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Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte

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bagi9. 10. 2019 12:58:53
Umfangsmäßig kleine Lienzer Dolomiten liegen nur gut zweieinhalb Stunden angenehmer Fahrt aus Zentral-Slowenien entfernt. In wenigen Tagen kann man alles ablaufen, was sie den üblichen Schottertretern bieten. Im Aussehen sind sie nicht gerade klassische Dolomiten und benannt wurden sie so erst 1885.

Schönes Herbstwochenende mit viel Sonne ermöglichte uns den Besuch der Gipfel im zentralen Teil, schön kreisförmig über der Karlsbader Hütte angeordnet. Sie beherbergte uns über Nacht und hatte trotz späten Datums recht viel Besuch. Vorherige Woche hat sie für die Saison geschlossen.

Ersten Tag widmeten wir dem Klassiker, attraktiven Panorama Klettersteig. Danach querten wir den Grat vom Kletter-Roter Turm bis zum höchsten Großen Sandspitze und etwas weiter. Merkmal ist erhebliche Exponiertheit und schlaffe Seile mit langen Clips. Klettersteig ist wegen Länge nicht leicht, offizielle Schwierigkeit C/D unter Daumen Gipfel etwas übertrieben. Am nächsten Tag war mancher C schwerer als dieser Abschnitt.

Nächsten Tag kamen die Berge auf der gegenüberliegenden, südlichen Seite der Hütte dran. Zuerst stiegen wir auf markanten Seekopfel. Klettersteig auf üblicher Südroute ist angenehmes Klettern B/C, gilt aber nicht für Nordvariante über Eggerturm. Trotz offizieller C könnte er mindestens *hohes C* verdienen velik nasmeh. Länge dieses Abschnitts, Exponiertheit und Schwierigkeit sind nämlich deutlich größer im Vergleich zum C/D-Abschnitt am Panorama Klettersteig vorher.

Ähnlich im Weiteren beim Durchqueren Kleine Gamswiesenspitze. Abstieg von ihrem Gipfel ins Gamsschart Sattel ging über oberen Teil Madonna Klettersteig. Madonna, gut dass wir vorher Geschirre angelegt hatten. Offiziell wieder nur C, voraussichtlich nichts Besonderes, inoffiziell aber solider, exponierter Abstieg an Wand mit schlechten Tritten und Neigung von guten 70 Grad. Noch Sprung auf Große Gamswiesenspitze und Rückkehr über Abkürzungen ins Tal bis Anschluss an Weg 12. Der brachte uns zur Dolomiten Hütte mit interessanter Lage auf Fels und etwas weiter zum Parkplatz, wo wir den Zweitagestourenschluss machten nasmeh.

Einige Merkmale der gelaufenen Wege .... Seile an Klettersteigen verlaufen durch alle nötigen und unnötigen Passagen, typisch österreichisch. Oft schlaff, mit langen Abständen zwischen Clips. Wegmarkierungen und Zeichen stellenweise übertrieben häufig, anderswo extrem rar. Zeiten an Tafeln meist gut abgestimmt, einige wohl vom Bergläufer gemessen. Ähnlich mit Bewertung der Klettersteig-Kategorien. Sicherungs-Set kommt an vielen Stellen recht. Gesamteindruck leichte Verwirrung bezüglich allem Genannten, ungewöhnlich für so kleines Gebiet. Wege und Seile in gutem Zustand und keine größeren Probleme festgestellt. Mehr in der Fotogeschichte ...

