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Forenliste / Italien / Dolomiten / ferrata eterna - punta serauta

ferrata eterna - punta serauta

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janezs731. 09. 2015 13:23:43
weil bei der Routenbeschreibung eine Änderung aufgetreten ist, ist der alte Weg nicht mehr in Gebrauch, hänge Beschreibung und Bilder der neuen Variante bei (war letztes Jahr im Juli da, schreibe aus dem Gedächtnis):

anfangen beim Rif. Passo Fedaia (das ist direkt bevor die Straße nach Malga Ciapela abfällt) und folge der Schotterstraße, die eigentlich der untere Teil der Schipiste ist; nach zwei Serpentinen und ca. 150 Höhenmetern links abbiegen in den Hang. Dort zeigt die Schotterstraße nach W, am Fels neben der Straße steht Eterna, wenn ich mich recht erinnere. Gehen Richtung Sella Mul (zwischen Marmolada/Serauta-Hang und Schulter Sas del Mul, die von Granaten des 1. WK durchlöchert ist), genau Richtung Hauptgrat Serauta. Wenn Schutt anfängt, bemerken wir Schneefeld unter Wand über uns und daneben an Wand über Schneefeld rotes Einstiegsschild. Dort Einstieg. Dann folge dem markanten Turm von fern sichtbar, über dem riesiger Bauch sich wölbt. Weg folgt Turm, meist unter ihm über Platten, stellenweise sehr exponiert, ein paar Meter wie schwere Sport-Klettersteige, aber nicht so schlimm wie es klingt oder auf ersten Blick wirkt. Nur zwei Züge auf Reibung, wie Kletterer sagen würden. Nach 100 m Weg auf Serauta-Rücken, folgt ihm Zickzack fast bis Gipfel (bis 2900m), ganzer Weg mit Seil in Handhöhe gesichert, Neigung konstant ca. 50°. Schotter nicht zu störend. Wenn Weg vom Rücken weggeht, schnell zum Grat, sonst oft auf NW-Seite, nie JV-Seite, oft auf Bändern, mehrmals direkt auf Grat, gegen Ende alter Weg mit alten Sicherungen, natürlich bei Resten originaler WW1-Stützen;

einzige ernsthafte Abstiegsvariante Gondel nach Malga Ciapela und dann irgendwie zum Auto am Passo Fedaia. Wenn Schnee nicht zu wenig oder zu viel, auch direkt Gletscher abwärts nach Skipiste, aber in bestimmten Zeiten gefährlich und kompliziert (mittlerer und unterer Teil)
ferrata eterna - punta serauta Ebene zwischen Marmolada und Sas del Mul1
ferrata eterna - punta serauta Einstieg entlang des Saums des Schneefeldes zum Seraute-Grat2
ferrata eterna - punta serauta Schwierigste Stelle des Einstiegsabschnitts3
ferrata eterna - punta serauta Übergang zum Seraute-Grat - der Neigungswinkel des Grats ist gut erkennbar4
ferrata eterna - punta serauta Seraute-Grat - fast 450 Höhenmeter, Seile durchgehend5
ferrata eterna - punta serauta Typische Übergänge unter dem Gipfelgrat6
ferrata eterna - punta serauta Überreste aus dem Ersten Weltkrieg7
ferrata eterna - punta serauta Einer der letzten Abstiege vor den Kavernen (Freilichtdenkmal) bzw. vor der Gondelstation8
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VanSims7. 09. 2020 10:58:56
Schrift am Fels ist 'F.E.', sonst ist das alles. cool
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bagi20. 09. 2023 12:33:35
Ferrata Eterna verläuft im östlichen Teil der Marmolada-Gruppe. Extrem interessant und zugleich anstrengender Zustieg vom Passo di Fedaia zum Rif. Serauta auf fast 3000 m. Schon der Name deutet auf Länge hin da entlang Grat vorbei Sas de Mul bis Punta Seraute anspruchsvolle 650 Höhenmeter zu überwinden sind. Technisch schwierigste im Anfangsabschnitt mit Schwierigkeiten C/D, weiter bis C. Neben Länge kann Hitze wichtiger Faktor sein da Großteil sonniger Seite.

