Ruski križ - Križ (Rundweg durch das Königreich des Zlatorog)
Ausgangspunkt: Ruski križ (1036 m)
| Breite/Länge: | 46,4444°N 13,7746°E |
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Wegname: Rundweg durch das Königreich des Zlatorog
Gehzeit: 12 h
Schwierigkeit: sehr schwierig markiert Weg
Höhenunterschied: 1374 m
Höhenunterschied entlang der Route: 2766 m
Karte: Triglav 1:25.000
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Helm, Klettersteigset, Eispickel, Steigeisen, Lampe
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Helm, Klettersteigset, Eispickel, Steigeisen, Lampe
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Zugang zum Ausgangspunkt:
Zuerst fahren wir nach Kranjska Gora, dann setzen wir die Fahrt zum Vršič-Pass fort. Kurz vor der 3. Serpentine der Russischen oder Vršič-Straße bemerken wir rechts den Ruski križ und links einen kleinen Parkplatz, wo wir parken. Da der Parkplatz relativ klein ist und schnell voll wird, können wir auch etwas höher auf dem größeren Parkplatz kurz oberhalb der 4. Serpentine parken (in diesem Fall müssen wir etwas zum Ausgangspunkt beim Ruski križ absteigen).
Zum Ausgangspunkt können wir auch von der Primorska-Seite gelangen, nämlich über den Vršič-Pass.
Beschreibung der Route:
Vom Parkplatz setzen wir den Weg entlang der Straße fort, die uns nach wenigen Schritten zum Mihov dom auf dem Vršič führt.
Den Aufstieg setzen wir entlang der Serpentinstraße fort, wo wir wenige Schritte hinter der achten Kurve an eine kleine Wegkreuzung gelangen, von der links der Weg zur Ruska kapelica abzweigt. Nach kurzem Aufstieg über Treppen erreichen wir die genannte Kapelle, wir setzen aber hier leicht rechts weiter und treten nach wenigen Schritten wieder auf die Vršič-Straße. Den Aufstieg setzen wir entlang der Straße fort, von der etwas höher rechts ein markierter Weg zur Erjavčeva koča abzweigt.
Wir setzen rechts weiter, der Weg führt uns bereits nach wenigen weiteren Schritten zur nächsten Kreuzung, wo wir den linken Weg nehmen (rechts unmarkierter Weg zur Kumlehova glava und Visoki Mavrinc). Der schlecht markierte Weg quert etwas höher einen kleinen Bach, dann biegt er links ab, wo er sich dann eine ganze Weile durch den Wald aufwärts windet. Höher verlassen wir den Wald, und der Weg führt uns bald zur Vršiška bzw. Ruska Straße. Der genannten Straße bzw. Abkürzung folgen wir dann bis zur Erjavčeva koča auf dem Vršič, die wir nach wenigen Minuten weiteren Gehens erreichen. Hinter der Hütte begeben wir uns auf den Weg, der in den Wald führt, bald erblicken wir eine Rinne, die zum S-Fuß des Prisank führt. Entlang der Rinne steigen wir etwa 300 Meter ab, dann biegen wir rechts ab. Durch dichtes Gestrüpp und Bäume bahnen wir uns den Weg zum Ende des Grats, der uns zu einem Schuttkegel bringt, auf dem wir uns dann zur Hanzova pot am Prisank wenden. Dieser Weg führt uns dann zum Einstieg in den Kletterabschnitt des Weges, der sich in der Nähe eines kleinen Wasserfalls befindet.
