Parkirišče Sulzenauhütte - Becherhaus (über Sulzenauhütte und Seescharte)
Ausgangspunkt: Parkirišče Sulzenauhütte (1590 m)
| Breite/Länge: | 47,01593°N 11,18084°E |
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Wegname: über Sulzenauhütte und Seescharte
Gehzeit: 7 h 45 min
Schwierigkeit: sehr schwierig markiert Weg
Höhenunterschied: 1605 m
Höhenunterschied entlang der Route: 1950 m
Karte: Stubaier Alpen Hochstubai, 31/1 1:25.000; Outdooractive Stubai Wanderkarte
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Eispickel, Steigeisen
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Eispickel, Steigeisen
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Zugang zum Ausgangspunkt:
Von Ljubljana fahren wir auf der Autobahn vorbei Salzburg in Richtung München. Am mehrstöckigen Knotenpunkt Dreieck Inntal wechseln wir auf die Straße A93 Richtung Innsbruck/Kufstein/Brenner. Bei der Rückkehr nach Österreich fahren wir bis zur Abzweigung mit der Ausfahrt Innsbruck-Mitte weiter. Hier fahren wir nicht Richtung Innsbruck ab, sondern setzen die Fahrt auf der Autobahn A13 Richtung Brennerpass fort. Wir verlassen die Autobahn bei Ausfahrt 10-Schönberg und folgen der komfortablen Straße durch das Stubaital bis zu den Orten Neustift im Stubaital, dem Zentrum des Stubaitals, und Volderau, wo die noch immer breite Asphaltstraße etwas markanter Richtung Mutterbergalm und Skigebiet Stubaier Gletscher ansteigt. Bald sehen wir links den großen Grawa-Wasserfall und den Parkplatz bei der gleichnamigen Alm; hier ist der erste Ausgangspunkt für den Aufstieg zur Sulzenauhütte. Nach wenigen Minuten weiterer Fahrt parken wir auf einem recht geräumigen speziellen Parkplatz, der den bequemsten Zugang zur Hütte ermöglicht, und wo am Ausgangspunkt eine große Infotafel mit Fokus auf den Aufstieg zur Sulzenauhütte zu finden ist.
Eine Alternative bietet die Fahrt durch Norditalien: in diesem Fall fahren wir von Zentral-Slowenien auf der Autobahn A2 zu einem der Grenzübergänge mit Österreich und fahren weiter nach Lienz. Dort fahren wir weiter auf Straße 100 und vorbei am Übergang Prato alla Drava nach Italien. In Italien folgen wir der SS49 bis zur Einmündung in die Autobahn A22 Richtung Brennerpass. Nach dem Pass fahren wir Richtung Innsbruck bis zur Ausfahrt Schönberg. Von dort aus fahren wir weiter in der oben beschriebenen Richtung.
Beschreibung der Route:
Vom Ausgangspunkt gehen wir über eine kleine Brücke und folgen den Markierungen zur Sulzenauhütte und Alm Sulzenau weiter auf einem schmalen Pfad, der in Serpentinen den bewaldeten Hang nach Süden führt. Zum mäßig steilen, recht ungefährlichen Pfad, von dem sich gelegentlich schöne Ausblicke über das Stubaital eröffnen, schließt sich nach etwa 45 Minuten eine etwas steilere Variante des Pfads an, der über das Waldgebiet oberhalb Grawa Alm am Rand des großen Grawa-Wasserfalls entlangführt. Der Pfad wendet sich hier nach Osten und bringt uns nach etwa 15 Minuten auf eine große Ebene, wo unter den Felsen, über denen die Sulzenauhütte liegt, die Alm Sulzenau sichtbar wird. Sichere Markierungen führen vorbei an der Alm und weisen auf einen schmalen Pfad, der in Serpentinen die steile Flanke quert und uns nach rund zwei Stunden Gehzeit vom Ausgangspunkt zur Hütte Sulzenauhütte bringt.
