Zajzera - Grosser Nabois (variante per la crestaest)
Ausgangspunkt: Zajzera (897 m)
Wegname: variante per la crestaest
Gehzeit: 4 h 30 min
Schwierigkeit: sehr schwierig markiert Weg
Höhenunterschied: 1416 m
Höhenunterschied entlang der Route: 1430 m
Karte: Julijske Alpe - zahodni del 1:50.000
Empfohlene Ausrüstung (Sommer): Helm, Klettersteigset
Empfohlene Ausrüstung (Winter): Helm, Klettersteigset, Eispickel, Steigeisen
Aufrufe: 14.088
 | 3 Personen gefällt dieser Beitrag |
Anzahl der Kommentare: 13
Zugang zum Ausgangspunkt:
Über den Grenzübergang Predel oder Rateče fahren wir nach Trbiž / Tarvisio. Weiter fahren wir auf der alten Straße Richtung Videm / Udine. Bereits nach wenigen Kilometern von Trbiž / Tarvisio zweigt links die Straße nach Ovčja vas / Valbruna ab. In Ovčja vas / Valbruna biegen wir links ab und folgen der Straße weiter durch das Zajzera-Tal bergauf. Nach wenigen Kilometern Fahrt erreichen wir eine Kreuzung bei der Brücke über die Straße (bei der zweiten Brücke). Hier biegen wir links in Richtung der Markierungen für Svetih Višarij / Monte Lussari ein und dann nach wenigen Metern Fahrt biegen wir rechts auf einen großen Parkplatz ab, wo wir parken.
Beschreibung der Route:
Am Ende des Parkplatzes begeben wir uns auf einen Fahrweg, der nach einigen Dutzend Metern auf die Straße trifft. Wir setzen links über die Brücke fort und folgen der Straße bis zu einer Kreuzung, wo wir rechts abbiegen und den Markierungen »616 Rifugio Pellarini« folgen. Für eine Weile gehen wir dann am Fluss entlang und schließen uns bald einer Bergstraße an. Wir setzen links auf die Bergstraße fort, auf der wir dann lange aufsteigen. Die ganze Zeit auf der Straße folgen wir den Markierungen für Weg 616 und die Hütte Rifugio Pellarini.
Etwa auf halber Höhe des Anstiegs auf der Straße zweigt rechts ein sehr anspruchsvoller Weg zum Mali Nabojs (Piccolo Nabois) ab. Wir fahren auf der Straße bis zum Ende fort, wo die untere Station der Materialseilbahn ist. Wir setzen leicht rechts auf einen Fahrweg fort, der schnell in einen Pfad übergeht. Der Pfad biegt dann links ab und beginnt, auf einem etwas steileren Hang unter der Seilbahn aufzusteigen. Wir steigen hauptsächlich durch den Wald ostwärts auf, gelegentlich eröffnet sich uns auch ein schöner Blick auf die umliegenden Gipfel. Solch ein Pfad bringt uns zu einer markierten Wegkreuzung, wo wir rechts fortsetzen und den Markierungen Rif. Pellarini (20 min) folgen, links führt Weg 617 zu Svete Višarje (4 Stunden).
Der Pfad bringt uns weiter bald aus dem Wald auf Schutthalden, von wo sich ein sehr schöner Blick nach Viš öffnet. Hier biegt der Pfad rechts ab und folgt dem letzten Anstieg zur Hütte Pellarini.
Von der Hütte setzen wir auf Weg 616 fort, der uns schon nach einigen Dutzend Metern zu einer Wegkreuzung bringt. Wir setzen rechts fort und folgen den Markierungen Sella Nabois (Škrbina Nabojsa), links führt der Weg zur Žabniška škrbina (Sella Carnizza). Der Pfad führt uns dann über das breite Bett eines Wildbachs auf die rechte Seite des Tales, wo wir bald zu einer neuen Wegkreuzung kommen. Wir richten uns rechts auf den Gratenweg (variante per la crestaest).
Nach einem kurzen Anstieg bringt uns der Pfad zu einem Schild am Weg, das warnt, dass der Weg sehr anspruchsvoll ist und nur für erfahrene Bergsteiger bestimmt. Der Pfad weiter ist nämlich sehr schlecht begangen und ungesichert.
Vom Warnschild steigt der Pfad steil durch Latschen auf und bringt uns zu einem grasbewachsenen Hang. Hier setzen wir entschlossen rechts fort und der schmale und etwas exponierte Pfad bringt uns auf den mit Latschen bewachsenen Grat. Weiter steigen wir auf dem Grat durch Latschen auf. Wenn wir aus den Latschen herauskommen, umgeht der Pfad den steilen Grat links und bringt uns nach einem kurzen etwas exponierten Querung zu einer Rinne. Hier ist viel Vorsicht geboten, da auf dem schlecht begangenen Pfad reichlich Schutt liegt.