Beim Einstieg in die Wand setzen wir leicht rechts weiter und beginnen mit Hilfe von Haken und Seilen den Aufstieg. Der Weg führt uns dann zu einem weiteren Wasserfall, den wir mit Hilfe von Haken queren. Es folgt ein etwas weniger anspruchsvolles Queren steiler Hänge nach Westen. Später biegt der Weg links ab und steigt an einigen Büschen vorbei aufwärts. Auf der rechten Seite öffnet sich hier ein schöner Blick auf einen etwas größeren Wasserfall, der über steile Wände fällt. Es folgt ein etwas steilerer Aufstieg auf meist ungesichertem Hang, dann biegt der Weg rechts in die Wand und steigt steil mit zahlreichen Haken und Seil aufwärts. Es folgt erneut ein Queren eines etwas exponierten Hanges. Der Weg führt vorbei an einer kleinen Marienstatue, die links in der Wand steht. Der Weg biegt dann leicht links ab und es folgt ein kurzer Abstieg mit Haken und Seil, der uns zum Schneefeld bringt. Das Schneefeld hält sich meist das ganze Jahr, für die Querung sind Pickel und Steigeisen unerlässlich. Auf der anderen Seite des Schneefeldes biegt der Weg dann leicht rechts ab und wird leichter. Wir steigen den grasigen Hang an einigen Lärchen vorbei auf, dann setzen wir nach Westen fort und queren über Bänke die Absturzgehänge. Der Hang wird dann wieder weniger steil und der Weg führt uns zu einer Kreuzung in 1800 m Höhe. Rechts führt der Weg zum Prednje okno, wir setzen links auf der Hanzova pot fort.
Nach kurzem leichten Aufstieg steigen wir dann mehrmals steil entlang des Seils mit Hilfe zahlreicher Haken auf. Der Weg führt uns dann auf ziemlich ebene Hänge auf der Südseite des Gipfels Hanzov Turn (2040 m). Hier ist meist noch ein weiteres Schneefeld, das aber viel weniger steil als das erste ist.
Wir setzen leicht rechts unter den steilen Wänden des Prisojnik fort und steigen dann eine etwas schuttige Rinne zum Sattel auf der Südseite des Gipfels Hudičev steber (2237 m) auf. Hier gibt es vor dem Einstieg in den sehr anspruchsvollen Teil des Weges auch ein Gipfelbuch.
Der Weg steigt im weiteren Verlauf fast senkrecht mit Hilfe von Seil und Haken auf, dann quert er über Bänke die Absturzgehänge nach Westen. Später biegt der Weg links ab und beginnt auf ziemlich steilen Nordhängen aufwärts zu steigen. Dieser Teil des Weges ist größtenteils ungesichert, daher ist noch mehr Vorsicht geboten. Der Weg biegt dann links ab und führt uns über einen weniger steilen Hang zur Nordostseite des Gipfels. Hier wird der Weg wieder sehr anspruchsvoll und steigt zuerst senkrecht über Trittleiter, dann noch über einen etwas exponierten Hang mit Seil und Haken auf. Von hier bleibt nur noch ein kurzer Aufstieg zum Gipfel des Prisojnik.
Die Hanzova pot zum Prisojnik ist der längste gesicherte Kletterweg in Slowenien und gehört auch technisch zu den anspruchsvollsten. Wegen der Schneefelder auf dem Weg ist auch im Sommer die Verwendung von Pickel und Steigeisen vorgeschrieben.
Vom Gipfel des Prisojnik steigen wir auf der markierten Jubilejna pot ab, die durch das letzte Fenster führt. Wir gehen auf einem sehr exponierten Weg, daher ist auch hier die Verwendung eines Klettersets und Helm ratsam (vor allem im Fenster!). Wir verlassen den Weg kurz nach dem Sattel zwischen Prisank und Razor (1995 m ü. M.). Der Weg quert weiter die Hänge unter dem Razor und führt uns bald zum Einstieg in den technisch anspruchsvolleren Teil des Weges. Mit Hilfe der Sicherungen steigen wir eine kurze Wand auf, die keine größeren Schwierigkeiten darstellt. Der Weg richtet sich dann nach Süden zur Utrujeni stolp. Bald sind wir am Planja-Sattel, wo der Weg vom Pogačnikov dom einmündet. Hier gehen wir links (rechts Planja) und setzen den Aufstieg auf einem Weg fort, der schön durch natürliche Durchgänge geführt ist (stellenweise leicht exponiert). Höher erblicken wir eine Höhle, in der Schnee und Eis fast das ganze Jahr über verbleiben. Der Weg dreht sich dann langsam links und bald gehen wir auf einer exponierten Bank. Der Weg dreht sich dann rechts auf die andere Seite des Grats. Es bleiben nur noch wenige Schritte leichter Kletterei und wir sind auf dem Gipfel.
