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Eisenerzer Alpen

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VanSims16. 09. 2012 20:50:22
Dieses Wochenende fahre ich ins österreichische Steiermark. Samstag schau ich mir die Raabklamm-Schlucht an, den längsten Vintgar in Österreich und eine nahe Höhle. Dann noch ein bisschen nach Graz. Abends komme ich nach Eisenerz.

Heute früh wache ich schon um 6:30 auf. Soll ich noch ein bisschen schlafen? Nee, früher Vogel fängt den Wurm, obwohl die ganze Tour offiziell nur ca. 5-6 Stunden dauert. Mit dem Auto fahre ich zur Polizei. großes Grinsen So steht es in der Beschreibung des Anstiegs zum Ausgangspunkt auf bergsteigen.at:

http://www.bergsteigen.at/de/touren.aspx?ID=402

Von der Polizei fahre ich weiter und parke bald auf dem Parkplatz am Ausgangspunkt. Wäre der Erste gewesen (als ich zurückkam, waren so viele Autos, dass sie auf Wiesen parkten), wenn mich nicht ein Motorradfahrer überholt hätte. Sorgen wegen frisch gefallenem Schnee waren überflüssig, da die Via Ferrata meines Aufstiegs auf Pfaffenstein (Schrabachersteig) durch die Südwand führt, die trocken war. Auf umliegenden Hügeln sah ich aber noch Schnee.

Ich starte und nach ca. einer halben Stunde komme ich an eine Abzweigung, nach weiteren 15 Minuten beginnt der mühsame Aufstieg auf Serpentinen zum Einstieg in die Wand. Der Boden war auch durchnässt, da es am Vortag geregnet hat, gut sichtbare Rutschen der Vorgänger warnten mich, wo ich aufpassen soll.

Vor dem Einstieg in die Ferrata zuerst ein Seil, dann etwas freies Klettern (I). Dann geht's richtig los. Der Weg ist gut gesichert, nur ein paar gelockerte Haken müssten fixiert werden (zwei waren sogar herausgerissen). Die Ferrata ist ziemlich exponiert, bis zur Schlussscharte mit Leiter. Direkt vor dem Ausstieg war etwas Schnee, aber Vorgänger hatten Tritte gemacht, denen ich folgte. Noch ein paar Seile und ich bin auf dem Grat.

Schwierigkeit der Ferrata: A-B (Schlüsselstelle B). Persönlicher Eindruck: etwas schwerer und etwa so exponiert und lang wie Planika - Mali Triglav. Ansonsten eine richtig schöne kleine Ferrata mit tollen Ausblicken ins Tal auf Eisenerz und den benachbarten Erzberg (Eisenerzberg, nach roter Farbe und Form zu urteilen).

Auf dem Grat gehe ich Richtung Gipfel, noch ca. 15-20 Min. Gehweg. Die Aussicht war durch Wolken begrenzt, vielleicht wäre es besser gewesen, noch etwas zu schlafen, denn wenn oben die Sonne schüchtern mal rausguckte, hat es beim Abstieg fast komplett aufgeklart.

Abstieg über Markus-Steig, der auch A-B ist, aber deutlich kürzer und leichter (eine Stelle A-B, sonst alles A). Unterwegs schau ich noch am Fuß der C-D-Ferrata am Westgrat vorbei. Am Einstieg Haufen Gedenktafeln (Warnung).

Auf dem Abstieg habe ich im oberen Teil noch Probleme mit matschigem Weg und mache meine Schuhe total dreckig, dann komme ich auf die Forststraße und zurück zur Abzweigung und zum Parkplatz.
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VanSims27. 03. 2016 18:38:04
Letzten Juli auf dieser Klettersteig in den Eisenerzer Alpen.

https://simsoneblog.wordpress.com/grete-klinger-steig/
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don kihott20. 05. 2016 11:06:21
In Eisenerz gibt es auch zwei echte Extrem-Ferratas... Kaiserschild und Kaiser Franz Josef...
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janezs7320. 06. 2018 15:16:00
Gestern habe ich die Ferrata am Kaiserschild durchklettert. Ein paar Kommentare unten...

