| rozka27. 06. 2019 21:54:44 |
Wohin, oh wohin? und ich war noch nicht da ...weiß nicht wie mir diese Tour in den "Rucksack" geraten ist, die sich als mehr als ausgezeichnet erwiesen hat und alle Erwartungen übertroffen hat, ebenso Stunden und Höhenmeter Wir fahren nach Tolmezzo, nach Betania, wo beim Kletterfels das Auto stehen lassen. Über riesiges überwuchertes Schotterfeld, wo Labyrinth aus Pfadchen und Steinmännchen ist, zum ersten markierten Schild, wo wir den "Troi di Martin"-Weg wählen, der sich "mäßig" steil durch Wald windet, wo wir die Schatten gut nutzen, aber die Hitze - Schwüle hat schon Zähne gezeigt. Zwischendurch gucken wir zum Aussichtspunkt, der wirklich einzigartiger Panoramapunkt ist und vor uns der Monte Piciat-Grat, den wir letztes Jahr überquert haben und uns nicht genug wundern können über seine Länge . Bald stehen wir auf dem Gipfel unseres ersten Gipfels, Monte Amarianutte. Hmm, 1084 m hoher Gipfel, so ein Aussichtspunkt, aber unser Blick schweifte zu Wänden und Hängen der Amariana und wir konnten gar nicht kapieren wo bzw. wie der Weg geführt ist . Markierungen am Stöckchen bzw. Stöckchen mit Marke etwas unter dem Gipfel nicht mehr da, muss aufpassen oder "Kartoffelaugen" haben um sie rein zufällig zu sehen…Steigchen das anfangs abwärts geht um dem engen Grat zwischen M. Amarianutte und Anfang des anspruchsvollen Dalla-Marta-Wegs auszuweichen. Steile Wiesen, enge Steige, mit Absturz direkt ins Tal zwischen Amaro und Tolmezzo, außer an glaub ich zwei Stellen, wo mal ganz neue Stahlseil und zweitens Seil, keine anderen "Helfer" beim Aufstieg. Weg super geführt aber steil, oder adrenalinreiche Übergänge wo volle Vorsicht nötig. Irgendwo in der mittleren Partie wo uns der Weg zum reinen Grat bringt, über nette natürliche Passagen geführt, auf der anderen Seite starren wir in senkrechte Abgrundwelt und da es stellenweise Mix aus Gras und Erde ist, jeden Schritt beachten. Leicht durchatmen am Sattel, in scheinbar nicht-steilen Wiesen, bisschen auftanken und wieder in die Steilheit beißen. Rote Punkte die uns den ganzen Weg begleiten reichen und Nachverfolgbarkeit ok, ab und zu gehen wir aber eigene Wege aber nur Meter oder zwei, viel Freiheit nicht ratsam, hehe, von Steilheit zu Steilheit Nr.2 , hehe Endlich, ja endlich betreten wir den letzten Grat wo Weg 443 zu uns stößt und schon auf Gipfel. Juhuuu, Monte Amariana an dem Tag nur unser, oder wenigstens unsere Zeit keiner auf Gipfel. Verdiente Gratulationen, davor grüßen Marienstatue und alle Nachbar Gipfel, Sekretärin regelt Bürokratie und Zeit für Abstieg. Entschieden für Weg 443 und außer Anfangspartie die auch Seile bietet wegen Steilheit und Schutt, dann nur steil, heheee. Abstieg fast bis Sella Pradut, wo bei größerem Abzweig (markierter Weg 461 rechts, links Polygon), wir geradeaus auf unmarkierten aber rot gepunkteten Weg, gut getreten und der sich im Tal als Monte Amariana Direttissima herausstellt und ja wirklich "direttissima" da steil klar dass wir fast rannten und nicht gehen konnten , hehe. Füßchen mehr als dankbar als auf Schotter, vorbei Militärübungsplatz zurück zum Auto das treu gewartet hat. Tour alle Erwartungen übertroffen und noch eine von denen die bleiben. Lang, interessant geführt, genussvoll, steil, exponiert und wo man den ganzen Weg – ganzen Tag allein auf Tour ist. An dem Tag spielte Zeitplan keine Rolle, jetzt zählen nur die Höhenmeter die wir für Gipfel unter 2000 m bei Aufstieg um die 1600 m gemacht haben und viele unserer 2000er durchlaufen Danke für tolle Gesellschaft die sich entschieden hat mit mir zu "leiden" und Steigungen, Übergänge und Hitze zu meistern...
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