Berge.info
Berge.info
Anmeldung
Anmeldung
Benutzername:
Passwort:
Anmeldung
Noch nicht registriert? Registrierung.
Passwort vergessen?
      

Réunion

Drucken
nejcf15. 08. 2018 21:55:54
Für die diesjährigen Ferien wollten wir weit wegfahren, aber wir wollten, dass das Ziel so viele kurze und lange Wanderwege wie möglich hat. Und so fiel unsere Entscheidung - Reunion. Das ist ein Inselchen östlich von Madagaskar, etwa 10-mal kleiner als Slowenien, aber trotzdem so landschaftlich vielfältig. Wir haben die beste Zeit für den Besuch erwischt, da Juli und August dort Winter und damit Trockenzeit sind.
Im Internet gibt es viele Seiten mit Beschreibungen verschiedener Wege (meist auf Französisch). Leider haben wir später festgestellt, dass die angegebenen Zeiten und Höhenunterschiede oft falsch sind.
(+6)gefällt mir
nejcf15. 08. 2018 22:07:42
Unser erster Ausflug war noch "leichter". Gestartet am Parkplatz über dem Dorf Dos d´Ane. Wo immer auf der Insel, frühmorgens starten. Meist um zehn Uhr Bewölkung und Nieseln beginnt.
Ziel zweistündige Runde auf Sentier Roche Verre Bouteille. In zehn Min. leichter Abstieg zum Aussichtspunkt Cap Noir. Hier ganzer Blick auf atemberaubenden Cirque de Mafate. Zugang nur zu Fuß oder Hubschrauber (mehrere Dörfer unten). Weg weiter quer über sehr steiles aber zugewachsenes Hang. Mehrmals Seile und kleine Leitern helfen. Nach halber Stunde vom Punkt zur Fels Verre Bouteille, nichts Besonderes. Viel besonderer Blick vom Grat, auf den der Weg gleich steigt. Eine Seite Indischer Ozean weit und Küste mit Häfen, andere wilde Inselmitte. Fast jeden Schritt anhielten wir, um den Blick zu genießen. Schnell bildeten sich Nebel, zum Auto. Steiler Stufenabstieg trennte uns davon.
Der kleine Parkplatz kann sich sehr schnell füllen, daher lohnt es sich früh zu kommen.1
Start. Solche Wegweiser finden wir überall auf der Insel2
Leichter Abstieg zum Aussichtspunkt3
Der letzte Abschnitt ist mit einem Zaun gesichert4
Unglaublicher Blick auf den Cirque de Mafate. Der sehr steile Berg in der Mitte ist Piton Cabris5
Fortsetzung des Pfades6
Das Hang wird immer steiler7
Erste Leiter8
9
Cirque de Mafate mit dem vorstehenden Felsen Verre Bouteille vorn10
Aufstieg entlang des Grats11
Tal Richtung Küste12
Vollkommen ebener Pfad13
Der sich schnell in steil verwandelt14
Die Stufen können ganz schön lästig sein. Wegen der Erosion durch Zyklone gibt es auf allen Pfaden eine Menge davon15
Teil des Dorfes, von dem wir gestartet sind16
Noch ein Bild des steilen Abschnitts17
(+11)gefällt mir
nejcf21. 08. 2018 17:05:30
Städtchen, das am meisten an Kranjska Gora oder Bovec erinnert, ist sicher Cilaos. Es liegt im Zentrum des Cirque de Cilaos, umgeben von hohen Bergen ringsum. Wer die strapaziöse Fahrt aushält (ca. 400 Serpentine und 2 enge Tunnel), wird mit toller Aussicht, frischer Luft und freundlichen Leuten belohnt. Trotz hoher Berge ging unsere Wanderung bergab den Hang hinunter. Frühmorgens Start vom Hotel, absteigend die steile Straße zu den letzten Häusern von Cilaos. Schnell Zweig in kleines Tal und steiler. Ziel La Chapelle - Eingang in engen gewundenen Canyon mit unterirdischem Wasserfall und buntem Wand wie Kapelle. Nach üblem 450m Abstieg (meist Treppen) Weg steil auf Grat und wieder ab andere Seite. Als es ganz zum Bachboden kam, Ende. Meiste Wanderer gehen weiter talauf. Mehrmals Bach durchwaten (Wasserschuhe empfohlen) und Passagen zwischen Felsen und Blöcken suchen. Gegen Ende etwas Klettern. Leider hoher Wasserstand, kein Zugang zum Canyon. Aufstieg zurück nach Cilaos lang und heiß.
Von der Hauptstraße in Cilaos biegen wir hier links ab1
Wegweiser am Ende der Straße2
Steiler Abstieg3
Wir kreuzen diesen Bach mehrmals. An manchen Stellen ist es ganz unangenehm4
