Passo Tre Croci - Cima di Mezzo (Via ferrata Marino Bianchi)
Ausgangspunkt: Passo Tre Croci (1805 m)
| Breite/Länge: | 46,5568°N 12,202°E |
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Wegname: Via ferrata Marino Bianchi
Gehzeit: 4 h 15 min
Schwierigkeit: extrem schwierig markiert Weg
Klettersteig: C/D
Höhenunterschied: 1349 m
Höhenunterschied entlang der Route: 1400 m
Karte: Tabacco 03 1:25.000
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Helm, Klettersteigset
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Helm, Klettersteigset, Eispickel, Steigeisen
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Anzahl der Kommentare: 16
Zugang zum Ausgangspunkt:
Über Rateče oder Predel zum Grenzübergang nach Tarvisio und dann auf der Autobahn in Richtung Udine bis zur Ausfahrt Tolmezzo. Von Tolmezzo folgen wir der Straße Richtung Dorf Ampezzo und Bergpass Passo della Mauria. Die Straße führt dann bergab zu einer Kreuzung, wo wir rechts nach Auronzo abbiegen. Weiter folgen wir den Schildern zum Bergpass Tre Croci.
Beschreibung der Route:
Vom Pass Tre Croci biegen wir rechts in eine schmale anfangs asphaltierte Straße ein (Weg Nr. 203). Am Straßenbeginn weisen Schilder auf die genannte Straße hin. Der Asphalt endet rasch, wir passieren eine Schranke und steigen auf der für den Verkehr gesperrten Schotterstraße auf. Die durch den Wald führende Straße erreicht bald eine Wegkreuzung, rechts zweigt der Weg zur Scharte Forcella del Cristallo ab, wir bleiben auf der Waldstraße. Beim Ausstieg aus dem Wald mündet links der Weg vom Parkplatz beim Skigebiet Monte Cristallo ein. Weiter geht es eine Weile auf der Straße bergan, dann weisen Schilder rechts auf einen Wanderweg.
Der Weg steigt nun etwas steiler an und bieten sich zunehmend schöne Ausblicke auf die umstehenden Gipfel. Er quert weiterhin aufsteigend die Hänge nordwestwärts meist bei spärlichem Latschengewuchs. Höher führt er zum Sattel Sonforcia, wo wir wieder auf die Schotterstraße treffen.
Auf dem Sattel gehen wir rechts weiter auf der Straße bis zur Hütte Son Forca.
Von der Hütte geht es zur Kabinenbahn. Schilder an der Talstation weisen auf die Piste unter der Bahn. Der Weg folgt dieser Piste stetig steil ansteigend. Im Schlussabschnitt führt er über steiles Schrofengelände zur Bergstation. Von dort ist es nur noch ein Spaziergang zur Hütte.
Von der Hütte folgt der gesicherte Weg Via ferrata Marino Bianchi entlang des Grats südostwärts. Zuerst leichter Anstieg am Grat, dann kurzer Abstieg zur Scharte. Danach steileres Gelände mit Stahlseil. Es folgt eine Leiter, bald erreicht man eine Wegkreuzung.
Links geht es auf dem anspruchsvolleren Gratweg weiter, rechts der einfachere Abstiegsweg. Vom Abzweig zuerst senkrechte Leiter, dann mehrmals sehr steil mit Stahlseil gesichert am Grat. Zum Schluss flacht es etwas ab und führt über den Aussichtsgrat zum Gipfel.
Abstieg über den Weg an der Südseite des Grats.

Entlang der Route: Passo Sonforcia (2110m), Rifugio Son Forca (2215m), Rifugio Guido Lorenzi (3000m)
Fotos:
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Diskussion zur Tour Passo Tre Croci - Cima di Mezzo (Via ferrata Marino Bianchi)
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| namor22. 05. 2012 |
Wie weit ist es von der oberen Seilbahnstation zum Gipfel. Danke. Lp 
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| jedriličar2. 05. 2012 |
Ich habe diese Via ferrata vor 2 Jahren gemacht. Am einfachsten ist es, mit 2 Bahnen zum Rif. Lorenzi hochzufahren (Sessel lift und eine uralte Gondel, Karte ca. 15 EUR) und dann vom Rif. Lorenzi zur Via ferrata, die ca. 1-1,5 Std. zum Gipfel dauert: Die Via ferrata ist nicht besonders anspruchsvoll, hervorragend gesichert, einziges Problem ist der Rückweg auf demselben Weg. An dem Tag haben wir auch die Ivano Dibona Via ferrata gemacht (von Hütte Lorenzi auf die andere Seite), das sind zusätzliche ca. 6-8 Stunden Gehens. Ansonsten ist die Marino Bianchi Via ferrata schön und nicht übermäßig anspruchsvoll, sogar für weniger erfahrene und nicht sehr gut vorbereitete Bergsteiger. Rate und empfehle sie unbedingt.