Vom Razor steigen wir zu den Kriške pode ab, wir können vom Weg für fünf Minuten abbiegen und uns im Pogačnikov dom auf den Kriških podih (2050 m ü. M.) stärken oder weiter zum Križ (2410 m ü. M.) fortsetzen.
Vom Pogačnikov dom setzen wir in Richtung Razor und Križ auf einem Weg fort, der leicht absteigt und uns in wenigen Schritten zur nächsten Kreuzung bringt, wo wir rechts gehen (links Razor). Weiter steigen wir zunächst auf einem sanften, dann etwas steileren Weg auf, der uns durch die Karstlandschaft der Kriških podov führt. Etwas höher zweigt rechts (bzw. geradeaus) der Weg zum Zgornje Kriško jezero ab, wir setzen geradeaus (bzw. links) auf dem Weg fort, der höher die steilen Hänge des Kriški rob quert. Wenn uns der Weg am Ende des Querens des Kriški rob zum Grat bringt, schweift unser Blick zur 2382 m hohen Šplevta (Berg in Form eines Indianers). Weiter steigt der Weg steil durch zerklüftetes Gestein auf (Gefahr des Ausrutschens) und führt uns höher zur Bovška vratica. Wir setzen rechts zum Gipfel des Križ fort (geradeaus Škrlatica, Dolkova špica, Krnica und Biwak auf Rušje), bis zu dem nur noch 10 Minuten Gehens bleiben. Der Weg steigt zunächst flach auf dem immer schmaler werdenden Grat auf, dann mit Hilfe des Seils steil über eine leicht exponierte Felsplatte, hinter der wir zu einem interessanten Durchgang durch einen natürlichen Rinnenspalte gelangen. Mit etwas Geschick klettern wir durch die enge Spalte zum aussichtsreichen Križ.
Vom Križ steigen wir zum Gipfel der Kriška stena (2289 m ü. M.) ab und auf dem gesicherten Bergweg zur Krnica. Von der Krnica bleibt nur noch ein gemütlicher Spaziergang zurück zur 3. Serpentine. Damit ist unser Rundgang geschlossen.
Auf diesem Weg haben wir etwa 2800 Höhenmeter gemacht. Wegen des Schneefeldes ist es ratsam, den Weg spät im Sommer zu gehen. Er wird von euch maximale körperliche Fitness (Ausdauer), mentale Stärke und eine funktionierende Kamera verlangen. Für viele ist das an einem Tag unmöglich. (Möglichkeit zum Übernachten auf den Kriških podih) Für alle, die sich dieses Rundwegs annehmen, warten unermessliche Schönheit der Julijci, die dunkle S-Wand des Prisank sowie Weiden und die Karstlandschaft der Kriških podov. Für diejenigen, die wirklich das Maximum wollen, können sie die Tour zum nahen Stenar (2501 m ü. M.) verlängern, eine Stunde vom Križ.
Gehzeit: 3. Serpentine der Straße-Prisank (Hanzova) 5 Stunden, Prisank-Planja-Sattel 2 Stunden, Planja-Razor 1 Stunde, Razor-Kriški podi 45 Minuten, Kriški podi-Križ 1,5 Stunden, Križ-Gipfel Kriška stena 10 Minuten, Stena-Krnica 1,5 Stunden, Krnica-Startpunkt 30 Minuten.
Die Zeiten dienen nur zu Informationszwecken und schließen Pausen unterwegs nicht ein, die sicherlich eintreten werden.

