| triglavski28. 07. 2009 20:48:52 |
Auch diesen Berg hatten wir vor zwei Jahren schon angeschaut, damals natürlich von der Terza Grande, er sollte sogar leichter erreichbar sein als seine große Schwester, und es gab einen schönen Artikel in der Mai-Ausgabe von PV. Von der Hütte Giuseppe Fabbro über forc. Lavardet fahren wir auf der sonst gesperrten Straße hinunter ins Frison-Tal zum Ausgangspunkt bei der geschlossenen Hütte Volontan Alpini. Zuerst durch den Wald, dann immer bergauf entlang der Westwand der Terza Grande, an einer Stelle stoßen wir auf ein großes Schneefeld, der Weg ist darüber markiert, die Seile völlig zerrissen, der Übergang etwas lästig, Weiterverlauf wieder durch eine Art Rinne, dann entlang einem kleinen Grätchen mitten in der Rinne das mit Seil gesichert ist, dann wieder etwas Klettern, im oberen Teil des Kars wieder einige Schneefelder die überquert werden müssen und endlich Bivak Francco Marta das gerade von der Sonne bestrahlt wird. Es folgt eine kurze Pause am wirklich schönen Bivak und noch großartigeren Ausblick. Wir gehen etwas höher, dann quer, dann etwas hinunter. Über uns steile Felsenrücken und undurchdringliche Wände, unter uns tiefe Rinnen. Der Steig ist nicht richtig ausgetreten, würde sagen ähnlich wie ein alter trentinische Jagdweg. Als wir zum Abzweig kommen atmen wir richtig aus, dieser Teil des Wegs ist gar nicht ungefährlich und noch dazu ziemlich lang, erfordert sicheren Schritt. Etwas unnötigen Kram legen wir ins Gestrüpp und machen uns aufwärts, zuerst führt uns ein schöner Pfad, sogar zwischen sehr einladenden Gräsern, unter der Wand wird es etwas ernster. Den großen Block umgehen wir jeder auf seiner Seite, dann klettern wir wo mit Haken markiert, Einzel-Schwierigkeiten überschreiten nicht, etwas lästig ist der Übergang vom breiten Bastion ins enge verstopfte Rinne, verklemmte Felsen in der Rinne umgehen wir rechts mit Hilfe einiger Meter Seil, kurze Fortsetzung fast auf Gräsern bis zum kleinen Sattel von dem wir nach links gehen, wo wir das berüchtigte Felsloch finden durch das wir uns sogar mit Rucksack zwängen, auf der anderen Seite greifen wir die doppelte Leine die den Übergang über tiefer Rinne und Gang über schmalem Grat sehr erleichtert. Folgen nur noch wenige Meter zum Gipfel. Zufriedenheit groß, Ausblicke üppig, Tre Cime, Cristallo, Antelao, Pelmo...., und natürlich Terza Piccola für die wir hoffen dass sie mal drankommt. Auch beim Abstieg nötig sicherer Schritt, auf Gräsern gönnen wir uns lange Ruhepause in warmer Sonne. Unten am Abzweig blieb die Bierdose angemessen kühl, folgt Abstieg zum passo Digola, dann auf unmarkiertem Steig zur Straße die uns ins Frison-Tal bringt. Wartet noch eine halbe Stunde Gehen auf berühmten Serpentinen zum Auto und fahren wir nach Val Visdende.
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