Plockenpass - Frischenkofel (Ferata Senza Confini)
Ausgangspunkt: Plockenpass (1360 m)
| Breite/Länge: | 46,6027°N 12,9447°E |
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Wegname: Ferata Senza Confini
Gehzeit: 3 h 45 min
Schwierigkeit: extrem schwierig markiert Weg
Klettersteig: D
Höhenunterschied: 878 m
Höhenunterschied entlang der Route: 880 m
Karte: Tabacco 09
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Helm, Klettersteigset, Lampe
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Helm, Klettersteigset, Eispickel, Steigeisen, Lampe
Aufrufe: 13.229
 | 4 Personen gefällt dieser Beitrag |
Zugang zum Ausgangspunkt:
Von Ljubljana auf der Gorenjska-Autobahn, Ausfahrt Hrušica, Fortsetzung über den Grenzübergang Rateče nach Trbiž. Dort biegen wir auf die Autobahn ein, die wir bei der Ausfahrt Tolmezzo verlassen. Am Kreisverkehr wählen wir die zweite Ausfahrt und fahren in Richtung Passo di Monte Croce (Plöckenpass). Wir fahren vorbei an den Orten Arta Terme, Paluzza und Timau. Die Straße steigt von hier an steil an und im oberen Teil sorgen ihre Serpentinen für Dehnung der Arme und des Lenkrads. Wir fahren bis zur oberen Plattform des Passes, wo wir parken können. Für die gesamte Strecke von Ljubljana zum Parkplatz benötigen wir 2 Stunden und 30 Minuten.
Die Route durch das Gailtal ist 10 Minuten kürzer.
Beschreibung der Route:
Vom Parkplatz gehen wir in Richtung Österreich (Windkraftanlage) und am linken Rand der oberen Straße sehen wir gelbe Markierungen für den Weg bzw. die Ferrata "Senza Confini" mit Schild 427-5. Der Weg steigt auf der rechten Seite des Hügels sanft zum nächsten Abzweig an, wo wir die Variante "Sentiero Storico" wählen. Dieser führt durch einen Tunnel, gebaut für Versorgungszwecke im 1. Weltkrieg, und hier können wir mit eigenen Augen die Torheiten sehen, die sie begingen, um strategische Positionen zu halten. Der Tunnel ist hoch genug für normales Gehen, aber sehr steil und meistens ungesichert. Er überwindet 100 Höhenmeter auf ca. 200 m Länge und ist ohne Lampe nicht begehbar. Den Weg "Sentiero Storico" muss man einfach erleben, ich empfehle ihn wärmstens.
Nach dem Ausgang aus dem Tunnel folgt ein kurzer Anstieg zum Grat Schulter direkt unter unserem Ziel, wo die Markierungen uns wieder in unsere Richtung weisen. Wenn wir um den Grat zur Ferrata "Senza Confini" weitergehen, muss man aufpassen. Markierungen sind nicht immer gut sichtbar und man kann sich verlaufen. Unsere Richtung ist die Wand über uns, genauer die linke Seite mit schräger Rinne, zu der ein kleiner Schuttkegel führt. Hier fangen wir wieder die Markierungen auf. Vor dem Einstieg in die Ferrata ist ein Schild mit Hinweisen zur Route, Ausrüstung und Notrufen. (diese Nummern sollte man im Handy speichern, um im Unglücksfall keine Zeit mit Suchen zu verlieren). Wir rüsten uns mit Helm, Kletterhandschuhen und Sicherungsgerät aus.
Die Ferrata ist nicht einfach zu beschreiben. Sie ist extrem abwechslungsreich und jeder findet darin etwas für sich. Das anfängliche Gestein über dem Warnschild wärmt uns auf und lockert vor der ersten großen Herausforderung. Vor uns eine sehr steile, glatte Platte ohne erkennbares Ende. Sie ist mit Stiften ausgestattet, am einfachsten hat man das Stahlseil zwischen den Beinen und zieht sich mit Schritten über die Stifte hoch. Oben geht die Ferrata in ein meist gratartiges Traversieren über, das schwer zu beschreiben ist. Ständig wechseln Aufstiege, Passagen und Querungen. Schwierigkeit erreicht hier alle Stufen von A bis D.
Die Exponiertheit ist meist außergewöhnlich, da unter uns tiefe Ausblicke sind. Sicherungen sind gut, Fels exzellent. Wir kommen schnell voran und sehen bald den Gipfelblock mit Kreuz. Die Ferrata endet etwas darunter. Auf dem Weg zum Ziel können wir noch Reste von Militärstellungen betrachten. Oben können wir uns gratulieren.
ABSTIEG: Der einfachste Abstieg führt auf Weg 147 über die westlichen Hänge. Um den Anfang zu finden, kehren wir zuerst zum Abzweig im oberen Teil zurück, den wir beim Aufstieg trafen. Wir wählen den rechten Weg und setzen den Abstieg fort. An Abzweigen immer die Richtung bergab wählen. Nach dem Quertravers der felsigen Hänge wird der Weg zu einer guten Mulattiera, die schräg die grasigen Steilhänge quert. Aufpassen am Abzweig zum Grat Schulter und den Tunneln vor uns. Hier nicht hin. Unser Weg biegt kurz davor abwärts und schließt sich tiefer Weg 146 an. Durch das Tal zum Ausgangspunkt am Plöckenpass.

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Diskussion zur Tour Plockenpass - Frischenkofel (Ferata Senza Confini)
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| mikk31. 07. 2010 |
Wundervolle Beschreibung... Mich interessiert, wie viel Zeit ihr insgesamt gebraucht habt, hoch und runter mit Pausen?
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| bagi31. 07. 2010 |
Mikk. Insgesamt etwas weniger als 8 Stunden hauptsächlich wegen interessantem Weg, Fotografieren und Genuss der Ausblicke in Tiefe und Höhe Kann in ca. 7 Stunden gehen, aber auf so schönem Weg Geschwindigkeitsrekorde sinnlos. LP Bagi
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| bandy1. 07. 2012 |
Ich habe die genannte Via Ferrata begangen. Es ist zu erwähnen, dass eine neue VF am Einstieg gibt, die eine schöne Rundtour ermöglicht (neue VF hoch, Ferrata Senza Confini, Abstieg Weg 147 und dann Stollen zurück), viel einfacher (Stollen sehr rutschig, Abstieg leichter). Sehr empfohlen, aber konditionell anspruchsvoll. Bagis Beschreibung sehr gut, hat mir sehr geholfen 
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| mirank1. 07. 2012 |
Obigem: ~5std Tour nicht anspruchsvoll. Aufstieg rutschige Felsen Höhle/Galerie leichter als Abstieg - beides vor Monat geprüft. Nur meine Meinung, selbst urteilen; viel Erfolg.
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| borlepadrino30. 08. 2016 |
Ist die Ferrata Senza Confini schwieriger oder leichter im Vergleich zum Anfangsteil der Ferrata 26 zum Coglians???
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| don kihott1. 09. 2016 |
Weg der 26er ist die anspruchsvollste Via ferrata in den Karnischen Alpen...
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