| VanSims23. 03. 2014 14:02:41 |
Letztes Wochenende fuhr ich die Dolenjska-Autobahn entlang, überquerte die Grenze in die westlichen Vororte Zagrebs. Garmin führte mich nach Šestine. Pech - die Straße war genau einen Kilometer vor dem Ziel gesperrt. Da Zagrebs nördliche Vororte 'verstreuter' an den ersten Hängen der Medvednica liegen und weniger verbunden sind, konnte ich keinen einfachen Umweg auf einer parallelen Straße machen. Während ich ein bisschen herumfuhr, half Garmin mir endlich, eine Umleitung zu finden. Ich kam in Šestine an und fuhr weiter von Kirche und Friedhof zum Lagvić-Restaurant. Parkplatz voll, natürlich lockt ein schöner Tag, vormittags war es noch schön sonnig. Später auf dem Weg auch viele Leute. Sljeme ist Beliebtheit halber Zagrebs Šmarna gora. Dann fand ich Parkplatz direkt am Abzweig des Waldwegs von der Straße. Ich stieg ab, er war etwas matschig. Dann überquerte ich die Stelle, wo eine Lawine offensichtlich einen Teil des Wegs mitgenommen hatte, ein Umweg war gemacht worden, den ich auf dem Rückweg ging. Nach einer Weile überquerte ich eine kleine Brücke und die Treppen begannen. Ich erinnerte mich sofort an den Treppenalbtraum beim Aufstieg nach Yinshan in China, wo das Einbauen von Treppen in Wanderwege Standard ist. Nun, hier vergingen sie ziemlich schnell und nach weiteren 10 Minuten Spaziergang entlang des Baches erreichte ich Kraljičin zdenac. Von da aus geradeaus, vorbei am Abzweig des Rückwegs, dann nach einer Weile zweigt der Weg über Mrcina ab. Der Weg ist zwar etwas steiler, sollte aber einem durchschnittlichen Ausflügler mit etwas Kondition keine Probleme bereiten. Nach diesem Anstieg folgte ein moderater Aufstieg durch den Wald zur Forststraße. Dort traf ich zwei Damen, die nicht wussten, wohin weiter. Ich selbst fand mich dort auch nicht ganz zurecht, fand aber voraus und sagte, dass es nach den Markierungen wahrscheinlich dorthin gehe. Sie glaubten es aber nicht und gingen ihrer Wege (oben trafen wir uns später). In ca. 5 Minuten zur Straße. Ja, Sljeme ist auch mit Auto erreichbar, sogar ein Bus fährt hoch. Entsprechend viele Leute oben. Ich ging zum TV-Sender, in der Nähe ist auch die Hütte. Ich wartete dort eine ganze Weile auf den Kellner, aber es war Gedränge. Als er kam, bekam ich meinen Čobanac (sehr gutes slawonisches Eintopfgericht) und dunkles Velebitsko in wenigen Minuten. Ganz anderes Service-Modell als z. B. in irgendeiner Gospodična. Mehr Kellner, Gedränge ungefähr gleich! Als ich fast fertig war, fragte ein älteres Paar, ob es dazusitzen dürfe. Klar! Die Dame sagte: "Jao, moram da idem da perem ruke od svih tih pasova!" Es gab wirklich viele davon auf dem Weg und oben. Angeleint und frei, alle freundlich. Vor der Hütte streichelte ich einen von zwei schönen Huskys. Der Nachbar war schon von einem Dalmatiner besetzt. "Jesu lipi!", sagte er zu mir!  Nachdem ich mich noch etwas auf dem Gipfel umgeschaut hatte, ging ich den Elvirin put hinunter. Ich hatte anfangs etwas Mühe, ihn zu finden, dann ging es wie geschmiert. Dieser Weg kam mir noch schöner vor als der über Mrcina, und die Gegend ist generell schön. Die Wege sind auch gut markiert. Mittlerweile bewölkt, etwas Wind aufgekommen, aber nichts Schlimmes. Wieder beim Zdenac und zurück zum Auto. Unterwegs ging ich auch diesen Umweg, der ziemlich steil hoch und herumgeht. Dann fuhr ich zum nahen Friedhof Mirogoj. Nicht nur wegen des riesigen Grabmals des ersten Präsidenten des unabhängigen Kroatiens, das man gleich nach der Ecke der Kapelle am Haupteingang nicht übersehen kann, sondern weil dort auch andere berühmte Kroaten begraben sind. Dann spazierte ich etwas im nahen Vorort herum, der in seiner Vornehmheit an Ljubljanas Rožna dolina erinnert, und da ist sie - die slowenische Botschaft! Ich sah noch einige weitere, inklusive der chinesischen auf dem Weg nach Mirogoj. Nach diesem Spaziergang Zeit nach Hause. Der Ausflug war wieder schön. Wann nicht? Offenbar habe ich eine Nase für schöne Ziele. 
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