Boses Weibele 3121m, Griedenkar Kopfe 3031m
|
| viharnik3. 08. 2011 15:45:28 |
Der Weg hat mich wieder zu den Dreitausendern ins benachbarte Österreich geführt. Vorbei an Kals fahre ich zum Lucknerhaus 1920m, dem letzten Parkplatz für den südlichen Aufstieg zum nahen Großglockner. Von hier 100m vor der Hütte führt der Weg quer rechts über grasige Hänge, wo zwischendrin auf 100hm Höhenunterschied zwei Holzhütten stehen. Der Weg schneidet steiler über dem Bett des Peischlach-Flusses ein, wo nach zwei Stunden das gleichnamige Sattel mit Jesuskreuz und Holzunterstand erreicht wird. Von hier hat der Berg dominante, einsame Lage mit zwei Gipfeln und langen Anstiegsflanken. Weiter führt der Weg zum Gernot-Rohr-Biwak zunächst noch durch grasige Karren, später übergeht er in sandige und höher in Schutt-felsigen Boden mit Gletschersee. Halb Stunde weniger als in vier Stunden vorgeschriebener Gehzeit komme ich mit schwerem Rucksack zum Biwak und Sattel, von wo sich toller Blick auf die anderen hohen Berge der Hochshober-Gruppe öffnet. Hier ragt der scharfe hohe Gipfel Roter Knopf 3281m (zweithöchster) heraus, unten entdecke ich mit Adleraugen in der Ferne die Elbelfelder Hütte 2346m im tiefen Gosnitztal. Nach längerer Fahrt und etwas Gehen entscheide ich mich hier zu übernachten, noch gute 100m höher als Studl Hütte. Nachmittags nach gutem Mittagessen steige ich noch zum „nahen“ Dreitausender Griedenkar Kopfe auf, wo ich mit Gehen auf steilem Querhang voller Felsplatten und Steinen zu tun hatte. Hier bricht man sich schnell ein Bein, wenn man die Felsen nicht bedacht und schrittweise belädt. Nach 20min Durchklettern durch Felsen-Schutt trete ich endlich auf den extrem aussichtsreichen Gipfel. Von dort hatte ich die Tour des nächsten Tags zum Boses Weibele wie auf der Hand. Am Abend schaue ich Sonnenuntergang, mache Getränk aus Schneefläche und beschwere mit Steinen die Ränder des Blechdachs des Biwaks, damit es nachts nicht knarrt. Statt dessen heult nachts der Wind um die Ecken, ich eingewickelt im Ajungilak-Schlafsack spürte noch nicht, dass ich die Nacht bei nur 3°C verbracht habe. Morgen kristallklar, aber vereist mit Boden. Für den Gipfelaufstieg warte ich so lange, bis es teilweise taut, was Überblick über die beladenen Steinplatten ermöglicht. Bei solchem steileren Aufstieg gut Stöcke ohne Riemen halten, damit im Fall des Abrutschens noch etwas greifen kann. Bei Stufen helfen wir uns mit freier Hand für Griffe, mit der anderen halten beide Stöcke. Hier können Steinplatten Dicke bis 10cm Durchmesser bis 1m überschreiten und darauf ist nicht sicher zu gehen, da im Fall Abrutschens von ihnen nicht abspringen können. Um 7h stand ich schon am Kreuz auf dem Gipfel mit nordkaltem Wind. Auf dem Kreuz auf der Tafel stand: Aus allen Seiten der Bergflanken reicht dir Gott in höchster Unterstützung die Hand. - aus 1984. Für Rückweg wähle ich SW langen Grat, dann fahre ich zur Glorer Hütte schauen wie dort, lösche Durst, plaudere mit Österreichern, grüße nette Mädchen für Bewirtung und zufrieden fahre ich ins Tal. Gipfel im Winter feiert als schöner Skitourenjuwel. Vom Lucknerhaus zum Gipfel 5h Gehzeit. Tour zum genannten Gipfel möglich für Österreicher in einem Tag, etwas weniger für uns aus 240km entfernten Ljubljana. Weg ohne Nutzung Tunnel und Autobahn nichts länger, 3h 30min, aber viel günstiger und panorama-technisch interessanter. Diesmal ging über Gailbergpass bei Stadt Kotschach.
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
| (+1) |  | |
|
|
|
|
| ljubitelj gora3. 08. 2011 18:12:28 |
Super, hattest du irgendwelche Keile, Sicherungen, Haken auf dem Weg? Mir persönlich gefällt dieses Gebirge nicht, ich mag am liebsten unsere Julische und Steinerne Alpen, Karawanken sind super für Anfänger.
|
|
|
|
| viharnik3. 08. 2011 18:44:25 |
In der Shobergruppe bei markierten Wegen überall gesichert an schwierigeren Abschnitten, manchmal an langen steinigen Aufstiegen keine Sicherungen, dort Klettern an Felsen überschreitet nicht Grad I aber genug, dass Unaufmerksame von Felsen runterfallen und sich ernst verletzen. So hat mir der Wirt der Elberfelder Hütte gesagt, dass Aufstiege nach letztem Schneefall ernst sind, letzte 300m ziemlich Neuschnee. In solchen Bedingungen sichern wir uns mit Eispickel durch Drytool-Klettern, beim Sturz aber mit neuem Schnee an Felsen nicht bremsen können, wegen verstreuter Platten mit Steigeisen Bein brechen können. Deshalb Roter Knopf auf andere Gelegenheit verschoben. Hier sind Berge auf Schutt wirklich nicht so schön, aber viele mögliche Tourvarianten, Teiche, Hüttenpersonal auf Niveau, Service gleich. Auf Weg trifft man auch echte Bergsteiger, auch viele Ältere, verhärtete, die trotz du die Tour gemacht hast glücklichen Weg wünschen.
|
|
|
|
| viharnik23. 06. 2014 20:47:45 |
Schöne Tour, zugespitzter Panoramaberg
|
|
|
Um einen Kommentar zu veröffentlichen, müssen Sie sich anmelden:
Falls Sie noch keinen Benutzernamen haben, müssen Sie sich zuerst
registrieren.