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Gebirge / Ötztaler Alpen / Similaun / Vent - Similaun (Normalansteig von Vent)

Vent - Similaun (Normalansteig von Vent)

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Ausgangspunkt: Vent (1895 m)
Breite/Länge: 46,8605°N 10,91494°E
Wegname: Normalansteig von Vent
Gehzeit: 6 h
Schwierigkeit: leicht markiert Weg, mäßig unmarkiert Weg
Höhenunterschied: 1711 m
Höhenunterschied entlang der Route: 1711 m
Karte: Ötztaler Alpen Weißkugel, 30/2 1:25.000
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Eispickel, Steigeisen
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Eispickel, Steigeisen
Autor: pg
Aufrufe: 2.130
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Anzahl der Fotos: 55
Anzahl der Kommentare: 2
Zugang zum Ausgangspunkt:
Von Ljubljana fahren wir auf der Autobahn vorbei an Salzburg in Richtung München. Am mehrstufigen Knoten Dreieck Inntal wechseln wir auf die A93 Richtung Innsbruck/Kufstein/Brenner. Bei Rückkehr nach Österreich fahren wir weiter auf der A12 vorbei Innsbruck, Telfs und Mötz, dann bei Ausfahrt 123 nahe Ötztal Bahnhof abbiegen Richtung B186/B171/Ötztal/Haiming. Der B186, die ins Ötztal führt, folgen wir vorbei Oetz, Längenfeld und dem Talzentrum Sölden. Nur wenige Kilometer weiter bei Zwieselstein biegen wir auf die stark ansteigende, aber komfortable Asphaltstraße nach Vent ab. Im Touristenort Vent parken wir auf einem der vielen (gebührenpflichtigen) Parkplätze. Parkgebühr in Vent betrug 2020 5 Euro/Tag.
Beschreibung der Route:
Von einem der Parkplätze in Vent gehen wir durch den Ort bis zu seinem südwestlichen Rand, wo wir Markierungen finden, die über eine kleine Brücke Richtung Martin-Busch-Hütte und Similaunhütte führen. Dem ziemlich ebenen Weg, der im ersten Teil der Tour auf einer schlechten Schotterstraße verläuft, folgen wir bis zu einer kleinen Privat-Hütte, kurz dahinter auf einen etwas schmaleren Pfad nach Osten, der uns durch eine kleine Schlucht des Baches Niedertalbach führt. Nach ca. 15 Minuten weiterer Geh folgen wir dem Pfad über eine eiserne Brücke bis zum Wiederverbinden mit der Bergstraße. Der kaum ansteigenden Straße, auf der wir in warmen Sommermonaten oft Radfahrer treffen, vorbei an der Kurve unter den fernsten nördlichen Hängen des Hintere Schwärze folgen wir zur Martin-Busch-Hütte.

Der Weg zwischen Martin-Busch-Hütte und Similaunhütte verläuft meist auf relativ flachem, offenem Wiesenhang unter den Weiten der Gletscher Marzellferner und Niederjochferner. Leichter und sommerhitzeexponierter Weg führt zunächst vorbei an einer Abzweigung zum direkten Aufstieg zum Ötzi-Denkmal, später windet er sich vorbei kleine Gletscherseen und steigt etwas steiler zur Similaunhütte an. Von Vent zur Hütte unter dem Similaun ca. 4 Stunden Geh, der gesamte Weg ist gut markiert.

Der Weg von Similaunhütte zum Gipfel ist nicht mehr markiert, aber durch zahlreiche Tritte und Steinmänner relativ klar erkennbar. Zuerst steigen wir über Schutt in eine kleine Mulde unter dem Rand des Niederjochferners ab, dann zum Gletscherende hoch. Hier bieten sich zwei Optionen:
- die orientierend gerade Richtung führt direkt über den Niederjochferner, der im unteren Teil ziemlich steil und stellenweise gerissen ist. Die dauerhafte Gletscherspur führt zunächst ostwärts, dann südwärts und quert unter dem Grat, über den die unten beschriebene Alternative zum Zusammenfluss im oberen Gletscherteil verläuft. Auf- oder Abstieg auf dieser Variante in späten Sommernachmittagen rate ich ab;
- etwas leichter ist die Sommer-Variante, die nahe dem Gletscherende mit einzelnen Steinmännern und Spuren der Vorgänger über stellenweise unangenehmen Schutt zu einem attraktiven Seelein unter den im Großteil des Jahres schneefreien Wänden des westlichen Grats von Similaun führt. Vom See folgen wir dem offensichtlichen, anspruchslosen und moderat steilen Weg über Teile des westlichen Grats des Similaun-Massivs zum Zusammentreffen der Wege.

Nach Rückkehr zum Gletscher queren wir ihn ostwärts zu den westlichen Vorbergen des Gipfelkopfes von Similaun; der Gletscher ist hier ebener und ohne sichtbare Spalten, die Querung relativ einfach.
Im Schlussaufstieg folgen wir unmarkiertem, aber deutlichem Gratweg über die felsige Struktur des Similaun. Mäßig steiler Weg stellenweise etwas exponiert, besonders heikel wenn Schneeflächen verbleiben - dann auch beim Endanstieg volle Winterausrüstung empfohlen. Der Schlüsselabschnitt zeigt sich im Anfang des Grataufstiegs, wo nach einer kleinen Ebene luftig über den Abstürzen des Similaun queren wir. Im Gipfelbereich folgen wir dem relativ breiten Grat problemlos zur weiten und aussichtsreichen Spitze mit großem Kreuz.

Trotz dass der Aufstieg zum Similaun ein ganztägiger Hochtourist ist, der im Endteil im ernsthaften Gletscherumfeld verläuft, ist der Weg wegen relativer technischer Geradlinigkeit und gut platzierter Stationen unter den einfachsten dieser Art. Auch wenn Teile über Gletscher gehen, braucht man in der Hochsaison wegen klarer Spuren und Fehlens von Steilheit und Spalten normalerweise keine Winterausrüstung - obligatorisch aber bei ganzer Gletscherroute oder suboptimalen Endbedingungen.
Deshalb ist der Gipfel häufig besucht, beiträgt die Hütte Similaunhütte mit bequemer Übernachtung über 3000 m.
Dennoch: Die Beschreibung gilt für den Hochsaison-Höhepunkt von August bis Mitte September; bei noch schneebedecktem Endgrat steigt die Schwierigkeit.
Routenkarate - Similaun
Entlang der Route: Martin-Busch-Hütte (2501m), Similaunhütte (3019m)
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Fotos:
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Diskussion zur Tour Vent - Similaun (Normalansteig von Vent)
Alpine7428. 08. 2024 19:52:23
Ich würde ergänzen, dass für den Aufstieg ca. eine Stunde mehr nötig ist. Besonders auf der Sommer-Variante, die den Gletscher umgeht. Mit guter Kondition 7-7,5 Stunden.
Alpine741. 09. 2024 16:29:26
Für alle, die über das Überqueren des Gletschers (direkte Route) nachdenken, ist die Situation mit Spalten im oberen Teil noch aktuell:
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