Passo Staulanza - Monte Pelmo
Ausgangspunkt: Passo Staulanza (1766 m)
| Breite/Länge: | 46,4206°N 12,10467°E |
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Gehzeit: 6 h 30 min
Schwierigkeit: sehr schwierig unmarkiert Weg
Höhenunterschied: 1402 m
Höhenunterschied entlang der Route: 1530 m
Karte: Tabacco 15 1:25.000
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Helm
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Helm, Eispickel, Steigeisen
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Zugang zum Ausgangspunkt:
Über den Grenzübergang Rateče fahren wir nach Trbiž / Tarvisio, wo wir die Autobahn in Richtung Udine nehmen. Wir verlassen die Autobahn an der Ausfahrt Tolmezzo und folgen der Straße zum genannten Ort. Von Tolmezzo fahren wir weiter Richtung Siedlung Ampezzo und Bergpass Passo della Mauria. Die Straße fängt dann an abzufallen und bringt uns ins Cadore-Tal, wo wir links nach Cortina d'Ampezzo fahren. Wir folgen den Schildern nach Cortina d'Ampezzo bis zur Siedlung Venas di Cadore. Kurz vor dem Ende der genannten Siedlung biegen wir links nach Forno di Zoldo ab. Die Straße führt uns dann über den Pass Cibiana ins Val di Zoldo, wo wir rechts zum Pass Staulanza fahren. Wir folgen der ansteigenden Straße bis zum Pass Staulanza.
Beschreibung der Route:
Am Pass Passo Staulanza gehen wir südöstlich den Markierungen »Rif. Venezia, Orme di Dinosauro« folgend. Nach kurzem Aufstieg durch den Wald kommen wir zu einer Wegkreuzung, wo wir rechts weitergehen, links führt der Weg entlang der Nordseite von Monte Pelmo zur Scharte Forada.
Der Weg verläuft weiter durch den Wald und quert die Hänge westlich von Monte Pelmo. Der Weg steigt und fällt hier leicht, gelegentlich verläuft er auch auf sumpfigem Terrain und ist oft ziemlich schlammig. Von rechts schließt sich der Weg vom Camping Pala Favera an, wir queren weiter die Hänge südöstlich. Weiter verläuft der Weg meist durch Latschen und führt uns zu einer markierten Wegkreuzung.
Links bergan führt der Weg unter die Wände des Gipfels Pelmetto, wo auf einem größeren Block Spuren von Dinosauriern sichtbar sind, wir gehen weiter geradeaus den Markierungen Rifugio Venezia folgend. Von rechts schließt sich noch ein anderer Weg von Pala Favera an, danach biegt unser Weg langsam links ab und führt uns auf die Südhänge unter dem Gipfel Monte Pelmo. Im letzten Teil zur Hütte führt uns der Weg auf grasbewachsene Hänge und bald erblicken wir die Hütte vor uns. Kurz vor der Hütte ist eine Wegkreuzung, wo rechts der Weg zum Monte Pena abzweigt. Von der Kreuzung folgt nur noch ein kurzer Aufstieg zur Hütte.
An der Hütte gehen wir links auf dem markierten Weg den Hinweisen »Monte Pelmo, Via Normale« folgend weiter. Zuerst steigen wir kurz durch Latschen auf, dann folgt der Aufstieg über Schutt, der uns unter die Ostwände des Gipfels Spalla Est bringt.
