Zadnjica - Triglav / Terglau (via Plemenice)
Ausgangspunkt: Zadnjica (642 m)
| Breite/Länge: | 46,3824°N 13,7604°E |
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Wegname: via Plemenice
Gehzeit: 7 h 20 min
Schwierigkeit: sehr schwierig markiert Weg
Klettersteig: B/C
Höhenunterschied: 2222 m
Höhenunterschied entlang der Route: 2230 m
Karte: Triglav 1:25.000
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Helm, Klettersteigset
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Helm, Klettersteigset, Eispickel, Steigeisen
Aufrufe: 54.806
 | 5 Personen gefällt dieser Beitrag |
Anzahl der Kommentare: 22
Zugang zum Ausgangspunkt:
Von Kranjska Gora über den Vršič-Pass Richtung Bovec oder umgekehrt, jedoch nur bis zur 50. Serpentine der Vršič- bzw. Russischen Straße (in der Nähe des Dorfes Trenta). Hier biegen wir auf eine Nebenstraße ab, entlang derer wir nach einigen hundert Metern auf dem Parkplatz an der Straße parken.
Beschreibung der Route:
Vom kostenpflichtigen Parkplatz im Zadnjica-Tal setzen wir den markierten Weg fort, zunächst entlang der Straße in Richtung Pogačnikov dom auf den Kriški podi, Razor, Stenar, Križ, Bovški Gamsovec, Luknja, Triglav, Koča na Doliču und Kanjavec. Der Weg führt zunächst an einigen Häusern bzw. Wochenendhäusern vorbei und bringt uns nach ca. 15 Minuten Gehzeit zu einer markierten Abzweigung, wo früher ein kostenloser Parkplatz war, heute ist Parken hier verboten.
Wir setzen den Weg auf der leicht rechts unten liegenden Straße in Richtung Zasavska koča auf den Prehodavci, Koča na Doliču, Luknja und anderen nahegelegenen Zielen fort (links Pogačnikov dom auf den Kriški podi und andere Ziele oberhalb der Kriški podi sowie die untere Station der Materialseilbahn zu den Kriški podi), wo uns die ebene Straße weiter über Aussichts-Wiesen, höher durch den Wald führt. Kurz vor dem Ende der Waldstraße bei der Abzweigung Planja bzw. vor dem Talkesselende im Bereich Utro zweigt rechts ein markierter Weg zu den Prehodavci ab.
Wir gehen geradeaus weiter auf der Straße, die sich bald in einen Wanderweg bzw. alte Militär-Mulatierre verwandelt, auf dem wir meist moderat auf immer steileren Hängen aufsteigen. Noch im Wald zweigt rechts der Klettersteig über Komar ab, wir halten uns an der Mulatierre, die in vielen Serpentinen weiter aufsteigt und wegen der steilen Hänge oberhalb teilweise steinfallgefährdet ist.
Der recht aussichtsreiche Weg führt uns in ca. 1500 m Seehöhe zur nächsten Abzweigung, wo rechts der Weg zur Koča na Doliču abbiegt, wir gehen geradeaus weiter in Richtung Luknja, Pogačnikov dom auf den Kriški podi und Triglav über Plemenice.
Auch weiterhin steigen wir auf der Mulatierre auf, die uns über die Koriti führt, wir folgen dem Weg, der noch stellenweise steinfallgefährdet ist, bis zur markierten Abzweigung bei Luknja, wo wir mit dem Weg aus dem Vrata-Tal zusammentreffen und von wo aus sich ein schöner Blick auch zur anderen Seite öffnet.
Von Luknja gehen wir rechts zum Triglav (links Bovški Gamsovec und Pogačnikov dom, geradeaus abwärts Aljažev dom in Vratih).
