Rifugio Gardeccia - Kesselkogel
Ausgangspunkt: Rifugio Gardeccia (1950 m)
| Breite/Länge: | 46,43832°N 11,69319°E |
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Gehzeit: 3 h 30 min
Schwierigkeit: sehr schwierig markiert Weg
Klettersteig: B
Höhenunterschied: 1054 m
Höhenunterschied entlang der Route: 1060 m
Karte: Tabacco 06 1:25.000
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Helm, Klettersteigset
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Helm, Klettersteigset, Eispickel, Steigeisen
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Zugang zum Ausgangspunkt:
Zufahrt von Gorenjska: Durch den Karawanken-Tunnel fahren wir nach Österreich, dann fahren wir weiter Richtung Spittal und weiter nach Lienz (kurz nach Spittal endet die Autobahn). Weiter fahren wir auf einer relativ schönen und breiten Straße durch das Drautal, das uns nach Italien bringt. Die Straße führt dann vorbei an Dobbiaco / Toblach und Brunico / Bruneck. Nur kurz nach der letzten genannten Stadt, vorbei an deren Umfahrung, biegen wir links in das Tal Val Badia ein. Weiter fahren wir durch das genannte Tal vorbei an La Villa und Corvara. Es folgt die Auffahrt über die Pässe Passo Campolongo und Passo Pordoi. Vom Passo Pordoi fahren wir dann auf der Westseite ins Tal Val di Fassa ab. Wir fahren bis zum Ort Pera di Fassa weiter, wo wir auf einem großen Parkplatz an der unteren Station der Sessellbahn »Pera Vajolet 1« parken.
Von hier gibt es einen organisierten Minibus-Transfer zur Hütte Rifugio Gardeccia. Der Preis für die Rückfahrkarte beträgt 10€ (Juli 2015). Der Minibus fährt ab 7:00 Uhr, die letzte Fahrt von der Hütte Gardeccia ist um 19:00 Uhr. Die Straße zur Hütte ist sonst für den öffentlichen Verkehr gesperrt.
Von der Primorska-Seite: Von Nova Gorica fahren wir nach Italien und weiter auf der Autobahn Richtung Venedig / Venezia. Bei Portogruaro verlassen wir die Autobahn Richtung Venedig und fahren rechts weiter auf der Autobahn Richtung Pordenone. Am nächsten Autobahndreieck bei Conegliano fahren wir rechts Richtung Belluno. Wir folgen der Autobahn bis zur Ausfahrt Belluno. Beim Verlassen der Autobahn gelangen wir zu einem großen Kreisverkehr, den wir an der Ausfahrt Richtung Belluno und Ort Feltre verlassen. Im kleineren Kreisverkehr in Belluno fahren wir dann rechts Richtung Agordo. Dieser Straße folgen wir bis zum Ort Moena ins Tal Val di Fassa. In Moena fahren wir dann rechts Richtung Canazei, jedoch nur bis Pera di Fassa, wo wir auf einem großen Parkplatz an der unteren Station der Sessellbahn »Pera Vajolet 1« parken.
Von hier gibt es einen organisierten Minibus-Transfer zur Hütte Rifugio Gardeccia. Der Preis für die Rückfahrkarte beträgt 10€ (Juli 2015). Der Minibus fährt ab 7:00 Uhr, die letzte Fahrt von der Hütte Gardeccia ist um 19:00 Uhr. Die Straße zur Hütte ist sonst für den öffentlichen Verkehr gesperrt.
Beschreibung der Route:
Vom Rifugio Gardeccia begeben wir uns auf die Schotterstraße zum Rifugio Vajolet. Die Straße führt uns zuerst am Rifugio Stella Alpina vorbei und bringt uns in einen dünnen Wald. Hier steigt die Straße etwas an, der dünne Wald endet schnell und es öffnet sich der Blick zum Rifugio Preuss, das gut sichtbar auf dem Gipfel der Wand liegt. Am genannten Rifugio befindet sich auch das Rifugio Vajolet. Die Panoramstraße wird dann für kurze Zeit ebener, biegt dann links unter die Hänge der Cima Catinaccio ab und beginnt etwas steiler anzusteigen. Die Straße steigt dann bis zum Rifugio Vajolet an, von wo aus ein sehr schöner Blick auf die Türme Torri del Vajolet besteht.
Kurz hinter dem Rifugio zweigt rechts der Sentiero Don Guido zum Gipfel Cima Scalieret ab, wir setzen den Weg auf dem relativ breiten Pfad zum Rifugio Passo Principe fort. Der Pfad bringt uns bald zu einem weiteren markierten Abzweig. Diesmal zweigt links bergauf der Pfad zu den Hütten Rifugio Re Alberto und Rifugio Passo Santner ab. Wir fahren weiter auf dem ziemlich ebenen Pfad 584 zum Rifugio Passo Principe fort. Der Pfad verläuft hier stets nach Norden durch das Tal Val di Vajolet und öffnet sich ein immer schönerer Ausblick zum höchsten Gipfel der Gruppe Catinaccio d'Antermoia (Kesselkogel). Am Ende des Tals wird der Hang etwas steiler, doch der Aufstieg ist nicht schwierig. Auf dem breiten Pfad erreichen wir bald die Hütte Passo Principe, die auf dem gleichnamigen Sattel auf der Westseite des Gipfels Catinaccio d'Antermoia liegt.