Einstieg zur Ferrata schwach markiert, beginnt hinter zweiter Kurve der Pisten-Wartungsstraße. Hier ständig links schauen und kleine FE-Markierung auf größerem Stein suchen. Weiterhin genug Markierungen. Genannte Wartungsstraße beginnt hinter Rif. Passo Fedaia bei dem keine Wegweiser. Vielleicht absichtlich.

Ins Tal nach Malga Ciapela mit Gondel zurück da ehemaliger Abstieg über Ferrata B. Pontura eingestürzt und dementsprechend schon länger gesperrt. Von unterer Seilbahnstation zum Passo di Fedaia fährt Bus wir sind aber wegen Erkundung neuer Orte zu Fuß gegangen nasmeh. Mehr folgt in Fotogeschichte ...

Parkplatz-Koordinaten (östlicher Teil des Passes Passo Fedaia): 46.453611, 11.888639
Parken im östlichen Teil des Passes Passo Fedaia. Frühmorgens ist noch genug Platz, später geht er schnell aus1
Hinter der Hütte sucht die Service-Straße des Skilifts. Ich sehe keine konkreten Markierungen für die Ferrata.2
Die erste erscheint auf einem größeren Stein am linken Rand der Straße und man übersieht sie leicht. FE = Ferrata Eterna3
Wir sind früh dran, daher ist niemand vor uns. Wir sind direkt vor dem Einstieg in die Wand.4
Alles um uns herum glüht im ersten Sonnenlicht. Frühe Stunde, goldene Stunde :)5
Ups, das ist steil. Mich interessiert wirklich, wie es weitergeht :)6
*Molto Difficile* bedeutet vieles, über die Länge der Ferrata aber nicht viel :)7
Unten sammeln sich Kandidaten mit derselben Absicht wie wir.8
Wir testen die ersten Seillängen. Es ist nicht einfach, es riecht ein wenig nach hohem C.9
Auch die Fortsetzung lässt nicht nach. Die Wand ist glatt, Griffe und Tritte schlecht.10
Die Schwierigkeit verschiebt sich Richtung D, auch die schlechten Griffe gehen zur Neige. Nur die Tritte sind noch irgendwie da…11
Nach etwas Ziehen am Stahlseil steigen wir aus der Anfangswand aus und die Hauptprobleme sind vorbei.12
Auch die Fortsetzung ist kein Spaziergang, aber die Schwierigkeiten sind dennoch geringer.13
Blick zurück für einen ungefähren Eindruck, auf welcher Wand wir emporsteigen.14
Blick auf die gegenüberliegende Seite des Passes. Dort verläuft die Ferrata Trincee, wohin wir morgen gehen.15
Langsam gelangen wir auf die glatte und steile Wand. Ein so langer Aufstieg auf derselben Wand haben wir noch nie gemacht…16
Er ist endlos, wir müssen uns auch unzählige Male sichern.17
Gelegentlich erreichen wir eine kleine Plattform, um Luft zu holen und die Muskeln zu entspannen.18
Dann alles wieder von vorn, bis wir den Gipfelbereich des Grats erreichen.19
Hier überhängt die Ferrata und setzt sich zwischen zahlreichen Kanten fort.20
Manche Übergänge sind messerscharf, aber durchgehend hervorragend gesichert.21
Ein Slowake holt uns ein, der schon jahrelang seinen Urlaub in den Dolomiten verbringt. Man erkennt schnell, wer Kilometer draufhat und wer nicht.22
Überraschung folgt auf Überraschung. Alles positiv, natürlich :)23
Erster Blick auf den Gletscher und die Rif. Serauta-Hütte.24
Aber dorthin ist es noch weit, nur wir wissen es noch nicht :)25
Die Via ferrata ist neuer, sucht aber immer sinnvolle Übergänge ohne übermäßige Schwierigkeiten.26
