Lienzer Dolomitenhütte - Große Sandspitze (Panorama Kletterweg)
Ausgangspunkt: Lienzer Dolomitenhütte (1620 m)
| Breite/Länge: | 46,7911°N 12,7842°E |
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Wegname: Panorama Kletterweg
Gehzeit: 5 h
Schwierigkeit: extrem schwierig markiert Weg
Klettersteig: C/D
Höhenunterschied: 1152 m
Höhenunterschied entlang der Route: 1500 m
Karte:
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Helm, Klettersteigset
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Helm, Klettersteigset, Eispickel, Steigeisen
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Zugang zum Ausgangspunkt:
Durch den Karawankentunnel gelangen wir nach Österreich, dann fahren wir weiter nach Spittal und weiter nach Lienz (kurz nach Spittal endet die Autobahn). Weiter fahren wir auf einer relativ schönen und breiten Straße durch das Drautal. Einige Kilometer vor Lienz (in der Nähe von Unterdorf) bemerken wir Schilder zur Lienzer Dolomitenhütte, die uns links auf eine Nebenstraße weisen. Die Straße überquert dann über eine Brücke die Drau und führt uns ins Dorf Lavant, wo wir rechts in Richtung Tristach fahren. Zwischen Lavant und Tristach gelangen wir zur nächsten Kreuzung, wo wir links in Richtung „Lienzer Dolomitenhütte“ fahren. Dieser Straße, die nun steiler ansteigt, folgen wir bis zum großen Parkplatz in der Nähe der genannten Hütte. Die Straße ist mautpflichtig (Juli 2009 7 €).
Nach Lienz können wir auch gelangen, wenn wir statt durch das Drautal durch das Gailtal fahren (Korensko sedlo, Hermagor, Pass Ziljsko sedlo/Gailbergsattel), in diesem Fall erreichen wir das Drautal bei Oberdrauburg.
Beschreibung der Route:
Vom Parkplatz setzen wir den Weg auf der Straße fort, auf der wir in 2 Minuten bei der Hütte Lienzer Dolomitenhütte ankommen.
Von der Hütte queren wir den Zaun und setzen den Aufstieg auf einem Panoramasteig fort (schöner Blick auf den gezackten Grat - höchster ist Spitzkofel 2717 m), der im Anfangsabschnitt Steinfallgefahr hat. Die Straße quert dann einen kurzen Waldstreifen und führt uns auf den undeutlichen Sattel Premstall (1625 m), wo ein kleiner Abzweig ist.
Wir gehen geradeaus am Wassertrough vorbei (links bergauf Weißtein Alm) auf der Straße, die uns nach wenigen Minuten weiteren Gehens zu einer kleinen Alm Instein Alm bringt, auf der wir eine kleine Holzhütte und etwas darüber eine Kapelle bemerken.
Weiter geht es auf der Straße, die uns schnell zu einem markierten Abzweig bringt, den wir verlassen.
Der Aufstieg setzt sich auf einem breiten Wanderweg fort, der etwas steiler ansteigt, durch immer lichter werdenden Wald. Der Weg, von dem sich sehr schöne Ausblicke eröffnen, kreuzt mehrmals die Bergstraße und führt höher zu einer kleinen Holzhütte. An der Hütte verlassen wir erneut die Straße und setzen den Aufstieg durch ein sanft geneigtes Hochtal fort, das von hohen Gipfeln umgeben ist. Der sanfte Weg, der am Wildbach entlangläuft, biegt höher rechts ab und steigt für kurze Zeit steil an. Diesem Panoramasteig folgen wir bis zur Hütte Karlsbader Hütte (bei der Hütte ist auch der Laserzsee), die wir nach wenigen Minuten weiteren Gehens erreichen.
Zur Hütte können wir auch auf der Bergstraße kommen.
