| IgorZlodej28. 07. 2013 07:51:03 |
Als ich mehrmals vom Terz aus die Berge jenseits des Tales beobachtete, fiel mir plötzlich an einem schönen Ort ein Bivak auf. Natürlich interessierte es mich, wie es ist, vor allem die Wege dort herum. Ausgangspunkt ist das Dorf Campolongo im oberen Lauf der Piave nahe San Stefano di Cadore. Aus dem Dorf fahre ich ins Val Frison-Tal und nach ca. 3 km parke ich. Bald rechts finde ich den Beginn des Weges 333, der höher zum Weg 334 wird und mich zum Bivak führt. Der Weg ist schön, ich treffe zwei Bergläuferinnen, die eifrig plaudern, dann lange niemand. Am Bivak, das an einem sehr schönen Aussichtspunkt liegt, sitze ich etwas. Bivak Giuseppe Caimi ist ziemlich alt, Betten ohne Matratzen, sonst sieht es aus, als würde es nicht viel benutzt. Ich setze westwärts fort, zuerst etwas absteigend, dann langes Queren des südlichen Grats von Monte Cornona. Das Steigle ist schon recht zugewachsen, aber noch gut begehbar, als ich fast am Sattel Valgrande bin, erwartet mich ein anspruchsvollerer Abschnitt. Über Mulden und Felsen sind sogar einige Drahtseile und Leitern angebracht, offensichtlich war das einst ein alter Militärweg. Am geräumigen Sattel mit ebenfalls schönem Blick sitze ich und nasche, dann steige ich durchs breite Tal mit schönem Pfad (Mulattiera) zur verlassenen Alm ab, unter der ich rechts auf Weg 330 abbiege, der mich unter Monte Col bringt. Dort zweigt rechts ein markierter Steig ab, den gerade zwei Markierer aus Campolongo aushauen, in unter einer Stunde auf leichtem Gelände erreiche ich den Gipfel Crode del Mezzodi, weite Blicke auf Karnische Alpen und nahe Dolomiten öffnen sich. Ich steige ab und unten treffe ich die genannten Markierer wieder, sie sagen mir, Monte Col sei nur eine grüne Ebene. Ich steige zum zuvor genannten Abzweig ab und mache die lange Querung 331 weiter, die mich zurück ins Val Frison-Tal zum Ausgang bringt. Großartiger Ring, begleitet von außergewöhnlicher Wildnis, dazu herrliche Wiesen. Fast zu lang für einen Tag, Anfangsteil natürlich nur für Erfahrene, die auch Orientierung beherrschen.
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