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Forenliste / Italien / Dolomiten / Monte Piana

Monte Piana

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Janezs17. 09. 2020 19:36:14

Wir starten am Landro-See, wo die Mulattiera beginnt, morgens ist sie noch im Schatten, im oberen Teil ist sie schon ziemlich beschädigt und braucht etwas mehr Vorsicht das Ende des Weges ist wieder einfach Schauen wir uns die Umgebung etwas an. Wir steigen denselben Weg ab und fahren zu den drei Zinnen
Monte Piana 1
Monte Piana 2
Monte Piana 3
Monte Piana 4
Monte Piana 5
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bagi25. 07. 2023 13:28:39
Dritten, letzten Tag des verlängerten Wochenendes widmeten wir dem Besuch des Berges Monte Piana, den Bergsteigern weniger bekannt, aber mit wichtigem historischen Wert. Der Berg hat einen plateauförmigen Gipfelbereich, der vollständig mit Verteidigungsgräben und Überresten von Schutzbauten durchzogen ist. Genau auf diesem Plateau standen sich österreichisch-ungarische und italienische Armee gegenüber. In zwei Jahren Stellungskampf bewegte sich die Frontlinie nirgendwo, aber viele Soldaten verloren ihr Leben.

Wir sind auf den für mich schönsten Weg namens Pionierweg gegangen nasmeh. Die Mulattiera überwindet geschickt das extrem steile Gelände und bietet gegen den Gipfel eine Abkürzung namens Ferrata Hauptmann-Bilgeri, auch Capitano Bilgeri genannt. Wie alles hier in der Umgebung ist auch sie militärischen Ursprungs und heute vollständig mit makellosen Sicherungen ausgestattet. Die Ferrata kann man umgehen, indem man einen etwas längeren Mulattieraweg nimmt, verpasst aber dadurch einen außergewöhnlich schönen Abschnitt des Weges.

Wir stiegen zum Rif. Angelo Bosi Hütte ab und weiter ins Tal bis zur Zollstelle für Auronzo. Dort bogen wir scharf links ab und rechts unter dem Graten des Monte Piana zurück zum Ausgangspunkt. Das Tal und später die Schlucht Vale de Rinbianco bietet angenehme Kühle entlang des Hauptflusses, der Weg schließt sich am Ende des Tals dem zu den Tre Cime an. Wir stiegen natürlich ins Tal ab und schlossen uns weiter unten dem Morgenweg an. Dann folgte ein kurzer Abschnitt zum Parkplatz und die Fahrt nach Hause.