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| namor23. 05. 2012 |
Danke für die schnelle Antwort. Mich interessiert auch, wohin die Ivano Dibona Ferrata führt. Lp 
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| jedriličar3. 05. 2012 |
Fer. Dibona hat mehrere Varianten, wir haben eine Variante gemacht, um zum Ausgangspunkt zurückzukehren (Rio Gere), die uns ca. 8 Stunden Marsch gekostet hat. Sonst endet die Originalvariante beim Rif. Ospitale (das liegt an der Straße Cortina - Dobiacco, ca. 10 km von Cortina, da braucht man Transport zurück). Es gibt noch eine kurze Variante: nach der Brücke und den Stufen direkt nach der oberen Seilbahnstation, und nach dem Überqueren des Gipfelgrats, absteigen in eine Forcella (Schlucht), die fast parallel zur Schlucht unter der Seilbahn verläuft. Man muss gut aufpassen, es gibt ein Schild, aber der Pfad ist unmarkiert, dort spart man am meisten, denn die Fer. Dibona selbst ist ziemlich uninteressant, im Grunde normale Wanderung. Am besten irgendwo die Tabacco-Karte Nr. 03 besorgen, dann reicht der Blick auf die Karte. Jedenfalls nicht die Kombination wie wir machen: am selben Tag Fer. Marino Bianchi und Ivano Dibona, das sind ca. 12 Stunden Marsch, und wir sind sogar mit der ersten Bahn hochgefahren.
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| namor23. 05. 2012 |
Danke für die Antwort. Ich besorge mir eine Karte und hole noch ein paar Informationen ein, damit nichts schiefgeht. Lp
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| Slakuter17. 08. 2016 |
Die Gondel zum Staunies-Sattel fährt nicht mehr, daher ist der einfache Zugang zur Via Ferrata nicht mehr möglich. Man muss über Schutt laufen (2h hoch, 30min runter).
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| mirank17. 08. 2016 |
Ha, wenn die Italiener ein Museum wie wir haben, würde diese Seilbahn definitiv dorthin gehören. Und die Vierersesselbahn Rio Gere-Som Forca, die fährt noch? Sonst lohnt es sich wahrscheinlich zu Fuß vom Sattel.
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| felix7. 07. 2019 |
Ist obige Info Seilbahn zu Staunies-Sattel fährt nicht korrekt, oder temporär außer Betrieb?
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| mirank7. 07. 2019 |
Soweit ich weiß, ist die Lorenzi-Hütte am Staunies-Sattel wegen der Stilllegung jener prähistorischen Eierseilbahn geschlossen. Die Sesselbahn bis zur Som-Forca-Hütte verkehrt jedoch, und das war's; von dort zum Sattel ist es immer noch ein hübscher Wegabschnitt. In dieser Lage, da wir über den Tre-Croci-Pass zum Ausgangspunkt kommen, ist es am besten direkt von dort zu Fuß.
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| felix7. 07. 2019 |
Danke für die Antworten und lp!
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| felix16. 11. 2020 |
Die Hüttenwirtin auf Hütte Son Forca hat letztes Jahr gesagt, dass sie die Seilbahn zum Sattel renovieren wollen. Weiß vielleicht jemand, ob daran etwas gearbeitet wurde? LP
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| mirank16. 11. 2020 |
Ich habe gesehen, dass im März eine Präsentation eines Konzeptprojekts im Wert von ca. 9 Millionen Euro stattfand. Eine einzige Kabine mit 80 Personen Kapazität ist vorgesehen. Es steht nichts, ob etwas wirklich passiert ist, ich nehme aber an, dass diese Zeiten die schnellere Umsetzung sicher nicht gefördert haben
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| Trobec21. 07. 2021 07:36:29 |
Falls jemand bald plant zu gehen - der Abstiegspfad ist noch teilweise schneebedeckt. Insgesamt gut 10m, aber Neigung 45+, darunter Abgrund. Also ohne Winterausrüstung (und selbst das mit viel Vorsicht wegen rutschigem südlichem Schnee) Abstieg über den Aufstiegspfad.
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| pohodnik33314. 09. 2023 22:22:18 |
Im Gegensatz zu manchen Klettersteigen in den Dolomiten ist dieser moderater, kein Marathon in Bezug auf Länge. Ganz kurz ist er auch nicht. Ein anspruchsvollerer Teil kurz vor dem Gipfel kann am Fels umgangen werden (ausgetreten, teilweise exponiert, nicht markiert).
Im Jahr 2023 ist die Hütte immer geschlossen und verfällt, schade. Die Aussicht ist herrlich.
Lp,
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