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Gebirge / Stubaier Alpen / Zuckerhütl / Parkirišče Stubaier Gletscher (Mutterbergalm) - Zuckerhütl (Normalanstieg vom Westen)

Parkirišče Stubaier Gletscher (Mutterbergalm) - Zuckerhütl (Normalanstieg vom Westen)

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Ausgangspunkt: Parkirišče Stubaier Gletscher (Mutterbergalm) (1692 m)
Breite/Länge: 47,01324°N 11,15504°E
Wegname: Normalanstieg vom Westen
Gehzeit: 5 h
Schwierigkeit: sehr schwierig unmarkiert Weg
Höhenunterschied: 1815 m
Höhenunterschied entlang der Route: 1815 m
Karte: Stubaier Alpen Hochstubai, 31/1 1:25.000; Outdooractive Stubai Wanderkarte
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Helm, Eispickel, Steigeisen
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Helm, Eispickel, Steigeisen
Autor: pg
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Anzahl der Fotos: 54
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Zugang zum Ausgangspunkt:
Aus Ljubljana fahren wir auf der Autobahn vorbei an Salzburg in Richtung München. Am mehrstufigen Dreieck Inntal wechseln wir auf die Straße A93 Richtung Innsbruck/Kufstein/Brenner. Bei Rückkehr nach Österreich fahren wir bis zum Abzweig Innsbruck-Mitte weiter. Hier nicht nach Innsbruck abbiegen, sondern weiter auf A13 Richtung Brennerpass. Bei Ausfahrt 10-Schönberg verlassen wir die Autobahn und folgen der komfortablen Straße im Stubaital zu Neustift im Stubaital, dem Zentrum des Stubaitals, und Volderau, wo die breite Asphaltstraße etwas markanter Richtung Mutterbergalm und Skigebiet "Stubaier Gletscher" ansteigt. Bald links der große Wasserfall Grawa und Parkplatz bei der gleichnamigen Alm, etwas höher Parkplatz für Aufstieg zur Sulzenauhütte. Nach wenigen Minuten weiterer Fahrt parken wir auf einem der vielen Parkplätze unter dem Skigebiet "Stubaier Gletscher".

Alternative bietet Fahrt durch Norditalien: in diesem Fall aus Zentralslowenien auf A2 zu einem Grenzübergang mit Österreich und weiter nach Lienz. Dort weiter auf Straße 100 vorbei Prato alla Drava nach Italien. In Italien SS49 bis Einmündung A22 Richtung Brennerpass. Nach dem Pass Richtung Innsbruck bis Ausfahrt Schönberg. Von dort wie oben beschrieben.
Beschreibung der Route:
Die Mehrheit der Wanderer steigt zum Zuckerhütl mit einer Serie von Bahnen (Eisgrat I und II sowie Schaufeljoch) bis zur Bergstation der Bahn Schaufeljoch (3158 m) auf und von dort ab zur Station Fernaujoch (Sesselbahn Fernau im Sommer nicht im Betrieb). Die vorliegende Beschreibung bezieht sich auf die rechtgläubigere Anstiegvariante, bei der vom Parkplatz zum Sattel Fernaujoch zu Fuß aufgebrochen wird; diese Variante ist besonders für den Abstieg geeignet und falls man den erheblichen Fahrpreis vermeiden möchte.

Etwas oberhalb der Talstation der Bahn Eisgrat I queren wir ein Brückchen und folgend dem Schild links auf den Weg zur Dresdner Hütte. Der gut markierte Weg führt zunächst bequem auf einer Spur zwischen spärlichem Bewuchs, nach etwa einer halben Stunde Wanderung etwas steiler über den grasigen Hang. Der Pfad, der in Kehren die Steilheit überwindet, bringt uns nach unter anderthalb Stunden zur Hütte Dresdner Hütte.