Hier biegt der markierte Weg rechts ab, wir richten uns links zur Ballo-Polke. Der Einstieg in die Wand ist mit »Attacco« beschriftet. Der Weg wird von hier an sehr anspruchsvoll und ist nur für erfahrene Bergsteiger geeignet. Weniger Erfahrene benötigen zwingend zusätzliche Sicherung mit Seil. Der Weg ist in der Folge auch nicht mehr mit offiziellen Markierungen versehen. Trotzdem ist die Orientierung nicht übermäßig schwierig, da der Weg mit zahlreichen Steinmännern markiert ist. Nach kurzem leichterem Klettern gelangen wir zur bereits genannten Ballo-Polke. Die Polke ist verhältnismäßig lang und für das Durchqueren brauchen wir etwa eine Stunde. Die Polke ist die meiste Zeit sehr exponiert, weshalb beim gesamten Durchqueren Konzentration erforderlich ist. Auf der Polke gibt es auch einige kurze anspruchsvollere Stellen, wo ein wenig geklettert werden muss. Der schwierigste Teil befindet sich im letzten Abschnitt der Polke, wo wir einen sehr engen Durchgang namens Passo del Gatto (Katzenpass) überqueren müssen. Üblicherweise ist dort ein Seil angebracht, das das Überqueren etwas erleichtert.
Die Polke endet dann bald und führt uns in die Kar zwischen den Gipfeln Spalla Sud und Spalla Est. Am Ende der Polke gehen wir scharf rechts und nach kürzerem Aufstieg gelangen wir auf den Schutt. Weiter steigen wir dann längere Zeit über Schutt auf, die ganze Zeit begleitet von wunderbaren Ausblicken auf die Wände der bereits genannten Spalla Sud und Spalla Est. Höher wird der Weg steiler und steigt über felsigen Hang durch einige Polken. Hier sind an einigen Stellen etwas ganz leichtes Klettern nötig. Solch ein Weg führt uns dann auf ebenere Hänge, von denen sich der Blick zum Gipfel Monte Pelmo öffnet. Hier biegt der Weg links nach Westen ab und steigt dann zum Grat zwischen den Gipfeln Spalla Sud und Monte Pelmo auf. Auf diesem Teil kann es auf dem Weg auch einige Schneefelder geben, die jedoch verhältnismäßig flach sind und keine Probleme verursachen. In nicht allzu ferner Vergangenheit gab es hier auch einen Gletscher.
Wenn wir den Grat erreichen, der auf der Westseite abfällt, öffnet sich uns der Blick auf Monte Civetta sowie auf den nahen Pelmetto. Wir gehen rechts weiter über den Grat und der Weg wird wieder einen Tick anspruchsvoller. An einigen Stellen ist leichtes Klettern nötig, gelegentlich ist der Grat auch etwas exponiert. Im letzten Teil biegt der Grat nach rechts und es folgt nur noch ein kurzer Aufstieg zum sehr aussichtsreichen Gipfel.

Entlang der Route: Passo di Rutorto (1931m), Rifugio Venezia (1946m)
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Diskussion zur Tour Passo Staulanza - Monte Pelmo
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| VanSims7. 09. 2020 |
Der kürzeste Aufstieg zum Rifugio Venezia führt von der Malga Ciauta. Wir fahren nach Vodo di Cadore und folgen von dort den Schildern zum Rifugio Venezia, parken auf dem Parkplatz auf der Alm, mit dem Antelao direkt vor der Nase über das Tal hinweg  Ich, als eher moderater Typ, habe zum Rifugio Venezia gut eine Stunde gebraucht. Die Ballova polica ist natürlich nichts für Schwindelfreie, ansonsten (außer dem Anstieg dazu) ist kein übertriebenes Klettern nötig, sondern nur Erfahrung mit exponierten Wegen und 'geordnete' Verhältnisse im Kopf. Ich würde sie vielleicht mit Teilen des Weges von Mira Debelakova auf den Kanjavčev polica vergleichen. Wer das geschafft hat, meistert auch die Ballova polica) da sie mir (außer dem 'Mačji prehod') fast leichter vorkam. Direkt unter dem Gipfel muss man eine kurze (1-2 m) II-Graupassage erklettern, die bei richtigem Anlauf (etwas nach rechts) keine Probleme macht, bergab jedoch durch die Nähe zum Abgrund etwas psychisch anspruchsvoll ist. 
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