kleinen Alm Instein Alm bringt, auf der wir eine kleine Holzhütte und etwas darüber eine Kapelle bemerken.
Weiter geht es auf der Straße, die uns schnell zu einem markierten Abzweig bringt, den wir verlassen.
Der Aufstieg setzt sich auf einem breiten Wanderweg fort, der nun etwas steiler ansteigt, durch immer lichter werdenden Wald. Der Weg, von dem sich sehr schöne Ausblicke eröffnen, quert mehrmals die Bergstraße und führt höher zu einer kleinen Holzhütte.
Bei der Hütte verlassen wir erneut die Straße und gehen kurze Zeit auf einem Fußweg Richtung Hütte Karlsbader Hütte, dann biegen wir scharf rechts auf einen Fußweg zum Sattel Kerschbaumer Törl ab. Zuerst gehen wir noch durch ein grasiges Tal, dann steigen wir über Schutt zum Sattel auf. Wenn wir unter den Wänden des Gipfels Törlkopf sind, stößt von links der Weg von der Hütte Karlsbader Hütte hinzu. Der Weg biegt leicht links ab und folgt einem kurzen Anstieg zum Sattel Kerschbaumer Törl. Am Sattel, wo ein Abzweig ist, gehen wir rechts leicht abwärts den Markierungen „Madonnen Klettersteig“ folgend. Nach kurzem Abstieg kommen wir erneut zu einem Abzweig, wo wir rechts weitergehen und weiter absteigend die Hänge unter dem Gipfel Kleine Gamswiesenspitze queren. Wenn der Weg uns ins Latschen bringt, weisen bald Schilder „gr. Gamswiesenspitze“ rechts bergauf. Der Weg steigt dann über einen teils grasigen Hang an und bringt uns bald zu einem weiteren Abzweig und damit zum Einstieg in den Kletterabschnitt.
Wir gehen links auf den extrem anspruchsvollen Weg „Madonnen Klettersteig“. Der Weg beginnt schon gleich mit dem Aufstieg am Stahlseil über einen steilen Hang. Im weiteren Verlauf quert der Weg mehrmals leicht links den Hang, steigt sonst stetig steil nach Norden auf. Später biegt der Weg links ab und quert eine steile exponierte Wand, die uns zu einer Hängebrücke führt. Nach Überquerung der Brücke biegt der Weg wieder rechts aufwärts ab und führt am Stahlseil zur Stempelkassette, die vor dem Einstieg in den schwierigsten Abschnitt liegt.
Von der Stempelkassette gehen wir links aufwärts und klettern dann mehrmals fast senkrecht am Stahlseil. Dieser Weg bringt uns auf die Westseite des Berges. Hier sehen wir vor uns einen interessanten Felsen, dem ein „Heiligenschein“ hinzugefügt wurde, sodass er aus der Ferne wie eine Madonna-Statue wirkt. Der Weg biegt leicht rechts ab, um den genannten Felsen zu umgehen, dann links und klettert mehrmals senkrecht am Stahlseil. Dieser Abschnitt ist extrem anspruchsvoll und mit Schwierigkeit C gekennzeichnet. Gegen den Gipfel wird der Weg weniger steil und nach kurzem Anstieg über den Grat stößt von rechts ein leichterer Weg hinzu. Von hier folgt nur noch ein kurzer Aufstieg über den Panoramagrat zum Gipfel.
Der beschriebene Weg ist extrem anspruchsvoll und nur für die besten Kletterer mit ausreichend Armkraft und obligatorischer Selbstsicherung geeignet. Der Aufstieg ist besonders fordernd, da der gesamte Weg nur mit Stahlseil gesichert ist, das oft so platziert ist, dass es nur zum Sichern, nicht zum Klettern dient.
Abstieg empfohlen über den leichteren Normalweg durch die Scharte zwischen Große Gamswiesenspitze und Kleine Gamswiesenspitze.

Entlang der Route: Instein Alm (1669m), Kerschbaumer Törl (2285m)
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Diskussion zur Tour Lienzer Dolomitenhütte - Große Gamswiesenspitze (Madonnen Klettersteig)
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