Passo Falzarego - Kleiner Lagazuoi (via felstunnel)
Ausgangspunkt: Passo Falzarego (2105 m)
| Breite/Länge: | 46,5195°N 12,0085°E |
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Wegname: via felstunnel
Gehzeit: 2 h 15 min
Schwierigkeit: schwierig markiert Weg
Höhenunterschied: 673 m
Höhenunterschied entlang der Route: 700 m
Karte: Tabacco 03 1:25.000
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Helm, Lampe
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Helm, Eispickel, Steigeisen, Lampe
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Zugang zum Ausgangspunkt:
Zuerst fahren wir nach Cortina d'Ampezzo (dorthin möglich über Grenzübergang Rateče oder Predel nach Trbiž / Tarvisio und dann Autobahn Richtung Udine bis Ausfahrt Tolmezzo. Von Tolmezzo folgen wir der Straße Richtung Dorf Ampezzo und Bergpass Passo della Mauria. Die Straße senkt sich dann und führt uns zu einer Kreuzung, wo wir links (auch rechts möglich) in Richtung Cortina d'Ampezzo fahren. An allen folgenden Kreuzungen folgen wir den Schildern nach Cortina d'Ampezzo.
Oder von der Primorska-Seite, wo wir auf der Autobahn Richtung Triest fahren. Weiter auf der italienischen Autobahn Richtung Padova, aber nur bis zur Autobahnverzweigung, wo wir in Richtung Veneto und Belluno fahren. Bei Belluno endet die Autobahn, und an den nächsten Kreuzungen fahren wir Richtung Cortina d'Ampezzo und folgen dann den Schildern zum alpinen Pass Passo di Falzarego. Dieser ansteigenden Straße folgen wir bis zum großen Parkplatz auf dem genannten Pass.
Beschreibung der Route:
Nur wenige zehn Meter vom Parkplatz entfernt an der unteren Station der Seilbahn auf Lagazuoi Piccolo bemerken wir Schilder zur Galerie Lagazuoi. Der Weg führt zunächst auf einer für den Verkehr gesperrten Schotterstraße (Straße für Skigebietszwecke), die nach kurzem Anstieg uns zum Punkt bringt, wo Schilder zur Galerie leicht links weisen. Wir setzen den Anstieg auf einem breiten Wanderweg fort, der parallel zur gerade verlassen Straße aufsteigt. Der mäßig steile Weg bringt uns aus dem Zwergkieferngürtel auf Geröll, von dem sich schöne Ausblicke hauptsächlich nach Süden öffnen. Der gut gepflegte Weg bringt uns nach etwas weniger als einer Stunde Gehens zu einer Wegkreuzung, wo wir links zur Galerie Lagazuoi weitergehen (rechts normaler Wanderweg).
Der Weg vor uns steigt sofort steil auf einer gut gesicherten Polka an, hinter der wir zum ersten Stollen kommen. Hier sehen wir auch ein Warnschild, dass für die weitere Wanderung gute Schuhe, Lampe und Helm benötigt werden (beim Gehen durch Stollen auf gelegentlich niedrige Decke achten). Nach Durchqueren des ersten relativ kurzen Stollens senkt sich der Weg mit Hilfe von Drahtseilen, quert die Rinne und führt uns dann auf einer leicht exponierten und aussichtsreichen Polka zum Eingang einer ausgedehnteren Galerie unterirdischer Stollen. Hier weist ein Eingangsschild rechts in den Stollen, der mit Treppen und Stahlseilen am Rand der Südwand aufsteigt. Während des Anstiegs durch den Stollen bemerken wir einige Fenster, durch die herrliche Ausblicke sich öffnen. Der ziemlich feuchte Weg bringt uns dann zu einer Kreuzung in 2551 m Höhe (weiter beschreibe ich den linken Weg).
An der Kreuzung zweier Stollen gehen wir in den linken, wo wir den Anstieg in völliger Dunkelheit fortsetzen (da keine Fenster da sind, die gelegentlich Licht geben würden). Der ziemlich lange, steile und feuchte Stollen bringt uns höher zur nächsten Kreuzung (hier an der Wand bemerken wir die Legende der Stollen). Wieder links weiter, wo mit Hilfe kurzer sehr steiler Holzstufen wir zur sogenannten Raum 3 aufsteigen. Hier befindet sich auch ein Notruf, den wir bei Problemen nutzen (Handynutzung in Stollen unmöglich, kein Signal). Nach weiterem kurzen Anstieg biegt links ein Stollen mit Aufschrift Ausgang (exit) ab, wir gehen geradeaus zur gut „erhaltenen“ nächsten Kammer (wieder Notrufmöglichkeit). Nur wenig weiter bringt uns der Weg aus dem Stollen auf eine aussichtsreiche Polka, von der sich ein wunderbarer Blick öffnet. Der Weg steigt dann mit Hilfe von Drahtseilen steil auf exponierter Polka an, hinter der wir zur nächsten Kammer in 2629 m Höhe kommen. Der Weg geht wieder in den Stollen und bringt uns schnell zur nächsten Kreuzung. Der richtige Weg führt rechts (links über steile Leiter zu einem Aussichtspunkt, Sackgasse), der uns nach wenigen weiteren Schritten zu mehreren Stollen bringt (in der Nähe ausgestellte Schubkarre, nicht aus Kriegszeiten). Wir fahren mit dem linken fort (nicht dem, der nach wenigen Metern endet), der uns nach weiterem kurzen Anstieg zum Punkt bringt, wo sich der Stollen aus der Spirale-Galerie anschließt (wir stiegen durch die Cresta-Galerie auf). Der Weg bringt uns schließlich aus den Stollen auf einen aussichtsreichen, leicht exponierten aber gut gesicherten Grat (hier stürzte am 20. Juni 1917 bei der Sprengung ein großer Teil des Bergs, 40 Tote). Der Weg weiter führt zwischen Verteidigungsaufschüttung und dahinter auf eine breite Polka unter dem Gipfelteil. Hinter der Polka steigt der Weg steil an und bringt uns zur oberen Station der Seilbahn. Wir gehen links weiter und nach weiteren wenigen zehn Schritten erreichen wir die Hütte rifugio Lagazuoi.
Von der Hütte setzen wir auf einem gut ausgetretenen Weg fort, der uns über den Gipfelgrat bald zum weiten und aussichtsreichen Gipfel bringt.

Entlang der Route: Rifugio Lagazuoi (2750m)
Fotos:
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Diskussion zur Tour Passo Falzarego - Kleiner Lagazuoi (via felstunnel)
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| Borut110. 07. 2023 23:11:22 |
Außerordentlich interessante Tour mit historischem Hauch des Ersten Weltkriegs. Rückkehr möglich über einen anderen Weg (Kaiserjägersteig), der über den Gipfel führt und in steilen Serpentinen zum Passo Falzarego absteigt. So entsteht eine Rundtour mit Einblick in ehemalige italienische und österreichische Stellungen (Erster Weltkrieg). Der Abstiegsweg ist jedoch weniger gesichert und stärker mit Schutt bedeckt.
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