Von der Hütte steigen wir ca. 10 m auf der Straße ab, dann sehen wir zahlreiche Wegweiser, die uns rechts auf den Steig weisen. Schon nach wenigen Schritten teilt sich der Weg. Wir gehen links Richtung „Roter Turm und Laserzwand“ (rechts Sandspitzen) auf dem Weg, der zuerst leicht ansteigt, dann die Hänge links quert. Nach wenigen Minuten leichter Gehens steigt der Weg steil an und führt auf die sehr steilen Hänge der Kleinen Laserzwand. Es folgen 15 Minuten steilen Aufstiegs auf gelegentlich exponierten Hang (neben Rutschgefahr besteht hohe Steinfallgefahr), dann flacht der Weg etwas ab (hier mündet von rechts ein unmarkierter, aber weniger steiler Weg aus ausgedehnten Schuttfeldern). Wir setzen den Weg auf etwas weniger, aber noch recht steilem Pfad fort, der höher unter die steilen Wände des Roten Turms führt, wo wir an einem schwach markierten Abzweig ankommen.
Am Abzweig gehen wir rechts und schon nach kurzem Anstieg sind wir wieder am Abzweig. Auch hier rechts, links bergauf geht es zum Roten Turm. Der Weg quert weiter den Hang unter den steilen Wänden des Roten Turms und führt zum Einstieg in den Kletterabschnitt. Hier biegt der Weg links ab und steigt steil im Felsgelände mit Stahlseil an. Weiter steigt der Weg mehrmals fast senkrecht an, dann erreichen wir den undeutlichen Gipfel Kleine Laserzkopf. Der Abschnitt bis zu diesem Gipfel ist mit Schwierigkeit A/B markiert.
Von der Kleinen Laserzkopf gehen wir rechts auf zunächst noch recht flachem Grat weiter. Es folgt wieder fast senkrechter Aufstieg mit Stahlseil und dann weniger steiler Anstieg auf engem Grat zum Gipfel Große Laserzkopf (2718 m).
Vom Gipfel setzen wir uns auf dem Grat fort und steigen zur Scharte zwischen Laserzkopf und Galitzenspitzen ab. Der Abstieg zur Scharte wird steiler, der Weg ist nur mit Stahlseil gesichert. Nach steilem Abstieg in die Scharte folgt anspruchsvollerer Aufstieg. Zuerst fast senkrecht mit Stahlseil, dann umgehen wir den Grat nördlich. Hier queren wir zuerst in kurzem Anstieg exponierte Hänge ostwärts, dann folgt kraftraubender senkrechter Aufstieg zurück zum Grat. Hier helfen neben dem Stahlseil einige Haken. Beim erneuten Erreichen des Grats folgt kurzer Aufstieg zum Gipfel Galitzenspitzen.
Weiter verläuft der Weg auf dem Grat mehrmals steil ab- und ansteigend mit Stahlseil bis zur Scharte unter dem Daumen. In der Scharte vor dem schwierigsten Teil ist auch ein Wegknotenpunkt, sodass wir die Gratvariante verlassen und zur Karlsbader Hütte absteigen können.
Aus der Scharte gehen wir zuerst auf die Nordseite des Berges und steigen mehrmals sehr steil mit Stahlseil an. Es folgt senkrechter Aufstieg zum Gipfel Daumen, der auch der schwierigste Punkt der gesamten Route ist. Dieser Abschnitt ist mit Schwierigkeit C/D markiert. Der senkrechte Aufstieg ist gut mit Stahlseil gesichert, Haken helfen zusätzlich.
Vom Daumengipfel steigen wir mit Stahlseilen steil in die Scharte zwischen Daumen und Sandspitze ab. Aus der Scharte folgt wieder senkrechter Aufstieg C/D. Nach Überwindung des senkrechten Felsaufsatzes folgt Aufstieg mit Stahlseil an der Nordwestwand der Sandspitze. Kurz unter dem Gipfel mündet der leichtere Ari-Schübel-Weg ein, dann nur noch kurzer Anstieg zur sehr aussichtsreichen Spitze.
Der beschriebene Weg ist äußerst anspruchsvoll und nur für die besten Bergsteiger mit ausreichend Kraft in den Armen und obligatorischer Selbstsicherung geeignet.
Abstieg empfohlen über den Ari-Schübel-Weg.

Entlang der Route: Instein Alm (1669m), Karlsbader Hütte (2261m), Laserzkopf (2718m), Galitzenspitzen (2710m), Daumen (2720m)
Fotos:
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