Vajont - Diga del Vajont (Via Ferrata della Memoria)
Ausgangspunkt: Vajont (605 m)
| Breite/Länge: | 46,2693°N 12,31539°E |
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Wegname: Via Ferrata della Memoria
Gehzeit: 2 h 20 min
Schwierigkeit: extrem schwierig markiert Weg
Klettersteig: D
Höhenunterschied: 117 m
Höhenunterschied entlang der Route: 260 m
Karte: Tabacco 21 1:25.000
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Helm, Klettersteigset, Lampe
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Helm, Klettersteigset, Eispickel, Steigeisen, Lampe
Aufrufe: 4.340
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Zugang zum Ausgangspunkt:
Zugang von Gorenjska: Über den Grenzübergang Rateče oder Predel nach Trbiž / Tarvisio und dann auf der Autobahn in Richtung Vidma / Udine bis zur Ausfahrt Tolmezzo. Von Tolmezzo folgen wir der Straße in Richtung des Dorfes Ampezzo und des Bergpasses Passo della Mauria. Die Straße senkt sich dann und führt uns zu einem Kreuzungspunkt, wo wir links in Richtung des Ortes Belluno weiterfahren. Wir halten uns weiter an den Beschilderungen für den Ort Belluno bis zum Ort Longarone. Im Ort Longarone biegen wir dann links ab folgend den Beschilderungen »Diga del Vajont«. Die Straße kreuzt dann den Fluss Piave und beginnt bald anzusteigen. Der ansteigenden Straße folgen wir bis zur 6. Serpentine, wo Beschilderungen »Ferrata« uns rechts auf eine schmale Straße weisen. Dieser Straße folgen wir dann bis zum Parkplatz vor dem Tunnel.
Von der Primorska-Seite: Wir fahren auf der Autobahn Richtung Venedig / Venezia. Bei dem Ort Portogruaro verlassen wir die Autobahn Richtung Venedig und fahren rechts weiter auf der Autobahn Richtung Pordenone. Am nächsten Autobahndreieck in der Nähe des Ortes Conegliano fahren wir rechts Richtung Belluno. In der Nähe von Belluno endet die Autobahn, und wir fahren an den folgenden Kreuzungen in Richtung des Ortes Auronzo und des Passes Passo Mauria. Dieser Straße folgen wir nur bis zum Ort Longarone, wo wir rechts abbiegen folgend den Beschilderungen »Diga del Vajont«. Die Straße kreuzt dann den Fluss Piave und beginnt bald anzusteigen. Der ansteigenden Straße folgen wir bis zur 6. Serpentine, wo Beschilderungen »Ferrata« uns rechts auf eine schmale Straße weisen. Dieser Straße folgen wir dann bis zum Parkplatz vor dem Tunnel.
Beschreibung der Route:
Vom Parkplatz gehen wir weiter zu den Infotafeln, wo ein Schild uns rechts auf einen schmalen Pfad durch den Wald weist. Der Pfad senkt sich zunächst leicht und führt uns bald zu steilen Hängen über der Schlucht und dann zum Eingang des Tunnels. Beim Gehen durch den engen und niedrigen Tunnel benötigen wir eine Lampe. Vom Tunnel führt der Pfad zur Polke, wo auch der gesicherte Pfad beginnt.
Der Pfad überquert weiterhin längere Zeit auf der Polke die exponierten Hänge über dem Bach Vajont. Vom Pfad haben wir hier einen schönen Blick auf die Schlucht und auf die alte Straße, die zur Staumauer führt. Höher über uns verläuft auch die Hauptstraße, deren Folge leider auch Müll entlang des Pfades ist. Von der Polke steigt der Pfad dann über eine Leiter links steil nach oben. Der Pfad wird hier deutlich anspruchsvoller und oberhalb der Leiter steigt er längere Zeit meist senkrecht (Schwierigkeit C/D und D). An den schwierigsten Stellen helfen uns auch einige Skoben. Der Pfad biegt dann leicht nach rechts ab und steigt in einer steilen Rinne rechts nach oben (Schwierigkeit C, D). Oberhalb der Rinne lässt die Schwierigkeit etwas nach. Zuerst folgt ein kürzerer weniger anspruchsvoller Quergang auf der Polke links, dann Aufstieg entlang des Stahlseils (Schwierigkeit B/C, C) und dann wieder Quergang auf der Polke.
