Parkirišče Erichhütte - Hoher Kopf (Königsjodler)
Ausgangspunkt: Parkirišče Erichhütte (1339 m)
| Breite/Länge: | 47,39164°N 13,04879°E |
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Wegname: Königsjodler
Gehzeit: 7 h
Schwierigkeit: extrem schwierig markiert Weg
Klettersteig: D
Höhenunterschied: 1536 m
Höhenunterschied entlang der Route: 1800 m
Karte:
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Helm, Klettersteigset
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Helm, Klettersteigset, Eispickel, Steigeisen
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Zugang zum Ausgangspunkt:
Durch den Karawankentunnel gelangen wir nach Österreich und fahren dann weiter auf der Tauernautobahn. Weiter durch den Katschbergtunnel und später auch den Tauern Tunnel / Tauerntunnel, wir folgen der Autobahn Richtung Salzburg (auch Salzburger Land) nur bis zur Ausfahrt Bischofshofen, von wo wir auf einer vierspurigen Straße zum bereits genannten Ort weiterfahren. Von Bischofshofen folgen wir den Beschilderungen nach Höchkonig und Dienten am Höchkonig. Die Straße beginnt anzusteigen und führt uns zum Dientner Sattel. Vom Sattel fahren wir noch gut 100 Meter auf der absinkenden Straße weiter, dann bemerken wir rechts der Straße einen Parkplatz, auf dem wir parken.
Beschreibung der Route:
Vom Parkplatz folgen wir den Markierungen »Erichhütte 30 min« auf die für den Verkehr gesperrte Bergstraße. Die Schotterstraße, auf der wir aufsteigen, führt an Weiden mit schönem Blick auf die Hohen Tauern und die nahen Gipfel oberhalb der Erichhütte vorbei. Der Weg führt dann durch einen kurzen Waldstreifen, wo wir auch einen kleinen Bach queren. Weiter verläuft der Weg wieder an Weiden bis zur Erichhütte auf der Alm Schönbergalm.
Von der Hütte gehen wir rechts den Markierungen »Königsjodler Klettersteig, Hochkönig« folgend und steigen leicht auf grasigen Hängen nach Nordosten auf. Der Weg bringt uns bald zu einer Wegkreuzung, wo wir links Richtung Hochkönig weitergehen, rechts führt der Weg zum Gipfel Taghaube (2159 m).
Weiter steigt der Weg eine Zeitlang bei spärlichem Zwergstrauch auf, dann bringt er uns über einen etwas steileren grasigen Hang zu einer weiteren Kreuzung. Rechts führt ein gesicherter Klettersteig zum Granlspitz (2307 m), wir gehen links zur Scharte Hochscharte.
Hier biegt der Weg leicht links ab und bringt uns von den grasigen Hängen auf steilere Felsen, die wir zunächst nach Norden queren. Nach der Querung biegt der Weg rechts ab und steigt zur Scharte Hochscharte auf. Auf diesem Abschnitt ist der Weg ziemlich bröckelig und eine kurze Leiter hilft uns, aber der Weg ist hier noch nicht besonders anspruchsvoll. In der Scharte gehen wir links weiter und nach kurzem Aufstieg sind wir wieder an einer Kreuzung. Rechts zweigt der etwas leichtere Weg Nr. 432 ab, der zur Scharte Birgkarscharte und weiter zum Hochkönig oder Hoher Kopf führt. Wir gehen links weiter und der Weg bringt uns schnell zum Einstieg in den gesicherten Klettersteig Königsjodler.
Vor dem Einstieg in den Kletterabschnitt rüsten wir uns mit Helm und Selbstsicherung aus, Kletterhandschuhe sind empfehlenswert.
Im Anfangsabschnitt steigt der Weg steil entlang des Stahlseils zum Grat zum Turm Flower Tower. Es folgt der Weg auf einem etwas exponierten Grat, auf dem wir dann steiler aufsteigen. Der Weg verlegt sich dann auf die linke Seite des Grats und es folgt die Querung steiler Wände zu einer engen Scharte (Schwierigkeit C/D). Die enge Scharte überqueren wir mit Hilfe des Seils auf die andere Seite und es folgt ein steiler Aufstieg zum Turm Teufels Turm (Schwierigkeit C). Vom Turm steigen wir dann steil ab (Schwierigkeit C/D) und überqueren die Scharte unter uns auf einer Hängebrücke. Die Brücke besteht aus drei Stahlseilen, auf einem gehen wir, die anderen zwei dienen zum Festhalten und Sichern. Es folgt eine kurze Querung steiler Wände und ein steiler Abstieg, bei dem uns einige Haken helfen (Schwierigkeit C).