Rote Algen im Bach5
in der Sonne6
Fast in der Schlucht7
8
Hier ziehen wir Wassersandalen an9
Zuerst entlang der linken Seite10
Und hinüber nach rechts11
Die Blöcke werden immer größer und größer12
13
Am Eingang14
Bunte Wand nach oben15
16
Langsam gehen wir zurück17
Letztes Watford18
Tomatenpflanzung...19
...und Linsen20
(+8)gefällt mir
nejcf26. 08. 2018 21:31:03
Zum höchsten Gipfel der Réunion Piton des Neiges (3070 m hoch) führen viele verschiedene Wege aus allen Richtungen. Wir haben den kürzesten aus Cilaos gewählt. Er beginnt beim Parkplatz Le Bloc in 1380 m Höhe. Der Parkplatz ist meist rappelvoll, und geparkte Autos waren oft Ziel von Vandalismus. Die erste Hälfte des Weges ist sehr eintönig: über 1100 Höhenmeter meistern wir in unzähligen Serpentinen. Der Weg steigt einen sehr steilen, bewachsenen und feuchten Hang hinauf. Praktisch die ganze Zeit gibt es rutschige Holz- oder Stein-Stufen. Nach zwei Stunden und halb kommen wir endlich über den Rand und nach fünf Minuten Abstieg erreichen wir die Hütte Gite de la Caverne Dufour (2479 m). Der Gipfel sah aber immer noch sehr weit entfernt aus. Von ihm trennten uns noch zwei Stunden Aufstieg über ätzendes Gestein und höherem Sand. Blick hatten wir nur nach Westen, überall sonst war Nebelmeer. Der Abstieg war gegen Ende schon ziemlich qualvoll.
Parkplatz Le Bloc-Start1
Die Zeiten am Wegweiser sind übertrieben. Zur Hütte brauchten wir 2 h 45 min, zum Gipfel 4 h 30 min.2
Sofort stoßen wir auf Treppen.3
Einige hölzerne..4
...andere steinerne.5
Der kürzere, flachere Abschnitt endet bei der hölzernen „Hütte“ auf der Ebene Petit Matarum.6
600 Meter überwunden, bis zum Ziel noch 1100.7
Nach Überschreiten der 2000-m-Marke wird der Pfad steiniger.8
Noch eine Variante von Treppen.9
Cilaos schon weit unten.10
Erstmals in der Sonne - direkt unter dem Rand.11
Der Gipfel immer noch ziemlich weit.12
Die Hütte aber nicht so sehr.13
Ausgezeichneter Kakao bei der Hütte.14
Fortsetzung des Anstiegs.15
Hinten lugt aus dem Nebel einer der aktivsten Vulkane der Welt hervor - Piton de la Fournaise.16
Der Pfad ist sehr gut mit weißen Punkten markiert.17
kurz unter dem Gipfel18
Endlich haben wir es erobert.19
Dort unten sind wir gestartet.20
Hinten der zweithöchste Gipfel der Insel Gros Morne.21
Nebel bildet sich schnell - Zeit zum Abstieg.22
Wieder Treppen23
Im Nebel24
Unbekanntes kleines Tier am Weg. Als ich mich etwas näherte, fing es an, aggressiv zu schnaufen25
Auf dem Rückweg. Wir waren erfolgreich26
(+11)gefällt mir
dragon27. 08. 2018 18:27:37
Interessant, dass so eine kleine Insel so hohe Berge hat. Ähnlich wie Teneriffa.
Und Gratulation zum eroberten Gipfel.
(+2)gefällt mir
nejcf2. 09. 2018 20:42:50
Danke!nasmeh
gefällt mir
nejcf2. 09. 2018 20:52:26
Unser Bergwandern verlagerte sich dann in den südlichen Teil der Insel - Vulkan Piton de la Fournaise. Zunächst wollten wir ihn auf dem markierten Weg besteigen, aber er war wegen eines vor drei Wochen schlechten Ausbruchs gesperrt. Wir folgten dem Rat unserer Apartmentbesitzerin und stiegen zum Aussichtspunkt Morne Langevin auf. Über Route de Volcan kamen wir zum Pas des Sables. Es folgte ein leichter einstündiger Aufstieg über Plaine des Remparts. Plötzlich standen wir am Rand der Hochebene auf einer 1000 m Klippe. Unter uns senkten sich wilde Schluchten zum Meer. Man sah auch einige Küstenorte und den weiten Ozean.
Anfang am Sables-Pass.1
Drei Stunden hin und zurück.2
Außerirdisch wirkende Plaine des Sables.3
So beginnt eine der steilsten und engsten Schluchten der Insel. Im Hintergrund der Kegel des Fournaise-Vulkans.4
Auf dem Gipfel der völlig flachen Hochebene steil abgeschnitten auf allen Seiten.5
Annäherung an den Rand der Hochebene.6
Und der Blick öffnet sich.7