Der Weg wird dann sehr anspruchsvoll und beginnt gleich mit einem fast senkrechten Aufstieg mit Stahlseil. Nach dem Erklimmen der Anfangswand wird der Weg etwas flacher, was aber nicht das Ende der Schwierigkeiten bedeutet. Ab hier gibt es fast keine Sicherungen mehr und wir gehen stellenweise auf Pfad über tiefer Abgrund. Bei Nässe hohes Rutschrisiko! Die Schwierigkeiten lassen dann langsam nach und der Weg biegt leicht links ab und bringt uns zum Grat, von wo sich der Blick nach Osten öffnet. Wir setzen den aussichtsreichen Grat fort und der Weg wird bald wieder etwas anspruchsvoller. Mit Hilfe von Stahlseil und vielen Haken steigen wir mehrmals steil auf, gefolgt von einem kurzen steilen Abstieg. Hier öffnet sich links der Blick zur berühmten Sfinga (steilster Triglavturm).
Der Weg wird weniger steil und führt über Schuttgelände. Der Pfad ist hier etwas schwerer erkennbar, verläuft links von Glava v Zaplanji und Triglavska vojašnica Viktorja Emanuela III. (früher fälschlich Morbegna genannt), die wir vor uns sehen. Auf diesem Abschnitt kann auch im Sommer noch eine Schneefläche sein, die aber nicht steil ist, sodass der Eispickel meist nicht nötig ist.
Der Weg führt uns dann zur Abzweigung auf dem Westlichen Triglavplateau. Wir gehen links bergauf zum Triglav (rechts Dolič, scharf rechts Triglavska vojašnica Viktorja Emanuela III.) über Schutt bis zum Einstieg in den nächsten Kletterabschnitt. Dieser ist wesentlich leichter als über Plemenice, sodass er uns keine großen Probleme bereitet (nur Gedränge kann erheblich sein). Der Weg steigt querauf mit vielen Sicherungen und bringt uns unter die Triglavska bzw. Bovška škrbina. Wir steigen weiter zur škrbina, wo wir an eine Abzweigung kommen. Links bergauf weiter (geradeaus abwärts Planika) auf steilem aber gut gesichertem Weg. Nach einigen Aufstiegen lässt die Steilheit nach und bis zum Gipfel warten nur noch wenige Minuten Aufstieg am Gipfelhang des Triglavs.
Ausgangspunkt - Zur Lichtung 0:15, Lichtung - Utro 1:00, Utro - Abzweig Komar 0:15, Abzweig Komar - Unter Skok 1:10, Unter Skok - Luknja 0:45, Luknja - Plemenice 2:00, Plemenice - Zaplanja-Abzweig 0:45, Zaplanja-Abzweig - Triglavska škrbina 0:35, Triglavska škrbina - Triglav 0:35.

Entlang der Route: Na placu (714m), Utro (984m), Odcep za Komar (1058m), Pod Skokom (1494m), Luknja (1766m), Plemenice (2372m), Zaplanja (2428m), Triglavska škrbina (2655m)
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Diskussion zur Tour Zadnjica - Triglav / Terglau (via Plemenice)
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| Gost27. 09. 2006 |
Der Weg ist sehr schön, aber anstrengend und etwas adrenalinreich. Ich denke, dass beim Aufstieg das Selbstsicherungs-Set nur an wenigen Stellen zum Einsatz kommt, es sei denn, ihr plant den Abstieg auf demselben Weg. Grüße.
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| Gost13. 09. 2007 |
Ich höre und lese Kommentare von Bergsteigern, die den Weg gegangen sind. Ist es wirklich nicht möglich, den exponierten Teil des Weges besser zu sichern?! Schade, dass auch Bergsteiger, die sich nicht so exponieren wollen, deswegen Triglav über die Plemenice nicht erleben und die Sphinx nicht sehen können. Bitte weitergeben und berücksichtigen. Berggrüße aus Maribor
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| Gost14. 09. 2007 |
Man sagt, alles ist möglich, wenn man will. Ich bin jedoch der Meinung, dass Bembergova so bleiben soll, wie sie ist. Sie soll für die Mutigsten bleiben. Nicht alle Wege in den Bergen sind für jedermann bestimmt: Man muss Wege finden, die zu einem selbst bzw. seinen Fähigkeiten passen. Am Ende kann man im Leben nicht alles haben. Ich frage mich: Ist mein Aufstieg weniger wert, wenn ich über Dolič oder Planika auf den Triglav komme? Nejc schrieb: "Wer das Ziel sucht, bleibt leer, wenn er es erreicht. Wer den Weg findet, trägt das Ziel immer in sich." Je mehr schöne Wege und lasst uns stolz sein auf die Ziele, die wir in uns tragen. Viel Erfolg und sicher!