Nach dem Abstieg bringt uns der Weg auf einen weniger exponierten und ungesicherten Abschnitt. Nach kurzem Aufstieg ist der Weg wieder gesichert und es folgt der Aufstieg auf einem noch etwas weniger scharfen Grat nach oben, der uns zum nächsten Turm bringt (Schwierigkeit B/C). Es folgt ein kurzer Abstieg, dann queren wir mit Hilfe eines einzelnen Stahlseils (Flying Fox), das am Nachbarturm befestigt ist, die Scharte unter uns. Falls wir keine geeignete Ausrüstung haben, können wir auch dem Weg folgen, der in die Scharte absteigt. Zum Queren der Scharte am Seil wird eine Doppelschiene mit Seil empfohlen. Mit etwas Vorsicht ist es auch mit zusätzlichem Band möglich. Auf der anderen Seite der Scharte folgt wieder ein etwas weniger steiler Aufstieg am Seil. Der Weg bringt uns bald wieder auf den exponierten Grat (Teufels Hörndl). Nach einigen kurzen Auf- und Abstiegen (Schwierigkeit C) folgt ein etwas steilerer Aufstieg zu einem scharfen extrem exponierten Grat (Schwierigkeit C/D). Beim Aufstieg helfen uns auch einige Haken. Weiter steigen wir kurz auf dem Grat auf, dann folgt der Abstieg in die Scharte. Ein etwas weniger steiler Weg bringt uns zu einer Kreuzung, wo rechts abwärts ein Notausstieg möglich ist. Der Abstiegsweg ist technisch weniger anspruchsvoll, aber wegen Bröckligkeit und sparsamer Sicherung ist viel Vorsicht geboten.
An der Kreuzung, wo wir etwa auf halber Strecke des gesicherten Klettersteigs sind, gehen wir geradeaus weiter und steigen einen weniger steilen ungesicherten Hang hinauf, der uns zu einem der schwierigeren Abschnitte bringt. Es folgt ein ziemlich langer meist senkrechter Aufstieg (Schwierigkeit D) zum nächsten Turm Kummetstein. Auf diesem Abschnitt besteht auch Steinschlaggefahr. Etwas unter dem Gipfel des Turms ist am Weg eine Stempelkassette. Es folgt wieder ein kurzer Abstieg am Grat, von dem sich immer schönere Ausblicke eröffnen, vor allem zum Gipfel Hochkönig. Der Weg bringt uns in die nächste Scharte und verlegt sich auf die linke Seite des Grats. Es folgt noch ein sehr steiler Aufstieg (Schwierigkeit D), bei dem uns einige Haken helfen. Wenn wir wieder am Grat sind, wird der Weg für eine Weile etwas weniger anspruchsvoll (Schwierigkeit A/B). Es folgt der letzte steilere Aufstieg (Schwierigkeit C/D), dann wird der Weg allmählich leichter und bringt uns zum Gipfel Hoher Kopf, wo der gesicherte Klettersteig endet. Auf dem Gipfel öffnet sich ein schöner Blick auch nach Norden zum Gletscher und auf die anderen Berge in den Berchtesgadener Alpen, die auf der deutschen Seite der Grenze liegen.
Der beschriebene Weg ist extrem anspruchsvoll und nur für erfahrene Bergsteiger mit obligatorischer Selbstsicherung und ausreichend Kraft in den Armen geeignet. Der Königsjodler ist der längste gesicherte Klettersteig im Bundesland Salzburg, daher ist auch gute körperliche Kondition erforderlich.
Wir steigen rechts zur Scharte Birgkarscharte ab und dann abwärts auf Weg Nr. 432. Beim Abstieg ist große Vorsicht geboten, da der Weg sehr bröckelig und schlecht gesichert ist. Tiefer steigen wir leicht zur Scharte Hochscharte auf, wo der Klettersteig Königsjodler beginnt. Von dort steigen wir vorbei an der Erichhütte zurück zum Ausgangspunkt.

Entlang der Route: Erichhütte (1545m), Hochscharte (2283m), Teufelshörnln (2522m), Kematstein (2772m)
Die Tour kann zu folgenden Zielen verlängert werden: ( 45 min)
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Diskussion zur Tour Parkirišče Erichhütte - Hoher Kopf (Königsjodler)
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| medo*7. 09. 2011 |
War kürzlich oben: http://www.hribi.net/trenutnerazmere.asp?aut=1&gorovjeid=10005&id=2723 Schöne und anstrengende Tour, die am besten in zwei Tagen gemacht wird, da sie mit der Fahrt ein großer Brocken ist. Wir haben auf dem Gipfel des Hochkönigs in der Matras-Haus-Hütte übernachtet und zum Arthurhaus abgestiegen. Wegen der Auslastung muss man die Hütte rechtzeitig reservieren und mehrere Autos für den Antransport zum Ausgangspunkt haben oder noch zusätzliche drei Stunden dorthin wandern.
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