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Forenliste / Italien / Dolomiten / Vallon Bianco - 2684 m

Vallon Bianco - 2684 m

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bagi3. 10. 2022 13:55:39
Nach der militärischen Via Ferrata Furcia Rossa

Am Anfang unserer Erkundung der Dolomiten hat sich ein ganz besonderes Abenteuer in unsere Erinnerung eingeprägt. Statt einer kurzen Tour am letzten Urlaubstag entstand eine Großtour zum Piz Ciaval ( Klick ). Schon damals habe ich auf der Karte die Gratkombination über die militärische Via Ferrata Furcia Rossa beobachtet, die vom Bivacco Della Pace bis zum Ende des Grats verläuft. Dieser begrenzt das tiefe Tal Val Travenanzes am Fuß der Tofanen und ganz am Ende steht der schöne Gipfel Vallon Bianco.

Den Grat wollten wir von dort fortsetzen, wo wir ihn vor Jahren beendet hatten. Der geeignetste Start für uns war von Capane Alpine, von wo wir über Wege 11 und 17 schnell zu Monte Castella und dem Bivacco Della Pace darunter kamen. Wir haben seinen Zustand geprüft und sind neuen Abenteuern entgegengestürmt Lächeln.

Die Fortsetzung auf dem Militärweg weckte anfangs gemischte Gefühle. Zuerst folgte ein Abstieg, dann langes, unermüdliches Aufsteigen auf zugestopften Hängen. Offizielle Markierungen fast keine, nur FR-Schild taucht ab und zu auf. Nach gut einem Kilometer ändert sich das. Der Weg schießt steil hoch und rechtfertigt schnell den Namen Ferrata. Nach endlosen Leitern stiegen wir hoch über die Umgebung.

Auch weiterhin wechseln sich Abschnitte ohne Sicherungen und solche mit Sicherungen ab, ohne die ein Vorankommen unmöglich wäre. Tatsächlich ist der gesamte Weg eine alte militärische Verbindung, bei der sie den Grat nach bestem Vermögen für ihre Zwecke verknüpften. Dazwischen besuchten wir den etwa 5 Minuten entfernten Gipfel Piz Forcia Rossa III, ein exzellenter Aussichtspunkt und als solcher natürlich für das Militär interessant.

Dort tauchen auch die ersten VB-Markierungen für Vallon Bianco auf. Bis dorthin ist es noch weit, der Weg setzt im gleichen Stil fort. Das Gelände wird immer schwieriger, daher immer mehr Sicherungen. Stahlseile und Haken sind einwandfrei und ausreichend überall. Nach anderthalb Stunden kamen wir zur Kreuzung des Talsweges mit unserem und lenkten bergauf zum Endziel.

Der Weg zum Vallon Bianco ist kurz gesagt herrlich breites Grinsen. Eine so einfallsreich angelegte Mulattiera sieht man selten. Bequemer und unermüdlicher Weg führt uns sicher durch die wilde Welt der Felsen, endlosen Steigungen und wunderbarer Ausblicke. Der Weg wurde zum Jahrestag des Ersten Weltkriegs renoviert und ist für fast jeden geeignet. Dem entsprechend war der Besucherandrang. Im Gipfelbereich voll mit Militärruinen, da dieser Gipfel zentrale Lage über mehreren Tälern hat. Die Aussicht ist endlos, besonders hervor sticht der völlig andere Blick ins Tal Val Travenanzes. Der Besuch von Vallon Bianco herzlich empfohlen, da neben unserer auch andere nähere Ausgangspunkte verfügbar sind.

Vom Gipfel stiegen wir im Anstiegsrichtung ab, da kein anderer Weg existiert. Über Ferrata Furcia Rossa kehrten wir nicht zurück, sondern gingen geradeaus weiter und schlossen kreisförmig in einem anderen Tal an den Morgenweg an. Dann Rückkehr zur Capane Alpine auf dem bekannten Weg. Fazit: Der Weg gab uns viel mehr, als erwartet Lächeln.


