Untere Valentinalm - Hohe Warte (über Wolayersee)
Ausgangspunkt: Untere Valentinalm (1220 m)
| Breite/Länge: | 46,6225°N 12,9288°E |
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Wegname: über Wolayersee
Gehzeit: 5 h 30 min
Schwierigkeit: schwierig markiert Weg
Höhenunterschied: 1560 m
Höhenunterschied entlang der Route: 1950 m
Karte: Tabacco 9
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Helm, Klettersteigset
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Helm, Klettersteigset, Eispickel, Steigeisen
Aufrufe: 12.022
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Anzahl der Kommentare: 10
Zugang zum Ausgangspunkt:
Von Tarvisio fahren wir auf der Autobahn Richtung Udine. Bei Carnico verlassen wir die Autobahn und folgen zuerst den Schildern nach Tolmezzo, dann nach Österreich und Plöckenpass. Am Pass fahren wir auf der österreichischen Seite vorbei an der Plöckenhaus-Hütte. Bald zweigt links die Straße zur Hütte Untere Valentinalm ab, bei der es auch einen kleinen Parkplatz gibt.
Beschreibung der Route:
Bei der Hütte gehen wir auf die Bergstraße den Beschilderungen Ob. Valentinalm und Wolayersee folgend. Die Straße ist ziemlich flach und für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Bald verlassen wir die Straße und gehen rechts auf einen Steig, der später mehrmals die Straße kreuzt und uns in unter einer Stunde zur Hütte Obere Valentinalm führt, von der aus schöner Blick auf Rauchkofel (2460m) und die Nordwand des Kellerspitzen (2769m) hat.
Von der Hütte setzen wir den gut markierten Pfad am Alm vorbei fort, auf dem im Sommer Vieh grast. Am Ende des Alms biegt der Pfad leicht nach links ab, wo wir den Aufstieg durch das Tal unter den mächtigen Bastionen des Coglians beginnen. Der Pfad durch das Tal, der ab und zu über grasige Hänge, ab und zu über mit Felsen und Blöcken übersäte Hänge führt, bringt uns in gut einer Stunde zum Abzweig am Sattel Valentin Torl (2238m). Rechts führt der Pfad zum Rauchkofel, links ein sehr anspruchsvoller Kletterpfad zum Monte Coglians. Wir wählen den mittleren Pfad, der sich vom Sattel absenkt und uns in etwa einer halben Stunde zum Wolayersee bringt, von dem aus sehr schöner Blick auf Monte Coglians und Monte Capolago hat. Am See steht auch die Wolayerseehütte.
Am See gehen wir links zum Wolayerpass, zu dem wir nur wenige Gehminuten haben. Vom Pass, bei dem auf italienischer Seite die Hütte Rifugio Lambertenghi Romanin steht, senken wir uns etwas ab und kommen bald zum Abzweig, wo wir links den Markierungen Rifugio Marinelli (Weg Sentiero Spinotti) folgen; der rechte Pfad führt ins Tal zur Hütte Tolazzi. Vom Abzweig queren wir zunächst noch kurze Zeit die Schuttfelder unter den Westwänden des Coglians, danach wird der Pfad deutlich anspruchsvoller. Mit Hilfe von Sicherungen und Leiter klettern wir durch eine fast senkrechte enge Rinne hoch. Danach steigt der Pfad über ziemlich steile Felsabhänge auf, wo uns stellenweise Stahlseile helfen. Der Pfad wird kurz etwas ebener und biegt etwas nach links ab, dann steigt er erneut steil über Felsabhänge auf, bis wir die grasigen Hänge auf der Südseite des Coglians erreichen. Der Pfad wird leichter und über Wiesen und Schuttfelder schließt er bald an den Pfad von der Hütte Marinelli an. Hier beginnen wir den Aufstieg über etwas rutschigen Schutt, der im oberen Teil schon ziemlich steil wird. Im letzten Teil biegt der Pfad nach links ab und folgt ein weiterer steiler Anstieg mit etwas leichtem Klettern zur sehr aussichtsreichen Gipfel.

Entlang der Route: Obere Valentinalm (1540m), Valentin Torl (2238m), Wolayer See (1951m), Wolayer pass (1974m), Rufugio Lambertenghi Romanin (1955m)
Fotos:
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Diskussion zur Tour Untere Valentinalm - Hohe Warte (über Wolayersee)
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| VanSims8. 07. 2012 |
Der Spinotti-Weg ist schön und ziemlich leicht (aber exponiert) Kletterei - der Weg zum Gipfel selbst ist anstrengendes Knieschleifen im Schutt! Oben helfen Stöcke nicht viel, bergab sehr.
