Suhadolnik - Jezerska Kočna (via Grdi graben and Dolci)
Ausgangspunkt: Suhadolnik (901 m)
| Breite/Länge: | 46,3352°N 14,5102°E |
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Wegname: via Grdi graben and Dolci
Gehzeit: 5 h 15 min
Schwierigkeit: sehr schwierig markiert Weg
Höhenunterschied: 1639 m
Höhenunterschied entlang der Route: 1700 m
Karte: Kamniške in Savinjkse Alpe 1:50.000
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Helm, Klettersteigset
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Helm, Klettersteigset, Eispickel, Steigeisen
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Anzahl der Kommentare: 19
Zugang zum Ausgangspunkt:
Von der Autobahn Ljubljana - Jesenice nehmen wir die Ausfahrt Kranj - Ost und folgen der Straße weiter in Richtung Jezersko, aber nur bis zum Dorf Kokra. Im genannten Dorf bemerken wir wenige Meter bevor die Straße die Brücke über die Kokra kreuzt, eine Straße, die nach Suhadolnik führt. Die Abzweigung liegt, wenn wir auf der rechten Seite des Flusses (linker Ufer) sind, das Schild ist etwa 7 km. Dieser Straße folgen wir bis zum Parkplatz, der etwa 300 m vor dem Bauernhof Suhadolnik liegt.
Beschreibung der Route:
Am Anfang des Parkplatzes bemerken wir die Wanderwegtafeln, die uns auf eine Straße weisen, auf der wir in weniger als 5 Minuten Gehens zu einer kleinen Kreuzung bei der Kmetija Suhadolnik gelangen. Hier setzen wir auf der rechten Straße fort, die wir noch etwa 5 Minuten verfolgen, bzw. bis zum Ort, wo die Markierungen uns auf einen aufsteigenden Fahrweg führen. Weiter steigen wir kurz auf dem Fahrweg auf, dann weisen die Markierungen uns rechts auf einen Fußpfad, der mäßig durch den Wald aufsteigt. Höher kommen wir zurück zum Fahrweg, dieser führt uns nur wenige Meter weiter zur Waldstraße, der wir bis zum Ende folgen (bis hierher benötigen wir etwa eine halbe Stunde).
Am Ende der Straße teilt sich der markierte Pfad in zwei Teile. Wir setzen auf dem linken Pfad fort (rechts etwas leichter „Stara pot“), der weiter auf einem sanften Fahrweg aufsteigt. Etwas weiter weisen die Markierungen uns leicht rechts auf Wildbachablagerungen aus Sand, der Pfad setzt sich auf der anderen Seite durch den Wald fort, wo er anfängt, immer steiler zu steigen. Höher gelangen wir zu einer kleinen Höhle, der Pfad dahinter wird technisch anspruchsvoll. Mit Hilfe von Stahlseilen steigen wir eine Stufe höher, der Pfad setzt sich dann auf einem steilen Abhang fort, wo uns gelegentlich ein Bolzen hilft. Höher biegt der Pfad nach rechts ab, steigt quer über steile und vor allem bei Nässe rutschgefährliche Hänge empor und führt uns dann zu einem hervorragend gesicherten Übergang. Mit Hilfe von Holzstufen bzw. Leiter und Hilfe der Stahlseile steigen wir den steilen Abhang hinauf, der ohne die genannten Sicherungen sehr gefährlich wäre. Höher helfen uns noch einige Bolzen, der Pfad legt sich dann und quert einen kurzen exponierten Hang, wo uns eine Schutzeil hilft. Nur etwas weiter gelangen wir zur nächsten Leiter, bei der kein Stahlseil ist, aber der Übergang ist nicht besonders anspruchsvoll. Es folgt ein kurzer Abstieg in eine kleine Mulde und wir queren sie dann auch. Auf der anderen Seite der Mulde steigen wir steil auf (es helfen uns einige Ösen), dann legt sich der Pfad langsam und führt uns in einigen 10 Schritten weiteren Gehens zum Ort, wo sich der etwas leichtere „Stara pot“ anschließt.
