Ruski križ - Velika Martuljška Ponca
Ausgangspunkt: Ruski križ (1036 m)
| Breite/Länge: | 46,4444°N 13,7746°E |
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Gehzeit: 6 h
Schwierigkeit: sehr schwierig unwegsames Gelände
Höhenunterschied: 1566 m
Höhenunterschied entlang der Route: 1725 m
Karte: TNP 1:50.000
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Helm, Eispickel, Steigeisen
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Helm, Eispickel, Steigeisen
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Anzahl der Kommentare: 11
Zugang zum Ausgangspunkt:
Zuerst fahren wir nach Kranjska Gora, dann setzen wir die Fahrt in Richtung Vršič-Pass fort. Kurz vor der 3. Serpentine der Russischen bzw. Vršič-Straße werden wir auf der rechten Seite den Ruski križ bemerken, auf der linken Seite einen kleineren Parkplatz, wo wir parken. Da der Parkplatz relativ klein ist und sich schnell füllt, können wir auch etwas höher auf dem größeren Parkplatz wenig oberhalb der 4. Serpentine parken (in diesem Fall müssen wir uns etwas zum Ausgangspunkt beim Ruski križ hinunterbegeben).
Zum Ausgangspunkt können wir auch von der Küstenseite aus gelangen, nämlich über den Vršič-Pass.
Beschreibung der Route:
Kurz vor der 3. Kehre der Russischen Straße werden wir an der Straße die Bergmarkierungen für die Koča v Krnici bemerken, die uns leicht nach links auf einen breiten Karrenweg leiten, der sofort mäßig zu fallen beginnt. Nach einigen Minuten des Abstiegs durch den Wald ebnet sich der Weg ein und führt uns zum Bett des Suha Pišnica. Kurz nachdem wir den genannten Bach überquert haben, biegt der Weg leicht nach links ab und führt uns aus dem Wald auf die weiten grasbewachsenen Hänge der Planina v Klinu, wo wir rechts eine einsame Hütte bemerken und links einen kleineren Gedenkpark Mali Tamar. Der weitere Weg verläuft vollkommen eben, dann schließt er sich an die Forststraße an, die vom ehemaligen Hotel Erika oder der Brücke über die Velika Pišnica kommt. Hier gehen wir rechts weiter und folgen der relativ steilen Forststraße bis zur Koča v Krnici, die wir nach etwa 20 Minuten weiterer Gehzeit erreichen.
Von der Hütte brechen wir in Richtung Špik nach links auf. Schon nach wenigen Minuten erreichen wir eine Wildbachrinne, entlang derer wir dann aufsteigen. Der markierte Weg zum Špik überquert nach einer guten Stunde Gehzeit von der Koča v Krnici die genannte Rinne und steigt dann auf ihrer linken Seite an. Wenn sich der markierte Weg zum Špik von der Rinne entfernt, werden wir einen weniger ausgetretenen Steig bemerken, der entlang des Fußes der Schutthalden mäßig aufwärts entlang der Rinne ansteigt. Der Weg, der entlang der Rinne aufsteigt, ist voller Geröll und wegen häufiger Unwetter voller instabiler Felsen. Der teilweise schlechter sichtbare Weg führt uns weiter durch eine etwas engere Rinne, die sich höher in zwei Teile teilt. Wir setzen den Weg entlang und neben der rechten Rinne fort, die uns etwas höher auf die ausgedehnten Schutthalden unter der Nordwand der Škrlatica bringt. Zunächst der noch recht gut sichtbare Steig quert die genannten Schutthalden leicht nach links und quert sie größtenteils an ihrem Fuß (Queranstieg nach Norden). Weiter vorne bemerken wir bald auf einer kleinen Erhebung unter einem unauffälligen Gipfel den Biwak in der Velika Dnina. Bei Nebel und wenn wir den Weg nicht kennen, werden wir ihn schwer finden. Weiter können wir zum Biwak aufsteigen, der zwar etwas abseits des Weges liegt, aber ein idealer Platz für eine kürzere oder längere Rast ist. Wenn wir uns entscheiden, den Biwak zu umgehen, setzen wir den Weg auf dem kaum sichtbaren Steig fort, der durch ein immer enger werdendes Schuttfeld aufwärts führt. Das Schuttfeld endet dann und wir setzen den Anstieg entlang und neben einer ausgeprägten Rinne immer steiler aufwärts fort. Die Wildbachrinne ist aufgrund von Unwettern, die ihr Aussehen oft verändern, relativ schwer passierbar. Das Klettern, das im brüchigen Gelände stattfindet, überschreitet stellenweise den 2. Grad. Im oberen Teil der Wildbachrinne wenden wir uns etwas nach rechts und nach einem ziemlich steilen Hang steigen wir mit einigen kleineren technischen und orientierungsmäßigen Schwierigkeiten unter die Gipfelhänge der Velika Martuljška Ponca auf. Im letzten Teil lässt die Steilheit nach und der immer aussichtsreichere "Weg" bringt uns auf den weiten Gipfel der Velika Martuljška Ponca.