Anstieg von Ramsau ist einfach, gut markiert, nach Beschreibung auf bergsteigen.com könnte man denken, die Passagen durch den Wald und den Zugang zur Bank, die ins mittlere Barenloch führt, seien schwer zu finden. Aber kein Problem. Besonders, wenn man die Höhe merkt (knapp unter 1500m) oder die Form der Wand, wo man links abbiegt.

Schnee auf dem Weg nicht mehr, hier und da noch eine Schneefleck in Mulden.

Ferrata ist schwer, D/E mit vielen D- und C/D-Passagen. Die 250 Höhenmeter solcher Schwierigkeit machen sich bemerkbar, Schwierigkeit der Passagen ähnelt haargenau denen in der Gonžarjeva peč, nur mit 400m Luft darunter. Exponiertheit macht diesen Weg zu einem echten Berg-Erlebnis im Gegensatz zu den meisten (niedrig gelegenen) Sportferratas. Beide D/E-Passagen sind vielleicht sogar E, in fast allen mittleren 100 Höhenmetern fällt die Schwierigkeit selten unter C/D, sogar Arme stärker belastet als bei anderen C/D-Ferratas, da bei diesen C/D-Stellen das Stahlseil seitlich oder auf Absatz steht, also auch da "Reibung" nötig. Überhängende Teile länger als paar Haken, Körper hängt länger an Armen.

Nepalesische Hängebrücke oben an Ferrata ist nette Abwechslung. Nicht schwer.

Über der Ferrata folgt der Weg eine Weile dem Gratrand, dann beim Männlein links (Norden) abbiegen und westliches Grashang queren, erst nach ca. 500m wieder auf Grat. In dichtem Nebel hilft GPS-Track oder Kompass, sonst sucht man schnell Gipfel auf falscher Seite. Weg oben schlecht sichtbar.

Vom Gipfel nordwärts zum Bruch im Grat, dann etwas westliches Hang zum Abzweig. Hier gerade zum Hochkogl, abwärts zuerst durch Gras, dann links (Süden) auf Bank, die uns zurück am Ferrata-Einstieg zum Schuttfeld bringt. Durch dieses fast bis ins Tal (obere Hälfte linker Zunge, untere rechte).
Blick aus oberen Ramsautal auf Barenloch (Graben in der Mitte), Kaiserschild rechts mit eingraviertem Weg (gelb), Einstieg auf Gred (gelber Pfeil), Einstieg in Klettersteig (roter Pfeil) und Rückweg (gestrichelt)1
Blick auf die Gred, die nach Barenloch und Klettersteig Kaiserschild führt (mit gelbem Pfeil auf erstem Bild markiert)2
zweiter Teil der Gred, Einstieg in Klettersteig sofort links hinter dem Überhang, unter dem der Weg verläuft (rechtes Drittel des Bildes)3
nach anfänglichem kleinen Überhang ist die Fortsetzung einfach4
bis der Weg senkrecht wird... dort ist die scheinbar einfache Rinne ganz anstrengend5
dann werden die Dinge senkrecht und Steilheit sowie Exponiertheit lassen nicht nach für weitere 100 m6
z.B. beim Linkstraverse (Körper hängt ca. 10 m heraus)7
erster großer Überhang ist unter (hinter) dem Haken auf diesem Bild8
Platten und zweiter Überhang, exponiert auch im Weitergehen9
Exponiertheit faszinierend, Haken weit auseinander, jeder zweite Schritt auf Reibung10
mit dieser senkrechten Platte endet der Hauptpfeiler, dahinter der Nepalesenbrücke11
Nepalesenbrücke und obere Platten nicht mehr anstrengend (auch nicht einfach), darüber Weg rechts am Rand weiter, dann links auf Gras12
Abstieg vom Gipfel.. bis Kreuzung (rechtes Drittel unter Nebel) und davon links ab über Gras (Weg in Serpentinen sichtbar)13
unter Gras links entlang Gred zum Klettersteig-Einstieg und von da Ankunftsrichtung (außer Schuttabstieg)14
manche Übergänge ohne Stahlseil, voller schräger Platten und viel Schotter... Vorsicht!15
und dann über Schuttfelder zum Ende16
wo ein schönes Trog mit super Wasser wartet (hier zurück zum Weg bei Schuttabstieg)17
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don kihott2. 07. 2018 09:09:47
Janezs73...Bei all den Fußtritten würde ich sagen, von E keine Rede... Aber einverstanden, die Ferrata ist sehr exponiert und eine sehr anspruchsvolle komplexe Tourzwinkern
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janezs732. 07. 2018 09:36:55
hm, Fußtritte sind wirklich zahlreich, aber nicht überall... an manchen Stellen keine oder so weit auseinander, dass sie nur beim Einclippen helfen...