Es folgt ein kurzer Queranstieg und der Pfad führt uns zu einer größeren Ebene, wo einst die „stara koča“ stand. Durch hohes Gras gehen wir zur anderen Seite der Ebene, wo wir zu einem markierten Abzweig gelangen. Am Abzweig richten wir uns links nach den Schildern Dolci und Kokrška Kočna. Der Pfad beginnt dann steil auf einem schlechter getretenen Steig über den grasigen Hang anzusteigen. Bald biegen wir leicht links ab und queren steile exponierte Hänge. Der Pfad beginnt dann leicht abzufallen und quert Grdi graben. Wieder beginnen wir auf einem steilen Hang aufzusteigen, dann führt uns der Pfad auf ebene grasige Hänge (Srednji Dolci). Von rechts schließt sich der Pfad vom Kokrskega sedla an, einige Meter später sind wir wieder am Abzweig. Wir richten uns rechts, links führt der Pfad zum Bivak unter Kočna und Kokrski Kočni. Wir steigen über den grasigen Hang auf, der uns dann zum Schuttfeld führt, auf dem wir eine geraume Weile aufsteigen. Am Ende biegt der Pfad auf dem Schuttfeld leicht links und führt uns ins Felsgelände. Es folgt noch ein kurzer Anstieg leicht rechts zur Dolška škrbina (2317m – tiefster Punkt zwischen Kočna und Grintovcem). An der Scharte ist auch ein Abzweig, wo wir uns links zur Kočna wenden (rechts Grintovec). Der Pfad führt uns dann entlang der nördlichen Seite des Grats und führt uns bald wieder zum Abzweig. Diesmal wenden wir uns links (gerade abwärts Češka koča, rechts Grintovec) und setzen den Aufstieg auf dem Pfad fort, der uns schnell zu einem der interessantesten Übergänge in den slowenischen Bergen bringt. Der Pfad führt uns nämlich zu einem bauchigen Durchgang, durch den wir kriechen müssen. Die Decke über uns ist nämlich so niedrig, dass es sonst nicht geht (pass auf den Kopf auf). Der Pfad geht weiter auf ein kurzes Schuttfeld, hinter dem wir auf einen steileren Pfad treten, wo uns einige Bolzen und Stahlseile helfen. Diesem immer panorama-reicheren Pfad folgen wir dann bis zum wenig geräumigen Gipfel.

Entlang der Route: Dolška škrbina (2317m)
Die Tour kann zu folgenden Zielen verlängert werden:
Fotos:
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Diskussion zur Tour Suhadolnik - Jezerska Kočna (via Grdi graben and Dolci)
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| nata244. 08. 2009 |
Wenn ich allein zur Jezerska Kočna gehe, ist es möglich, den bauchigen Durchgang mit Rucksack zu passieren? Lp, Nataša
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| anemona4. 08. 2009 |
Mit Rucksack ist es möglich, den bauchigen Durchgang zu passieren, indem man den Rucksack vor sich herschiebt oder hinter sich herzieht. Kein großes Problem. Größer finde ich, dass du allein eine anspruchsvolle Route machen willst, wo man wirklich auf jeden Schritt achten muss. Vielleicht noch mehr über Hudi graben (sehr enger Pfad, schlüpfrige grasige Hänge, bröckeliger Stein im Boden, schroff, Drahtseile teilweise im Gras) als im Fels, der auch bröckelig und voller Schutt ist. Mit meinem Mann haben wir die Route Suhadolnik-Kokrsko sedlo-Grintovec-Jezerska Kočna-über Dolce-Hudi graben-Suhadolnik gemacht, am Samstag, 1. August. Viel Erfolg und lp, Anemona
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| lynx4. 08. 2009 |
Gut gemacht, vetrnica! Wie lange hat es euch gedauert?
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| anemona4. 08. 2009 |
Wir haben übernachtet. Freitagabend Kokrsko, Samstagmorgen um 6.30 Richtung Grintovec gestartet und über Kočna, Dolce und Hudi Graben zum Auto bei Suhadolnik ca. 15.30 zurückgekehrt (inkl. Pausen auf Gipfeln und Mahlzeit auf den Dolci). Ich bin mittelschnell/langsam, auf Schotter vorsichtig langsam. Samstag ca. 1000 m Aufstieg und ca. 1800 m Abstieg (auch Zwischenabfälle einbeziehen) reicht für meine Knie. Noch: der Weg ist mustergültig markiert. Wo Sicherungen sind, alle ok (nur bei der ersten glatten Felswand beim Abstieg vom Grintovec hat uns neben der Kette ein zusätzlicher Bolzen extrem gefehlt). Lp!
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| fpetel14. 08. 2009 |
Ich bin von Suhadolnik über Grdi Graben und Dolce hochgegangen. Da Nebel abstieg und die Orientierung auf dem Schutt - zweites Bild in der siebten Reihe - unter Kokrska Kočna (oben bei über 2200) erschwerte, habe ich umgedreht und über Ovnov čer nach Kališče zurückgekehrt. Geht die Fortsetzung über Fels oder Schutt?(Markierungen in diesem Abschnitt sehr spärlich, praktisch kein Weg. Der Rest ist orientierungsmäßig unkompliziert) Den Weg plane ich zu wiederholen (hoffentlich noch diesen Monat)
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| anemona4. 08. 2009 |
Am Abzweig auf Bild 2 Reihe 7 bist du bei ca. 1900m. Direkt unter dem oberen Bildrand, in der Mitte, sieht man den ovalen Bivak v Kočni (wegen Nebel nicht sichtbar). Linker Abzweig ins Schuttfeld zum Bivak und Kokrska Kočna. Rechter Abzweig (Kompassexakt Nord) auf flachem steinigem Weg (Srednji Dolci) Richtung Jezerska Kočna. Dieser rechte gut markierte Weg führt zum Einstieg ins Schuttfeld, das aufwärts zum Einstieg im Kletterabschnitt geht. Auch dieser ist sehr gut markiert (auf Schutt natürlich schwer markierbar). Wir sind umgekehrt gegangen. Klug, dass du dich umgedreht hast Richtung Kokrsko sedlo. Lp!
