| Tadej Bolta20. 11. 2018 01:53:26 |
Prijakt besteht aus zwei Gipfeln - Hoher (hoher) 3064 m und Niederer (niedriger) 3056 m. Zwischen den Gipfeln erhebt sich eine sehr ausgeprägte steile und schmale Rinne, durch die die Route Nordrinne (500 m, M4 - Bewertung auf planetmountain) verläuft. Über die Wand selbst verlaufen noch einige Routen, die in den letzten Tagen wegen exzellenter Verhältnisse häufig begangen wurden. Prijakt ist einer der attraktivsten Berge in der sogenannten Schober-Gruppe, die über der österreichischen Stadt Lienz aufragt. Wenn unter dem Berg kein Schnee liegt, ist der Anstieg sehr einfach. Mit dem Auto kann man fast bis 2100 m hochfahren, sodass es nur eine Stunde Anstieg zum Einstieg ist. Mit Urban haben wir das Auto etwas tiefer, auf dem offiziellen Parkplatz stehen lassen, wo wir auch übernachtet haben, und der Anstieg zur Wand hat sich auf etwa drei Stunden verlängert. Der Einstieg in die Route erinnert ein wenig an den Einstieg in die Grapa auf der Skuta. Rund 80° steiler verdichteter Schnee, der dich ca. 20 m in die Rinne bringt. Folgen ca. 500 m Aufstieg durch die Rinne mit 60° Neigung, die gleichmäßig mit schön vereisten Sprüngen (80-90°) durchsetzt ist. Als ob man die Teranova klettert, nur dass das alles in der wunderbaren Atmosphäre einer engen und steilen Rinne passiert. Ganz zu schweigen von den fantastischen Verhältnissen - quietschender Schnee vom Boden bis zum Gipfel! Der einzige echte Sprung war 90° dünnes und leicht faules Eis, wo wir uns für ein paar Meter mit dem Seil gesichert haben. Beim Ausstieg aus der Rinne waren es zehn Minuten zum Gipfel, von dem sich ein wunderschöner Blick auf die Hohe Tauern öffnete. Oben erwarteten uns warme Sonne und praktisch kein Wind! Abstieg über den SW-Grat, der wegen Steigeisen, Mischung aus großen Felsen, Gras und Schneeflecken etwas heikel war. Nach guten neun Stunden erreichten wir so das Auto. Was für eine Ouvertüre zum Winter!
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
| (+7) |  | |
|
|