| dprapr2. 09. 2025 11:52:25 |
Von überall, wo ich ihn gesehen habe, ist er mir aufgefallen. Vom Hochtor letztes Jahr sah er wie eine echte Spitze auf der anderen Seite des Tales aus. Und obwohl er niedrig ist, sogar unter 2000m, wie unsere Matkova Kopa, sieht man von dort weit. Und auch der Aufstieg ist nicht einfach. Bis zur grasigen Rampe Sparerriegel führt ein Pfadchen, stellenweise eher ein Steig, die letzten 130m zeigt sich als echter Schönling, für den man steile II. Schwierigkeit beim Klettern beherrschen muss. Als wir oben saßen, hatte ich ein ähnliches Gefühl wie auf der Rigljica. Dort ist zwar etwas mehr Kraxeln, in Schwierigkeit und Anstieg aber kein großer Unterschied. Wir sind von Mühlbach angegangen, wo ein paar hundert Meter von der Hauptstraße ein kostenloser Parkplatz ist. Vor der Burg Kassegg biegt man zum Parkplatz ab. Dann am Bach und durch den Wald hoch zum Otterriegel, wo links der Weg zum Tieflimauer und Ennstalerhütte abzweigt. Von da war das Pfadchen praktisch zerstört von mehr als einem Meter tiefen Wildbachrinnen. Die Überschwemmungen haben hier nicht verschont. Auf der ersten Rampe öffnet sich der Blick nach Westen und der Weg biegt steil hoch zur zweiten Rampe Sparerriegel, wo uns der obere Teil des Berges direkt verzaubert. Man würde einfach dort sitzen bleiben und ihn bewundern. Aber dort ist noch nicht das Ende des Weges, es fängt richtig hinter der grasigen Bank unter der Wand an. Von da leiten rote Punkte steil hoch, stellenweise steile II. Dazwischen spazieren wir auf der Bank und kraxeln über Schutt, im zweiten Teil gerade hoch über Platten. Wenn wir den Grat erreichen, wartet rechts unter dem Gipfel noch ein steiler Sprung. Der Gipfel liegt auf einer geneigten großen Platte. Natürlich ist da auch ein Kreuz. Deutlich kleiner als üblich auf österreichischen Gipfeln. Der nahe Turm Richtung Großer Buchstein ist etwas höher (ca. 2m), aber glatt und schwer zugänglich. Oben haben wir uns hingesetzt und die Ruhe und den Ausblick genossen. Ringsum bekannte Gipfel, viele schon begangen, einige noch im Visier. Gestern ein neuer, St. Gallener Spitze, der uns sofort aufgefallen ist. Abstieg geklettert wie Aufstieg. Schön in Seilschaft, wie es sich für Pensionäre gehört. Die Wand bietet genug Sicherungsbolzen. Sogar ein paar normale große, ähnlich denen auf Wanderwegen, tauchen an den schwierigsten Übergängen auf. Auf jeden Fall ein Gipfel, der einen Besuch wert ist. Besonders für Weglose-Gourmets.
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