| turbo2. 08. 2022 19:03:40 |
Montag, 25.7.2022 Gondel fährt für solche Touren zu spät an (8.30 Uhr), obere Station aber so ungünstig abseits der Hütte Utia de Ncisles (Rifugio Firenze, Regensburger Hütte), dass man selbst bergab wenig damit anfangen kann. Also alles zu Fuß, by fair means! Zur Hütte mehr oder weniger Straße, geht nicht anders, dann mehr oder weniger eben, auch hier nicht anders, zum Abzweig auf Plan Ciartier Hochebene, dort links in steilen eingebrochenen Graben und hinauf zur Furcela da Mesdi Scharte (Mittagsscharte). Von dort zum Gipfel Aufstieg über Südwestflanke, via ferrata aus frühem 20. Jh. Aufstieg über schroffen Gelände, Sicherungen nur hier und da, viel Klettern, wo Hände sehr helfen. Zur Orientierung rote Bolzen, manchmal leiten sie dich völlig anders als geplant weiter. Das tolle Klettern war zu schnell vorbei, bald am Gipfelgrat angekommen und entlang zum Gipfel. Dort... Juhuu, niemand da, nur Ruhe und Stille. Gelassenheit! Gesorgt für körperliches und seelisches Wohl, hatte reichlich leckeren Proviant dabei, Aussicht genossen, über dies und das nachgedacht, vieles ersonnen und überlegt, dann beschlossen, Abstieg Zeit. Langsam abwärts über schrofes Gelände, kurz vor ersten Seilen Mann bergauf getroffen. Nach Seilen noch etwas zu Fuß und schon über schwierigster Abstiegsstelle, Art Rutschstellen mit Klammern und Seilen. Dort Paar getroffen, sie stieg bald aus, ich wich bei ihrem Klettern aus damit mir nichts von Füßen fällt, er wartete bis ich abgestiegen. Schnell unten, dann noch etwas geklettert und schon an Furcela de Saliëries (Forcella Saliëries, Saliëries Scharte). Gedanke an kurze Pause verflogen beim Erinnern an schönes weiches Gras tiefer unter Gipfeln. Richtung Tal, sehe Hubschrauber in Ferne auf mich zufliegen. Denke schon er kommt zu mir, biegt zu Flanken ab wo ich Stunden zuvor hochging. Motorengeräusch leiser, dann lauter, bald fliegt er um Kante direkt auf mich zu. Schwebt darüber, werfe Stöcke weg und zeige mit Händen "N"-Zeichen, bedeutet keine Hilfe nötig. Wackelt etwas, vielleicht verstanden, fliegt andere Bergseite. Lange gebrummt hin und her, dann hinter Berg geschwebt nach Motorgeräusch, dann hoch darüber und in Anflug Richtung weg. Zweites Mal solcher Fall, musste Piloten zeigen keine Hilfe, gut dass ich weiß wie man handelt. Restabstieg glatt und schnell, auf Gras langausgestreckt Seele neu geladen. Göttliche Tage wie dieser und gestern, auch Hunderte wenn nicht Tausende davor, hoch in Graten unter blauem Himmel, sonnenbeschienen, in Frieden und Stille. Schwieriger Rückkehr unter Leute zum Hut und drumherum, Gedränge noch größer als Vortag bei Abstieg Sassongher. Am einfachsten Getränk am Schank, nicht erstmalig, schnell freundlich bedient, draußen keinen Sitzplatz. Von Hütte Tal wieder allein, nur Radfahrer vorbeigekommen, zur Gondel wäre anders. Toller Ausflug, wirklich wertvoll, sündhaft gut  http://tubojan.blogspot.com/2022/07/sas-rigais.html
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