Koordinaten Ausgangspunkt (Parkplatz nahe Dolomiten Hütte): 46.791400, 12.784259

Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Wir parken auf dem größeren Parkplatz nahe Dolomiten Hütte. Wir nehmen die linke Variante auf Rudl Eller Weg1
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Die spät-herbstliche Sonne will gar nicht aufgehen2
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Reif hat die Weiden schon weiß gemacht, kein Grün mehr3
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Hier gehen wir drüber. Über den Felsgrat führt ein kurzer Klettersteig4
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Markierung für Klettersteig Zillinkopfe. Früher hieß er Piccola-Ferrata. Schwierigkeit meist A/B, etwas C5
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Im abschließenden Teil des Klettersteigs6
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Blick auf die Berge, die wir am nächsten Tag durchqueren wollen … Kleine und Große Gamswiesenspitze7
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Zentrale Hütte der Lienzer Dolomiten an toller Lage - Karlsbader Hütte. Sie gehört dem deutschen DAV und hat ca. 100 Lager8
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Wir machen uns auf zu den nördlichen Hängen über der Hütte, zuerst Richtung Laserzwanda9
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Auf dem Gipfel. Platz minimal, das Kreuz nützlich zum Sichern :)10
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Wir sind etwas abgestiegen, unter der Wand des Kletter-Roter Turm weitergegangen und zu den ersten Drahtseilen gelangt11
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Markierung für Panorama Klettersteig mit Schwierigkeitsbewertung pro Abschnitt12
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Der Einstieg ist nichts Besonderes, die Richtung führt zum Grat13
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Sobald wir es erreichen, verläuft die Via ferrata mehr oder weniger darauf14
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Das dickere Stahlseil ist zum Sichern, das dünnere zur Erdung. Etwas Ähnliches habe ich nur in der Via ferrata auf unserer Velika Ponca gesehen15
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Der Grat bietet einige Türme, oft ohne Fortschreitensbedarf16
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Die Via ferrata führt über mehrere Gipfel. Diesmal ist es Galitzenspitzen17
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Es hat einen exzellenten Ausblick :)18
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Der Fels ist gut, mit zahlreichen Griffen und Tritten.19
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Auf dem Grat20
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Zwei Männchen stehen auf dem Gipfel des Daumens, im Hintergrund Große Sandspitze.21
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Stahlseile mit so langen Abschnitten habe ich lange, lange nicht gesehen.22
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Hier wird man wohl hinmüssen.23
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Wenn zwei auf demselben Abschnitt sind, kommt es wegen der langen Seile zu Fingerschnippen :)24
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Große Sandspitze25
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Der Abstieg vom Gipfel ist nicht ganz ungefährlich.26
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Der Fels ist hier bröckliger, die Seile auf den Bänken sind mehr als willkommen.27
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Blick zurück28
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Hier verläuft ein Teil des Abstiegs von der Große Sandspitze.29
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte noch immer absteigend30
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Solche Sicherungen habe ich noch nirgends angetroffen.31
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Zum Sattel, wo wir in das Tal absteigen werden.32
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Blick über den Rand. Dort kein Brot für Schotterfahrer.33
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Alte Markierung eines Wegabschnitts. Jetzt ist alles zusammen Panorama Klettersteig.34
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Blick auf den Laserz See und die Hütte Karlsbader Hütte an seinem Ufer.35
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Abstieg aus dem Sattel ist reiner Schotter, von einem gepflegten Weg keine Spur. Markierungen blau.36
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Zur Hütte. Am Nordufer des Sees Mini-Ferrata Wet Foot mit schwierigeren Details als auf dem gesamten Weg. Daher Name … Nasse Füße :)37
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Die Hütte war voller Tagesgäste, Service schnell und effizient.38
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Einige von uns haben auch übernachtet. Halbpension 44 € / Person mit PZS-Mitgliederkarte.39
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Morgen des zweiten Tags. Überraschenderweise keine Markierungen für unseren Seekopfel an den Schildern.40
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Morgendliche Aussicht.41
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Erst am Sattel erscheinen die ersten Markierungen und Schilder. Etwas unlogisch.42
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Zuerst links zum Gipfel, gleichen Weg zurück, dann rechts weiter.43
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Unser erstes Ziel Seekopfel44
