Lienzer Dolomiten - Gipfel über der Karlsbader Hütte
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| bagi9. 10. 2019 12:58:53 |
Umfangsmäßig kleine Lienzer Dolomiten liegen nur gut zweieinhalb Stunden angenehmer Fahrt aus Zentral-Slowenien entfernt. In wenigen Tagen kann man alles ablaufen, was sie den üblichen Schottertretern bieten. Im Aussehen sind sie nicht gerade klassische Dolomiten und benannt wurden sie so erst 1885. Schönes Herbstwochenende mit viel Sonne ermöglichte uns den Besuch der Gipfel im zentralen Teil, schön kreisförmig über der Karlsbader Hütte angeordnet. Sie beherbergte uns über Nacht und hatte trotz späten Datums recht viel Besuch. Vorherige Woche hat sie für die Saison geschlossen. Ersten Tag widmeten wir dem Klassiker, attraktiven Panorama Klettersteig. Danach querten wir den Grat vom Kletter-Roter Turm bis zum höchsten Großen Sandspitze und etwas weiter. Merkmal ist erhebliche Exponiertheit und schlaffe Seile mit langen Clips. Klettersteig ist wegen Länge nicht leicht, offizielle Schwierigkeit C/D unter Daumen Gipfel etwas übertrieben. Am nächsten Tag war mancher C schwerer als dieser Abschnitt. Nächsten Tag kamen die Berge auf der gegenüberliegenden, südlichen Seite der Hütte dran. Zuerst stiegen wir auf markanten Seekopfel. Klettersteig auf üblicher Südroute ist angenehmes Klettern B/C, gilt aber nicht für Nordvariante über Eggerturm. Trotz offizieller C könnte er mindestens *hohes C* verdienen . Länge dieses Abschnitts, Exponiertheit und Schwierigkeit sind nämlich deutlich größer im Vergleich zum C/D-Abschnitt am Panorama Klettersteig vorher. Ähnlich im Weiteren beim Durchqueren Kleine Gamswiesenspitze. Abstieg von ihrem Gipfel ins Gamsschart Sattel ging über oberen Teil Madonna Klettersteig. Madonna, gut dass wir vorher Geschirre angelegt hatten. Offiziell wieder nur C, voraussichtlich nichts Besonderes, inoffiziell aber solider, exponierter Abstieg an Wand mit schlechten Tritten und Neigung von guten 70 Grad. Noch Sprung auf Große Gamswiesenspitze und Rückkehr über Abkürzungen ins Tal bis Anschluss an Weg 12. Der brachte uns zur Dolomiten Hütte mit interessanter Lage auf Fels und etwas weiter zum Parkplatz, wo wir den Zweitagestourenschluss machten . Einige Merkmale der gelaufenen Wege .... Seile an Klettersteigen verlaufen durch alle nötigen und unnötigen Passagen, typisch österreichisch. Oft schlaff, mit langen Abständen zwischen Clips. Wegmarkierungen und Zeichen stellenweise übertrieben häufig, anderswo extrem rar. Zeiten an Tafeln meist gut abgestimmt, einige wohl vom Bergläufer gemessen. Ähnlich mit Bewertung der Klettersteig-Kategorien. Sicherungs-Set kommt an vielen Stellen recht. Gesamteindruck leichte Verwirrung bezüglich allem Genannten, ungewöhnlich für so kleines Gebiet. Wege und Seile in gutem Zustand und keine größeren Probleme festgestellt. Mehr in der Fotogeschichte ... Koordinaten Ausgangspunkt (Parkplatz nahe Dolomiten Hütte): 46.791400, 12.784259
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| narava9. 10. 2019 15:36:58 |
Super Rundgang! Mit meinem Freund früh im Sommer gelaufen Panorama Klettersteig und beim Abstieg Weg verfehlt. Statt auf Bild 32 zum Sattel folgten wir grünen Markierungen, die uns direkt runterführten, Abstieg ziemlich steil und anspruchsvoll, etliches Hängen an Seilen auf Reibung, nicht für kurze Beine. Nach Karte wohl Gebirgsjägersteig, der B/C haben soll? Egal, für Abstieg empfehle leichtere bzw. eure Ari Schübel Variante. Wegskizze Interessant und sehr nützlich Info zur Schwierigkeit eures zweiten Tages. Uns warten noch 
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| bagi24. 10. 2023 13:06:08 |