Der bereits eroberte höchste Gipfel Piton des Neiges ist auch sichtbar (ca.).8
Steile Hänge.9
Nord und West der Insel.10
Es gibt auch viele sandige Abschnitte.11
Die Besichtigung des Kraters ist auch per Helikopter möglich.12
Beim Auto13
(+4)gefällt mir
nejcf3. 09. 2018 14:42:36
Route de Volcan fährt dann in wenigen Serpentinen hinunter zur Plaine des Sables und quer durch sie. Sie endet nach 4 km am Pas de Bellecombe. Für diese kurze Straße brauchten wir 20 Min., da sie sehr löchrig ist. Wegen des gesperrten Wegs zum Vulkan entschieden wir uns für einen Ausflug zum Piton Partage. Das ist ein Gipfel am Rand der Caldera des Vulkans. Zum Gipfel kamen wir in einer halben Stunde zu Fuß. Neben uns bewunderten unzählige andere Leute die wilde Umgebung des Vulkans voller kleiner Krater, Risse, Löcher und Ablagerungen erstarrter Lava.
Fournais-Kegel vom Pas de Bellecombe1
Interessante Wolke2
Geschlossener Pfad in die Caldera und zum Vulkan3
Wir gehen in diese Richtung4
Aufstieg zum Gipfel5
Piton Partage6
Wilder Weltbereich von Fournais7
Kleinerer Krater Formica Leo...8
... und Krater Kapor9
Auf dieser Seite sind Lavaströme bis zum Meer gelangt. In der Mitte Gipfel Nez Coupe10
Mögliche Gefahren auf dem Weg11
Und auch Piton Partage aus der Nähe des Ausgangspunktes12
(+4)gefällt mir
nejcf6. 09. 2018 14:04:58
Der letzte Ausflug fand auf der Ostseite der Insel statt. Nach langer Straße fuhren wir zur Hütte Belouve in 1500 m Höhe. Von hier sind kurze, lange, leichte und anspruchsvolle Touren in alle Richtungen möglich. Wir wählten den 1 h 45 min langen Weg zum Aussichtspunkt Trou du Fer. Meistens gingen wir über ein schlammiges und stark tropisch bewaldetes Plateau. Die letzten 10 Min. stiegen wir auf Holzstufen ab, ähnlich wie bei den Lovrenška-See. Plötzlich endet das Plateau und wir treten auf eine Terrasse mit außergewöhnlichem Blick. Unter uns entdeckten wir eine sehr tiefe und enge, praktisch unzugängliche Schlucht und einen riesigen Wasserfall, der hineinstürzt. Glücklicherweise war das Wetter an dem Tag sonnig (normalerweise bildet sich um zehn Uhr Nebel und verdeckt den Blick). Zurück gingen wir über die Straße und umgingen den Schlamm.
Am Aussichtspunkt auf Cirque de Salazie nahe der Hütte Belouve1
Cirque de Salazie2
Wegkarte3
Riesige Wurzeln4
Sehr rutschiger Pfad wegen üppiger Vegetation5
Steil bergauf im Schlamm6
Warnung wegen Abnutzung, Rutschigkeit und Schlammigkeit des Pfads7
Ankunft am Aussichtspunkt8
und noch näher9
zurück auf der Straße10
Museum am Ausgangspunkt11
Am Parkplatz gab es einige Fälle von Vandalismus12
Riesiger Parkplatz13
(+2)gefällt mir
Lisica24. 04. 2019 16:59:56
Réunion ist ein echtes Juwel. Am besten hat mir gefallen, dass es wenige Touristen gibt, kurz außer Franzosen trifft man nicht viele andere Völker.velik nasmehnasmehÜberall keine übermäßigen Menschenmengen.

Uns ist es gelungen, auf Piton de la Fournaise zu steigen, den Vulkan, weil er diesmal nicht ausbrach. Um den Vulkan herum ca. 15 km Weg, wunderbar!nasmeh

Auf dem Gipfel Piton des Neiges lohnt es sich, den Sonnenaufgang zu erwarten. Unvergesslich. cool

Zum Baden gibt es nicht viele Möglichkeiten, muss auf Haie achten aber geht.
Auf jeden Fall für die, die andere Ferien und Wanderungen wollen. Empfehle. nasmeh



1
Vulkan Piton de la Furnaise2
Vulkan Piton de la Furnaise3
4
Piton des Neiges, höchster Gipfel, 3069m5
Piton des Neiges, höchster Gipfel, 3069m6
bei der Hütte, Piton des Neiges7
Sonnenaufgang8
Mafate-Kaldera9
10
Markt11
12
13
14
(+8)gefällt mir
Um einen Kommentar zu veröffentlichen, müssen Sie sich anmelden:
Benutzername:
Passwort:
Anmelden
Falls Sie noch keinen Benutzernamen haben, müssen Sie sich zuerst registrieren.
         
Copyright © 2026 Berge.info, Nutzungsbedingungen, Datenschutz und Cookies