D/E oder E - letztlich nicht so wichtig, wir beide wissen, da oben ist nix mit Spaß... wichtig, dass das die wissen, die da zum ersten Mal hinfahren. Für viele ist D/E-Kombo plus tiefer Abgrund ganz schön hart.
Ich hab kurz vorm Ferrata-Einstieg (als ich schon abwärts ging) einen Typen getroffen, der fragte, ob's wirklich E ist. Als ich fragte, welche schweren Ferratas er schafft, sagte er C. Für solche Leute ist E gleich D/E. Also unkletterbar. Unser Gefühl für Bewertung kann aber schon ein schlechter Tag ändern großes Grinsen.
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don kihott2. 07. 2018 10:04:28
Bin einverstanden, Janezs73... Ich hab Kaiserschild vor Jahren gemacht, glaube 2012... Am zähesten war der zweistündige Anmarsch zum eigentlichen Ferrata-Einstieg... Aber direkt nach Eröffnung, glaube im ersten halben Jahr, viele Hubschrauber-Rettungen, wahrscheinlich solcher C-Kletterer...
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dprapr5. 07. 2024 21:46:41
Thema für Eisenliebhaber?
Egal. Heute waren wir in den Gegenden, wo sie Eisenerz abbauen, aber Ferratas haben uns gar nicht gereizt. Nie, obwohl ich ein paar ausprobiert hab, um zu sehen, wie sie sind.

Besucht Hocherkogel - Kaiserschild-Gruppe.
Geparkt unter Sprunghügeln, Parkplatz Gasthaus Gemeindealm in Eisenerzer Ramsau auf 1019m.
Parkplatz kostenpflichtig, 4 Euro/Tag.
Morgens trotz anderer Vorhersage Regen dort. Bei Ankunft um 7 Uhr Regen vorbei, Nebel lichtete sich den ganzen Vormittag. Zuerst auf Aussichtsgipfel Kaiserschild, von dort Grat zu Kaiserwart, über 200m abgestiegen und von dort auf Hochkogel. Von dort nach längerer Pause abwärts SW-Grat, vorbei an mächtiger Rinne zu Halskogel und weiter über Radmerhals zu Sprüngen.
Muss sagen, beide Gipfel (Kaiserschild und Hochkogel) haben mich begeistert. Wenige so schöne Gipfel. Für ganze Runde mit Pausen 8 Stunden.
Günstiger als….1
Alles im Nebel, nach dem morgendlichen Regen. 2
Aufsteigende Übergänge. 3
Querung unter der Wand, nahe dem Start der Via ferrata.  4
Vom Gipfel des Kaiserschild Richtung Eisenerz. 5
Kaiserwart. 6
Hochkogel. 7
Hügelchen darunter. F:V.P.8
Gipfel des Hochkogels.  9
Abstieg entlang des SW-Grats. 10
Pause.11
Diesen Blick haben wir heute Morgen vermisst. 12
Abschluss am Parkplatz. 13
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