| IgorZlodej4. 10. 2011 20:43:50 |
Die Nacht haben wir gut im Biwak verbracht und uns morgens noch im Dunkeln auf zum Pelmo gemacht. Unter der Wand war schon genug Tageslicht, dass wir die Lampen löschten und in die Wand kletterten, und bald waren wir auf dem berühmten Band, das die ganze Wand bis zum großen Kar quert. Keine besonderen Probleme, wir meinen sogar, dass die Leitfautor stark übertreiben mit den Schwierigkeiten, das sieht man auch in diversen Beschreibungen. Drinnen alles von Bohrhaken, Klemmen, Schlingen, Karabiner, Seilen. Könnte man sagen, nichts fehlt. Trotzdem ist das Band extrem exponiert, Felsen stellenweise geglättet wie an unserem Triglav, daher große Vorsicht nötig, Ungeübte schaffen das ohne Absicherung nicht. Wir haben nicht gesichert, waren daher sehr schnell drüben. Dann unnötige Ausrüstung abgelegt und etwas eintönigen Aufstieg über weite Schuttfelder gemacht, die aber eine gute Eigenschaft hat, man kann friedlich rumsehen und es gibt viel zu sehen. Nach dem Durchgang der Ebene unter dem Gipfelteil folgte noch etwas wirklich leichtes Klettern zum Gipfel und nach 3,5 Stunden waren wir oben. Tag tadellos schön, völlig ruhige Atmosphäre, warm und Rundblick bis zum Horizont. Wir haben oben eine Weile gesessen, dann schnell abgestiegen, zwei Aufsteiger getroffen, das Band umgekehrt gequert, runter zur Hütte, wo wir das Biwak abgeräumt und Sachen zum Auto gebracht haben und vorbei an der neuen Hütte Gianpietro Talamini in Vodo di Cadore und über Sappada heim.
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