Wegen technischer Schwierigkeiten, die sich dem 3. Schwierigkeitsgrad nähern, empfehle ich die Begleitung eines Bergführers. Die Orientierung ist sehr schwierig und bei Nebel ohne Hilfe von Kompass oder GPS fast unmöglich.
Ausgangspunkt - Planina v Klinu 0:20, Planina v Klinu - Koča v Krnici 0:25, Koča v Krnici - Abzweig vom markierten Weg 0:50, Abzweig vom markierten Weg - Biwak 2:10, Biwak - Velika Martuljška Ponca 2:15.

Entlang der Route: Mali Tamar (996m), Planina v Klinu (980m), Koča v Krnici (1113m), Odcep z markirane poti (1425m), Bivak v Veliki Dnini (2180m)
Die Tour kann zu folgenden Zielen verlängert werden:
Fotos:
Diskussion zur Tour Ruski križ - Velika Martuljška Ponca
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| mre25. 12. 2007 |
Bemerkung zu Beschreibungen der benötigten Ausrüstung für die Wintersaison. Für Velika Martuljška Ponca im Winter ist ein Seil für Abstieg/Abseilen durch den letzten Kamin vor dem Gipfel sehr empfehlenswert. Sonst eine Tour für volle 10.
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| 432. 07. 2013 |
vielleicht ein paar Tipps: das Schuttfeld in Velika Dnina ist bergan extrem anstrengend, diese Graben zum Anstieg unter Gipfelaufbau ist unverkennbar und richtig bröckelig, was man auch greift bricht ab ... auch Kamin bzw. besser gesagt Rinne unverkennbar und nicht so bröckelig und schwer ... aber jemand erkläre mir wo auf Ponca die 3. Stufe ist, denn es gibt keine ... auch dieser "Kamin" ist leicht, viele Haken und Standplätze, am unangenehmsten dieser Graben abwärts, weil wirklich bröckelig und keine Standplätze für Abseilen ... nehmt Seil mit (30m reicht) weil definitiv besser abseilen als abwärts seltene feste Griffe suchen ...
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| alyas28. 07. 2013 |
Krnica - Velika Dnina - Velika Martuljška Ponca (Verhältnisse 28.7.2013) Schon im Zacken der Krnica unter der Velika Dnina stoßt man auf eine große Schneelawine, die wegen der Flachheit keine Probleme macht, die Abzweigung rechts - den Pfad bergauf durch Schutt und Lärchen muss man noch vom Schneefeld finden, helfen tun Steinmännchen, die wir heute einige gesetzt haben. Etwas unter Bivak I und weiter bis zum Ende der Velika Dnina sind die Schneefelder noch zusammenhängend, aber wir sind sie heute alle ohne Steigeisen durchgekommen. Für den Zugang zur ersten Stufe unter VMP haben wir die letzte Option bergauf gewählt, den "roten Graben" (aus Stritar-Beschreibung: 111 Ausflüge), der bröckelig ist, aber normal mit leichtem Klettern machbar. Für den Gipfelzugang zum VMP den kürzesten, äußersten rechten Graben, der einige mehr Dehnungen und Klettern erfordert, für den Abstieg - durch diesen Abschnitt ist Sicherung sehr empfehlenswert - ca. 60 m Seil reichen für den schwierigsten Teil und zum Abseilen aus. Da aber vorhandene Haken wenige sind (2 nutzbare gesehen), extra Prusik mitnehmen, wir haben auch einen von früheren Besuchern genutzt (und dortgelassen). Mehr Details auf den Bildern.