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| Gost14. 09. 2007 |
Man sagt, alles ist möglich, wenn man will. Ich bin jedoch der Meinung, dass Bembergova so bleiben soll, wie sie ist. Sie soll für die Mutigsten bleiben. Nicht alle Wege in den Bergen sind für jedermann bestimmt: Man muss Wege finden, die zu einem selbst bzw. seinen Fähigkeiten passen. Am Ende kann man im Leben nicht alles haben. Ich frage mich: Ist mein Aufstieg weniger wert, wenn ich über Dolič oder Planika auf den Triglav komme? Nejc schrieb: "Wer das Ziel sucht, bleibt leer, wenn er es erreicht. Wer den Weg findet, trägt das Ziel immer in sich." Je mehr schöne Wege und lasst uns stolz sein auf die Ziele, die wir in uns tragen. Viel Erfolg und sicher!
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| Gost17. 11. 2007 |
Was lädst du jetzt, wähle eine Tour passend zu deinen Fähigkeiten. Lp Franc
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| Gost21. 11. 2007 |
Ich denke auch, dass der Weg über Plemenice angemessen gesichert ist. Der Abschnitt des Weges, wo Sten (mit Sfinga im Vordergrund) unsere Blicke anzieht, kann man sich auch so anschauen, indem man von Morbegna (über Mulattierstraße von Dolič) absteigt auf leichtem Gelände markierungen folgend und denselben Weg zurückkehrt. Es muss ja nicht immer der Gipfel das Ziel sein, oder?! Es gibt noch eine weniger bekannte, teilweise unmarkierte Variante, bei der man von der Mulattierstraße Zadnjica-Dolič oberhalb der Überreste militärischer Gebäude abbiegt und die Reste des alten Kugy-Wegs zum Triglav sucht. Dieser mündet genau dort in den markierten Weg über Plemenice, wo sich ein herrlicher Blick auf Sfinga öffnet ... obwohl der Weg nicht sehr anspruchsvoll ist und an einer Stelle sogar mit alten Stahlseilen gesichert, erfordert er doch einen Berggänger, der ihm folgen kann und nicht völlig von Markierungen abhängig ist (diese sind stellenweise noch sichtbar). Viel Erfolg!
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| Gost21. 11. 2007 |
Über diese letzten Informationen freue ich mich wirklich. In diesem Jahr habe ich über diesen Weg gelesen und war interessiert, inwieweit er noch erhalten ist. Ich werde ihn im Sommer suchen! lp, špela
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| peter226. 07. 2008 |
Wir sind gestern den Weg von Zadnjica durch Plemenice gewandert. Er ist wirklich wunderbar und empfehlenswert, natürlich für einen erfahrenen Bergsteiger. Einige Fotos sind auf www.petersfoto.si
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| ladog5. 03. 2010 |
Glückwunsch allen, die es durch die Plemenice geschafft haben!
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| Keco10. 08. 2010 |
Eintägige Tour durch die Plemenice und zurück zum Dolič in der Zadnjica. Anstrengendggg! Schöne Tour, wenn du die ersten Seillängen freien Klettern magst! Und Wunder über Wunder, keine Menschenmengen!!!