Weiter wird der Pfad wieder steiler und verläuft meist an einer fast senkrechten Wand (Schwierigkeit C). Hier beginnt sich auch der Blick auf die Staumauer Diga del Vajont zu öffnen, die am Ende der Schlucht liegt. Danach wird der Pfad für einige Zeit weniger anspruchsvoll und führt uns auch durch einen kurzen Streifen Wald.
Der Pfad bringt uns bald wieder zu steileren Hängen, wo wir entlang des Stahlseils nach oben steigen. Auf diesem Abschnitt hören wir auch oft den Lärm von Autos, da der Pfad den Tunnel umgeht, durch den die Hauptstraße führt. Der Pfad oberhalb des Tunnels steigt weiter entlang des Stahlseils nach oben (Schwierigkeit B/C). Der Hang ist hier meist etwas weniger steil als im ersten Teil des Pfades (Schwierigkeit bis B/C). Auf solchem Hang steigen wir dann bis zu einer etwas größeren Polke, wo der Pfad etwas leichter wird. Auf der Polke queren wir die Wand rechts und sinken dabei leicht ab. Solcher Pfad führt uns zur Stempelkassette.
Von der Stempelkassette folgt noch der Aufstieg über eine Leiter, dann endet der gesicherte Pfad bald. Nach dem Ende des gesicherten Pfades gehen wir weiter auf einem Wanderpfad durch den Wald, der uns zu einer Wegkreuzung bringt.
Links führt der Pfad zum Ort Casso, wir gehen rechts abwärts zur Staumauer Diga del Vajont. Von der Kreuzung senkt sich der Pfad weiter bis zur Hauptstraße. Nach dem Überqueren der Straße gehen wir rechts weiter und kommen bald zur Staumauer Diga del Vajont und zur Gedenkkapelle.
Zum Ausgangspunkt kehren wir durch den Tunnel zurück. Beim Gehen durch den Tunnel seien Sie vorsichtig. Der Verkehr durch den Tunnel erfolgt abwechselnd einspurig, was uns ermöglicht, das Gehen auf unsichtbaren Abschnitten des Tunnels zu vermeiden, wenn uns Gegenverkehr entgegenkommt.
Auf der anderen Seite des Tunnels gehen wir dann links auf einen Wanderpfad, der uns zurück zum Ausgangspunkt bringt.
Der beschriebene Pfad ist extrem anspruchsvoll und für den Aufstieg benötigen wir zwingend Helm und Sicherungs-Set. In den anfänglichen Tunneln brauchen wir auch eine Lampe. Empfohlen werden auch Kletterhandschuhe.
Der gesicherte Kletterpfad Via Ferrata della Memoria wurde im Jahr 2015 zum Gedenken an die Opfer der katastrophalen Unfalles im Jahr 1963 errichtet. Wegen des Stausees oberhalb der Staumauer, der den Boden aufweichte, löste sich vom Berg Monte Toc eine riesige Lawine und begrub den See. Die Lawine drückte das Wasser über die Staumauer und eine große Welle überschwemmte dann das Dorf Longarone im Tal des Flusses Piave. Bei dem Unfall starben 1917 Menschen.

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Diskussion zur Tour Vajont - Diga del Vajont (Via Ferrata della Memoria)
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| anka 26. 06. 2017 |
Škratek hat im letzten Satz Pordenone statt Longarone vertauscht 
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| VanSims27. 05. 2018 |
Im unteren Teil gibt es wirklich einen etwas längeren D-Abschnitt, der Rest überschreitet stellenweise C, wenn überhaupt. Auch auf Bergsteigen ist dieser Teil etwas überbewertet. Am Ende wird die Klettersteig irgendwie leichter, ich würde sagen, einige Teile sind schon B.
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| dragon11. 06. 2020 |
Sehr interessante und tragische Geschichte
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