Oberissalm - Vordere Sommerwand (Normalweg)
Ausgangspunkt: Oberissalm (1742 m)
| Breite/Länge: | 47,09572°N 11,19491°E |
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Wegname: Normalweg
Gehzeit: 2 h 40 min
Schwierigkeit: schwierig markiert Weg
Höhenunterschied: 973 m
Höhenunterschied entlang der Route: 973 m
Karte: Stubaier Alpen Mitte, 31/4 1:25.000; Outdooractive Stubai Wanderkarte
Empfohlene Ausrüstung (Sommer):
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Eispickel, Steigeisen
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Zugang zum Ausgangspunkt:
Von Ljubljana fahren wir auf der Autobahn vorbei an Salzburg in Richtung München. Am mehrstufigen Knoten Dreieck Inntal biegen wir auf die A93 in Richtung Innsbruck/Kufstein/Brenner ab. Bei der Rückkehr nach Österreich fahren wir weiter bis zur Abzweigung mit der Ausfahrt Innsbruck-Mitte. Hier biegen wir nicht nach Innsbruck ab, sondern fahren weiter auf der A13 in Richtung Brennerpass. Wir verlassen die Autobahn an der Ausfahrt 10-Schönberg und folgen der bequemen Straße durch das Stubaital bis nach Neustift im Stubaital, wo wir am Kreisverkehr in der Mitte des Ortes den ersten Ausfahrt nehmen und der ansteigenden Straße bis zum Dorf Milders folgen. In Milders folgen wir der Straße Mühlenweg und den Beschilderungen nach Oberissalm. Bis zur Alm erwarten uns ca. 8 km immer schmaler werdender Asphaltstraße, auf der oft Vieh unterwegs ist, weshalb man mögliche Wartezeiten beim Passieren in die Fahrzeit einplanen muss. Auf der Alm Oberiss parken wir auf dem gepflegten Parkplatz, wo die Parkgebühr 5 Euro pro Tag beträgt.
Eine Alternative bietet die Fahrt durch Norditalien: in diesem Fall fahren wir von Zentral Slowenien auf der A2 zu einem der Grenzübergänge nach Österreich und weiter nach Lienz. Dort fahren wir weiter auf der Straße 100 und vorbei am Übergang Prato alla Drava nach Italien. In Italien folgen wir der SS49 bis zur Einmündung in die A22 in Richtung Brennerpass. Nach dem Pass fahren wir in Richtung Innsbruck bis zur Ausfahrt Schönberg. Von dort weiter wie oben beschrieben.
Beschreibung der Route:
Auf der Alm folgen wir am Wegweiser oberhalb des Parkplatzes der breiten Schotterstraße, die uns in wenigen Minuten mehr oder weniger ebener Gehminute nach Südwesten zu einem gut markierten Abzweig eines schmaleren Steiges führt, der mit schönen Ausblicken auf den östlichen Teil der Alpeiner Berge und die Alm Oberiss unter uns in Serpentinen relativ sanft durch dünnen Hochwald leitet. Etwas höher gelangen wir auf eine grasbewachsene Flanke mit hochmontaner Alpenvegetation am Rand des oberen Teils des Obergbachtals, wo der Hang bei schönen Blicken zur Franz-Senn-Hütte und der darüberliegenden Vorderen Sommerwand allmählich abflacht. Auf einem angenehmen und aussichtsreichen Pfad, dem wir im letzten Teil zum Hütten folgen, vorbei an der Sennerei auf der Alm Alpeiner durch eine attraktive feuchte Landschaft in guten 15 Minuten zum beliebten Franz-Senn-Hütte empor; vom Ausgangspunkt bis zur Hütte ca. 1,5 Stunden Gehzeit.
An der Hütte bemerken wir einen Wegweiser, der uns entschieden nach Süden auf den Weg zum Sommerwandferner und zur Vorderen Sommerwand verweist. Zunächst ziemlich bequemer Pfad windet sich über die grasbewachsene Flanke und etwas höher verläuft er parallel zu einem Wildbach aus dem Sommerwandferner. Über eine teils steinige Kante nähern wir uns dem Nordgrat der Sommerwände und setzen den Weg im steinigen Gelände unter dem Osthang der Vorderen Sommerwand fort. Nach ca. einer Stunde Gehzeit von der Hütte stoßen wir auf einen Wegweiser, der uns scharf rechts lenkt. Auf teils steil abfallendem, aber technisch unkomplizierten Pfad winden wir uns in Kehren zum Gipfelgrat der Sommerwände empor, wo uns große Steinmänner erwarten; einer davon markiert den Höhenpunkt 2676, der nach den meisten Karten den Gipfel der Vorderen Sommerwand darstellt und genau am Rand des Gipfelgrats hoch über der Franz-Senn-Hütte liegt.
Bis zum mit Kreuz markierten Gipfel trennen uns von hier noch ca. 10 Gehminuten über einen anspruchsvollen und luftig exponierten Grat. Vom Punkt 2676 zum Gipfel ist der zuvor makellos markierte Weg nicht mehr gesichert, aber die Aufstiegsrichtung ist klar. Bereits der Einstieg in die Gratlasso stellt jedoch ein erstes Problem dar, für dessen Lösung zwei Möglichkeiten bestehen: Erstens können wir von der Plattform, an der der markierte Weg endet, direkt auf den Grat klettern, wobei wir einige leicht kletterbare Felsen (I) überqueren müssen. Zweitens, die technisch einfachere Variante, ergibt sich beim Abstieg unter die Gratlasso auf der Ostseite, wo sich bald ein relativ leichter Übergang zu einer höheren Stufe auftut. Die Fortsetzung auf dem Grat verläuft geradlinig orientierungsstark, ist aber stellenweise recht exponiert. An wenigen Stellen helfen Sicherungen (Stahlseile und Tritthilfen), gelegentlich müssen wir auch leicht freiklettern (I). Der relativ kurze Endgrat weitet sich kurz unter dem Gipfel mit Kreuz etwas und führt uns auf eine sehr aussichtsreiche Gratstufe, auf der am Kreuz nur wenig Platz ist.
Die Vordere Sommerwand zählt zu den einfachsten und schnellsten erreichbaren Gipfeln in einer recht wilden Umgebung, doch der Aufstieg zum Punkt mit dem großen Kreuz erfordert sicheren Tritt und gewisse Klettererfahrung, auch wenn alle schwierigen Stellen auf dem relativ kurzen Endgrat liegen. Der Ausblick vom Gipfel ist reizvoll und die Tour lässt sich nebenbei bei einem Aufstieg zur Inneren Sommerwand oder bei Übernachtung in der Franz-Senn-Hütte unternehmen.

Entlang der Route: Franz-Senn-Hütte (2147m)
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Diskussion zur Tour Oberissalm - Vordere Sommerwand (Normalweg)
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