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| kakav30. 08. 2010 |
Letzte Woche bin ich auch zu einer eintägigen Tour von Zadnjica über Plemenice und zurück über Dolič aufgebrochen. Wirklich wundervolles Klettern durch Plemenice. Der Übergang von der Trenta- zur Vrat-Seite und zurück irgendwo in der Mitte über den exponierten Übergang ist wirklich erstklassig. (kurz aber süß). Ich habe mich mit eigenen Augen davon überzeugt, dass die Geschichten über abgerissene Tschechen kein Quatsch sind. Zuerst habe ich am Einstieg zum Weg von Dolič zum Triglav eine junge Tschechin getroffen, die über den Schuttkegel nur in Sandalen hochgerannt kam. Hoffentlich waren es wenigstens Tewa . Noch lustiger war es, als ich oben am Triglav (überraschenderweise war der ganze Weg ohne Gedränge trotz sonnigen Sonntags) einen jungen Tschechen mit einem kleinen Hündchen getroffen. Sie sagten, es sei ein Tibet-Terrier und sie sei ans Klettern gewöhnt, sie seien über Plemenice gekommen und sie sei super vorangekommen, wo es nicht ging, haben sie sie auf der Schulter getragen oder in den Rucksack gesteckt. Wirklich Modelle . Und sie ist erst 9 Monate alt - leider hat ihnen niemand gesagt, dass Hunde, die zu jung in die Berge gehen, später Hüftprobleme bekommen können - hoffe, das passiert diesem süßen Hündchen nicht. Anyway, Tschechen sind wirklich Modelle und man muss lachen, aber es kann umso trauriger enden, wenn etwas schiefgeht. Man sieht, dass ihr höchster Hügel etwas über 1500m ist.
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| soncyka14. 09. 2010 |
Der Weg über die Plemenice ist ausgezeichnet, an Stellen richtig adrenalinreich, es ist aber wahr, dass er nicht für unerfahrene Berggänger oder solche gedacht ist, die nicht begeistert von etwas gefährlicheren Abschnitten sind. Ich habe den Weg selbst in einem Tag gemacht und denke auch, dass er so bleiben soll, denn nicht jeder kann alles haben. Die Sphinx ist auch schön von dem Weg über die Vrata zu sehen.
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| andraz8525. 06. 2013 |
hat jemand diesen Weg kürzlich begangen? vor allem interessieren mich die Schneeverhältnisse... danke für eine Antwort... lp, andraž
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| pipi1005. 07. 2013 |
Mich interessieren auch die Verhältnisse auf dem Weg, falls jemand Informationen hat.
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| redbull6. 07. 2013 |
In der Scharte ist noch Schnee, anderswo glaube ich kaum lp
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| darinka421. 07. 2021 15:32:25 |
Gestern den Weg von Zadnjica nach Luknja gegangen. Über Plemenice und Triglavske pode zum Gipfel. Bovška škrbina ist schneefrei. Plemenice auch. Nur auf den Podih noch Schnee. Der keine Schwierigkeiten macht. Hatte den Eispickel dabei, aber nicht gebraucht. Sehr wenige Wanderer getroffen. Über Plemenice niemanden. Auch auf dem Gipfel kein Gedränge.
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| franc.rozman@adventure.si22. 07. 2021 16:42:49 |
Darinka4, Gratulation zur erledigten Tour. Mich interessiert, ob alle Haken und Seile im unteren Teil benutzbar und in der Wand sind? Danke. lp, Franc
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| darinka422. 07. 2021 16:54:17 |
Danke. Alle Haken und Seile über Plemenice sind an Ort und Stelle. Ich glaube, sie haben sie letztes Jahr erneuert. An einem Teil irgendwo in der Mitte haben sie eine Ablage und Haken angebracht, wo vorher keine waren. Der Klettersteig und die Teile ohne Klettern sind derzeit alle in Ordnung.
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| kroker112. 08. 2024 11:50:45 |
Ich habe gelesen, dass ein ausländischer Staatsbürger tödlich verunglückt ist auf diesem Weg. Ist vielleicht jemand kürzlich den Weg gegangen und ist er so beschädigt, dass er so riskant ist?
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| Janez Seliškar12. 08. 2024 12:41:43 |
Kletterer steigen nach dem Klettern in der Wand ab und der Weg ist normal passierbar.
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| mirank12. 08. 2024 12:57:33 |
Unsere Gruppe ist samstag dort gewesen und mit dem Weg war alles in Ordnung.
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