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| ljubitelj gora26. 05. 2015 |
Letztes Jahr war ich wortkarg, mehr Schnee im Herbst war wirklich anstrengend. Der letzte Teil, als er kahl war, ging auf allen vieren, aber kurzer Abschnitt. Deshalb besser gehen, wenn noch Schnee liegt. So ein Aufstieg prägt sich lange ins Gedächtnis ein, Rückkehr ohne Ausrüstung ist extrem schwer. Ich hatte selbst 30m Seil, in der Rinne waren 3 Abseilstellen, (erste Rinne hat keine größeren Kletterprobleme außer sie wirkte auf mich bröckelig) Fels in der zweiten Rinne (zumindest für mich) wirkte nicht bröckelig und Griffe sind gut, Gipfelteil II+ (manche schreiben II andere III), aber über der Rinne noch etwas bröckeliger Gelände zum Überqueren zum Gipfel. Rückkehr zur Rinne im Nebel kann extrem schwer zu finden sein, da die Rinne vom Gipfel nicht sichtbar ist. Sieht so aus (etwas tiefer Block): http://shrani.si/f/1H/Y/lgBLZex/106590279404372459696293.jpg Muss man nochmal wiederholen.
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| PostojnskiGams25. 08. 2020 |
Am Sonntag 23.8.2020 bin ich mit einem Freund zur Velika Martuljška Ponca aufgebrochen, morgens hatte ich ein schlechtes Gefühl, da schlechtes Wetter angekündigt war. Wir sind den zugänglichsten Weg gegangen. Von der Hütte in Krnica zur Velika Dnina ist das Bachbett zerbrochen, dort ist das Vorankommen sehr langsam, später steigt es durch Kiefern noch stärker an und Höhenmeter sammeln sich schnell. In der Velika Dnina nach 400 Höhenmetern Schutt (normalerweise hält hier Schnee an) biegen wir links über dem Schneefeld ab. Der erste technische Teil ist sehr zerklüftet, haltet euch links, kurz vor dem Gipfel rechts abbiegen. Dort ist ein Steinmann. Von da ist ein kleiner Pfad gut sichtbar. Dem Pfad folgend erreicht ihr den zweiten technischen Teil, in diesem Teil viele eingeschlagene Haken für späteren Abstieg mit Seil *Seil nicht nötig* (Jeder weiß für sich) wir haben uns gegenseitig gesichert aber hätten es auch ohne gekonnt. Wenn ihr oben an diesem Teil ankommt dann rechts zum Querweg, Abseilpunkt auch gut sichtbar. Dann nur zum Gipfel und nochmal links queren aber nichts Schwieriges mehr. Für Abstieg Seil nicht nötig, aber gut 20m griffbereit haben, da Haken oft eingeschlagen sind. Viel Erfolg!!
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| janezs7320. 08. 2023 18:34:12 |
Gestern auf dieser Schönheit, von der aus ich eine Stunde lang mit Genuss auf alle benachbarten und fernen Riesen der Julier starrte. So viele Geschichten in ihren Hängen erlebt, dass sie vor den Augen überquellen... Die Hüttenwirtin sagte, dass zwei sich vor ein paar Tagen umgedreht haben (wusste nicht wo), aber der Aufstieg ist normal passierbar - wir wissen alle, was "normal" für Martuljek bedeutet: Steinbruch, wo fast alles einstürzt, was du falsch greifst oder ziehst (ja, es gibt Ausnahmen, sogar hier). Im S-Graben ist der mittlere Teil (vor dem Überqueren der Lipni-Schuttkegel) ziemlich beladen (kommt mir neu vor). Übergang über den Wildbach ist ok, an mehreren Stellen bequem bis zur Rechtskurve (zu den Lärchen). Danach keine Probleme. In der V. Dnina ist nicht mehr viel Schnee, die Gräben und Kamine oben nach dem Geschmack jedes, der dorthin geht.
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