Von der Hütte folgen wir den Markierungen »585 Kesslkogel«. Der Pfad steigt von der Hütte mit dem Abzweig über den Schutt zur Westwand des Berges an. Auf dem Schutt ist der Pfad mit großen roten Pfeilen markiert. Beim Näherkommen an die Wand biegt der Pfad links ab und führt uns über die Bande, wo der Durchgang ziemlich niedrig ist. Der Pfad biegt dann rechts ab und steigt steil durch die Rinne an. Auf diesem Abschnitt ist der Pfad noch nicht gesichert, daher ist mehr Vorsicht erforderlich. Der Pfad bringt uns bald zum Beginn des gesicherten Teils. Hier steigen wir eine Weile leicht über die Bande auf der Südseite des Berges an. Dazwischen steigen wir leicht eine kurze Leiter ab. Der Pfad biegt dann links ab und steigt etwas steiler neben dem Stahlseil an. Höher bringt uns der Pfad auf die Westseite des Berges, wo wir den Hang über die Bande queren. Hier kann im frühen Sommer noch Schnee auf dem Pfad liegen. Die Bande mündet dann in eine Rinne, neben der wir eine Weile aufsteigen. Im weiteren Verlauf steigt der Pfad meist neben dem Stahlseil an, der Aufstieg ist nicht übermäßig anspruchsvoll und vergleichbar mit gesicherten Pfaden in den slowenischen Bergen. Im letzten Abschnitt bringt uns der Pfad auf den Grat, auf dem wir bald den Gipfel erreichen. Beim Gehen auf dem Grat ist mehr Vorsicht geboten, da der Grat im letzten Teil nicht gesichert ist.
Abstieg möglich auf dem Aufstiegsweg oder weiter auf dem gesicherten Pfad auf die Ostseite und dann über das Sattel Passo di Antermoia zurück zur Hütte Passo Principe.

Entlang der Route: Rifugio Stella Alpina (1960m), Rifugio Preuss (2243m), Rifugio Vajolet (2243m), Rifugio Passo Principe / Grasleitenpasshütte (2601m)
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Diskussion zur Tour Rifugio Gardeccia - Kesselkogel
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| Paglia6. 09. 2020 |
Super! Gestern haben wir den Aufstieg auf diesen schönen Berg im Herzen der Dolomiten gemacht. Freitagnachmittag sind wir von zu Hause aufgebrochen und in Pera di Fassa muss man auf der Hauptstraße noch ein Stück weiter fahren, vorbei an der rechts unten liegenden Seilbahnstation, bis man auf der linken Seite ein kleines Schild "via Gardeccia" bemerkt, und auf dieser Straße nach ein paar Kilometern am Ende des Weilers Muncion halten wir, wo wir am Straßenrand parken. Weiter zu Fuß auf der langwierigen asphaltieren Weg zur Hütte Gardeccia kommen wir schon im Dunkeln in der Hütte an. Die angenehme große Hütte bietet Doppelzimmer für 40 Eur pro Person mit reichhaltigem Frühstück (ohne Frühstück 36 Eur). Rabatt mit A-Mitgliedskarte leider nicht gültig Morgens nach dem Frühstück bei herrlichem Wetter gehen wir weiter vorbei an der Hütte Vajolet und höher gelangen wir zur letzten Hütte vor dem Gipfelaufstieg, Rifugio Passo Principe, die malerisch in den Felsen liegt. Obwohl wir Geschirre dabei hatten, denke ich, dass sie für etwas geübtere Bergsteiger nicht nötig sind, kommt auf den Einzelnen an, obwohl fast alle Einheimischen sie benutzen. Um euch den Aufstieg und Abstieg auf der anderen Seite besser vorzustellen, ist die Schwierigkeit vergleichbar mit unserem gesicherten Weg z.B. von der Češka koča zur Kočna. Also linker Weg zum Gipfel herrliche neu ausgestattete Klettersteigausrüstung, kurz vor dem Gipfel schmale Gratkante, oben einzigartige, wunderbare Ausblicke. Abstieg setzen wir weiter fort, vom Start noch ein kürzerer Abschnitt am Gipfelgrat, dann fällt der gesicherte Weg steil ab, dieser Teil ist stellenweise exponierter als der Aufstieg, aber die technische Schwierigkeit übersteigt nicht die des Aufstiegs. Als wir fast unten sind, biegt der Weg scharf rechts ab und leider müssen wir noch gute 20 Minuten über Schutt auf das Antermoia-Joch steigen, von da wieder absteigen zur Hütte Passo Principe. Von dort zurück vorbei an der Hütte Vajolet, wo wir eine weitere tolle Pause in einzigartiger Umgebung machen, hinunter nach Gardeccia und leider (kein anderer Weg) auf Asphalt zum Auto. Am ersten Tag haben wir gut eine Stunde Gehzeit gebraucht, am zweiten Tag mit Pausen gute 8 Stunden. Probiert es aus, es wird euch gefallen, in der Gegend gibt es viele Hütten, gestern waren alle noch für Übernachtung geöffnet, bis wann weiß ich nicht, Infos im Internet. Wenn wir nochmal gehen würden um den Marsch besser zu verteilen, würde ich lieber in der Vajolet-Hütte oder sogar in Passo Principe übernachten, wer Fragen hat, antworte gerne.
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| Borut129. 07. 2021 21:35:43 |
Der Minibus von der unteren Seilbahnstation (wie im Beschreibungszugang zum Ausgangspunkt geschrieben) fährt seit einigen Jahren nicht mehr. Stattdessen kann man eine Karte für die Seilbahn bis zur zweiten Station kaufen (Rückfahrkarte für Erwachsene kostet 13 Eur). Die letzte Abfahrt ins Tal ist um 18 Uhr. Von der zweiten Seilbahnstation zur Hütte Gardeccia sind es noch 40 Minuten Gehens auf einem breiten und sanften Weg.
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