Bei der Hütte, die inmitten eines ansprechenden wasserreichen Gebiets des Hohen Stubais liegt, schauen wir nach den Markierungen zu Nürnberger Hütte und Wilder Freiger, die von der Hütte ostwärts führen (Richtung Route Seescharte und Leo Schöpf-Route; die anspruchsvolle und direktere Lübeckerweg biegt bald steil nach Süden ab). Zuerst führt ein ziemlich flacher Pfad bald zum westlichen Rand oberhalb des größeren Sees Grünausee, wo sich ein herrlicher Blick zum Wilder Freiger und umliegenden Gipfeln öffnet; hier zweigt ein anspruchsvoller unmarkierter Pfad ab, der über den Freiger-Firn zum Gipfel führt. Nach kurzem Querung nördlich oberhalb des Sees erreichen wir eine Wegkreuzung: der breitere Pfad geht weiter zur Nürnberger Hütte, wir wählen den etwas weniger offensichtlichen Pfad, der uns am östlichen Rand oberhalb Grünausee entlangführt. Noch recht ungefährlicher Pfad führt über grasigen Hang in zunehmend felsiges Gelände, wo wir uns zum nächsten Ziel, Sattel Seescharte zwischen Urfallspitze (2805 m) und Gamsspitzl (3051 m), bewegen. Nach kurzem etwas steilerem Anstieg im Blockwerk erreichen wir nach ca. zwei Stunden Gehzeit von der Hütte den Sattel, von wo sich ein weiter Blick zu Bergen und Gletschern des östlichen Teils der Haupgruppe des Hohen Stubais öffnet.
Vom Sattel setzen wir den Pfad fort, der auf Schuttgelände südwärts unter dem Massiv des Gamsspitzl quer durchgeht. Bald erreichen wir eine Wegkreuzung bei einem großen Block, von wo aus man relativ einfach und schnell zum Gamsspitzl aufsteigen kann, der einen grandiosen Blick ins Gipfelgelände des Wilder Freiger bietet; diesen kurzen Abstecher zum leicht erreichbaren Dreitausender empfehle ich wärmstens.
Vom Kreuzungspunkt fortsetzend quert der Pfad einige ganzjährig liegende Schneefelder und steigt zunehmend steiler zum Grat zwischen zwei Armen des Gletschers an, der die Südfassade des Wilder Freiger umrahmt. Auf dem weiterhin schuttigen Pfad muss stellenweise leicht geklettert werden, das Gelände ist teils locker.
Bald befinden wir uns auf einem breiten Seitengrat, das freien Blick auf den weiteren Verlauf bietet. Das Grat ist stellenweise leicht exponiert, über die ungünstigsten Stellen helfen Sicherungen (Stahlseile und Tritte). Hier verschwinden die Markierungen und tauchen nur noch sporadisch auf, wir halten uns weiter am Grat; an zwei Stellen umgehen wir scharfe Grate ostwärts und queren darunter. Beim Abstieg zum oberen Gletscherteil hilft ein Stahlseil.
Nach kurzer, im Sommer meist unproblematischer Gletscherquerung, wo wir Wandsäulen folgen, klettern wir mit Hilfe eines fixen Seils das Felsband unter dem Gipfelgrat des Wilder Freiger empor, das wir nahe dem Punkt am Sattel Signalgipfel (3392 m) erreichen. Von hier ist ein kurzer Aufstieg über den Grat zum Gipfel Wilder Freiger möglich (ca. 15 Min.; siehe Beschreibung Aufstieg Wilder Freiger).
Unser Pfad am Grat wendet sich ostwärts und steigt leicht zur kleinen Wetterstation auf Signalgipfel an. Hier blicken wir südwärts und folgen dem reich markierten und gesicherten Gratpfad, der mit zahlreichen Stahlseilen und fixem Seil vom Signalgipfel steil zum Gletscher Übeltalferner absteigt.
Nach ca. 20 Minuten Abstieg erreichen wir den Gletscherrand und setzen auf teils luftigerem Grat zur Hütte fort, die wir auf dem Hügel vor uns beobachten können. Vor dem Endanstieg trifft der Pfad vom Übeltalferner-Gletscher ein. Im letzten Abschnitt weitet sich der Grat, und Stufen in den Fels führen zur Hütte.
Die Hütte liegt an verlockender, nestgleicher hoher Lage und ist guter Ausgangspunkt für Aufstiege auf einige der höchsten Gipfel der Stubai-Alpen. Obwohl für diesen Anstieg im Hochsommer und frühen Herbst normalerweise keine Winterausrüstung nötig ist, sollte sie wegen der Gletscherlandschaft im Rucksack nicht fehlen; besonders bei geplanten Aufstiegen zu nahen Gipfeln.

Entlang der Route: Sulzenauhütte (2191m), Seescharte (2762m), Signalgipfel (3392m)
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Diskussion zur Tour Parkirišče Sulzenauhütte - Becherhaus (über Sulzenauhütte und Seescharte)
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