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| dogna30. 03. 2013 |
Van Sims, in diesem Jahr plane ich über diesen Weg auf den Gipfel. Empfehlst du den Spinotti-Weg solo komplett? Mich interessiert auch das Schuttfeld selbst, kannst du es mit einem in unseren Bergen vergleichen? Bisher war für mich das unangenehmste Schuttfeld vor dem Kletteranstieg zum Košutnikov turn von der österreichischen Seite. Danke für die Antwort und schöne Feiertage.
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| IgorZlodej30. 03. 2013 |
Ich weiß nicht, warum das Schuttfeld zum Gipfel des Coglians problematisch sein soll, da dort eine schöne Maultierstraße verläuft, nur im Gipfelbereich muss man hier und da die Felsen greifen. Bezüglich des Weges "sentiero Spinotti" meine ich, dass kein Kletterset benötigt wird, da es wenige Drahtseile gibt, und über die schwierigste Stelle ist eine Holztreppe angebracht.
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| mirank30. 03. 2013 |
Meiner Meinung nach ist für den Aufstieg auf dem Spinotti-Weg als einzig empfehlenswerter Ausgangspunkt die Koča Tolazzi, es sei denn, man kehrt denselben Weg zurück, was mir völlig sinnlos erscheint und eine ziemlich lange Tour ist. Der Spinotti-Weg trifft auf den Weg vorbei an Koča Marinelli (wo man zum Start zurückkehrt) in etwa auf der Höhe wie in Bild 30. Etwas höher beginnen Schuttfelder und instabiles Gelände, und so sind es gut eine Stunde zum Gipfel. Wie Igor sagt, ist der Weg nicht sehr anspruchsvoll, und wenn man der Spur folgt, umgeht man die meisten unangenehmen Schuttabschnitte (siehe Bild 31,32,34). Für den Abstieg empfehle ich den Weg vorbei an Koča Marinelli und Planina Moraret, wo man immer etwas Besonderes sieht.
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| VanSims30. 03. 2013 |
@dogna: Drahtseile gibt es einige im unteren Teil hinter der Leiter, dann mehr oder weniger freies Klettern. Ich hatte kein Set. Was das Schuttfeld betrifft, ist es ziemlich unangenehm, vielleicht habe ich den Weg nicht gut getroffen. Für den Abstieg lohnen sich Stöcke - damit ging es superschnell  Vielleicht rate ich auch zum Ausgangspunkt Koča Tolazzi statt Untere Valentinalm wie hier beschrieben. Meiner Meinung nach kürzerer Rundweg (Igor?). Dazu vermeidet man das Schleppen auf der Straße von Plockenpass zum Ausgang. Hier mein Bericht: http://www.hribi.net/trenutnerazmere.asp?slo=1&gorovjeid=27&id=584 @Igor: Bist du schon auf dem Koban-Prunner-Weg gewesen? Der lockt mich heuer (Weg26 ist zu schwer für mich). Der obere Teil (gemeinsam mit Weg26) macht mir weniger Sorgen, da gesichert und Schwierigkeit B und weniger. Aber auf diesem Weg im unteren Teil ist es hauptsächlich freies Klettern. Wie schwer ist er? @LG: aus deiner Beschreibung und den Bildern auf dem oberen Link schließe ich, dass du den Spinotti abwärts gegangen bist. Scheint mir etwas gruselig wegen der Exposition. Oder ist es gar nicht so schlimm? Denn ich würde auch...
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| dogna30. 03. 2013 |
Jungs, herzlichen Dank für die Antworten. Meine geplante Route ist von Untere Valentinalm zum Rauchkofel und dann Übernachtung am Wolayersee (nach den Bildern sieht es sehr schön aus), zweiter Tag auf dem beschriebenen Weg zum Gipfel und vorbei an Koča Marinelli zurück zum Plockenpass. Ich sehe, ihr seid heute alle zu Hause. Das Wetter ist wirklich elend, aber gut zum Planen von Sommer-Touren. Nochmals danke für alle Erläuterungen.
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| IgorZlodej30. 03. 2013 |
Für den Coglians ist natürlich idealer Ausgangspunkt Koča Tolazzi, da man schön kreisförmig zurückkehrt. Also am frühen Nachmittag zur Koča Lamberentghi Romanin (Piero freut sich über jeden) oder Ernest Pichl Hütte am See auf österreichischer Seite. Kurzer Abstieg nötig und dann über Spinotti zum Gipfel und Abstieg über Koča Marinelli und Planina Moraretto zurück nach Tolazzi. Das Valentinalm-Tal ist ganz auf der anderen Seite, sonst geeignet für Aufstieg zum Rauchkofel, Übernachtung noch möglich in einer der Hütten und nächsten Tag Rückkehr oder Aufstieg zum Capolago . @VanSims auf dem Weg, den du erwähnst, war ich nicht, immer auf dem 26. Jägerbataillon. Beide Male auf hribi.net beschrieben.
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