Mehrmals geht es direkt über den Grat….27
Auch mal ein kleiner Gipfel dazwischen. Der Fels ist durchgehend ausgezeichnet.28
Blick zurück auf den gerade durchquerten Abschnitt.29
Hier beginnt die militärische Geschichte der Ferrata. Dazu gehören auch militärische Aufstiege zu den Stellungen.30
Detail eines tiefen Abstiegs mit unzähligen Klammern und Resten aus dem Ersten Krieg.31
Auch weiterhin gibt es Bänke aus herausgeschlagenem Fels…32
Durch dieses Fenster muss man durch…33
Hier hatte das Militär eine Beobachtungsstelle wegen des hervorragenden Blicks ins Tal.34
Direkt hinter der Beobachtungsstelle erscheinen zahlreiche Militärobjekte. Heute ist hier ein Freilichtmuseum.35
Sie steigt zum Aussichtspunkt über den Stellungen hinab und wir staunen über den Wahnsinn jener Zeiten. Auch hier ist alles gesichert.36
Blick zurück. Auf diesem Gipfel Loch an Loch, alles durchbohrt, alles verbaut.37
Wir schließen Eterno ab. Erst wenn der Adrenalinspiegel etwas abfällt, spüren wir, wie anstrengend sie ist.38
Blick auf das ewige Eis. Letztes Jahr hat es leider zahlreiche Leben gefordert.39
Wir entscheiden uns, auch den benachbarten Gipfel Monte Serauta zu besuchen. Hinter uns der Grat, von dem wir kamen.40
Der Gletscher zum Gipfel zu ist extrem steil und vier Bergsteiger darauf bewegen sich langsam, langsam…41
Auch Monte Serauta ist bis zum Gipfel gesichert, ebenso die Zufänge zu den nahen militärischen Anlagen42
Auf dem Gipfel ....43
Unglaublich, in dieser senkrechten Platte gibt es eine Menge Beobachtungslinien. Dorthin führen am Graten neue Sicherungen44
Wahnsinn!!! Auch an diesem Gipfel gegenüber M. Serauta sind entlang unglaublicher Steigungen militärische Lojtre angelegt45
Der Slowake ist den unteren Gletscherteil abgestiegen, wir zwei nutzen bequemeren Transport ins Tal :)46
Blick Richtung Malga Ciapela47
Schnell sind wir im Tal, aber der Bus lockt nicht. Wir laufen zum Passo Fedaia :)48
Der Pfad verläuft abseits der Hauptstraße und meist auf der verlassenen Skipiste49
Sie ist gut markiert, es gibt sogar einige ganz neue Tafeln50
Am Ausgangspunkt. Die Eindrücke des Tages sind stark und unvergesslich :)51
GPS-Track der gewanderten Strecke. Es ergab 12 km und 1600 Höhenmeter (ohne Gondel)52
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panda20. 09. 2023 13:01:07
@bagi: Glückwünsche euch beiden mežikanje
(+2)gefällt mir
VanSims20. 09. 2023 14:32:08
Gratulation! Dass ihr euch noch bis Fedaia hochlaufen lassen habt, ich hab lieber den Bus (3 EUR) eine Stunde gewartet. nasmeh
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Kafetarca20. 09. 2023 16:55:31
Ihr macht richtig starke Touren nasmeh

Weißt du zufällig, welcher Berg im Hintergrund auf Bild 12 ist?
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bagi20. 09. 2023 17:22:38
Danke allen nasmeh @Kafetarca ... der Berg im Hintergrund ist Piz Boè
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bbugari120. 09. 2023 22:02:09
Bild 45: Forcella a Vu, Schauplatz der härtesten Kämpfe, Stellung des fernsten italienischen Vordringens, vor Kobarid...
Gratulation! eek
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