Bei der Hütte am Rand des Skigebiets betreten wir die Straße, die uns bei einzelnen Abkürzungen zur Talstation der Sesselbahn Fernau führt. Hier richten wir uns entschieden nach Süden und steigen über den Gletscher Fernauferner zum aus der Ferne erkennbaren Übergang Fernaujoch auf. Beim Durchqueren des Gletschers lässt sich am besten grob der Trasse der Sesselbahn folgen, regelmäßig leiten uns im Sommer Spuren der Vorgegangenen. Orientierung bei klarem Wetter ist nicht anspruchsvoll.

Am Fernaujoch stoßen wir auf den Weg, der von Westen von der Bergstation der Bahn Schaufeljoch kommt; dieser Weg ist etwa eineinhalb Stunden kürzer als die beschriebene Richtung. Den Anstieg setzen wir ostwärts auf dem langen Graten fort, der sich vom Fernaujoch zum westlichen Bastion des Aperer Pfaffs erstreckt; der Grat ist bröckelig, jedoch nicht besonders abfallend, bei der Orientierung helfen die Steinmännchen.
In ca. 3220 m Höhe wendet sich der Pfad nach Süden und umgeht das Ende des SW-Grats des Aperer Pfaff. Unmarkierter Pfad führt uns dann über Schutt zum deutlichen Übergang Pfaffenjoch (3208 m) am Rand des Gletschers Sulzenauferner. In umgekehrter Richtung ist wegen etwas undurchsichtigen Geländes manchmal schwer den richtigen Pfad zwischen Pfaffenjoch und dem zum Fernaujoch führenden Grat zu finden.

Am Übergang queren wir die Felsen und steigen zum Gletscher Sulzenauferner ab. Es wartet uns weniger als eine Stunde Gehens auf dem ausgedehnten Gletscher, während der wir südostwärts unter der gesamten Nordbastion des Zuckerhütls vorbeiziehen. Aufgrund der Beliebtheit des Wegs kann man das ganze Jahr über eine sichtbare Spur erwarten, die bei Orientierung und Bequemlichkeit des Übergangs hilft.
Östlich vom Zuckerhütl steigen wir etwas steiler bis zur Stelle, wo sich der Weg vom Gipfel des Wilder Pfaffs anschließt (von hier ist leichter und relativ schneller Zugang möglich). Von dort rechts vom Absturzrand in wenigen Minuten zum Fuß der felsigen Gipfelstruktur des Zuckerhütls. Vor dem anspruchsvollen Schlussteil ist es sinnvoll, am Fuß den Rucksack abzulegen.

Der Aufstieg über das östliche Profil des Zuckerhütls ist kurz, aber durch den absturzgefährlichen bröckeligen Untergrund natürlichen Veränderungen ausgesetzt und objektiv recht gefährlich, was besonders gilt, falls sich über uns andere Wanderer aufwärts bewegen. Der optimale Verlauf des Wegs hängt etwas von den herrschenden Verhältnissen ab, wobei einzelne Markierungen und Bohrhaken für Orientierung sorgen und Sicherung an heiklen Stellen ermöglichen.
Vom Fuß des felsigen Hangs heben wir uns zunächst über instabiles Schrot, dann queren etwas nach Süden. Nach kürzerer exponierter Querung am geeigneten Übergang kraxeln wir zu etwas ebenerem Gelände unter dem Gipfel. Den Markierungen und Bohrhaken folgend über den steilen Band und durch leichter begehbaren Gipfelraum zum wenig geräumigen, aber sehr aussichtsreichen Gipfel mit großem Kreuz.

Der Endanstieg zum Zuckerhütl ist kurz, aber potenziell recht heikel, was besonders an drängenden Tagen zutrifft. Das Klettern überschreitet nicht Grad II, der Weg ist stellenweise absturzgefährlich, der Fels sehr bröckelig. Der Zuckerhütl ist zudem der höchste Punkt der beliebten Runde "7 summits of Stubai".
Weniger Erfahrenen empfehle ich Sicherung mit Seil bzw. Begleitung eines Bergführers.
Routenkarate - Zuckerhütl
Entlang der Route: Dresdner Hütte (2308m), Fernaujoch (3055m)
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Fotos:
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