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Markierung für die Via ferrata45
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Auch hier steigen wir zuerst auf den Grat46
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Die Übergänge sind gut angelegt, ohne unnötige Spaziergänge über jeden Block47
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Auch hier haben die Drahtseile ziemlich lange Abstände48
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Nördliche Variante über Eggerturm, Schwierigkeit soll C sein. Nur für den Aufstieg vorgesehen, Begegnung wäre extrem schwierig49
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Der Einstieg in die Variante ist nichts Besonderes50
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Dann beginnt ein exponierter und steiler Aufstieg. Die Tritte sind eng und nicht sehr häufig. Die Bewertung könnte mindestens hohes C sein :)51
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Blick zurück auf die extrem steile Wand52
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Abstieg vom Egger Turm53
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Momentaufnahme54
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Die Fortsetzung folgt dem üblichen Anstieg55
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Der Gipfel scheint die ganze Zeit täuschend nah. Der Aufstieg dorthin dauert trotzdem fast zwei Stunden56
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Noch etwas Fels …57
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte … und wir sind bei dem ungewöhnlichen Kreuz auf dem Gipfel angekommen58
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Seekopfel, 2744 m59
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Wir kehrten über die südliche, übliche Klettersteig zurück.60
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Die Passagen sind gut gesichert, Seile lang und schlaff.61
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Es gibt auch breite Übergänge, nichts Schwieriges :)62
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Noch ein wenig Aufstieg und bald erreichten wir den Sattel.63
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Unser nächstes Ziel ist Kleine Gamswiesenspitze.64
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Am Sattel Kerschbaumer Torl. Kein Schild für den nahen Kleine Gamswiesenspitze, trotz markiertem Weg dorthin.65
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Blick zurück zum Sattel und zum gepflegten Weg zum Gipfel.66
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Wenn das Gras aufhört, kommen die Stahlseile dran.67
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Schwierigkeit zum Gipfel meist A/B, hier und da C. Wenig Platz darauf, daher sind wir sofort Richtung Große Gamswiesenspitze weitergegangen.68
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Lange und locker.69
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Schwierigkeiten steigern sich, C wird Standard.70
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Wir krabbeln hoch, runter über exponierte Kanten.71
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte So haben wir uns durchgeschlagen. Von hier folgt ein steiler Abstieg.72
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Oberer Teil der Via ferrata Madonna Kletersteig, Platte mit ca. 70 Grad Neigung. Steil, steil und nochmals steil.73
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Seitenansicht.74
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Auch nach dem Überqueren der Platte ist die Schwierigkeit nicht viel geringer.75
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Noch ein Blick von der Seite.76
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Madonna, gut dass wir die Geschirre angelegt haben :) Offizielle Schwierigkeit C, aber schwerer als der C/D-Anstieg auf Daumen am Vortag.77
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Blick zurück zur Wand, die wir geklettert sind. Abstieg links über die glatte Platte.78
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Große Gamswiesenspitze.79
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Den Großteil davon haben wir in zwei Tagen umgangen. In der Mitte ist der See und unsere Hütte.80
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Die Rückkehr vom Gipfel zum Sattel verlief auf demselben Weg.81
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Dann sind wir ins Tal über die šodrovska Abkürzung fortgefahren.82
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Pause nach dem Šoder Express :)83
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Gedenktafel der Verstorbenen in diesen Bergen. Die meisten sind Kletterer oder Winterbesucher.84
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Noch ein Gedenken an die Gefallenen im Krieg85
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte Dolomiten Hütte, private Hütte an außergewöhnlichem Standort. Parkplatz ist einige Minuten weiter86
Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte GPS-Track der zurückgelegten Route.87
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narava9. 10. 2019 15:36:58
Super Rundgang! Mit meinem Freund früh im Sommer gelaufen Panorama Klettersteig und beim Abstieg Weg verfehlt. Statt auf Bild 32 zum Sattel folgten wir grünen Markierungen, die uns direkt runterführten, Abstieg ziemlich steil und anspruchsvoll, etliches Hängen an Seilen auf Reibung, nicht für kurze Beine. Nach Karte wohl Gebirgsjägersteig, der B/C haben soll? Egal, für Abstieg empfehle leichtere bzw. eure Ari Schübel Variante.
Wegskizze

