Neues Lucknerhaus - Großglockner (über den Studlgrat-Grat)
Ausgangspunkt: Neues Lucknerhaus (1918 m)
| Breite/Länge: | 47,0229°N 12,6897°E |
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Wegname: über den Studlgrat-Grat
Gehzeit: 9 h
Schwierigkeit: extrem schwierig markiert Weg
Höhenunterschied: 1880 m
Höhenunterschied entlang der Route: 1880 m
Karte: Skupina Glockneru 1:50 000
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Helm, Eispickel, Steigeisen, Lampe
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Helm, Eispickel, Steigeisen, Lampe
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Anzahl der Kommentare: 14
Zugang zum Ausgangspunkt:
Durch den Karawankentunnel fahren wir vorbei an Spittal Richtung Lienz. Am Ende von Lienz biegen wir rechts nach Kals und Matrei ab. Nach etwa 20 km im Ort Huben, kurz vor Matrei, wieder rechts nach Kals. Bis Kals sind es dann noch 13 km. Von Kals zum Parkplatz bei Lucknerhaus (1920 m) fahren wir auf der Panoramastrasse Kalser Grossglocknerstrasse (Maut) und parken dort.
Beschreibung der Route:
Wir parken auf einem der zwei großen Schotterparkplätze bei der Hütte Neues Lucknerhaus auf 1918 m am Wildbach Kodnitzbach. Der Wegbeginn verläuft kurz auf der rechten Seite des Wildbachs, dann queren wir ihn über eine Brücke und auf der anderen Seite in leichtem Anstieg weiter auf der Straße bis zur Hütte Lucknerhütte (2241 m). Weiter steigt der Weg-Steig ziemlich steil zur Hütte Studl-Hütte (2802 m) an.
Bei der Hütte ist eine Wegkreuzung. Rechts geht es zur Hütte Erzherzog-Johann-Hütte (3454 m), wir gehen direkt bergauf auf den Gletscher Teischnitz-Kees und darüber entlang dem steinigen flachen Grat Luisegrat bis zum Einstieg in den Studlgrat (3200 m). Auf dem Gletscher müssen wir auf zahlreiche Spalten achten. Vor dem Einstieg in den Grat bereiten wir uns angemessen vor, da der Aufstieg über den Studlgrat zu den alpinistischen Touren zählt mit Bewertung UIAA III-IV, meistens II. Daher muss man sich beim Einstieg in den Grat bewusst sein, dass für einen solchen Aufstieg erhebliche Erfahrungen und Kenntnisse in Sicherung, Hochalpin-Klettern, Ankerbau, Nachsicherung in der Seilschaft, Orientierung, Kondition, Höhenproblemen, Tourenplanung,... erforderlich sind. Fehlen diese ausreichend, kann man sich bei guter Kondition solch einen Aufstieg nur mit Bergführer oder erfahrenem Alpinisten vornehmen. Der Beginn des Grats ist klettertechnisch noch recht einfach. Beim Klettern erreichen wir den sogenannten Frustückplatz-Frühstücksplatz (3550 m) und auch ein Warnschild, auf dem steht, dass man bei mehr als 3h bis hier umkehren soll. Der schwierigste Teil liegt nämlich noch oberhalb. Der Grat ist fast nie völlig schneefrei. Die beste Zeit für den Aufstieg ist von Mai bis September. Der Fels selbst ist sehr gut zum Klettern. Oberhalb des Frühstücksplatzes gibt es einige größere glatte Platten und kurze Verticalen, über die uns Sicherungen helfen (Haken mit Ringen und ohne, Seile mit Knoten, Stahlseile). Auch das Suchen der Wege ist an manchen Stellen orientierungsintensiv. Wenn der schwierigste und exponierteste Teil Kanzel (Kanzel) hinter uns liegt, gibt es bis zum Gipfel keine größeren Probleme mehr.
Vom Gipfel kann man auf einem viel einfacheren Weg über Kleine Grossglockner, vorbei an der Hütte Erzherzog-Johann-Hütte (3454 m) und über den Gletscher Koednitz-Kees direkt ins Tal auf einem der vielen Wege absteigen, die wir unter dem Gletscher sehen. Alternativ rechts an der Hütte Studl-Hütte vorbei, an der wir beim Aufstieg vorbeigekommen sind. Für diesen Aufstieg geben die meisten Beschreibungen 8-10h Aufstiegszeit und 4-6h Abstieg an. Wegen der großen Höhenstaffel ist es ratsam, die Tour in zwei Tagen zu machen. Erster Tag bis zur Hütte Studl-Hütte (2802 m), zweiter Tag zum Gipfel und Abstieg ins Tal. Die Hütte ist von Mai bis September geöffnet, genau je nach Schneebedingungen.