Koordinaten des Ausgangspunktes ( Capanna Alpina ): 46.5596322N, 11.9805192E
Vallon Bianco - 2684 m Parken vor dem Capanno Alpino und folgen Weg 11 ins Herz der Fanes. Hier verläuft auch Alta Via 1.1
Vallon Bianco - 2684 m Die Sonne grüßt uns im kalten Morgen mit den ersten beleuchteten Gipfeln2
Vallon Bianco - 2684 m Die Farben des frühen Morgens wechseln von Augenblick zu Augenblick3
Vallon Bianco - 2684 m Der Tag hat sich bereits vollends gebildet, die Kälte bleibt jedoch. Wir gehen durch bekannte Landschaft4
Vallon Bianco - 2684 m Offizieller Pfad 17 gekreuzt von einer uhojeni Abkürzung mit weiß-gelben Markierungen.5
Vallon Bianco - 2684 m Sie schließt sich einen guten Kilometer später und deutlich höher an.6
Vallon Bianco - 2684 m Blick zurück ...7
Vallon Bianco - 2684 m Wir zweigen bei Bivak von 17 ab, sie führt tief ins Val Travenanzes.8
Vallon Bianco - 2684 m Piz Ciaval. Militärpfad zum Gipfel.9
Vallon Bianco - 2684 m Monte Castello mit Bivak darunter. Teil ehemaliger Stützpunkte.10
Vallon Bianco - 2684 m Gut versteckter Bivak, leicht erreichbar. Besuche entsprechend.11
Vallon Bianco - 2684 m Stapel Markierungen darauf, inkl. unserer FR (Furcia Rossa).12
Vallon Bianco - 2684 m Gruppenplatz im geräumigen Bivak. Innen sauber und ordentlich.13
Vallon Bianco - 2684 m Bereits Abschied. So eingequetscht unter mächtigem Turm.14
Vallon Bianco - 2684 m Blick auf schöne Hochkar, durch die wir gerade kamen.15
Vallon Bianco - 2684 m Blick auf Route Furcia Rossa. Anfang des Pfades unten sichtbar.16
Vallon Bianco - 2684 m Zuerst ein guter Kilometer am Geröllhang.17
Vallon Bianco - 2684 m Blick zurück zum Turm Monte Castello, unter dem der Biwak eingeklemmt ist18
Vallon Bianco - 2684 m Am Weg sind viele Kavernen. In einer haben wir sogar einen uralten Edelweiß gefunden19
Vallon Bianco - 2684 m Jetzt wird es ernst. Die Via ferrata rechtfertigt endlich ihren Namen20
Vallon Bianco - 2684 m Aber hier geht es nicht nur um ein paar Haken ...21
Vallon Bianco - 2684 m Reine Überraschung. Sie führen um die Wand herum und bringen uns immer höher22
Vallon Bianco - 2684 m Wir treten auf den Sattel zwischen Piz Forcia Rossa III und Piz Forcia Rossa IV23
Vallon Bianco - 2684 m Blick zurück vom Sattel ...24
Vallon Bianco - 2684 m Noch ein Blick voraus ...25
Vallon Bianco - 2684 m Es dauert nicht lange, da erreichen wir den höchsten zugänglichen Gipfel des Grats ... Piz Forcia Rossa III26
Vallon Bianco - 2684 m Blick auf den sandigen Gipfel Piz de Sant’Antone. Wir besuchten ihn letztes Jahr aus dem Wengen-Tal27
Vallon Bianco - 2684 m Es erscheint das VB-Zeichen, das für Vallon Bianco steht28
Vallon Bianco - 2684 m Vom Grat haben wir einen herrlichen Blick auf die Fortsetzung. Bald müssen wir kräftig absteigen29
Vallon Bianco - 2684 m Wir müssen zum unteren Pfad absteigen, der auf dem Foto zu sehen ist30
Vallon Bianco - 2684 m Sofort beginnt der ferratamäßigste Teil der Querung31
Vallon Bianco - 2684 m Es führt über hohe Wände hinunter. Sicherungen reichen überall aus32
Vallon Bianco - 2684 m Hier ist die Wand sogar überhängend. Beim Suchen der Klammern muss man sich etwas mehr bemühen33
Vallon Bianco - 2684 m Der Abstieg geht weiter ...34
