Piano Fiscalino / Fischleinboden - Sextner Rotwand (Klettersteig Rotwandspitze)
Ausgangspunkt: Piano Fiscalino / Fischleinboden (1454 m)
| Breite/Länge: | 46,6668°N 12,3536°E |
| |
Wegname: Klettersteig Rotwandspitze
Gehzeit: 5 h
Schwierigkeit: sehr schwierig markiert Weg
Höhenunterschied: 1511 m
Höhenunterschied entlang der Route: 1550 m
Karte: Tabacco 10 1:25.000
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Helm, Klettersteigset
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Helm, Klettersteigset, Eispickel, Steigeisen
Aufrufe: 2.950
 | 4 Personen gefällt dieser Beitrag |
Zugang zum Ausgangspunkt:
Von Ljubljana durch den Karawankentunnel nach Spittal. Weiter Richtung Lienz, wo am Kreisverkehr in Richtung Sillian und Italien weiterfahren. Auf der italienischen Seite der Grenze kommen wir schnell nach San Candido, wo wir links in Richtung des Touristenorts Sesto / Sexten fahren. Kurz hinter Sesto erreichen wir San Giuseppe / Moss, wo Schilder für Val Fiscalina / Fischleintal rechts abbiegen lassen. Wir fahren weiter auf der ansteigenden Straße bis zum großen gebührenpflichtigen Parkplatz (3€ für Parken länger als 6 Stunden, sonst 0,5€ pro Stunde – August 2015).
Beschreibung der Route:
Vom Parkplatz gehen wir die Hauptstraße einige Dutzend Meter zurück, wo ein markierter Abzweig ist. Wir biegen rechts ab (nach Osten) auf den Schotterweg mit den Schilder »Prati di Croda Rossa« ein. Nach kurzem Anstieg zweigt rechts der Weg Strada degli Alpini ab, wir fahren weiter geradeaus auf dem Schotterweg. Der Weg verläuft hier am Bach und kreuzt ihn bald. Weiter steigen wir etwas steiler an und der Weg wird zum Pfad. Hier gehen wir linksseitig des Tales und beginnen bald im Zickzack anzusteigen. Gelegentlich öffnet sich ein schöner Blick zum Gipfel Punta dei Tre Scarperi, der Pfad führt auch vorbei an einem Kreuz und einigen Bänken. Der Wald ist hier relativ dünn und öffnet sich auch der Blick zur Rundseilbahn, die zur Hütte Rudihütte führt. Der Pfad biegt dann leicht links ab und bringt uns zu einem markierten Abzweig. Wir gehen rechts auf den steileren Pfad, links kommt man auch zur oberen Bahnstation.
Vom Abzweig gehen wir eine Weile neben der Bahn und steigen steil an. Wenn wir uns dem Skigebiet nähern, wird der Hang noch steiler. Hier steigen wir auf steilen Stufen bis zu den flacheren Hängen nahe der oberen Bahnstation.
Am Abzweig, wo rechts die Schotterstraße zur Hütte Rifugio Prati di Croda Rossa (Rotwandwiesenhütte) abzweigt, gehen wir geradeaus an der oberen Bahnstation vorbei. An den Aussichtswiesen erreichen wir bald die Hütte Rudihütte.
Von der Hütte gehen wir auf dem breiten Pfad den Markierungen »Via Ferrata Croda Rossa« (Weg Nr. 100) folgend weiter. Der Pfad senkt sich zuerst leicht und quert Wiesen, dann steigt er bald an. Rechts zweigt der Weg zum Freilichtmuseum ab, wir steigen noch eine Weile auf den Wiesen an. Der Pfad bringt uns dann zu einem markierten Abzweig, in der Nähe desselben gibt es auch viele Bänke und Tische.
Am Abzweig gehen wir entschieden rechts auf Weg Nr. 100 weiter, links führt Weg Nr. 15 zum Passo Montecroce. Von den Wiesen kommen wir in den Wald und nach kurzem etwas steilerem Anstieg zum Gratrücken. Wir gehen links weiter und der Wald weicht bald dem Latschengewächs. Der Pfad führt hier auch vorbei an einigen eingerichteten Aussichtspunkten mit tollem Blick auf die Gipfel westlich des Tales Val Fiscalina. Später bringt uns der Pfad auf etwas steilere Hänge rechts des Grats und nach kurzer Querung folgt der Anstieg auf steilen Stufen zu einem weiteren markierten Abzweig.
Geradeaus führt der Weg Strada degli Alpini, wir gehen links zur gesicherten Route Via Ferrata Croda Rossa. Vom Abzweig steigen wir eine Weile durch Latschen an, dann bringt uns der Pfad bald auf felsigeres Gelände. Wir gehen noch eine Weile am Grat entlang, dann senkt sich der Pfad leicht und bringt uns zum Einstieg in den gesicherten Teil.
Hier steigen wir zuerst steil eine lange Leiter hoch, dann steigen wir noch eine Weile am Stahlseil entlang. An einigen Stellen helfen uns wieder kurze Leitern. Der erste gesicherte Teil endet relativ schnell und wir kommen bald zum Abzweig.