Interessant und sehr nützlich Info zur Schwierigkeit eures zweiten Tages. Uns warten noch nasmeh
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bagi24. 10. 2023 13:06:08
Klammbrückl - Kerschbaumeralm - Madonnen Klettersteig - Gamswiesenspitze - Allmaier Toni Weg - Weittalspitze - Kerschbaumeralm - Ausgangspunkt

Lienzer Dolomiten haben wir vor einigen Jahren erkundet, hauptsächlich um die Hütte Karlsbader Hütte. Diesmal sind wir etwas weiter westlich über die Schutzhaus Kerschbaumeralm gezogen und dort weiter gemacht, wo wir damals aufgehört haben.

Zum Einstieg war es der Madonnen Klettersteig, da wir bei vorheriger Erkundung nur einen Teil davon gemacht hatten. Anstieg einfach und gut markiert, erste Markierungen schon bei der Schutzhaus-Hütte. Der Klettersteig ist Kategorie C, die zeigt Zähne besonders im Gipfelteil des großen Gamswiesenspitze und beim Aufstieg auf den kleineren Namensvetter. Hauptattraktion ist die 16 m lange Brücke, über die wir den Abgrund zwischen zwei Wänden queren.

Nach dem Abstieg ins Kerschbaumer Törl haben wir weiter in Richtung Weittalspitze fortgesetzt. Dorthin führt der Weg Allmaier Toni Weg, markiert mit interessanten rot-blauen Markierungen. Der Weg sollte nach verfügbaren Daten C-Schwierigkeit haben, was sich später als leichter Irrtum herausstellte nasmeh. Im Schlussabschnitt ist der Verlauf des Klettersteigs geändert und verlässt die Originalrichtung. Hier kommt D, die mehr Erfahrung erfordert und definitiv nicht für jeden. Hat aber dieser Klettersteig zwei unangenehme Eigenschaften. Erste sind für meinen Geschmack ungewöhnlich gelegte Drahtseile, zweite deren Fehlen in manchen anspruchsvollen und steilen Passagen.

Auch der Abstieg vom Gipfel hat uns überrascht. Schon die Westflanke der Weittalspitze ist wasserzerfurcht, aber das konnten wir umgehen. Das gelang uns nicht im Abstiegsrinnsal etwas tiefer. Dieses ist völlig neu umgeformt, kein Weg mehr da, nur tiefe Wunden im Untergrund und riesige Schuttmassen. Markierungen noch stellenweise an Felsen sichtbar, aber dort kein Weg mehr. Spuren von Vorgängern fast nicht zu sehen, also Ganze offenbar ziemlich neu. Ursache höchstwahrscheinlich starke Regenfälle, da wir Ähnliches tiefer an der Straße gesehen haben. Gefolgt Rückkehr zur Hütte und Abstieg ins Tal. Mehr in Foto-Geschichte ...