Es folgt der Aufstieg durch eine ziemlich steile Rinne hinauf. Aus der Rinne gelangen wir auf grasbewachsene Hänge, wo der Steig sehr schlecht sichtbar wird. Wir setzen entschlossen rechts auf dem grasbewachsenen Hang aufwärts fort, sodass wir wieder auf den Hauptkamm des Berges kommen. Im anfänglichen Teil des Aufstiegs auf dem Kamm ist viel Vorsicht nötig, da der Kamm hier sehr steil ist.
Weiter wird der Kamm deutlich weniger steil und es öffnen sich uns wunderbare Ausblicke nach allen Seiten. Später, wenn der Kamm anspruchsvoller wird, werden wir links eine gut begangene Spur sehen, die zum Veliki Nabojs führt (normaler Weg). An dieser Stelle verlassen wir den Kamm und queren steile Gräser, sodass wir uns dem normalen Weg anschließen. Falls das Gras nass ist, muss man besonders vorsichtig sein, da der Hang ziemlich steil ist.
Es folgt der Aufstieg auf einem Steig, der uns auf einem steilen Hang aufwärts führt. Der letzte Anstieg zum Gipfel ist sehr anspruchsvoll, und der Weg auf diesem Teil ist mit einem Stahlseil gesichert.

Entlang der Route: Rifugio Pellarini (1499m)
Fotos:
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
58
59
60
61
62
63
64
65
66
67
68
69
70
71
72
73
74
75
76
77
78
79
80
81
82
83
Diskussion zur Tour Zajzera - Grosser Nabois (variante per la crestaest)
|
| lynx11. 07. 2011 |
Die Rinne irgendwo in der Wegmitte ist dieses Jahr ziemlich ausgeschwemmt und mit Schutt gefüllt. Vorsicht!
|
|
|
|
| gorskarozica13. 08. 2012 |
Gestern habe ich Veliki Nabojs über den Gratkammweg besucht. Er ist schön, etwas wilder, muss auf die roten Punkte achten, die als unsere Markierungen dienen. Na ja, schöne Tour, Abstieg empfehle ich über den normalen Weg. 
|
|
|
|
| jax28. 06. 2015 |
Der Weg ist komplett neu hergerichtet (umgestürzte Bäume gesägt) und markiert (Markierungen sind stellenweise fast zu zahlreich), zudem wurde sein Verlauf leicht geändert - jetzt gibt es kein Überqueren steiler Grashänge mehr bis zum Normalweg, stattdessen folgt der Weg dem Grat bis ganz zum Ende und trifft erst bei den Dolinen auf den Normalweg. An dieser Stelle gibt es noch ein Sahnehäubchen - Aufstieg zum letzten Grataturm, der aber nicht obligatorisch ist. Ansonsten ein sehr schöner Weg, den nur der extrem gefährliche Aufstieg durch die eingebrochene Rinne im unteren Teil verdirbt, wo man auch Steine in Mikrowellengröße lostreten kann. Sobald man aber die Ebene oberhalb der Rinne erreicht und dann den Grat selbst, wird es sehr schön und angenehm. Dennoch - wegen des unteren Teils würde ich ihn nicht uneingeschränkt empfehlen. Er bietet sicher viel, ist aber auch unter den objektiv gefährlicheren Wegen, die ich gegangen bin.
|
|
|
|
| ajo6219. 08. 2016 |
Hallo alle Bergliebhaber! Am Mittwoch, 17.8.16, haben wir in einer Gruppe von 14 Jungen und Weniger-Jungen-Begeisterten den Einstiegsgraten bestiegen. Trotz unsicherer Wettervorhersagen war das Wetter einmalig! Der Weg ist in jeder Hinsicht hervorragend, extrem aussichtsreich, luftig, nicht übermäßig schwer und auch nicht gefährlich, wenngleich er eine gute Kondition erfordert. Ein Weg, der vielen Aufstiegen auf bekanntere Gipfel nichts nachsteht. Deshalb ist die Befriedigung umso größer in diesem unberührten Eckchen der westlichen Julier. Und eine Herde von 15 Gämsen hat uns auf der oberen Wiese begrüßt, und wir haben uns auf dem Gipfel mit einem ziemlich harmonischen Signore delle cime revanchiert... Herzlich empfehle ich diesen Weg allen Liebhabern!
