Wir fahren ins Valle di Gressoney, bis zum Ende, ins Dorf Staffal (via Milano, Ausfahrt Pont St. Martin, ca. 600 km von Triest). Von dort mit Gondel und Sessellift (15 EUR Hin-/Rückfahrt) zum Coll di Bettaforca (2672 m), wo unsere Tour beginnt. Erster Tag Aufstieg zur Rif. Capanna Sella (3585 m) zur Übernachtung. Aufstieg auf ungewöhnlichem Weg für uns, Wand glatt und rutschig. Wir queren Schneefelder problemlos, vor der Hütte exponierter Grat ungewöhnlich für uns gesichert mit Plastikseil (Hanf). Querung problemlos, etwas Vorsicht nicht überflüssig. Übernachtung in der Hütte, Bier teuer (5 Euro), Wasser noch teurer (1,5 l - 3 EUR, slowenische Hüttenwirte könnten sich ein Beispiel nehmen, lohnt nicht, Wasser im Rucksack hochzuschleppen), Essen teuer (Primo 8 EUR, Secondo 15 EUR, Frühstück 12 EUR). Hütte voll, viele Kletterer auf 5-7-tägigen Monte-Rosa-Touren, im Voraus reservieren. Nächster Tag Aufstehen um 4, Start um 5 Uhr. Bedingungen ideal, Schnee hart vereist, Wetter wolkenlos, etwas Wind, unter 0°C. Aufstieg nicht technisch schwer, unter Gipfelgrat ausgetretener Pfad auf verschneitem Hang (Karte: Felik-Gletscher), vor Start Seile anlegen, kurzer steiler Aufstieg zum Grat, dann Gratquerung zum Castor-Gipfel. 3 Std. Aufstieg. Grat nicht anspruchsvoll, etwas Vorsicht genügt. Höhe raubt schnell den Atem, Pausen alle 30-50 m. Gipfel fantastisch, Sonne, ca. -5°C, Blicke auf Gran Paradiso, Mont Blanc, halbe Schweiz, gesamten Monte Rosa usw. Abstieg unkompliziert, Bier in der Hütte, Rückkehr ins Tal. Empfehle allen für einen 4000er ohne viel Schnee-/Eis-Erfahrung, aber guter Kondition, mit Bergführer oder erfahrenen Hochtourlern. Fotos kommen...