| m're 126. 07. 2009 22:17:30 |
Nach dem Bergcamp für Kinder und Jugend auf Drežniških Ravnah noch ein Sprung in die Friauler Dolomiten (für mich Karnische Alpen). Ziel: Schönheit Monte Duranno, Gesellschaft: Freund und Kenner der Karnier und Dolomiten Matija. Donnerstags in den Abendstunden vorbei am Dorf Erat zum Ausgangspunkt auf der ''''peruanisch-bolivianischen'''' exponierten Straße über der Schlucht bis zum Straßenende. Auf Weg 374 zur Hütte Maniago, wo wir übernachteten. Zweiter Tag früher Start, erstes Ziel Forcella Duranno, wo in Gesellschaft von Steinböcken wir frühstücken und Klettergurte und notwendige Ausrüstung anziehen. Weg - mit Piksen markierte Richtung - geht zuerst unter, am Graten dann biegt auf langer Police ins Herz der Südwand von Duranno zum zentralen ''''Kanal''''-Rinne, die die ganze Wand durchschneidet. Hier beginnt das Klettern: zuerst ein paar Seillängen rechts am Kanal dann biegt in den Kanal selbst ein und hält ihn bis zur Mulde unter dem Gipfel. Durch leichteres Gestein und ziemlich exponierten Grat erreichen wir den Gipfel. Im Gipfelbuch sind nur wenige Seiten gefüllt, obwohl der erste Eintrag darin aus 2004 ist. Abstieg auf demselben Weg, an den schwierigsten Stellen (4-5) abseilen wir auf dem Seil. Auf der langen Police begegnen wir einem Steinbock-Alphamännchen - ''''Boss'''', das ruhig vor uns hüpft, als wollte es zeigen, wo der einfachste Weg geht. Folgt schneller Abstieg vom Sattel zur Hütte und nach dem Mittagessen auf dem schon bekannten Weg 374 zum Auto. Tour-Highlights: schöne Hügel, Wildnis, freundliches Personal in der Hütte, Einsamkeit (auf der ganzen Tour haben wir einen Menschen und einige Hüttengäste getroffen). Empfehle allen, die gewohnt sind, in Seilschaft zu gehen und/oder Solo-Klettern III. Grades sowie Abseilen. Sicherungsstellen sind eingerichtet - Bohrhaken, hier und da findet sich auch ein Haken. Schneeflächen auf dem Weg sind da, aber man kann sie vollständig umgehen, sodass Winterausrüstung zu Hause bleiben kann. Die Tour ist sonst (außer dem anfänglichen Teil ernsthafteres Klettern) gut beschrieben im Buch von A.Mašer: Dolomiten - traumhafte Berge. Wer Italienisch kann, findet auch etwas im Netz.
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