Entlang der Route: Mihov dom na Vršiču (1085m), Ruska kapelica (1130m), Erjavčeva koča na Vršiču (1525m), Prisank / Prisojnik (2547m), Zadnje okno (2200m), Sedlo Planja (2349m), Razor (2601m), Sedlo Planja (2349m), Pogačnikov dom na Kriških podih (2050m), Bovška vratica (2375m), Križ (2410m), Bovška vratica (2375m), Vrh Kriške stene (2289m), Koča v Krnici (1113m)
Die Tour kann zu folgenden Zielen verlängert werden:
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Diskussion zur Tour Ruski križ - Križ (Rundweg durch das Königreich des Zlatorog)
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| Hribolaznik6. 07. 2015 |
Dieses Wochenende haben wir diesen wundervollen Weg gemacht, danke dem Autor für den Vorschlag. Ich möchte auf Zeit-Ingenauigkeiten im Beschrieb hinweisen. Hanzov Weg von Koča na gozdu zum Prisank-Gipfel ist 5 Stunden lang, was logisch bedeutet von Ruski križ zum Gipfel mehr als 5 Stunden. Der Autor gibt vom Prisank-Gipfel zum Planja-Sattel 2 Stunden an. Ach wo. 2 Stunden zum Zadnje okno (technisch anspruchsvoll), dann noch 2 Stunden 30 Min. zum Sattel. Da der letzte Teil von Fitten auch durchgelaufen werden kann, würde ich hier Prisank - Planja-Sattel 4 bis 5 Stunden angeben. Vom Sattel zum Razor-Gipfel 1 Stunde Gehzeit, zum Pogačnikov dom 45 Min. Zusammengefasst ist der Weg von Ruski križ zum Pogačnikov dom ca. 10 Stunden 45 Min. (ohne Pausen und ohne Aufstieg zum Razor). Und am Ende noch eine Kleinigkeit, Gipfel Kriška stena - Koča v Krnici 2 Stunden 45 Min. Außergewöhnlicher Weg, nochmals danke, lp.
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| janezs7331. 08. 2015 |
Mit meiner Frau haben wir Ende letzter Woche diesen Rundweg gemacht, nicht an einem Tag, sondern an einem Tag und a half, aber egal... ich wollte, dass sie die Schönheiten der Jubilejna genießt, wo sie zum ersten Mal war... auf der Hanzova waren wir schon mehrmals - in diesem Jahr ist die Hanzova völlig schneefrei - im Hudicev Zleb ist es richtig unheimlich, den buntfarbenen Schutt anzuschauen, wo mehrere Meter Schneemantel sein sollten... vielleicht nur eine Warnung für die, die die Kriške Stene bergab angehen (das ist mir entfallen): Der Großteil des Weges über die Kriške Stene ist nicht mit Drahtseilen gesichert, wo man sich selbst sichern könnte (z.B. mit SVK), auch die Markierungen sind stellenweise bergab schwerer zu folgen, daher muss man voll konzentriert sein. Zwei Übergänge im mittleren Teil sind über kiesigen steilen Platten, ziemlich exponiert, ohne Sicherungsseil; für jemanden, der an solch einen Abstieg nicht gewöhnt ist, kann das gefährlich sein.. man muss nur den Schritt verlangsamen, dann geht's; es gibt sonst gute Griffe, aber die Psyche kann bei manchen ihr Spiel treiben PD Kranjska Gora könnte darüber nachdenken, hier zwei Seile hinzuzufügen, wodurch der Weg viel sicherer wäre
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| janezs7331. 08. 2015 |
danke! es waren zwei fantastische Tage und eine verrückt schöne Nacht (füge ein Bild bei), aber meine Gedanken zwischen diesen Gipfeln schweifen immer zum Grat jenseits der Skrlatica (VO-VR-Skrlatica).. eines Tages komme ich auch dorthin, wo ihr zu Hause seid
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| janezs7331. 08. 2015 |
bin vergessen, dass man Bilder nur zu Bedingungen anhängen kann (habe sie unter Stenar, Križ gepackt).. Jus, das mit der Nacht ist Bild 10
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| qunc18. 09. 2023 09:43:22 |
Wir haben diesen Weg gemacht, allerdings in umgekehrter Richtung (mit Übernachtung im Pogačnikov dom). Am Ende haben wir den letzten Teil des Aufstiegs auf Prisank ausgelassen und sind vom letzten Fenster über die Kajzljeva škrbina zurück zum Vršič. Erster Tag, vom Ruski križ zum Pogačnikov dom: 4,5h, zweiter Tag von der Hütte am Razor, durch das letzte Fenster entlang des Jubiläumspfads am Prisank vorbei zum Vršič: 9h. Also ja, insgesamt wie oben beschrieben ca. 14h normales Gehen ohne Pausen.
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