Piano Fiscalino / Fischleinboden - Bivacco de Toni (Via ferrata Severino Casara)
Ausgangspunkt: Piano Fiscalino / Fischleinboden (1454 m)
| Breite/Länge: | 46,6668°N 12,3536°E |
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Wegname: Via ferrata Severino Casara
Gehzeit: 6 h 20 min
Schwierigkeit: sehr schwierig markiert Weg
Klettersteig: B/C
Höhenunterschied: 1124 m
Höhenunterschied entlang der Route: 1460 m
Karte: Tabacco 10 1:25.000
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Helm, Klettersteigset
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Helm, Klettersteigset, Eispickel, Steigeisen
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Zugang zum Ausgangspunkt:
Von Ljubljana durch den Karawankentunnel nach Spittal. Weiter Richtung Lienz, wo am Kreisverkehr wir in Richtung Sillian und Italien weiterfahren. Auf italienischer Seite der Grenze kommen wir schnell nach San Candido, wo wir links Richtung Touristenort Sesto / Sexten abbiegen. Kurz hinter Sesto erreichen wir San Giuseppe / Moso, wo Schilder für Val Fiscalina / Fischleintal rechts abbiegen lassen. Wir folgen der ansteigenden Straße bis zum großen gebührenpflichtigen Parkplatz (3€ für Parken länger als 6 Stunden, sonst 0,5€ pro Stunde – August 2015).
Beschreibung der Route:
Vom Parkplatz gehen wir einige Dutzend Meter auf der Hauptstraße weiter und kurz vor dem Hotel Dolomitenhof biegen wir rechts in eine schmale Straße ein, die für den Verkehr gesperrt ist. Zuerst noch asphaltiert, wird die Straße bald zum Schotterweg. Vom Weg biegen wir später links auf einen breiten Wanderweg ab, der durch ein landschaftlich schönes Tal weiterführt. Auf dem flachen Weg erreichen wir bald die Hütte Talschlusshütte / Rifugio Fondo Valle.
Bei der Hütte gehen wir rechts weiter den Markierungen »Rif. Tre Cime« und »Rif. Comici« folgend. Nach wenigen Minuten Marsch auf einem breiten Pfad kommen wir wieder zu einer markierten Gabelung. An der Gabelung mit herrlichem Blick auf die Nordwand des Einserkofel / Cima Una (2698 m) gehen wir links auf Weg 103, wohin die Schilder zur Hütte Rifugio Comici / Zsigmondy Hütte weisen, rechts führt der Weg zur Hütte Rifugio Locatelli / Drei Zinnen Hütte.
Weiter biegt der Pfad links ab und verläuft auf leichtem Gelände meist durch Latschen zur Tal Val Fiscalina Alta. Der Pfad beginnt dann im Zickzack anzusteigen und bringt uns auf die Hänge östlich der Cima Una. Hier führt der Pfad hoch über dem Tal unter steilen Wänden und verläuft stets südwärts. Zuerst quert der Pfad mehrmals einen Hang mit spärlichem Wald, dann bringt er uns auf noch steilere Hänge. Da der Pfad breit ist, bereitet der Anstieg keine Probleme. Im Winter bei Schnee ist der Pfad rutschgefährlich. Im letzten Abschnitt zum Rifugio öffnet sich ein schöner Blick auf die Abstürze der Collerena 2607 m, dann biegt der Pfad leicht rechts ab und es folgt nur noch der letzte Anstieg zur Hütte Comici.
Bei der Hütte gehen wir links weiter auf Weg Nr. 103 den Markierungen »Carducci Hütte« folgend. Zuerst steigen wir leicht auf grasigem Gelände zum Schuttfeld unter den Graten der Croda dei Toni (Zwolferkofel) ab. Am Schuttfeld biegt der Pfad links ab und wir erreichen bald eine Gabelung.
Steil rechts hoch führt der Pfad zur Scharte Forcella Croda dei Toni (Zwolferscharte), wir fahren südostwärts weiter und beginnen den Anstieg zur Scharte Forcella Giralba. Wir steigen weiter quer über Schuttfelder unter den mächtigen Wänden der Croda dei Toni auf und der Pfad bringt uns zu einer Gabelung am See Lago Ghiacciato (Eissee).
Links führt der Pfad Strada degli Alpini (Alpinisteig), wir steigen weiter zur Scharte Forcella Giralba auf. Kurz vor der Scharte biegt links ein weiterer Pfad ab, der nach kurzem Queren zum Pfad stößt, der sich am See abgezweigt hat.
An der Scharte gehen wir auf die Südseite weiter und beginnen den Abstieg zur Hütte Rifugio Carducci, die wir schon sehen können. Zum Rifugio, von dem aus wir ständig einen grandiosen Blick auf die Grate der nahen Gipfel haben, geht es ständig bergab. Von der Scharte zur Hütte steigen wir etwa 130 Höhenmeter ab.
Zum Ausgangspunkt können wir den Aufstiegsweg zurückgehen oder eine Rundwanderung um den Gipfel Croda dei Toni (Zwolferkofel) fortsetzen. Dieser Pfad ist sehr anspruchsvoll und erfordert Helm und Klettersteigausrüstung.