Entlang der Route: Lucknerhütte (2241m), Studl-Hütte (2802m)
Fotos:
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Diskussion zur Tour Neues Lucknerhaus - Großglockner (über den Studlgrat-Grat)
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| urarrr4. 07. 2010 |
Hallo, der Ausflug über den Studlgrat-Kamm ist kein Ausflug, sondern eine sehr sehr schwierige Route. Es wird zu wenig betont, dass es sich um eine Alpinroute III-IV handelt..wenn Wanderer das kapieren, finde ich es schon zu spät. Wir waren 8 Stunden in der Wand selbst...manche hatten Probleme und es hat sich hingezogen. Vom Auto zum Gipfel und zur Hütte bei 3.5km haben wir 14 Stunden gebraucht....das erfordert ordentlich Kondition..
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| penzionist11. 11. 2010 |
Ansonsten keine Panik, aber du hast den Berg ein bisschen verfehlt
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| šerpa11. 11. 2010 |
Schöne Via ferrata, aber mit dem Veliki Klek hat sie wirklich nichts zu tun
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| Marky17. 05. 2012 |
Am 12.-13.5.2012 haben wir vom AO Kozjak auf dem Gletscher unter dem Grossglockner einen Gletscherkurs absolviert. Am nächsten Tag sind wir über den Kodnitzkees-Gletscher zum Gipfel. Ausgangspunkt: Lückenhaus 1918m Übernachtung: Stüdlhütte 2802m Anstieg: über Gletscher, Mali Klek, Scharte Glockner-scharte zum Gipfel.. Abstieg gleicher Weg.. Bericht über die Route und Fotos könnt ihr euch auf M-foto.si ansehen
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| Gric5. 08. 2013 |
Dienstag 30.07.2013 nach der Arbeit sind Helena, Aleš, Dario und Gregor von Ljubljana aufgebrochen. Parken beim Lucknerhaus und schneller Weg zur Stüdlhütte, wo ein ausgezeichnetes Abendessen folgte (empfohlen!). Über Gletscher Teischnitzkees seilsicher zu viert, dann am Grat seilsicher zu zweit. Der Gratweg ist komplett trocken. Es folgte Abstieg über Kleineglockner (empfehle Steigeisen gleich nach dem Abstieg ins Schlüsselscharte), vorbei an Hütte Erzherzog-Johann-hütte und weiter über Gletscher Ködnitzkees ins Tal. Bilder mit Routenbeschreibungen auf Picasa lp, Gregor
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| rusmi27. 06. 2014 |
War jemand in letzter Zeit auf dem V.Klek?
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| skrajnik15. 08. 2016 |
Für diese Tour (Spitze) muss ich sagen: WWTTFF?!?!?!? Oder WAS?!?!?! ((s)Gedränge)
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| redbull16. 08. 2016 |
Was wolltest du damit sagen, ich denke es ist niemandem klar?
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| skrajnik16. 08. 2016 |
Man wundert sich nur über das Liegen einer auf dem anderen (und auch unter, über, oberhalb und Kombinationen). Und verflochtene Seile in alle Richtungen. Und stundenlanges Warten. Und totale Anfänger, die dich fertigmachen, wenn du sie auf den Gipfel ziehst. Und ähnliche Burlesken. Wahnsinn 
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| ljubitelj gora16. 08. 2016 |
Ich erinnere mich letztes Jahr von der letzten Hütte bei 3500m zum Gipfel und zurück 5 Stunden, im Seil. Zahlreiche Seilschaften, Sturz einer Seilschaft vor meinen Augen und Unfall am Gipfel, als einem das Bein gebrochen ist. GRS hat die Rettung professionell durchgeführt, ansonsten super Wetter. Auf jeden Fall stark abraten für Veliki Klek am Wochenende. !!! Wie es unter der Woche ist, weiß ich nicht.
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| redbull16. 08. 2016 |
Mit einem Kollegen letztes Jahr haben wir einige Seilschaften umgangen. Nichts zum Prahlen, aber sonst kommt man dort nicht durch. Dorthin gehen auch solche, denen der Weg nach Okrešelj zu schwer wäre.
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| BT8816. 08. 2016 |
Ich war einmal am letzten Wochenende im September und es ging sowohl in der Hütte als auch auf dem Weg. Ansonsten Mitte August unter der Woche am Grat haben wir auf dem Gletscher übernachtet und waren unter den Ersten und rate mal nicht einmal eine Seilschaft hat uns überholt ein Bergführer hat ein Mädchen an Seil direkt hinter uns gezogen. Ansonsten Gedränge wie am Triglav und die alten Bergsteiger genießen es dort wirklich nicht. Viel Erfolg
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