Hier stößt von links der Weg von der Ostseite dazu, wir gehen leicht rechts und steigen im Schutt auf. Vom Schutt biegt der Pfad scharf links ab und wird wieder anspruchsvoller. Mehrmals steigen wir steil am Stahlseil hoch, dann lässt die Steilheit etwas nach. Weiter ist der Pfad etwas weniger steil, aber ungesichert, daher ist beim Aufstieg noch Vorsicht geboten. Der immer aussichtsreichere Pfad bringt uns dann auf ebenere Fläche unter dem Gipfel Wurzbach, wo noch viele Ruinen aus dem Ersten Weltkrieg sind.
Von hier folgen wir den Markierungen »Via Ferrata Croda Rossa« und queren wieder etwas steilere Hänge. Auf kurzem Stück hilft das Stahlseil, dann kommen wir zu einem unmarkierten Abzweig an der Scharte Forcella di Croda Rossa (Anderterscharte).
Hier zweigt rechts abwärts der Weg zur Sella Passo della Sentinella ab, diesen Weg kann man auch ins Tal absteigen. Wir gehen leicht links und steigen dann eine Weile auf weniger steilem Hang mit schönem Blick zum Gipfel Croda Rossa an. Später wird der Hang steiler und der Aufstieg wieder anspruchsvoller. Zuerst ist der Pfad noch ungesichert, dann folgen einige steile Aufstiege am Stahlseil. Im letzten Teil, wo wir schon das Kreuz auf dem Gipfel sehen, ist der Pfad wieder ungesichert, aber der Aufstieg bereitet keine größeren Probleme.
Etwas unter dem Gipfel stößt von rechts die gesicherte Route Via Ferrata Zandonela (südlicher Weg) dazu. Wir gehen links weiter und vorbei an einigen Militärgräben erreichen wir bald den Gipfel. Vom Gipfel führt nach Osten noch die Route Via Ferrata Zandonela am Ostgrat. Beide genannten Wege sind schwieriger als der beschriebene und für heutige Standards schlecht gesichert. Der Ostweg ist aus diesem Grund auch offiziell gesperrt (August 2015).
Abstieg möglich auf dem Aufstiegsweg. Von der Scharte Forcella di Croda Rossa (Anderterscharte) kann man auch zum Sattel Passo della Sentinella absteigen. In diesem Fall steigen wir vom genannten Sattel südwärts auf einem Weg ab, der nicht mit Markierungen versehen ist, aber gut genug sichtbar, um ihm problemlos zu folgen. Nach unkompliziertem Abstieg im Schutt kommen wir auf etwas steilere Hänge unter den Westwänden des Gipfels Croda Rossa. Auf diesem Teil kann auch im Sommer noch Schnee liegen. Wir queren den Hang im Schutt, dann folgt eine kurze Querung auf enger Bank, die uns zum gesicherten Weg zum Sattel Passo della Sentinella bringt.
Auf dem gesicherten Weg steigen wir dann zum Schutt ab, auf dem wir zum gut ausgetretenen Weg Nr. 124 absteigen.
Wir gehen rechts abwärts und kommen bald zu einem markierten Abzweig. Wenn wir zur Hütte Rudihütte bzw. zur oberen Bahnstation zurück wollen, gehen wir am Abzweig rechts leicht bergauf auf Weg Nr. 100 weiter. Sonst gehen wir links abwärts auf Weg 124 und folgen später immer den Schilden »Rifugio Piano Fiscalina«.

Entlang der Route: Rudihütte (1950m), Forcella di Croda Rossa (2696m)
Fotos:
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
58
59
60
61
62
63
64
65
66
67
68
69
70
71
72
73
74
75
76
77
78
79
80
81
82
83
84
85
86
87
88
89
90
91
92
93
94
95
96
97
98
99
100
101
102
103
104
105
106
107
108
109
110
111
112
113
114
115
116
117
118
119
120
121
122
123
124
125
126
127
128
129
130
131
132
133
134
135
136
137
138
139
140
141
142
143
144
Diskussion zur Tour Piano Fiscalino / Fischleinboden - Sextner Rotwand (Klettersteig Rotwandspitze)
|
| masker8. 08. 2020 |
Letzten Mittwoch, den 5. August 2020, bin ich diesen Weg hinaufgestiegen. Die Tour ist ziemlich lang und anstrengend; beim Aufstieg hatten wir ständig Gesellschaft, was bedeutet, dass der Berg ziemlich besucht ist. Der Weg ist gut gesichert und die Markierungen sind überall gut sichtbar. Da es am Vortag geregnet hatte, war die Luft genau richtig für ein solches Bergabenteuer. Vom Gipfel der Croda Rossa hat man einen sehr schönen Panoramablick auf die umliegenden Gipfel, unter denen die Tre Cime di Lavaredo besonders hervorstechen.
|
|
|
Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie sich anmelden:
Falls Sie noch keinen Benutzernamen haben, müssen Sie sich zuerst
registrieren.