Vallon Bianco - 2684 m Wir sind noch nicht am tiefsten Punkt. Insgesamt müssen wir fast 400 m absteigen35
Vallon Bianco - 2684 m Dazwischen finden sich auch ganz besondere Wegabschnitte36
Vallon Bianco - 2684 m Nach gut einerinhalb Stunden Querung stoßen wir auf den normalen Aufstieg zum Vallon Bianco37
Vallon Bianco - 2684 m Der Charakter des Weges ändert sich sofort. Er ist breit, bequem und dicht markiert.38
Vallon Bianco - 2684 m Man erkennt sofort, dass hier einst die Hauptmilitärverbindung verlief.39
Vallon Bianco - 2684 m Vallon Bianco in der Ferne. Die Mulattiera kreuzt den Hang quer.40
Vallon Bianco - 2684 m Der Weg wurde zum Jubiläum des Ersten Weltkriegs neu hergerichtet.41
Vallon Bianco - 2684 m Über zahlreiche Rinnen führen Brücklein.42
Vallon Bianco - 2684 m Viele Besucher. Wir begegnen vielen Bergwanderern aller Altersgruppen.43
Vallon Bianco - 2684 m Langsam aber stetig steigen wir auf, wie es sich für eine Mulattiera gehört.44
Vallon Bianco - 2684 m Rückblick auf den unglaublich schönen Aufstieg zum Berg.45
Vallon Bianco - 2684 m Viele Stützmauern, alle aus der Zeit des Ersten Weltkriegs.46
Vallon Bianco - 2684 m Die Ausblicke werden immer weiter und reichen weit in die Runde.47
Vallon Bianco - 2684 m Vallon Bianco, einzigartiger Aussichtspunkt am Ende des Furcia Rossa-Grats.48
Vallon Bianco - 2684 m Die Sonne beleuchtet für einen Moment die Hänge auf der gegenüberliegenden Talseite, die der Weg 418 kreuzt.49
Vallon Bianco - 2684 m Zurück auf demselben Weg. Bis ins Tal keine andere Variante.50
Vallon Bianco - 2684 m Noch ein interessantes Detail ...51
Vallon Bianco - 2684 m Die Hänge sind extrem steil, aber wegen der Breite des Maultierpfads spürt man nirgends Exposition.52
Vallon Bianco - 2684 m Noch immer absteigend vom Berg ...53
Vallon Bianco - 2684 m Als wir zur Abzweigung mit der Via ferrata kommen, setzen wir die Normalroute fort.54
Vallon Bianco - 2684 m Die Landschaft ist außergewöhnlich schön, der Weg bequem, auch das Wetter dient uns hervorragend.55
Vallon Bianco - 2684 m Wir sind schon auf dem morgendlichen Anstieg. Rückkehr zum Ausgangspunkt.56
Vallon Bianco - 2684 m Hervorragend angelegter Abstieg ins Tal.57
Vallon Bianco - 2684 m Diese Geschichte schließen wir am Ausgangspunkt bei Capanni Alpini ab.58
Vallon Bianco - 2684 m GPS-Track der gewanderten Route. Es wurden 25 km und 1800 Höhenmeter aufgezeichnet.59
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panda3. 10. 2022 14:58:10
Gratulation, wunderschöner Panoramapfad. Lächeln
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bbugari14. 10. 2022 08:53:59
Wie immer, phänomenal! Lächeln

Seid ihr nicht zum Bivak Bacon - Braborka abgebogen beim Aufstieg nach Vallon Binaco?
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bagi4. 10. 2022 10:36:00
@bbugari1 ... schöne Grüße Lächeln. Bivacco Bacon - Braborka liegt rechts abseits des Wegs zum Vallon Bianco und ist als solches besonders markiert. Wenn ich mich recht erinnere, sind es 1 Stunde dorthin. Da ich auf Karten keine Verbindung von Braborka zum Vallon Banco fand, haben wir uns nicht weiter damit beschäftigt. Schon ohne hat unsere Variante über 10 Stunden gedauert und hätte uns einfach zu viel Zeit gekostet.
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