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| grahlck10. 08. 2009 |
Gibt es auf diesem Weg schneebedeckte Felder, die gefährlich sein könnten? Gibt es überhaupt Schnee?
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| nata2410. 08. 2009 |
War am Samstag dort und auf dem Weg ist nirgends mehr Schnee. Gruß, Nataša
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| pbrgle122. 08. 2010 |
Gestern sind mein Vater und ich diesen Weg abgestiegen. Ich würde ihn nicht für den Abstieg empfehlen, da selbst nach so einem anspruchsvollen Abstieg noch eine gute Stunde Aufstieg bis zur Cojzova-Koča folgt. Der Weg ist ziemlich anspruchsvoll und gefährlich wegen des schmalen und unbehauenen Pfades, rutschigen Grases und nassen Bodens. An vielen Stellen auf dem Weg haben mir Haken und Seile gefehlt.
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| Mirko018. 10. 2010 |
Über das Wochenende ist solides Wetter angesagt. Welche Gefahren gibt es auf diesem Weg in dieser Jahreszeit? Danke und einen schönen Tag
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| Maja_C8. 10. 2010 |
Ich bin letztes Jahr Ende September diesen Weg gegangen. Wie pbrgle 1 schon schrieb, ist der Weg gefährlich wegen rutschigem Gras und Schlamm (obere Fotos in Zeile 11 und 12). Auch letztes Jahr war es in diesem Abschnitt ziemlich feucht, daher war ich vorsichtiger, und es gab keine Probleme. Ansonsten ist es eine wirklich schöne Tour, und angesichts des Namens habe ich einen wirklich hässlichen Graben erwartet, aber er war es nicht!
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| myuser21. 07. 2014 |
Hallo, wenn jemand auf dem Weg zur Kočna (ziemlich nahe am Gipfel) am 20.7.2014 eine schwarze Sonnenbrille gefunden hat, wäre ich dankbar, wenn er sich melden und sie mir möglichst an meine Heimadresse schicken würde. Danke
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| mornar15. 08. 2020 |
Bald plane ich zur Jezerska Kočna zu gehen, aber zu diesem Weg interessiert mich, ob jemand kürzlich in diesen Gegenden war. Mich interessiert die Nachverfolgbarkeit und ob der Weg schwieriger ist als von der Česka koča, wo ich schon zweimal war. L.P.
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| jax15. 08. 2020 |
Mäh, was soll ich sagen. Wie der Name schon sagt, ist der Weg hässlich. Zuerst das Überqueren dieser Gräser Richtung Grdi graben ist eine der psychotischeren Sachen, die du auf markierten Wegen findest. Der Weg ist markiert und nachverfolgbar, aber nicht sehr besucht. Dann Richtung Dolce ist es besser, Dolce ist ein extrem schöner Platz, ideal für eine Pause, dann fährst du fort Richtung Dolška škrbina und davor hast du noch einen sehr anspruchsvollen Übergang durch eine ungesicherte steile Rinne. Von da an bis zum Gipfel keine Probleme mehr, obwohl man an einer Stelle ein bisschen kraxeln muss. Also - wenn du mich fragst, ist Kremžarjeva leichter. Sie ist vielleicht steiler, aber auf diesem Schutt kann man irgendwie vorankommen, während Grdi graben richtig fies ist. Und so einen Platz wie diese Rinne unter Dolška škrbina erinnere ich mich nicht auf der Nordseite. Aber machbar. Und ja, Aufstieg zur Kokrska Kočna, Überquerung nach Jezersko und Abstieg hier ist eine ordentliche Rundtour. Obwohl ich dir in dem Fall fast raten würde, noch Grintovec hinzuzufügen. Noch 200 Höhenmeter, aber du umgehst den Abstieg durch Grdi graben und fügst einen weiteren Gipfel hinzu. Gewinnende Kombination.
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| mornar15. 08. 2020 |
Ja, danke für die Antwort. L.P.
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| cen6. 09. 2021 21:28:14 |
Über Grdi Greben ist es nicht wirklich ein Weg sondern eher ein Ziegenpfad.. da müsste sich ein Hartnäckiger finden, der es etwas erweitert.  Beim Abstieg durch den bauchigen Übergang noch ein Rat: Lass den Rucksack nicht diese Steigung runterrutschen, da er am Ende auf die falsche Seite kippen und in die Tiefe stürzen kann. Lass ihn kontrolliert bis unten oder lass ihn von unten auffangen, wenn ihr mehrere seid. Von oben sieht man, dass schon etwas Ausrüstung dort unten gelandet ist.
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