Abstieg ist auch südwärts zum Ort Giralba möglich. Dieser Pfad ist wegen einer Lawine (Juli 2015) ebenfalls anspruchsvoll und besonders bei Regen wird der Abstieg auf diesem Pfad abgeraten.
Von der Hütte gehen wir rechts auf Weg 107 zum Bivacco de Toni. Zuerst queren wir die Hänge südwestwärts und steigen leicht ab. Rechts sehen wir unter den Ostwänden des Zwölferkofels den See Lago Nero. Der Pfad steigt dann an und bringt uns auf die Südostseite des Berges. Hier wird der Pfad anspruchsvoller und quert meist im leichten Anstieg steile Hänge. Der Pfad ist nur selten mit Stahlseil gesichert, daher ist Vorsicht geboten. Es folgt ein kurzer etwas steilerer Anstieg und der Pfad bringt uns zur Scharte Forcella Maria.
An der Scharte gehen wir rechts weiter, wohin uns einige violette Markierungen weisen. Von hier wird der Pfad deutlich anspruchsvoller, daher rüsten wir an der Scharte mit Klettersteigausrüstung auf. Nach kurzem Queren am Seil bringt uns der Pfad zu einer Hängebrücke. Nach Überquerung der Brücke folgt ein sehr exponiertes Queren am Seil. Der Pfad wird dann allmählich weniger anspruchsvoll und bringt uns auf die Südseite des Punta Maria. Der Pfad ist hier etwas leichter, aber stellenweise ungesichert. Besonders beim Queren steilen Grashänge ist wieder mehr Vorsicht nötig. Wir queren weiter den Hang westwärts und steigen stellenweise leicht ab. Später bringt uns der Pfad wieder nahe an die Wand und steigt auf einem sehr bröckeligen Hang neben der Wand ab. Hier ist der Pfad gut mit Seil gesichert, sodass der Abstieg nicht zu anspruchsvoll ist. Weiter queren wir die Hänge westwärts, dann wird der Pfad wieder anspruchsvoller. Der Pfad biegt leicht rechts ab und führt uns auf einer sehr exponierten Bande über tiefer Schlucht. Auf der exponierten Bande folgt ein ziemlich niedriger Durchgang, bei dem wir uns etwas durchquetschen müssen. Der Boden kann hier auch etwas schlammig sein.
Der Pfad wird dann etwas breiter und quert weiter meist nordwestwärts über die Hänge. Es folgen einige kürzere steilere Anstiege, dann bringt uns der Pfad zu einer weiteren tiefen Schlucht, die wir über eine Brücke queren. Es folgt wieder ein Queren und der gesicherte Pfad endet bald.
Es folgt ein Anstieg über steiles Schuttfeld, wo der Pfad schlecht ausgetreten und oft stark zerstört ist und daher auch rutschgefährlich. Im letzten Teil wird das Schuttfeld etwas weniger steil und auf weniger anspruchsvollem Pfad erreichen wir bald den Bivacco de Toni, der an der Scharte Forcella de l'Agnel liegt.
Wir steigen auf die Nordseite der Scharte ab und nach kurzem Abstieg kommen wir zu einer Gabelung. Links abwärts zweigt der Pfad zur Tal Val Marzon ab, wir gehen auf dem rechten Pfad (107) weiter und queren Schuttfelder unter den Westwänden des Zwölferkofels. Der aussichtsreiche Pfad bringt uns dann zu einem Firnfeld, das meist ganzjährig besteht. Über das Firnfeld ist ein Seil gespannt, sodass die Querung nicht zu schwer ist. Vom Firnfeld folgt ein kurzer steiler Anstieg am Seil, dann wird der Pfad leichter. Der leichte Pfad bringt uns zu einer Gabelung an der Scharte Forcella Croda dei Toni (Zwölferscharte).
An der Scharte gehen wir rechts abwärts weiter und auf dem Pfad über steile Schuttfelder kehren wir zur Hütte Rifugio Comici zurück und von dort zum Ausgangspunkt.

Entlang der Route: Dolomitenhof (1454m), Rifugio Fondo Valle / Talschlußhütte (1548m), Rifugio Comici / Zsigmondy Hütte (2224m), Lago Ghiacciato / Eissee (2328m), Forcella Giralba (2431m), Rifugio Carducci (2297m), Forcella Maria (2408m)
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Diskussion zur Tour Piano Fiscalino / Fischleinboden - Bivacco de Toni (Via ferrata Severino Casara)
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| mirank5. 02. 2016 |
Ich sehe, dass beim Queren der grasigen Hänge (Bild 97,99) schon ein ausgetretener Pfad sichtbar ist. Offenbar nach der Wiedereröffnung ganz schön besucht. Ansonsten ist der Beginn des Schutts zum Bivacco de Toni am zappendsten; dort ist es wirklich eine Schlammgrube. In der Beschreibung hat mich nur die Zeit für die ganze Tour ein bisschen irritiert, da ich sie für etwas irreführend halte. Wir waren zwar nicht gerade schnell (wegen Unterschieden in der Gruppe), und haben die Tour um ca. eine Stunde durch Queren von Collerena zur Koča Bullele verlängert. Insgesamt mit allen Pausen 10h55. Ich denke, realistische Zeit für die ganze Route wie oben beschrieben ist nahe 8h.
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