Koordinaten Parkplatz (kostenlos): 46.6456992N, 12.2325156E
Der Morgen erwacht. Unser Ziel ist Monte Piana, der Zugang über die steile Rippe rechts vom Badeplatz.1
Hier führt ein gut markierter Weg mit Nr. 6, der sogenannte Pionierweg :)2
Der Abschnitt ist wie am Vortag, gleich hinter der Brücke biegen wir links bergan ab.3
Wir erwarteten einen steileren Einstieg, aber bisher ist er ganz freundlich :)4
Blick hinab zum ruhigen Lago di Landro. Am Tag zuvor war alles anders.5
Enthüllt schnell das Geheimnis des leichten Weges. Tatsächlich handelt es sich um eine sehr gut befestigte Militärmulatierra.6
Noch offizielle Markierung...7
Höher gab es keine andere Möglichkeit, als den Weg mit Sprengstoff aus dem Fels zu sprengen.8
Viele Übergänge sind attraktiv, hinter jeder Kurve etwas Neues.9
Exponierte Stellen sind gesichert, Stahlseile in gutem Zustand.10
Bald überrascht uns: mehrere Soldatengräber auf einem Aussichtsgrat. Auch ein Soldat aus Kroatien ist dabei.11
Noch immer bequem gehend zum Gipfel, viel felsigerem Gelände.12
Bald finden wir die Markierung für die militärische Abkürzung, Via ferrata Bilgero.13
Kaum freies Klettern, Sicherungen überall.14
An vielen Stellen ist es ein ganz normaler Weg, aber meistens ziemlich exponiert.15
Blick zurück …16
Blick voraus. Die Atmosphäre ist ernst, die Felsen werden immer steiler.17
Ein Strahl der Hoffnung für alle damaligen und alle heutigen.18
Abschnitte eines völlig normalen Weges und steile Aufstiege über Felsen wechseln sich ständig ab.19
Sympathische Bank für eine Pause vor dem großen Finale :)20
Noch ein Stück ebenen Weg folgt, dann geht es steil hoch …21
Hier beginnt die Via ferrata im eigentlichen Sinne. Einige Details ähneln Kategorie C.22
Es gibt genügend Stufen und Griffe, nirgends ist Reibungsklettern nötig.23
Die Via ferrata ist sehr einfallsreich durch natürliche Passagen geführt. In dieser Rinne gab es einst einen militärischen Stützpunkt.24
Jetzt sind hier nur noch Überreste aus Holz und Eisen.25
Blick zurück …26
Die Via ferrata endet viel zu schnell. Dies ist zweifellos der interessanteste Zugang zum Monte Piana.27
Einer der Gipfel. Der obere Teil ist plateauförmig und ostwärts steht noch ein Kreuz.28
Dieser ist dem Gedenken an die Dolomitenfront von 1915 bis 1918 gewidmet.29
Der Gipfelbereich ist ein Spaziergang unter Erinnerungen an den Ersten Weltkrieg. Überall Verteidigungsgräben.30
Ein Erinnerungsstück an die Ereignisse jener Zeit: Campana dell’Amicizia.31
Überall gibt es viele davon, kleinere Kreuze sind überall verstreut.32
Unbekanntes Objekt, fest verschlossen und in ziemlich schlechtem Zustand.33
Piramide Carducii, ein etwas größeres Denkmal des sinnlosen Krieges.34
Zweiter der Gipfel des Monte Piana.35
Wir durchqueren die ganze Hochebene, daher steigen wir zur Hütte Rif. Angelo Bosi ab.36
Darüber liegt eine gepflegte Militärkapelle mit einer Kanone daneben.37
Alles darin ist der Fürbitte der Soldaten für das Überleben gewidmet. Die Wände schmücken Fotos aus jener Zeit38
Wir sind schon bei der Hütte, die leider erst um 11 Uhr öffnet. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als weiterzugehen39
Abstieg direkt auf der für den öffentlichen Verkehr gesperrten Bergstraße. Markierte Abkürzungen sind vom Wasser zerstört.40
Zuerst folgen wir Weg 122, dann 101 und schließlich drehen wir auf Weg 108 Richtung Ausgangspunkt.41
Der Start ist ein breites Tal unter der Hütte Malga Rinbianco, die eine sehr charakteristische hexagonale Form hat.42
Ein Merkmal des Weges 108 sind auch unzählige Bäche, die den Pfad queren und in das Hauptbett münden.43
Das gesamte Tal Vale de Rinbianco wird im Laufe der Zeit eng, der Bach erhält zerstörerische Kraft und an vielen Stellen ist der Weg ausgeschwemmt.44
Nach langer Querung gelangen wir zum Bach Rienza Negra und damit zum Beginn des Monte-Piana-Grats.45
Wir müssen noch 200 Höhenmeter auf fester Straße absteigen.46
Hier sind wir heute Morgen rechts weitergegangen, jetzt kommen wir von links. Die Wurst ist aufgespießt :)47
Es folgt ein kurzer Rückweg auf dem Radweg zum Parkplatz, dann fahren wir heim. Nächstes Mal :)48
GPS-Track der begangenen Route. 19 km und 1000 Höhenmeter.49
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bbugari125. 07. 2023 14:32:14
Sie müssen ein Buch oder einen Führer schreiben!!!eek
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Trobec25. 07. 2023 16:09:43
Interessanter Gipfel ja...oder "Plateau". Erinnert mich ein bisschen an Batognica...auch bezüglich Geschichte. Nur deutlich ausgedehnter. Und mehr Überreste oben. Vielleicht haben sie sie besser geschützt...vielleicht flog damals auch weniger "in die Luft".
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