Koordinaten Ausgangspunkt (Klammbrückl): 46.7904583N, 12.7646350E
Wir parken auf dem letzten Parkplatz. Die Straße ist lange Schotterstraße, nicht unbedingt in bestem Zustand.1
Auf Weg Nr. 10 steuern wir auf die Alm Kerschbaumer Alm zu2
Langes Stück ist es eine Zufahrtsstraße zur Materialseilbahn3
Zahlreiche Wasserfälle des Bachs Hallebach. Hier biegen wir am nächsten Tag rechts ab4
Neben der Straße verläuft auch ein Wanderweg, der aber von Unwettern an vielen Stellen weggespült wurde5
Zur Hütte Kerschbaumeralm Schutzhaus führt nur ein Bergsteig. Dieser ist in gutem Zustand6
Erstes Ziel des Tages … Große und Kleine Gamswiesenspitze über die Ferrata Madonnen Kletersteig7
Bei der Hütte biegen wir links auf 213 ab, am nächsten Abzweig erneut in Richtung der Ferrata8
Nach einigen Serpentinen gelangen wir zum Einstieg in die Madonna9
Die Ferrata unten ist nicht besonders schwierig, im Gipfelbereich erreicht sie aber Kategorie C10
Die Stahlseile sind zwar straff, ihr Verlauf aber weit entfernt vom Komfort der italienischen Dolomiten11
Oft schleifen sie über Felsen, wo sie nutzlos sind12
Manchmal sind sie bei Übertritten unangemessen hoch gespannt13
Insgesamt wirkt es hastig gezogen, mit langen Seillängen und ohne echtes Gespür14
Nach einleitendem Klettern mit und ohne Seilen stehen wir vor der größten Attraktion der Ferrata15
Dies ist eine 16 m lange Brücke über zwei Wände gespannt. Weil der Gehsteeg schmal ist, schaukelt sie gut16
Direkt dahinter das Gipfelbuch für alle, die es rüber geschafft haben :)17
Im oberen Teil der Ferrata steigert sich die Steigung, ebenso die Schwierigkeit18
Auf dem Grat ist etwas Betrieb, aber genug Platz zum Ausweichen19
Wir bedanken uns und machen weiter …20
Blick zurück21
Große Gamswiesenspitze - Gipfelbereich22
Blick zurück vom Gipfel. Zum Weitergehen gehen wir gut 100 m zurück, dann steigen wir ins Sattel ab.23
Abstieg ins Sattel zwischen beiden Gipfeln ist ziemlich zerfurcht, daher benutzen wir Stöcke.24
Wir sind schon in der Nachbarwand. Es gibt genug Drahtseile, befestigt auf gleiche Weise wie zuvor.25
Die anfänglichen Seillängen in der Wand des kleinen Gamswiesenspitze sind ziemlich exponiert.26
Auch die Fortsetzung ist nicht einfach. Die Wand ist steil und vor allem lang.27
Auch über diese Felsen gehen wir …28
Zuerst müssen wir noch zu einem Zwischensattel absteigen.29
Die Querung davon verläuft entlang eines windenden Drahtseils.30
Dann folgt ein erneuter Aufstieg, diesmal zur Kleinen Gamswiesenspitze.31
Abstieg davon ist eine Weile über Gras und sogar Stufen, dann folgt wieder die Wand.32
Abstieg endet am Sattel Kerschbaumer Törl.33
Hier lenken wir auf den Querweg zum Zochenpaß und zum nächsten Ziel ... Weittalspitze34
Auch diese Richtung hat eine schwarze Markierung, obwohl das für uns bei den Klettersteigbeschreibungen nicht zählt35
Der Weg heißt Allmaier Toni Weg und sollte Kategorie C sein :)36
Sie ist interessant markiert, roter Kreis umgeben von Blau.37
Das ist eine besondere Überraschung :) Woher kommt die D-Kategorie???38
Hmm, das sieht nicht besonders anspruchsvoll aus …39
Da Sicherheit an erster Stelle steht, ziehen wir trotzdem wieder die Gurte an40
Bisher nichts Schlimmeres, wir können uns nur nicht an den Verlauf der Seile gewöhnen41
Tief, hoch, locker … kein Spaß. Hier haben keine Meister gearbeitet, eher Lehrlinge :)42
Mehrmals muss man drübersteigen, mal obenrum, mal untenrum43
Wir folgen weiter den rot-blauen Markierungen. Alle sind älter und so war wahrscheinlich der ursprüngliche Allmaier Toni Weg markiert44
In der größten Erdrutschstelle gibt es kein Seil. Das ist erst weiter unten und bis dorthin brauchen wir volle 10 Minuten vorsichtiges Gehen45
Glücklicherweise haben sie sie über den steilsten Teil des Hanges geführt. Der Untergrund ist hart mit viel Schutt46
Bis hier Sicherungen, über das enge und exponierte Sattel aber wieder keine. Unverständlich47
Jetzt kommen wir zur D-Kategorie. Dieser Abschnitt ist völlig neu angelegt und verlässt hier die Originalrichtung48
Zum Aufwärmen steigt es eine steile Platte hoch. Tritte reichen, schlaffes Seil hilft49
Dies riecht schon stark nach höherer Schwierigkeit. Der Pfeiler steht ziemlich senkrecht und muss drüber50
D-Kategorie. Fels glatt, gute Griffe und Tritte nicht ausreichend. Programm *Reibungsklettern* aktivieren51
Auch die Fortsetzung bietet anspruchsvolle Passagen bis zu diesem Schild. Ab hier leichter52
Weittalspitze. Von hier sieht man, wo die alte C-Kategorie-Spur verlief53
Der Abstiegspfad. Hinter dem Rand wartet noch eine Überraschung :)54
Wir sind einen total zerstörten Graben abgestiegen, wo der gesamte markierte Weg fortgespült wurde. Auf dem Foto ist der Ausstieg schon viel schöner55
Blick zurück. Graben und fortgeschwemmter Schutt sind neueren Datums, kein Weg, auch wenige Spuren56
Bergmädchen :)57
Nochmals vorbeien der Hütte, diesmal von der anderen Seite58
Vormittags waren wir oben :)59
Jetzt kehren wir den gleichen Weg wie morgens zurück. Zeit vergeht schnell, im Tal ist schon Schatten60
Station der Güterseilbahn. Wegen beschädigten Weges direkt auf der Straße absteigen61
Direkt vor dem Parkplatz befindet sich noch eine Attraktion...62
Es ist eine 33 m tiefe Schlucht, durch die der Fluss einen Durchgang geschaffen hat.63
GPS-Track der gewanderten Strecke. Es ergaben 18 km und 1900 Höhenmeter anspruchsvoller Wege64
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bagi25. 10. 2023 11:43:14
Klammbrückl - Hallebachtal-Tal - Spitzkofel - Kerschbaumeralm-Tal - Ausgangspunkt