Klammbrückl - Kerschbaumeralm - Madonnen Klettersteig - Gamswiesenspitze - Allmaier Toni Weg - Weittalspitze - Kerschbaumeralm - Ausgangspunkt Lienzer Dolomiten haben wir vor einigen Jahren erkundet, hauptsächlich um die Hütte Karlsbader Hütte. Diesmal sind wir etwas weiter westlich über die Schutzhaus Kerschbaumeralm gezogen und dort weiter gemacht, wo wir damals aufgehört haben. Zum Einstieg war es der Madonnen Klettersteig, da wir bei vorheriger Erkundung nur einen Teil davon gemacht hatten. Anstieg einfach und gut markiert, erste Markierungen schon bei der Schutzhaus-Hütte. Der Klettersteig ist Kategorie C, die zeigt Zähne besonders im Gipfelteil des großen Gamswiesenspitze und beim Aufstieg auf den kleineren Namensvetter. Hauptattraktion ist die 16 m lange Brücke, über die wir den Abgrund zwischen zwei Wänden queren. Nach dem Abstieg ins Kerschbaumer Törl haben wir weiter in Richtung Weittalspitze fortgesetzt. Dorthin führt der Weg Allmaier Toni Weg, markiert mit interessanten rot-blauen Markierungen. Der Weg sollte nach verfügbaren Daten C-Schwierigkeit haben, was sich später als leichter Irrtum herausstellte . Im Schlussabschnitt ist der Verlauf des Klettersteigs geändert und verlässt die Originalrichtung. Hier kommt D, die mehr Erfahrung erfordert und definitiv nicht für jeden. Hat aber dieser Klettersteig zwei unangenehme Eigenschaften. Erste sind für meinen Geschmack ungewöhnlich gelegte Drahtseile, zweite deren Fehlen in manchen anspruchsvollen und steilen Passagen. Auch der Abstieg vom Gipfel hat uns überrascht. Schon die Westflanke der Weittalspitze ist wasserzerfurcht, aber das konnten wir umgehen. Das gelang uns nicht im Abstiegsrinnsal etwas tiefer. Dieses ist völlig neu umgeformt, kein Weg mehr da, nur tiefe Wunden im Untergrund und riesige Schuttmassen. Markierungen noch stellenweise an Felsen sichtbar, aber dort kein Weg mehr. Spuren von Vorgängern fast nicht zu sehen, also Ganze offenbar ziemlich neu. Ursache höchstwahrscheinlich starke Regenfälle, da wir Ähnliches tiefer an der Straße gesehen haben. Gefolgt Rückkehr zur Hütte und Abstieg ins Tal. Mehr in Foto-Geschichte ... Koordinaten Ausgangspunkt (Klammbrückl): 46.7904583N, 12.7646350E
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| bagi25. 10. 2023 11:43:14 |
Klammbrückl - Hallebachtal-Tal - Spitzkofel - Kerschbaumeralm-Tal - Ausgangspunkt Zweiter Tag widmeten wir dem westlichen Teil des Massivs über Schutzhaus Kerschbaumeralm und hier thront Spitzkofel. Ehrlich gesagt war dieser Gipfel für uns auch der schönste und dolomitischste von allen, die wir in diesen Gegenden gemacht haben. Lienzer Dolomiten haben optisch nicht viel mit denen in Italien gemein. Auf Spitzkofel sind wir unmarkierten Weg durch Hallebachtal-Tal gegangen. Zu Anfang extrem steil, höher lockert es mit flacherem Anstieg und schönen Ausblicken auf. Weg ist einsam und getreten, Natur herrlich . Keine Abzweigungen, also kann man sich nicht verirren. Bald angeschlossen an markierten und belebteren Querweg von Schutzhaus Kerschbaumeralm. Darauf weiter zum Gipfel. Nach Überquerung der Schuttfelder in höheren Hochgebirgsbereich gewechselt, wo mehr als genug Drahtseile zum Vorankommen. Noch besucht interessanter 140 Jahre alter Biwak Linderhütte, dann durch Labyrinth von Passagen Gipfel erreicht. Nichts ist so nah wie es auf den ersten Blick scheint . Vom Gipfel und am Biwak vorbei abgestiegen gleichem Weg bis Schuttfelder, dann weiter Richtung Hütte im Kerschbaumeralm-Tal. Auch hier wirkt Natur, da Weg 213 stellenweise von Regenwasser angegriffen. Von Hütte wieder bekannte 10 unter die Füße genommen, bei Wasserfällen des Hallebach-Bachs Wurst gespießt und bald am Ausgangspunkt. Mehr in Foto-Geschichte ... Koordinaten Ausgangspunkt (Klammbrückl): 46.7904583N, 12.7646350E
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