|
|
|
|
| masker20. 08. 2016 |
Bravo ajo62, lass mich dir anvertrauen, dass ich dir und der restlichen bunten Wandergruppe etwas neide. Ich war schon mehrmals auf dem Nabojs, aber diesen Gratenweg habe ich noch nicht ausprobiert. Ich glaube, ich werde es bald tun. Berge sind wie Frauen. Beim Erobern braucht man viel Geduld. Viel Spaß und noch viele Bergfreuden wünsche ich dir.....
|
|
|
|
| IgorZlodej20. 08. 2016 |
Der Gratenweg ist nichts Besonderes, viel schöner die Via Nord oder durch die westliche Rinne zum Gipfel.
|
|
|
|
| ajo6222. 08. 2016 |
Ja, nördlicher Anstieg vielleicht interessanter, wilder, wahrscheinlich schöner über Gamsja police. Doch Gratweg hat zwei Vorteile: erstens empfehlenswert für größere weniger erfahrene Gruppen, zweitens unermesslich aussichtsreicher, vom Grat nördlichen Anstieg bewundern, umgekehrt schwieriger. Abstieg empfehle Normalweg. Bergsteigergruß!
|
|
|
|
| IgorZlodej22. 08. 2016 |
Ja im Winter meist kombiniere über Normalroute 
|
|
|
|
| ajo6222. 08. 2016 |
Wow, du bist super, Zlodej, Hut ab, nichts weiter.
|
|
|
|
| DarjaZaplotnik22. 08. 2016 |
@ajo62, ich stimme den genannten Vorteilen zu. Der Gratenweg ist auch neu ausgestattet hinsichtlich Sicherungen und Markierungen. lp d 
|
|
|
|
| VanSims1. 07. 2017 |
Sehr schöne Route, die mich angenehm überrascht hat. Empfehle sie allen mit entsprechender Erfahrung. Der Weg hat jetzt einen anderen Namen und natürlich auch eine andere Beschilderung, ca. 10 Minuten nach Pellarini, nicht mehr wie oben geschrieben, sondern "Sentiero Alpinistico Gasparini Florit" Damit nicht noch jemand fast bis zur Abzweigung nach GOLA NE verirrt.  Warum 'Alpinistico' ist mir nicht klar. Jede schwierige Route so zu bezeichnen ist Unsinn. Dann will jemand, der diesen Weg klettert, auf eine echte Alpinroute, und das kann...  Die Route hinsichtlich technischer Schwierigkeit: zuerst etwas ungesicherter bröckeliger Kletterei in einer Schutthalde, dann natürlich jene berühmte Rinne, die jetzt so gut gesichert ist, dass sie eigentlich nicht der schwierigste Teil ist. Absicherung ist vielleicht für Unerfahrene empfehlenswert, Schwindelfreie haben auf dieser Route sowieso nichts zu suchen... Steine bröckeln ja,... vorsichtig, wenn jemand hinter euch ist. Schwieriger (vielleicht eher psychologisch) fand ich dann den Abschnitt ab dem Kästchen (dort Achtung auf den ersten Haken links nach ca. einem Meter Kletterei am Anfang), wo vielleicht ein Stück I+ erreicht und ungesichert ist. Andere Schwierigkeiten auf der Route überschreiten nicht I. Dann gibt es noch etwas Kletterei am Ende und wir erreichen den Übergang zur Normalroute. Jenes 'optionale Turmchen', das @jax erwähnt, hat Schwierigkeit bis I+. Abstieg davon zu den Ketten ist etwas lästig.
|
|
|
|
| serznoz14. 07. 2018 |
Heute hoch. Kann bestätigen, dass der Weg gut markiert und angemessen gesichert ist, aber einzelne Stellen erfordern erhöhte Vorsicht. Oberhalb der Rinne muss man sich etwas anstrengen, um die Haken zu finden, sie sind aber richtig platziert. Einige exponierte Stellen sind relativ kurz. Für Schwindelfreie nicht geeignet, vom Gipfelgrat bis zum Boden sind ca. 1200 m Luft. Einstieg in die Rinne ca. 20 m über dem Ausstieg, Seile erleichtern diesen Abschnitt erheblich. Anhand der Begegnungen mit Aufsteigern beim Abstieg hatte ich den Eindruck, dass wenige die Wettervorhersage beachten. Die Vorhersage war diesmal genau: um 13 Uhr war ich auf dem Parkplatz in Zajzera, Viertelstunde später Donner und Regen.
|
|
|
Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie sich anmelden:
Falls Sie noch keinen Benutzernamen haben, müssen Sie sich zuerst
registrieren.