Zweiter Tag widmeten wir dem westlichen Teil des Massivs über Schutzhaus Kerschbaumeralm und hier thront Spitzkofel. Ehrlich gesagt war dieser Gipfel für uns auch der schönste und dolomitischste von allen, die wir in diesen Gegenden gemacht haben. Lienzer Dolomiten haben optisch nicht viel mit denen in Italien gemein.

Auf Spitzkofel sind wir unmarkierten Weg durch Hallebachtal-Tal gegangen. Zu Anfang extrem steil, höher lockert es mit flacherem Anstieg und schönen Ausblicken auf. Weg ist einsam und getreten, Natur herrlich nasmeh. Keine Abzweigungen, also kann man sich nicht verirren. Bald angeschlossen an markierten und belebteren Querweg von Schutzhaus Kerschbaumeralm. Darauf weiter zum Gipfel. Nach Überquerung der Schuttfelder in höheren Hochgebirgsbereich gewechselt, wo mehr als genug Drahtseile zum Vorankommen. Noch besucht interessanter 140 Jahre alter Biwak Linderhütte, dann durch Labyrinth von Passagen Gipfel erreicht. Nichts ist so nah wie es auf den ersten Blick scheint velik nasmeh.

Vom Gipfel und am Biwak vorbei abgestiegen gleichem Weg bis Schuttfelder, dann weiter Richtung Hütte im Kerschbaumeralm-Tal. Auch hier wirkt Natur, da Weg 213 stellenweise von Regenwasser angegriffen. Von Hütte wieder bekannte 10 unter die Füße genommen, bei Wasserfällen des Hallebach-Bachs Wurst gespießt und bald am Ausgangspunkt. Mehr in Foto-Geschichte ...

Koordinaten Ausgangspunkt (Klammbrückl): 46.7904583N, 12.7646350E
Wir parken das Auto am Parkplatz nahe der Klammbrück und nehmen erneut den Weg unter die Füße auf der 10.1
Diesmal bremsen wir schon bei den Wasserfällen des Hallebach-Baches2
Hier rechts ist ein versteckter Pfad, nur mit einer Figur markiert3
Sie steigt steil den Hang hinauf, so steil, dass sie eine Kette hinzugefügt haben :)4
Die Steilheit lässt lange, lange nicht nach. Endlich biegt sich der Hang um und die Fortsetzung ist flacher5
Sogar eine Jagdhütte taucht auf, aber niemand ist zu Hause6
Wir sind überrascht von der Schönheit der Landschaft, durch die wir gehen. Das ist das Hallebachtal7
Bald öffnen sich auch Blicke auf die Bergkette, die das Tal abschließt8
Bodenerosion, verursacht durch Wetterunwetter. In den Lienzer Dolomiten gibt es davon unnormal viel9
Auf der linken Seite liegt der Übergang Kühbodentörl zum Wechsel auf die andere Seite des Massivs ins Kühbodental10
Blick zurück ins schöne Tal, durch das wir gerade gekommen sind11
Das ist unser Pfad, der auf uns wartet für den Aufstieg zum Spitzkofel12
In diese Richtung gehen wir auf dem Rückweg13
Es steigt schon an. Der schöne und flache Pfad wird alpiner ...14
Wir sind zum ersten Mal hier und kennen diesen Bereich nicht. Wir folgen den roten Pfeilen15
Hmmm, immer interessanter :)16
Sie haben sogar ein Stahlseil hinzugefügt, obwohl keine besondere Notwendigkeit besteht17
Hier ist der Eindruck wirklich etwas dolomitischer als anderswo in den Lienzer Dolomiten18
Sicherungen sind an jeder etwas exponierteren Wand19
Auch der Fels ist gut, nicht zu viel Schutt20
Der Aufstieg ist nicht anspruchsvoll, die Klettersteig erreicht Kategorie B21
So viele Pfeile haben wir noch nirgends gesehen, rot-blaue Markierungen aber am Vortag auf Weittalspitze.22
Sicher ist sicher, sie haben dafür gesorgt, dass wir uns nicht verirren :)23
Direkt vor dem Bivak Linderhütte bricht die Steilheit in einen flacheren Abschnitt ab.24
Diese ist eine besondere Art, ein richtiges gebautes Häuschen, frisch geweißt :)25
Es wird gerade 140 ehrwürdige Jahre alt. Sie haben es neu renoviert für die nächsten Generationen.26
Auch innen ist es vollständig renoviert. Interessant, die Plattform mit Kissen bedeckt lebendes Gestein.27
Zur freiwilligen Spende bestimmt...28
Im Hintergrund ist unser Gipfel, doch der Weg dorthin ist lang und gewunden.29
Zuerst müssen wir kräftig absteigen. Ein Teil des Weges verläuft auf einer neuen Trasse.30
Sicherungen sind überall, obwohl die Exponiertheit nicht besonders groß ist.31
Gegen den Gipfelbereich erscheinen auch verblasste blaue Markierungen.32
Die Stahlseile folgen ihnen teilweise, teilweise sind sie anders geführt.33
Die dreieckigen Tritte links auf dem Foto sind ebenfalls ein Relikt der Vergangenheit und ich habe sie nirgends sonst gesehen.34
Spitzkofel. Der Aufstieg darauf ist einer der schönsten Wege in den Lienzer Dolomiten.35
Der Abstieg verläuft in derselben Richtung, da es keine Alternativen gibt.36
Doch in der umgekehrten Richtung sieht alles ziemlich anders aus :)37
Blick zurück ...38
Gratenpfad zum Bivak.39
Frisch geweißt sticht es unter dem dunklen Gestein hervor, im Winter ist es sicher unsichtbar.40
Noch etwas dolomitischer Ambiente :)41
Auch der Abstieg ist problemlos und schnell sind wir aus dem Fels heraus.42
Nun erwartet uns ein genussvolles Queren des Hanges weit nach rechts.43
Nochmals Blick in das zugängliche Tal Hallebachtal. Diesmal liegt es ganz in der Sonne.44
Wir beide setzen den Weg zum Sattel Hallebachtörl fort ...45
Wir sind schon drüben. Wir haben das Kerschbaumeralm-Tal erreicht.46
Diese Spitze in der Mitte ist die Weittalspitze, wo wir am Vortag einige Abenteuer hatten :)47
Abstieg auf Weg 213, der auch an mehreren Stellen vom Wasser ausgeschwemmt ist.48
Schöne Hütte Kerschbaumeralm Schutzhaus, ziemlich verschieden von der höher gelegenen Karlsbader Hütte.49
Rückkehr auf dem bereits bekannten Weg 10, nur diesmal noch in der Sonne.50
Gut, dass die Tür offen ist :)51
Dieser Bach war erst am Vortag noch viel wasserreicher.52
An seinen Wasserfällen ist in der senkrechten Wand die Wasser-Via-Ferrata Ferborgene Welt eingerichtet.53
Wir schließen den heutigen Weg ab und verabschieden uns von den Lienški Dolomiti.54
GPS-Track der gewanderten Strecke. Es ergibt 17 km und 1800 Höhenmeter.55
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